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  #1  
Alt 25.10.2006, 20:25
lisard lisard ist offline
neu dabei
 
Registriert seit: 25.10.2006
Ort: Ruhrgebiet
Beiträge: 3
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Frage Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Hallo,

als Nepal-Neulinge stehen meine Schwester und ich vor der Frage, welcher Trek eignet sich für Einsteiger.

Da wir leider nur max. 3 Wochen zur Verfügung haben und noch eher unerfahren sind (waren bisher nur in Alpen und Pyrenäen unterwegs), haben wir uns entschlossen, nicht auf "eigene Faust" zu reisen, sondern über einen Trekkinveranstalter zu buchen. Dabei würden wir aber schon gerne die ganz großen (z.B. Hauser) außen vor lassen, da die Gruppen dort ja riesig zu sein scheinen. Kennt Ihr Anbieter, die in kleineren Gruppen reisen (max. 10 Personen, gerne weniger) und einen möglichst guten Ruf haben? Habt Ihr evtl. eigene Erfahrungen z.B. mit DIAMIR oder "Auf und Davon" Reisen machen können?

Da wir wie gesagt zum ersten Mal im Himalaya sein werden, wollen wir nicht gleich zu hoch hinaus, sondern erst einmal mit einem leichten Trekking beginnen. Wir dachten dabei z.B. an den Trek Pokhara - Ghorepani - Sarangkhot (Phewa-See, Poon Hill) mit max. 3000 m Höhe oder Pokhara/Suikhet - Jomosom - Muktinah mit Höhen bis max. 4000 m.

Und hier taucht unsere "Haupt-Problematik" auf: Zelt- oder Lodgetrekking..?

Während ich gerne ein Zelttrekking, abseits der stark begangenen Routen bevorzugen würde, tendiert meine Schwester eher zu Lodgetrekking. Sie meint, Zelttrekking wäre kalt und ungemütlich und überhaupt hätte sie nur Horrorstories gehört über den Zustand der Zelte, die oft undicht und kaputt wären, etc. - Könnt Ihr dies bestätigen? Habt Ihr mit bestimmten Anbietern gute oder schlechte Erfahrungen bezüglich Zelttrekking gemacht? Wie kalt ist es Ende März/Anfang April in den genannten Gegenden (besonders Nachts)?

Die andere Alternative wäre ja das üblichere Lodgetrekking, von dem ich aber auch gutes und schlechtes gehört habe. Fast immer heißt es, dass im März/April (wenn wir reisen wollen) die Lodges absolut überfüllt wären. Oft hört man, es wäre sehr schmutzig in den Lodges und es wimmele nur so von Ungeziefer ..? Ein Bekannter zeigte mir im Sommer, nachdem er aus Nepal zurückkam, voller Eifer seine "Wanzenbisse" an Armen und Hals, was ich schon ziemlich eklig fand, wie ich gestehen muss.

Was sind Eurer Meinung nach die Pros und Contras von Zelttrekking vs. Lodgetrekking?

Freue mich über jede hilfreiche Antwort, da wir (mangels Erfahrung) wirklich sehr unentschlossen sind ...

Vielen Dank,

lisard
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  #2  
Alt 25.10.2006, 20:50
Andrees Andrees ist offline
alter yak
 
Registriert seit: 26.01.2003
Ort: Weinheim an der Bergstr.
Beiträge: 1.793
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Ich bin schon öfters mit zelt in Nepal unterwegs gewesen. benutzen tu ich es aber nur, wenn keine Lodge verfügbar ist.
gruß Andrées www.nepal-dia.de
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  #3  
Alt 26.10.2006, 04:47
saipal peak saipal peak ist offline
schreibt viel
 
