Trekkingforum.com

Zurück   Trekkingforum.com > Himalaya und Karakorum > Indien > Artikel Indien

Trekkingforum Service
Impressum Präambel
Netikette Werte
Datenschutzbestimmungen
Forenregeln - Benutzerkonsens
Hilfe / FAQ Wer ist online
Alles als gelesen markieren
Interessengemeinschaften
Alle Interessensgruppen
Alle IG-Kategorien
Fotogalerie & Alle Alben
Fotos hochladen
Neueste Fotos
Neueste Bildkommentare
Alle Alben
Diashow
Diashow
Trekkingforum Termine
Kalender
Fernsehsendungen
Offlinetreffen

Kommentar
 
Artikel-Optionen Ansicht
Klosterfeste im tibetischen Kulturraum
Klosterfeste im tibetischen Kulturraum
Geschrieben von Hans-Wien
17.06.2006
Standard Spielverlauf 2.Tag


Spielverlauf 2. Tag

13 Schwarzhutzauberer erscheinen wieder, die mit einem langsamen Tanz den Boden von jedem Übel reinigen.

11 maskierte Geister (tib. Tsan) können in den Klöstern verschieden auftreten! Rot-blau-gelbe Krempenhüte mit roten Fahnen sind ehemalige Bön- oder Lokalgottheiten. Attribute sind Vajra und ein Spiegel als Sinnbild der sichtbaren Welt. Mönche legen das Linga wieder auf den Boden und verhüllen es.

21 Gestalten mit Masken treten nun auf. Dies sind:
Mahakala, der »Große Schwarze« (tib. Gönp Nagpo) als Religionsschützer.
Shri Devi, weiblich
4 Schwarzhutzauberer
2 Yogis mit mehlbestäubten Gesichtern und Trompeten
4 Wandermönche (tib. Bhikus) mit Almosenschale
3 Dakinis als Begleitung von Shri Devi
2 männliche Furcht erregende Figuren mit schwarzen, wallenden Gewändern
4 bewaffnete Heroen mit Helm
Ein Beschwörungstanz um das Linga beginnt, über das Schwarzhutzauberer Gerstenbier (tib. Tschang) schütten.

Das Auftreten des Totengottes Yama (tib. Schindsche) ist der Höhepunkt des Chamfestes. Yama trägt eine schwarze Stiermaske mit großen Hörnern‚ Stirnauge, aufgerissenem Maul und Totenköpfen. Begleitet wird er von den vier Lokapalas‚ grimmigen Wächtern der Himmelsrichtungen (tib. Jigten Kyong). Er zerhackt mit einem langen Schwert das Linga und verstreut es in die vier Himmelsrichtungen. Mit einem Tanz‚ von wilder Musik begleitet, bezwingt Yama das Böse im Linga und symbolisiert die Überwindung des Todes.

Die vier Skelette beginnen einen ausgelassenen Freudentanz.

Das Ende des Festes wird anschließend in den Dörfern ausgiebig mit Tschang gefeiert‚ zu dem ich oft eingeladen wurde.

Grüße,
Hans-Wien

Beschreibung der Fotos:
1. Karsha Gompa‚ Zanskar, Winter 1982
2. Cham Tänze in der Karsha Gompa, 11. und 12. Jänner 1983
3. Auftritt der Tänzer
4. Bei minus 25 Grad wird viel heißer Buttertee getrunken
5. Ein Mönch freutsich über die jährliche Abwechslung durch das Klosterfest
6. Der Zeremonienmeister überwacht den genauen Ablauf der Tänze
7. Yama, der Totengott tritt auf
8. Leh im Winter 1982
9. Das Gelugpakloster Likir in Ladakh, November 1980
10. Yasmina, meine tibetische Begleiterin, die mich während der langen Wintermonate vor dem Erfrieren rettete.





