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  #1  
Alt 27.02.2007, 20:45
martinwalkt martinwalkt ist offline
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Registriert seit: 30.07.2006
Ort: HaMBURG
Beiträge: 3
Galerie: 0
Standard zweiter grüner Ring in Hamburg

My Truly 52 Km auf dem zweiten grünen Ring in Hamburg


50km laufen oder wandern und zwar genau am 25.o7? Bei ungemütlichem Regenwetter, so ganz alleine? Einfach irgendwo auf der Welt starten, ein paar Fotos machen und hinterher aufschreiben wo man war und wie lange man gebraucht hat. Der Erfinder Seppo aus Finnland sagt es so:

A fascinating collection of "home-made" runs anywhere on earth!
Come and join us in the winter fun run!
Die Regeln sind ganz einfach:

Here are the rules:

1. Run or walk 50k on 28.1 or 25.2. On both days you have 24h time to pass 50k.
2. Course and location: anywhere, your choice (roads, track, trail, indoors ...), any 50K route

3.
Entry Fee: NONE!



Nun gut, warum nicht dachte ich mir. Die Strecke die ich mir für diesen Tag ausgesucht habe sollte also möglichst klar definiert und 50Km lang sein. Ich wollte auch nicht auf den Hamburger Teichwiesen 50 km wie ein Hamster im Rad meine Runden drehen sondern etwas weitgehend Neues entdecken. Den zweiten gründen Ring, den kaum jemand kennt. Der aber offiziell in Hamburg existiert und planerisch abgesichert ist. Es gibt auch schon eine Beschreibung und Karten im Internet. Der nördliche Teil ist ca. 50 km lang, der südliche auch.


Die Beschilderung soll dann im Sommer 2007 erfolgen. Gedacht ist das Ganze als Radweg. Ich bin aber lieber auf meinen Beinen unterwegs denn da gibt es keine Platten sondern höchstens Blasen…


An der S-Bahn Mittlerer Landweg sollte es für mich losgehen. Die textliche Beschreibung ging allerdings anders rum so dass mir die Texte später schnell zu mühsam waren. Ich orientierte mich daher dann lieber an den Karten. Auf der Hinfahrt über die Station Reeperbahn wurden noch all die Leute aufgesammelt die die Nacht durchgefeiert hatten. Die wollten ins Bett und ich in die Natur.

Startzeit für mich war wie geplant noch vor acht Uhr. Meine Zwischenzeiten habe ich immer mal wieder mit der Kamera festgehalten um das Ganze später auch nachvollziehbar zu machen. Also Start: 7:50 Auf dem Mittleren Landweg ging es schnell raus in die Natur. Die Gegend dort nennt sich „Billwerder Kulturlandschaft“ und dann das Naturschutzgebiet Boberger Dünen. Sehr nett, noch sehr wenig Leute aber dafür schon Rehe unterwegs. Die Sonne quält sich zeitweise etwas über Bergedorf empor, kam an diesem Tag aber selten durch.

Zeitweise geht es an einer sehr großen Straße entlang aber dann folgt der unerwartet schöne Schlemer Bach Grünzug. Billstedt ist nicht gerade in Szenestadtteil in Hamburg, der Ruf ist mäßig aber hier am Schlemer Bach war es dann doch recht nett. Auf dem Weg zum Ojendorfer Park verlaufe ich mich zum ersten mal So passiere ich den Öjendorfer See nicht wie geplant im Osten sondern im Westen, was aber auch nicht weiter schlimm ist.

Die A 24 überquere ich nach 9,7 km um 9:33 (alle Strecken mit google Earth ermittelt) Durchschnittsgeschwindigkeit noch 5,7km/h bzw. 10,6min/km. Das sollte sich mit der Zeit auf ca. 5,4 km incl. Kurzer Pausen und Fotostops einpendeln.

Der ersten Pitstop gab es in einem kleinen Kiosk in Jenfeld. Der Kaffe war der Rest aus der Kanne, das Schokocroissant nicht ganz so wie in Frankreich dafür wurden mir dann aber 2 Euro abgenommen….Na ja….Das war so gegen 10 Uhr nach den ersten zwei Marschstunden.

Auf dem weitern Weg wurde der Wandsegrünzug gequert und es ging in die städtebaulich bemerkenswerte Siedlung auf der Trabrennbahn Farmsen. Hier laufen die Gänse wild aber zutraulich zwischen den Häusern entlang. Ich war dort so um 11 Uhr nach 16,7 km an der Bahnstation Trabrennbahn.

Die nächsten Grünzüge waren dann der Osterbekgrünzug und der Steilhooper Grünzug. Auf die „Hochhaussiedlung Steilshoop“ ging es zu aber dann doch nicht durch sondern dran vorbei. Durch Kleingartenidyllen und über den Seebek Grünzug ging es an den Bramfelder See.