Registriert seit: 25.07.2006
Ort: Nepal
Beiträge: 238
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Hallo Lisard
Namaste.
Wenn sie wollen eine trekking tour machen im marz/ april dann Annapurna gebiet trek ( Jomsom-Muktinath trek 14 tage trek) ist sehr schon und finden sie es sehr interssant.Deise trek ist nicht schwer und braucht mann keinen speziell training .Marz- april sind unsere fruhling jahreszeit in Nepal und die Rhododendern bluten bei Ghorepani.Sie konnen Pokhara nach Jomsom fligen und starten sie ihren trekking uber jomsom (2713 m) und zu ende in Nayapol (Birethati).In deise trek sie konnen Muktinah mit Höhen bis max 3802 m.In deise trek Kagbeni, Muktinath, Marpha, Ghorepani und Ghanduk sind sehr schon dorf.Tatopani hot spring und Poon hill sind noch interssant.
im marz / april Tag sind schon aber abend ist etwas noch kalt sein.So Lodge trek (Ubernachtungen im Lodge) ist besser.Es gebt genugen Lodge unetrweg.Sie konnen bekommen gute essen and sauber zimmer im Lodge.Sie mussen nicht in gruppe sein sie konnen es individual trecken mit guide oder trager.
Wenn es gebt Lodge unterweg dann es ist besser Lodge trek als Zelt trek.






LG aus kathmandu
Saipal
www.reisennepal.com
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  #4  
Alt 26.10.2006, 05:40
Marisa Marisa ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 17.06.2006
Ort: Würzburg
Beiträge: 851
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Hallo

Zu den Trekkingunternehmen kann ich Euch nicht helfen denn ich war damals individuell unterwegs. Damals heißt im Jahre 2000, die Infos sind also nicht up to date.
Ich war ohne Zelt auf dem Everest Base Camp Trail unterwegs und was die Lodges angeht habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Sicherlich werden sie mit zunehmender Höhe einfacher, deshalb aber noch lange nicht schlechter. Platz war auch immer zu bekommen. Von überfüllt konnte keine Rede sein, vor allem nicht im Vergleich zum Herbst. Nur in Namche waren die großen Häuser voll, die kleineren eine familiäre Alternative.
Was die Temperaturen angeht war es tagsüber angenehm zum Laufen, nachts dann schon frischer. Ein Null-Grad-Schlafsack hat gereicht. Ernsthaft kalt wurde es erst oberhalb etwa 4500m.

Hoffe mal es hilft Euch weiter.

Marisa
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  #5  
Alt 26.10.2006, 10:16
Benutzerbild von Bindi
Bindi Bindi ist offline
regelmäßig dabei
 
Registriert seit: 28.04.2006
Ort: Aachen
Beiträge: 50
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Hallo Lisard,


es gibt in Nepal mehrere Routen, die für "Anfänger" geeignet sind - wobei ich euch, mit Alpen-Erfahrung nun wirklich nicht als solche bezeichnen würde. Vor der Anstrengung müsst ihr euch keine Sorgen machen, denn es geht meist gemächlich bergan und man spürt förmlich, wie man von Stunde zu Stunde fitter wird. (Das ist schon der erste Grund, der gegen einen organisierten Trek spricht: Alleine könnt ihr euer eigenes Tempo bestimmen. Gruppen haben oft einen sehr engen Zeitplan und eilen.)


Der Langtang- und der Jomsom-Trek (bis nach Muktinath), sind nicht besonders schwierig und in eurem Zeitrahmen gut machbar. Beide Strecken sind üppig mit Lodges und Teehäusern bestückt, so dass es keinen Grund gibt, im kalten und unbequemen Zelt zu übernachten. Im März kann es in den Höhen (3500 - 4000m) nachts noch sehr kühl sein, auch schneien. Zudem bekommt ihr in den Lodges leckere Malzeiten und warmen Tee und müsst keinerlei Kochutensilien mitschleppen.


Wenn ihr euch erst ein bisschen an Nepal gewöhnen wollt, würde ich euch eher den Jomsom-Trek empfehlen, denn nach westlichen Vorstellungen ist er mit etwas besser ausgestatteten Unterkünften versehen. Das es in den Lodges ekelig und schmutzig sein soll, ist definitiv nicht wahr. Klar geht man nicht jeden Tag mit dem Staubsauger durch die Räume und durch die Bretterwände kann schon mal die ein oder andere Spinne krabbeln. Aber das kennt ihr sicher auch aus den Alpen.
Ein kleines bisschen Schmuddel und das unvermeidliche Stehklo gehören in Nepal dazu, man gewöhnt sich dran. Ihr habt sowieso in den meisten Dörfern die Qual der Wahl der Unterkunft. Schaut euch die Räume erst einmal an und wenn sie euch nicht zusagen, wechselt einfach die Lodge (geht natürlich nur, wenn ihr nicht "organisiert" trekkt).
Es wäre den Nepalesen zu wünschen, im nächsten Jahr endlich wieder "überfüllte" Lodges zu haben, aber ich befürchte, davon ist Nepals Tourismus immer noch weit entfernt. In letzter Zeit gab es deutlich mehr Betten als Urlauber.