Geschrieben von
Gast
Beiträge: n/a

Inhaltsverzeichnis

Artikel-Optionen
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Hans-Wien_01_950.jpg   Hans-Wien_02_488.jpg   Hans-Wien_03_488.jpg   Hans-Wien_04_950.jpg  

Hans-Wien_05_488.jpg   Hans-Wien_06_950.jpg   Hans-Wien_07_950.jpg   Hans-Wien_08_950.jpg  

Hans-Wien_09_950.jpg   Hans-Wien_10_488.jpg  
<<  <    (Seite 3 von 3)    > >>
Alt 20.06.2006, 10:30   #1
Thomas12
Vollmitglied
 
Registriert seit: 11.05.2006
Ort: Germany
Beiträge: 30
Standard AW: Infos zu Klosterfesten in Ladakh gesucht

hi,

nur ganz kurz, mir fehlt im moment die zeit ...

deine beschreibung hat nicht mehr doll viel mit der heutigen version der tänze gemein. trotzdem interessant.

mittlerweile haben sie etliche laientänze dabei, ebenso hashang, den freundlichen chinesischen Mönch zu Beginn, am 2. Tag gibts vormittags eine puja mit tiersegnung,
statt Yamantaka übernimmt der Hirschtänzer die "Tötung" des lingams, ...

mfg
thomas
Thomas12 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2006, 15:45   #2
Hans-Wien
zweite Heimat Ladakh
 
Registriert seit: 11.02.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.448
Standard AW: Infos zu Klosterfesten in Ladakh gesucht

Hallo thomas !

Danke ! Das du trotz Zeitmangel geantwortet hast und es tut mir leid , wenn du meinen Bericht nicht so ganz " doll ?? " findest , aber eigentlich dachte ich , du wolltest die ursprüngliche Bedeutung der Chamtänze erfahren.
Wahrscheinlich hast du in jüngerer Zeit , die extra für westl. Touristen aufgeführten Klostertänze besucht , da wurde natürlich einiges verändert.Da die meisten während des Sommers im Zug der Touristenlawinen aufgeführt werden , haben sie ihre ursprüngliche Bedeutung verloren.
Dazu möchte ich noch einiges erklären :
Am 2. Tag der Klosterspiele muß der Boden mit Tanz und Gebet von jedem Übel gereinigt werden und im Dukhang findet zu Ehren des Schutzdämones eine Zeremonie statt ( keine Puja ).
Anschließend werden Tiere ( nicht im Winter ) in den Klosterhof geführt und Tschang über den Rücken gegossen ( das ist aber keine " Tiersegnung " ) sondern gilt als symbolisches Opfer anstelle der früheren Tierschlachtungen.Besonders wird in Westtibet ( Ladakh ) der Ziege eine mythologische Bedeutung zugeordnet.
Die von Tänzern zerstörte Figur , ist der Dämon Ruta und symbolisiert das Ego in Form einer Menschengestalt , ist aber nicht zu vergleichen mit dem Lingam , in dem alles Böse gebannt ist und das " NUR " Yama der Totengott ( nicht Yamantaka ) vernichtet und gleichzeitig die Überwindung des Todes versinnbildlicht.
Der freundlich lächelnde chin. Hashang , war Unterstützer der 16 Arhats , Buddhas wichtigste Schüler und er tritt nicht in allen Klöstern auf.

Hans - Wien
Hans-Wien ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2006, 16:32   #3
AndreasW
- gesperrt -
 
Benutzerbild von AndreasW
 
Registriert seit: 15.08.2003
Ort: .............
Beiträge: 1.834
Standard AW: Infos zu Klosterfesten in Ladakh gesucht

Hallo Hans,

ich möchte dir an dieser Stelle mal recht herzlich danken für deinen fundierten Artikel
und deinen Ausführungen hier. Solche Beiträge machen dieses Forum für mich besonders wertvoll! - Für mich gerne mehr davon...

Was 20-30 Jahre Tourismus in so einer Region anrichten können, ist uns ja leidlich bekannt! Darum finde ich es wichtig, daß solche Feste dokumentiert werden, bevor diese dem reinem Kommerz unterliegen!

Thomas' Interesse und Engagement an diesem Thema finde ich deshalb auch beachtenswert. Es gibt sicher noch Klöster, die diese Feste authentisch im Winter begehen...

Hmmm, vielleicht sollte ich mich auch mal "am Erfrieren hindern lassen"...