Weiter über den 400 qm großen Friedhof Ohlsdorf. Noch immer war ich recht fit und die Laune gut. Das Wetter war zwar die ganz Zeit bedeckt aber es regnete nicht. In Ohlsdorf an der Bahnstation war ca. die Hälfte geschafft. 12:14-12:19 gönnte ich mir nach 23,5 km hier eine Brezel, ein Franzbrötchen und eine Becher Kaffee. Das ganze im Gegensatz zu Jenfeld sehr schmackhaft und günstig. Auf den Weg nahm ich mir noch eine Flasche Iso mit, der erste Liter Apfelsaftschorle war aufgebraucht.

Kurz nach dem Wieder Anlaufen setzte der Regen ein der dann die nächsten Stunden anhielt. Es folgte eine bekannte Strecke an der Alster die aber schon bald wieder nach Norden abschwenkte. Durch Kleingärten an denen überall steht das dies kein Durchgang sei geht es nach Norden bis in den Wald Borstler Jäger. Einem kleinen Waldstück das von einem Hochsicherheitsdraht begrenzt ist. Dies verwunderte mich zunächst bis ich verstand dass ich hier bereits am Flughafengelände bin.

Es folgte ein hin und her in den Kleingärten am Flughafen, da es keinen durchgehenden parallelen Weg zum Flughafenzaun in diesem Bereich gibt.

Nach Verlassen des Flughafengeländes ging es in das Niendorfer Gehege. Obwohl ich mich da eigentlich recht gut auskenne kam ich wieder vom vorgesehenen Weg des Grünen Ringes ab und musste mich etwas orientieren. Außerdem jucken die Fußsohlen leicht. An einer Bushaltestelle wurden die Füße gecremt den Vaseline kommt bei solchen Touren immer mit ins Gepäck. Noch eine Banane und es ging wieder los. Der Regen wollte jedoch noch immer nicht aufhören.

Der innere Schweinehund wedelte immer mal wieder mit dem Schwanz. Vor allem als es zur S-Bahn Stellingen durch recht öde Gewerbegebiete im Regen ging. Mit der Bahn von dort wäre ich in wenigen Minuten zu Hause gewesen. Es war 14:45 ich hatte 35,5 km gelaufen und wäre dann schön zum Kaffe in der warmen Stube gewesen. Aber nein sagte ich dem Schweinehund, komm wir nehmen jetzt noch einen Kaffe hier im S-Bahn Kiosk. Du darfst auch was vom trockenen Brötchen abhaben oder ein paar Nüsse, aber es wird weiter gelaufen. Der Schweinehund gab kein bei und es ging nach kurzem Stop weiter.

Die folgende Strecke kannte ich recht gut denn alles lag ja in meiner Nähe. Altonaer Volkspark, Botanischer Garten und der Jaenischpark.

In Teufelsbrück wäre nach Kartenbeschreibung 46,9 km vollendet. Nach meinen Messungen waren es mit den verlaufenen Strecken nur 44,5 (was sich hinterher ja erst herausstellte) Klar war ich muss wahrscheinlich noch ein bisschen laufen bis die 50km voll sind. Also weiter an der Elbe über Övelgönne zum Bahnhof Altona. Hier waren dann auch nach meiner Messung die 50 km voll. Es war 17:05 und ich war also ca. 9h 15min für die 50km unterwegs. Keine dolle Zeit aber für mich war es ja kein Rennen auf Zeit. Das kommt erst wieder beim Hamburg Marathon bzw. beim 6h Lauf(Marsch) in Waldhessen Ende März wo ich ungefähr die gleiche Strecke dann in 6 Stunden zurücklegen möchte.

Die letzen Km ab Övelgönne bin ich übrigens getrabt. Den Beinen tat die Abwechselung gut und mir war gerade so danach. Ob das wohl ein Walkers high war? Eigentlich dacht ich die letzten drei km könnte man dann ja mal den Bus nehmen. Aber erst mal ne Brezel und eine Kaffee bei Disch. Der Bus kam erst in 12 Minuten, also dachte ich mir: Dann mach die Sache rund, darauf kommt es nun auch nicht mehr an und trabte nach Hause nach Altona Nord wo ich dann um 17:30 wieder zu Hause nach ca. 52km ankam.

Eine schöne Aktion, die Beine haben es gut überstanden, und heute am Montag Abend nach einem Saunaabend fühle ich mich schon wieder gut erholt und fit.

Martin Schmitz
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  #2  
Alt 25.03.2007, 22:47
phacops phacops ist offline
zweite Heimat Trekkingforum
 
Registriert seit: 15.03.2002
Ort: im Süden und (manchmal) im Ost
Beiträge: 2.622
Galerie: 0
Standard AW: zweiter grüner Ring in Hamburg

Schon ne leicht verrückte Idee.
Hat aber was!
Wer arbeitet denn mal ne 50km-tour um München aus?

phacops
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