Keine Angst vor Nepal. Wenn man erst einmal zwei Tage im Chaos Kathmandus überstanden hat, fühlt man sich, als sein man nie woanders gewesen und genießt die Ruhe in den Bergen umso mehr. Das Wandern wird einem in Nepal sehr leicht gemacht. Die Menschen sind freundlich - meist werden Touristen geradezu hofiert. In den Trekkingregionen kommt man mit mittelmäßigen Englischkenntnissen sehr gut über die Runden und die Wege sind in der Regel leicht zu finden.


Traut euch: Besorgt euch ein gutes Wanderbuch, organisiert - wenn ihr wollt - einen Guide oder einen Träger und stürzt euch zeltlos allein ins Vergnügen!


Es grüßt euch
Petra
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  #6  
Alt 26.10.2006, 13:05
Flachlandtiroler Flachlandtiroler ist offline
Alter Hase
 
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Ort: im Flachland
Beiträge: 815
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Zitat:
Zitat von Bindi
[...] üppig mit Lodges und Teehäusern bestückt, so dass es keinen Grund gibt, im kalten und unbequemen Zelt zu übernachten. Im März kann es in den Höhen (3500 - 4000m) nachts noch sehr kühl sein, auch schneien. Zudem bekommt ihr in den Lodges leckere Malzeiten und warmen Tee und müsst keinerlei Kochutensilien mitschleppen.
Falsche Vorstellung. "Lisard" will ja ohnehin organisiert trekken, und auch da kann man zwischen Zelt und Lodge wählen -- ersteres idR bei den Zielen abseits der Lodgerouten, aber es gibt auch Anbieter die "mit Troß" auf den Standardtreks (zum EBC usw.) wandern.
Wenn Du organisiert zeltest spielt das Gewicht zusätzlicher Ausrüstung keine Rolle. Gekocht wird sicherlich genausogut wie in einer Lodge, der Tee wird morgens ans Zelt gebracht. Apropos, die Zelte sind vielleicht häufig alt (mitunter sauschwere Firstzelte), aber geräumig. Statt in kleinen Kammern mit vielen Schnarchern teilt man sich das Zelt max. zu zweit. Auf den Standardtreks wird häufig nahe / neben den Lodges gezeltet (für Träger und Küchenpersonal einfacher), so daß die Touristen sich auch in der Lodge aufhalten können bei Schlechtwetter oder Kälte.
Fazit: Zelten auf den Standardtreks bringt nicht so die Riesen-Einsamkeit, aber auch kaum Abstriche beim Komfort, IMHO.

Gruß, Martin
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  #7  
Alt 26.10.2006, 13:08
CorneliaS
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Standard Re: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

und wie krieg ich meine Antwort jetzt hier rein. Ich bekomme immer folgende Meldung:
You are not allowed to post email-adresses and / or links to other sites, as long as you have not written at least 10 posts!
Please don't take is personal, it's kind of a spammer and spam-bot shield
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  #8  
Alt 26.10.2006, 13:13
CorneliaS
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Standard Re: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Hallo Lisard,

ich war gerade im Langtang Gebiet trekken. Und sogar mit Hauser. Wir waren 2 Leute in der Gruppe. Das soll jetzt aber keine Werbung werden! Aber so gross sind die Gruppen da auch nicht. Hier max. 12 Leute. Aber wie ich mitbekommen habe, sind für diesen Trek (meistens nicht mehr als 5 Leute dabei (Ausnahme: die Touren für den kleinen Geldbeutel). Und der Vorteil ist, bei Trekkings mit Durchführgarantie findet das schon ab 2 Leuten statt, so wie bei mir.