LG AndreasW
AndreasW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2006, 17:41   #4
ingolf
Alter Hase
 
Registriert seit: 04.01.2005
Ort: dresden
Beiträge: 802
Standard AW: Infos zu Klosterfesten in Ladakh gesucht

Ich muß jetzt mal naiv fragen, warum und nach welchen Gesichtspunkten, die Feste für die Touris verlegt und vom Ablauf verändert werden. Ob der Ablauf original stattfindet oder nicht, kriegt die Masse doch sowieso nicht mit. Und was hat das Kloster von möglichst vielen ausländischen Zuschauern, die mit ihrer Kultur nichts zu tun haben. Spielen die paar schnöden Rupie Eintritt eine Rolle? Oder macht das indische Fremdenverkehrsamt Druck, damit noch mehr Touristen ins Land locken will?
ingolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2006, 17:44   #5
Andreas
Webmaster
 
Benutzerbild von Andreas
 
Registriert seit: 01.11.2001
Ort: Kitzbühel, Tirol, Österreich
Beiträge: 4.166
Standard AW: Klosterfeste im tibetischen Kulturraum

Vielen Dank, Hans, für diesen interessanten Artikel.

Ich hatte auch schon das Glück, Chamtänze besucht zu haben. Zum Beispiel in Lhasa, aber am eindrucksvollsten fand ich jene zu Losar 1998 im Pemayangtse Gompa bei Pelling in Sikkim. Da wir vor unserer Ankunft in Pelling nichts davon gewusst haben, kamen wir eher unvorbereitet dort hin. Wir genossen das Schauspiel, wussten aber großteils nichts mit den Figuren anzufangen, da wir den Inhalt nicht kannten. Erst danach las ich darüber mehr.

Umso mehr freue ich mich, dass du hier den Inhalt zusammengefasst hast!

Beste Grüße,
Andreas
__________________
Gruß, Andreas

Meine Youtube-Kanäle:
Inviting Shores - Reisevideos und Diashows - invitingshores.yt
AP Insights - fun und family - Winter - apinsights.yt




Andreas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2006, 22:18   #6
Hans-Wien
zweite Heimat Ladakh
 
Registriert seit: 11.02.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.448
Standard AW: Klosterfeste im tibetischen Kulturraum

Hallo ingolf !

Das ist eine interessante Frage , die ich auch nicht eindeutig beantworten kann.
Ich nehme aber doch an , da die Klosterfeste bei den Gruppenreisen in Europa , stark beworben werden und in den Klöstern Eintritt verlangt wird , es ist doch nur der schnöde Rupien Gewinn.
Da ich weiß , daß du ein Ladakh Kenner bist , ist es dir nicht auch aufgefallen , daß die Symbiose zwischen Klöster und Landbevölkerung sich im auflösen befindet.
Die Bauern verwenden Kunstdünger und brauchen nicht mehr die Gebete der Mönche , auf der anderen Seite werden die Kinder eher in eine höhere Schule nach Indien geschickt als in ein Kloster ?.

Hallo AndreasW !

ja , Yasmina hat mir viel Wärme gegeben , wir haben längere Zeit in Leh gelebt , mußten aber erkennen , daß unsere Kulturen doch zu verschieden waren , sonst könntest du heute am Weg zum Königspalast in einem " Vienna Cafe " einen Apfelstrudel genießen , aber ein Teil meines Herzens blieb in Leh , daß ich aus familieren Gründen öfters besuche.

Grüße Hans - Wien
Hans-Wien ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2006, 11:59   #7
Thomas12
Vollmitglied
 
Registriert seit: 11.05.2006
Ort: Germany
Beiträge: 30
Standard AW: Klosterfeste im tibetischen Kulturraum

hi,

1. keine zeit bedeutet einfach, im Moment keine Zeit um sinnvolle beiträge zu schreiben. KEINE KRITIK ODER WERTUNG BEABSICHTIGT !!!

2. siehe Punkt 1, daher resultieren dann vereinfachungen, und flüchtige fehler,
bspw. die zeremonie als puja und "tiersegnung" zu bezeichnen, oder auf die schnelle Yama
als Yamantaka zu bezeichnen, ...

3. meine sämtlichen unterlagen liegen zu hause, aber da hab ich keinen Rechner, bzw internetzugang, erschwert die sache ungemein.

4. nachteil der späten geburt, ich konnte mir die tänze nicht ansehen in den 70-80er
jahren, da bin ich leider noch zur schule gegangen.

