Hallo, Lelle!
Der Meraner Höhenweg sollte kein Problem sein. Sehr schön, stellenweise etwas Trittsicherheit nötig, aber insgesamt nicht so sehr alpin; nur der Übergang über das Eisjöchl führt in größere Höhe (2900 m), verläuft aber größtenteils auf einer Militärstraße aus der Mussolini-Zeit. Ich würde am Hochmuter starten (Seilbahn ab Dorf Tirol, an der Talstation evtl. das Auto abstellen); außer im Pfossental und am Eisjöchl ist man ständig in der Nähe von Bushaltestellen, von wo man gut nach Meran und somit Dorf Tirol zurück kommt. Fahrplan auf
www.sad.it.
Einige Gipfel gäbe es schon mitzunehmen. Neben der bekannten Mutspitze etwa die Spronser Rötelspitze, evtl. geht auch noch das Roteck ab Lodnerhütte, 3339m (ab Hochganghaus oder Nassereith erreichbar, aber bitte im späten September nicht mehr über Milchseen - Halsljoch gehen, das könnte gut vereist sein!) - am besten vorher in der Lodnerhütte anrufen. Die Hochwilde, 3482 m, wäre ab Stettiner Hütte am Eisjöchl eine kurze Tour, aber ob man halbwegs gefahrlos hinauf kommt, ist Glückssache.
Der Meraner Höhenweg verläuft aber natürlich nicht in den Dolomiten, sondern in der Texelgruppe!
Wenn Ihr mehr Dolomitensicht haben wollt, wäre evtl. die Höhenwanderung über den Ostkamm der Sarntaler alpen, von Bozen nach Sterzing, zu überlegen; Rückfahrt mit dem Zug. Unterwegs gibt es genügend Hütten, im Südteil hat man ständig Blick auf die Dolomiten, und Gipfel bis knapp über 2700 m gibt es auch mehr als genug - die meisten lassen sich weglos mehr oder weniger erwandern. Die Sarntaler sind hier nicht sehr spektakulär, aber wunderschön, einsam und sehr aussichtsreich.
Wenn es die Dolomiten sein sollen - wie wäre es mit einer Runde um die Geislergruppe? Also: Regensburger Hütte - Sexeda (Seilbahnberg, aber grandioser Aussichtspunkt!) - Broglesalm - Schlüterhütte - Abstecher zum Peitlerkofel - zurück zur Regensburger Hütte. Ob der Sass Rigais ohne Klettersteigausrüstung - die man in diesem Fall aber wohl in der Regensburger Hütte deponieren könnte und nicht die ganze Zeit mitschleppen müsste - machbar ist, weiß ich nicht, ich kenne die Tour nicht. Der Rest dürfte aber bei etwas Trittsicherheit und Vorsicht machbar sein, solange kein Wintereinbruch kommt. Bei Schnee und Eis wären die nordseitigen Kare und Geröllfelder natürlich sehr gefährlich, in diesem Fall müsstet Ihr auf den Südteil des Meraner Höhenweges ausweichen.
Gruß
ThomasFFM