Wir waren also 2 (sich vorher nicht kennende Deutsche), 2 Träger, 1 supernetter deutschsprechender Guide und ein klasse Sherpa-Guide. Dadurch dass wir so ne keine Gruppe waren und der Guide so gut deutsch sprach, habe ich wahnsinnig viel über Nepal erfahren und es hat super Spass gemacht.

Was die Lodges betrifft. Im Langtang-Gebiet haben die meisten Lodges 2-Bett-Zimmer und sind extrem sauber (kommt natürlich auf die einzelnen Lodge an), die Betten sind mit Kopfkissen und Leintuch, man braucht also nur nen Schlafsack. Auch haben die meisten Lodges dort Solaranlagen, so dass man auch warm (manchmal sogar heiss) duschen kann. Ich hatte, da es mein erster Nepal-Aufenthalt war eigentlich damit gerechnet, dass wenig Waschgelegenheiten da sind. Aber den ganzen Packen Feuchttücher hab ich wieder nach Hause geschleppt. Die Lodges waren jetzt im Oktober nicht überfüllt, wir 6 waren teilweise alleine in den Lodges.


Lg
Cornelia
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  #9  
Alt 26.10.2006, 13:18
CorneliaS
Gast
 
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Standard Re: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Noch zu den Trekkingetappen dort:

Die einzelnen Etappen sind nicht schwer. Mir fiel es eher leicht. Man ist dort nicht gezwungen zu sehr in die Höhe zu gehen. Langtang maximal 3800 und wenn man Lust hat dann noch auf den Tsergio Ri - super Aussicht dort- und Goisainkund bis 3900 bzw. bis zu den heiligen Seen 4400. Der Trek nach Langtang ist lso angsam ansteigend, so dass ich überhaupt keine Höhenprobleme hatte.

Grüsse
Cornelia
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  #10  
Alt 26.10.2006, 13:47
Benutzerbild von Jens
Jens Jens ist offline
Nepaltrekker
 
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Ort: Schwabenländle
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

ein weiterer schöner Trek ist der Weg ins Annapurna-Heiligtum (allerdings auf 4000m )
und der Übergang von Gandrung oder Chomrong nach Ghoepani
__________________
" Hundert göttliche Zeitalter würden nicht reichen um alle Wunder
des Himalaya zu beschreiben " Zitat aus den Puranas

1987-2012 25 Jahre Nepal
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  #11  
Alt 26.10.2006, 17:25
lisard lisard ist offline
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Wow, vielen Dank für Ihre Eure zahlreichen + netten Antworten! Habe gar nicht so schnell mit Resonanz gerechnet und bin absolut begeistert von diesem Forum, in dem ich seit gestern lese und lese und lese, weil's alles so spannend ist.

Was Ihr so schreibt, macht wirklich deutlich, dass sowohl meine Überlegungen bezüglich Lodgtrekking nicht ganz richtig waren, meine Schwester aber auch das Zelttrekking falsch einzuschätzen scheint. Die Lodges scheinen ja durchaus nicht dem zu entsprechen, was ich mir im Sommer erzählen lassen habe (sprich: Flöhe und Wanzen auf den Matratzen ...). Das hört sich für mich wirklich eher so an, als könnte man sie ungefähr mit den Hütten in den Alpen vergleichen (obwohl ich auch dort die großen "Alpen-McDonalds" - wie wir die Riesenhütten mit Massenabfertigung spaßeshalber nennen - zu Gunsten der kleineren Unterkünfte meide). Und dass es in diesen Hütten, die ja überwiegend aus Holz sind, auch die eine oder andere Spinne gibt, ist auch klar. Nur Wanzen hätte ich mir wirklich nicht so lustig vorgestellt ...

Naja, und für den Fall dass wir Zelttrekking machen würden, hatten wir uns eine Tour ausgesucht, die sich zumindest "Abseits der üblichen Pfade" nennt. Ob sie dies dann auch ist, kann ich natürlich noch nicht beurteilen. Was mich halt abschreckt, sind Aussagen, dass einem im April in Nepal auf den üblichen Trekkingrouten mehr Leute begegnen würden als beim Volkswandertag im Sauerland ..!