5. ich dokumentiere die tänze eben wie ich sie heute sehen und erleben kann, verändern tun sie sich eh fast jährlich.

6.siehe 5, zum negativen, d.h.es wird eher weniger und schlechter, sprich dass Wissen geht einfach verloren, nur nur wenige alte mönche beherrschen die tänze, viele der Jüngeren machen aus eigener beobachtung einfch die schritte nach, soll heissen, bei 13 black hats (wenn sie überhaupt noch so viele zusammenkriegen) tanzen die ersten vorn noch die richtige schrittfolgen, und je weiter es nach hinten geht, desto unsicherer und verspätet erfolgen die Drehungen und Gesten, weil die erst gucken müssen, was der vorn gerade macht, etc, etc,

7. dass mit dem "eintritt" möcht ich so nicht stehen lassen, auf dem Bon steht definitiv "donation" für die Erhaltung der Gompa und NOCH ist dass eine eher freiwillige sache für die besucher, ich selber hab noch keinen mönch erlebt, der wirklich darauf bestanden hätte, dass man bezahlen MUSS.
kann aber auch sein, dass hier bereits nach "bekannten" gesichtern und "touristen"
ein unterschied gemacht wird (?), bin halt schon sehr oft da gewesen.

8. dass mit dem "in den sommer verschieben" wegen der touristen wird eigentlich überall gerne behauptet vor allem in reiseführern und foren, aber stimmt dass überhaupt ?

9. gleiches "gerücht" (?) "im sommer haben die locals keine zeit wegen der feldarbeit",
vor ort sieht man sommers wie winters eigentlich wenige locals, und wenn dann alte leute mit kleinkindern. ich würde fast behaupten, dass einfach kaum mehr interesse an den festen besteht, und dass wenige immer mehr verloren geht bei den locals.

10. kommerz und organisierte reisen garantiert, teilweise abgesperrte bereiche nur für die gruppen, lunchboxen, plastikstühle, gerangel um plätze etc etc
siehe phyang 200 Rs für einen Plastikstuhl und kaum noch plätze wo man umsonst zuschauen kann. dass schreckt auch ab.

10. an Andreas,
lass mir noch ca 1/2 Jahr zeit, dann hab ich hoffentlich endlich ein paar fotos digital, evtl auch eine homepage, dann können wir gerne auch deinen Artikel entsprechend aufbohren, und Hans die richtigen Infos dazuliefern.

11. an Hans
genau dass ist ja mein problem, wenn du allein zu den festen fährst, bist du mit fotografieren beschäftigt, da kommen bestenfalls krakelige notizen bei raus, in der art " protector, dunkelblau, krone 5 schädel, li hand, ... re. hand ... " oder so, und nach einer reise (5-6 feste, je 2 tage, a ca 10 filme, a 36 fotos) hast du dann hunderte oder noch mehr von der sorte, die du versuchst richtig zuzuordnen.

melde mich wieder, allmählich finde ich nämlich ineressant was sich hier so daraus entwickelt.

mfg
thomas
Thomas12 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2006, 16:16   #8
ingolf
Alter Hase
 
Registriert seit: 04.01.2005
Ort: dresden
Beiträge: 802
Standard AW: Klosterfeste im tibetischen Kulturraum

Hallo Hans,
ersteres und anderes ist mir auch aufgefallen. Andernseits dachte ich immer, das nordindische Klosterleben erfährt derzeit eine kleine Renaisance. Oder sind diese Prognosen, die man immermal wieder hört, pures Wunschdenken? Das wäre wirklich jammerschade! Andernseits werde ich auch immer etwas nachdenklich, wenn alle außer den Betroffenen selbst "rumjammern". Vielleicht schnallen WIR da ja was nicht.
Du siehst, von Ladakhkenner kann keine Rede sein (-:! Obwohl mir diese Ecke schon sehr am Herzen liegt!

Gruß Ingolf.
ingolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2006, 11:00   #9
Thomas12
Vollmitglied
 
Registriert seit: 11.05.2006
Ort: Germany
Beiträge: 30
Standard AW: Klosterfeste im tibetischen Kulturraum

hi ingolf,

welche prognosen hört man denn ?

meinst du mit nordindien jetzt dharamsala oder ladakh ?

2004 / 2005 gabs vor ort etliche artikel die sinngemäss (soll heissen ich schreib dass jetzt wieder mal aus dem gedächtnis und habs nicht wirklich vor mir liegen) "meinten", dass es immer mehr nonnen in ladakh gäbe, dort also an nachwuchs kein mangel "herrsche" (blöde formulierung), kritisch(ere) aüßerungen gabs zur ausbildung bzw finanierung des klosterlebens für frauen. da soll es wohl auch schon fälle gegeben haben wo die nonnen fürs männerkloster die "putzfrau" und köchin machen sollten (???) und an unterweisung nicht viel passierte. (dass ist aber jetzt eher ein gerücht)

bitte kommentieren , gerne auch widerlegen.

eigene erfahrungen:

frauenkloster unterhalb thikse: da unterrichten die mönche die nonnen, hab ich selber
schon "erlebt", wie oft oder wie gut kann ich nicht beurteilen.

rizong gompa
frauenkloster weiter runter im tal
sehr basic was die lokalitäten angeht, schwierig sich zu verständigen, eine "freundin" von mir hat dort übernachtet, ich selber bin zurück nach rizong.

teachings im winter in new gompa mitten in leh, sowohl männlein als auch weiblein .

zur situation der männlichen mönche hiess es eher, dass es da Nachwuchs-"sorgen" und -"probleme" gäbe, ich meine überspitzt hätten sie es so dargestellt, dass der Fortbstand wohl eher über den "Boom" bei den Nonnen, als durch das "Überleben" der Mönche gesichert wäre.

eigene beobachtungen:

man sieht in den gompas eigentlich hauptsächlich alte Mönche und Kinder, also "Novizen". Dass erweckt den Eindruck als würde eine komplette Generation fehlen,
kann aber auch sein, dass die einfach nicht anwesend sind.

zu den absoluten zahlen, die in reiseführern immer genannt werden, wieviele mönche eine gompa hätte, die kommen mir sehr hoch vor.

müsste und sollte ich vor ort mal recherchieren.

mfg
thomas
Thomas12 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2006, 11:13   #10
Thomas12
Vollmitglied
 
Registriert seit: 11.05.2006
Ort: Germany
Beiträge: 30
Standard AW: Klosterfeste im tibetischen Kulturraum

hallo hans,

kann sein dass wir uns missverstanden haben "doll viel" ist bei uns Umgangssprache oder Dialekt und bedeutet in etwa "sehr viel".

bezüglich der Tiere waren bei der zeremonie ein YAK, ein PFERD, ein HUND und ein WIDDER dabei.
ich meine mich zu erinnern dass den Tieren u.a. eine grosse Butterfigur übergehalten
wurde, auf den Rücken wurde eine Art "Decke" gelegt, rotes Farbpulver ins Fell (??? da bin ich mir jetzt sehr unsicher), definitiv wurde den Tieren eine bunte "Schärpe" ins Fell gebunden.

Bitte nicht steinigen wenn ich dass jetzt wieder komplett unsinnig beschrieben habe,
diese "Zeremonie" hab ich auch nicht wirklich verstanden.

Ebensowenig die "pujaartigen" Teile wenn locals und/oder Mönche mit katas überhäuft werden und aus dicken Packen brandneuer Geldscheine verteilt wird.

ich nehme an, dass das nichts mit dem "cham" als solchem zu tun hat.

mfg
thomas

ps: eine kurze beschreibung der tänze wie ich sie gesehen habe, kommt noch nach.
Thomas12 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2006, 13:29   #11
ingolf
Alter Hase
 
Registriert seit: 04.01.2005
Ort: dresden
Beiträge: 802
Standard AW: Klosterfeste im tibetischen Kulturraum

Hallo Thomas,
ich habs manchmal irgendwo gelesen und zweimal in einem Gespräch erfragt (ein jugendlicher Novize/Mönch (?) in Likir, eine junge Nonne in Chango - also in Ladakh und Spiti/Kinnaur). Vielleicht ist ja damit die aufallend neue junge Generation gemeint. Und in Spiti sicher auch der hier schon erwähnte Dalai Lama Effekt. Würde mich schon sehr freuen, wenn an diesen Prognosen etwas dran wäre.