Jedenfalls haben wir jetzt schon einmal neue Infos, um uns noch einmal zusammen zu setzen und genauer zu überlegen, was wir nun machen wollen. Gerne höre ich aber auch weitere Meinungen zum Thema, wenn noch jemand etwas zu ergänzen hat ..?

Begeisterte Grüße,

Lilli

@ Cornelia:
Das mit Hauser hat mich wirklich überrascht, ich habe immer wieder gelesen, dass da Riesengruppen von 12-16 Leuten unterwegs wären und es auch immer wieder Probleme gibt, wenn diese sich dann in kleinere Gruppen zersplitten, weil die einen schneller sind als die anderen, etc. Aber man kann wohl bei jeder Gruppe Pech oder Glück haben, in Bezug darauf, wie diese sich ergänzt.
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  #12  
Alt 26.10.2006, 18:00
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Bindi Bindi ist offline
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Hallo Martin,


natürlich hast du Recht: Bei einem organisierten Trek wird die komplette Ausrüstung von einem Trupp Porter getragen. Mit "mitschleppen" ging es mir auch weniger um das zusätzliche Gewicht, als um den Umstand, Gebrauchsgegenstände in die Berge zu tragen, die es dort bereits in reichlichen Mengen gibt - Kochtöpfe zum Beispiel. Ich zelte ausgesprochen gerne, würde dies in Nepal aber nur an den Wegen tun wollen, die nicht die Möglichkeit bieten, in Lodges zu übernachten - oft gleichzeitig die schwierigeren Routen.
Ein Zeltcamp kann sicher Spaß machen, doch wenn bereits dutzende Hotels auf müde Trekker warten - warum außerhalb schlafen? Leere Betten gibt es sowieso schon viel zu viele.


Du scheinst Erfahrungen mit organisierten Zeltübernachtungen zu haben: Bleibt auf diese Weise eigentlich Geld in den Trekkingregionen? Der Zeltplatz neben der Lodge wird sicher angemietet, aber die komplette Verpflegung übernehmen die mitreisenden Köche, oder?


Nun, letzten Endes freue ich mich über jeden, der plant, nach Nepal zu reisen, egal ob mit Gruppe, Zelt oder nur dem eigenen Rucksack.


Und Hallo Lilli,


was den "Volkswandertag" betrifft:
Das Touristenaufkommen ist in den einzelnen Trekkingregionen unterschiedlich. Aber solltet ihr euch beispielsweise für die Langtang-Region entscheiden, könnt ihr euch sicherlich auf einsame Wandertage einstellen.
Ich war im März/April 2000 und im letzten Herbst dort. Während die Gegend vor sechs Jahren bereits sehr ruhig war, bin ich im letzten September/Oktober oft stundenlang keinem Touristen begegnet. Die Lodgebesitzer kämpften teilweise ernsthaft um ihre Existenz und ich würde ihnen wünschen, dass die veränderte politische Situation in Nepal wieder ein paar Trekker mehr bewegt, diese schöne Region zu bewandern.


Vor sechs Jahren war auch der Trek zum ABC eine recht menschenleere Wanderung. Ich weiß nicht, ob sich dies inzwischen geändert hat. Damals (im April) lag hoch Schnee, möglicherweise hat dies die Wanderer abgehalten? Aber es ist eine verflixt schöne Gegend.


Ansonsten war die Annapurna-Region, vor allem der Jomsom-Weg, bisher jedesmal deutlich überfüllter, als Langtang. Sicher auch, weil er, wie erwähnt, leicht und relativ komfortabel ist. Zudem nützen viele Wanderer die Gelegenheit, mal schnell nach Jomson zu fliegen, um dann zu Tal zu wandern. Aber auch diese Strecke war im vergangenen Oktober weniger bevölkert, als bei meinem letzten Besuch.