Gruß Ingolf.
ingolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.2006, 19:52   #12
phacops
zweite Heimat Trekkingforum
 
Registriert seit: 15.03.2002
Ort: im Süden und (manchmal) im Ost
Beiträge: 2.622
Standard AW: Klosterfeste im tibetischen Kulturraum

Ein paar Anmerkungen auch von mir:

Verlegung auf den Sommer: An Einnahmen aus "Gebühren" oder donations kanns imho nicht liegen. Gebühren waren auch bei dem total überfüllten Hemis-Tse-Chu 2004 von mir nicht erbeten worden - klar gabs eine donation. Ich hatte sogar das Glück, im 1. Stock auf eine Veranda gebeten zu werden (ok - vielleicht wars Glück oder eine Verwechslung?) wo neben japanischen Touristen auch Mönche zuschauten.
Am Yuru Kabgyat sah ich nur sehr wenige Touristen, sehr viele (fast nur) Einheimische waren in Choglomsar - das hatte richtige Volksfestatmosphäre und war mit ein paar Masken wohl auch dem Publikumsgeschmack "angepasst" worden (?).

Teilnahme der Einheimischen: Wie erwähnt, in Choglomsar waren einige tausend fast nur einheimischer Zuschauer aller Altersklassen, die auch begeistert mitgingen. Gut - das können Tibeter gewesen sein, die noch stärker dem Glauben und der Tradition verhaftet sind.(Choglomsar ist für mich ein Geheimtipp! )
Ich habe auch mitbekommen, dass teilweise Feste in entlegenen Klöstern besucht werden. Ich habe etwa auf der Fahrt nach Lamayuru ein älteres Paar aus Wanla an der Indusbrücke aufgelesen und heimgefahren (dafür Unmengen Buttertee und Chang bekommen) die aus Shey oder Thikse kamen (und habe sie am nächsten Tag in L.yuru wiedergetroffen).

Das Verhalten der Touristen ist oftmals beschämend. Das wird aber bereits auch von den Klöstern mit Hinweistafeln beanstandet. In Choglomsar wurde einem aufdringlichem Japaner von einem Tänzer die Kamera weggenommen. Weitere Konsequenzen halte ich durchaus für möglich (Zutrittsbeschränkungen, Photo-/Kameraverbot direkt auf dem Festplatz etc).

Einige zig Fotos von den Tänzen schlummern noch wo. Vielleicht grab ich sie wieder raus und stell ein paar hier rein.

phacops
phacops ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.06.2006, 10:05   #13
Thomas12
Vollmitglied
 
Registriert seit: 11.05.2006
Ort: Germany
Beiträge: 30
Standard AW: Klosterfeste im tibetischen Kulturraum

hi phacops,

choglamsar ist in der tat eher eine tibetische exil-community und keine der überall zitierten gompas. im offiziellen überall publizierten festivalkalender ist mir choglamsar eigentlich noch nie begegnet.

was war dass denn für ein fest ? wann hat es stattgefunden ?

mfg
thomas

ps lamayuru ist eben nicht gerade in day-trip entfernung, da triffst du auf ein paar wenige die wirklich wegen dem fest hinfahren, eher aber trekker die einen padum-trek starten und sich davor einen tag festival ansehen, unten in karsha ist es ähnlich, die haben ihren trek dann gerade rum, und wollen lieber ins hotel, als tänze gucken.
Thomas12 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.06.2006, 15:11   #14
Hans-Wien
zweite Heimat Ladakh
 
Registriert seit: 11.02.2004
Ort: Wien
Beiträge: 1.448
Standard AW: Klosterfeste im tibetischen Kulturraum

Hallo phacops !

Meinst du das Flüchtlingslager CHOGLAMSAR bei Leh - Ladakh ??
Dort wird übrigens ab Okt. 06 von Save Tibet , mit den Spenden aus der Tibetausstellung in Wien Süd , ein " Austria Home " für tib. Nomadenkinder gebaut.

Liebe Grüße Hans - Wien
Hans-Wien ist offline   Mit Zitat antworten
Kommentar

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Artikel: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Artikel-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.



Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 05:34 Uhr.


© by Andreas Pflügler, 2001-2009

Powered by vBulletin® Version 3.8.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2014, Jelsoft Enterprises Ltd.
Template-Modifikationen durch TMS
Artikelmodul powered by GARS ©2005-2006