Viele Grüße,
Petra
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  #13  
Alt 26.10.2006, 20:49
Benutzerbild von Steffi L.
Steffi L. Steffi L. ist offline
schreibt viel
 
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Hallo Lilli,
ich habe mit Auf-und-davon-Reisen bei einer Ladakh-Reise gute Erfahrungen gemacht. Wir waren nur 4 Leute, die Reise hat ohne Aufpreis stattgefunden. Es war alles sehr gut organisiert.
Eine Trekkingtour in Nepal ist aber wirklich ohne Probleme vor Ort zu organisieren. Es gibt in Kathmandu zahlreiche Trekkingagenturen. Hier im Trekkingforum gibt es ja auch einige Leute (z.B. Gregor aus Essen - gerade in Nepal), die gute Kontakte zu nepalesischen Guides haben.
Wir haben es immer vorgezogen, die Lodges zu nutzen. So kann man die Leute vor Ort unterstützen.
Gruß aus Dortmund von Steffi
www.hope-net.de

Geändert von Steffi L. (27.10.2006 um 07:38 Uhr)
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  #14  
Alt 26.10.2006, 22:30
lisard lisard ist offline
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Hallo noch einmal,

ich muss gestehen, da kommen schon einige Aspekte ins Spiel, die ich so vorher noch nicht betrachtet habe. Natürlich will auch ich die Menschen der Region gerne unterstützen und es ist auch nicht in meinem Interesse, dass in erster Linie Leute an einer solchen Reise verdienen, die ihr Geld dann in Deutschland oder sonstwo ausgeben. Vielleicht war ich zu naiv, aber ich dachte, die Köche und Träger, die bei einer solchen Zelttour angeheuert werden, sind aus der Region. Kommen die denn immer von außerhalb? Und natürlich hätten mich in erster Linie eben jene Zelttreks interessiert, die wirklich abseits der Lodge-Strecken liegen, sonst ist es zugegebenermaßen etwas witzlos im Zelt zu schlafen. Stelle ich mir regelrecht albern vor, im Zelt gleich neben einer Lodge zu schlafen ... wusste auch garnicht, dass es so etwas gibt, außer vielleicht wenn keine Betten mehr frei sind.

Trotz allem muss ich gestehen, dass mich Eure Antworten immer mehr zum Lodgetrekking tendieren lassen ...

Lilli
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  #15  
Alt 27.10.2006, 09:04
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Standard AW: Einsteiger-Trekking ... Zelt oder Lodge?

Zitat:
Zitat von Bindi
Ein Zeltcamp kann sicher Spaß machen, doch wenn bereits dutzende Hotels auf müde Trekker warten - warum außerhalb schlafen?
Keine Flöhe oder Wanzen, maximal mal 'ne Schnecke oder ein Blutegelchen. Keine Schnarcher, frische Luft. Bei organisiertem Camping bleibt immer einer bei den Zelten, tendenziell geringere Diebstahlgefahr denn in der Lodge (verkehrt sich natürlich für Individual-Camper in den Nachteil, daß einer beim Zelt bleiben sollte...).
Zitat:
Zitat von Bindi
Du scheinst Erfahrungen mit organisierten Zeltübernachtungen zu haben: Bleibt auf diese Weise eigentlich Geld in den Trekkingregionen? Der Zeltplatz neben der Lodge wird sicher angemietet, aber die komplette Verpflegung übernehmen die mitreisenden Köche, oder?
Definiere "Region": Das Tal (Dudh Kosi) wo Du gerade bist, der Distrikt (Khumbu), Nepal überhaupt oder auch noch Indien, Tibet? Bei organisiertem Camping-Trek kommen die Porter oft wer-weiß-woher (ein Sirdar hatte AFAIK indischen Paß). Verpflegung wird natürlich solange es geht vor Ort gekauft, "Abseits der üblichen Pfade" wird man kaum mal was kaufen können bzw. man kann sich eben nicht drauf verlassen was zu bekommen. Das führt dann dazu, daß auf einen Touristen drei Träger kommen, zumindest während der ersten Tag. Ist auch nicht jedermanns Sache, mit einem Troß von vierzig Leuten zu wandern. Davon ab sind die Pfade "Abseits der üblichen Pfade" aber dringend zu empfehlen Nur bevor man sowas in Eigenregie macht sollte schon genau planen.

Gruß, Martin
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