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02.05.2006, 21:14
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Apotheke am Wegesrand
manchmal helfen tees und kräuter ja doch
auf die Medikamente sollte man deswegen natürlich nicht verzichten!
aber ich finde es trotzdem ein spannendes thema sozusagen unterwegs auf die Apotheke der Natur zurückgreifen zu können (hoffe ihr haltet mich jetzt nicht für son spinner
bei wundensein z.B - hilft Schachtelhalm / Ringelblume / echte kamille / wegwarte - als tee zum spühlen/baden
leichte Blutungen lindert Hirtentäschel tee
entzündungen im Rachenbereich kann Salbei lindern - tee zum gurgeln
Geändert von kingcreol (02.05.2006 um 22:36 Uhr)
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02.05.2006, 21:56
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AW: apotheke am wegesrand
Das ist schon spannend, finde ich auch.Allerdings wird für viele wohl ein Problem sein, die entsprechenden Kräuter richtig zu erkennen und dann auch richtig zuzubereiten. Du musst ja nicht nur wissen, welches Kraut generell, sondern auch, welchen Teil der Pflanze, wie genau zubereitet, innerlich oder äußerlich angewendet, ob es vielleicht ganz ähnliche, aber hochgiftige (oder auch wirkungslose) Pflanzen gibt...
Wenn man sich nicht wirklich auskennt, ist es doch manchmal gesünder, die Finger ganz davon zu lassen!
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02.05.2006, 22:30
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AW: apotheke am wegesrand
Zitat:
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Zitat von Mukurianis
Wenn man sich nicht wirklich auskennt, ist es doch manchmal gesünder, die Finger ganz davon zu lassen!
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keine Frage ... aber das ist ja bekanntlich mit vielen dingen im leben so 
gefährliches halbwissen eben. - man klettere ja auch nicht auf 8000er ohne eine idee von der Route zu haben, nur hat man eben vor dem 8000er mehr respekt als vor nem salbeistrauch.
aber wer gerne in der Natur ist der hat ja evtl. auch freude an den kleinen entdeckungen am wegesrand ... oder wie im talmud steht: "wohin man auch schaut gibt es etwas zu sehen."  - aber ich geb dir recht, wer sich nicht 210% sicher ist, solls lieber lassen!
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04.05.2006, 08:05
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AW: Apotheke am Wegesrand
Echte Kamille ist auch so echt lecker, vor allem frisch gepflückt und zubereitet. (okay, okay, schmeckt nicht jedem so gut ..)
Salbei-Tee ist bei bestimmten Keimen hochgradig wirksam. Zum Beispiel wenn man ab und an mal Schwierigkeiten mit den (noch vorhandenen) Mandeln hat. Dies sind dann häufiger mal Streptokokken-Infektionen. Man sollte ihn dann aber wirklich hauptsächlich zum Gurgeln benutzen. In allererster Linie ist demjenigen, der rezidivierende Probleme mit den Mandeln ('Rachen') hat, aber wohl ein Gang zum HNO-Arzt anzuraten, denn Streptokokken siedeln sich auch gerne mal auf die Herzklappen ab. Dass merkt man zunächst nicht, aber mit der Zeit kanns bitter werden.
Ich kann mich an eine Story aus Portugal erinnern, ist schon 'ne Weile her. Da haben vier Aussteiger beim Vorbereiten des Landes für den Gartenanbau eine 'Knolle' aus der Erde gegraben. Die machte einen brauchbaren Eindruck und landete bei denen im Topf in der Gemüsesuppe. Einer(!) hats mit knapper Not auf der Intensivstation überlebt. Ihr Problem war halt, dass sie nicht wussten, wie Schierling aussieht! Wer von euch weiß, wie Seidelbast aussieht? Der Strauch blüht so schön. Aber ein kleines Zweiglein mit drei vier schönen Blüten dran gebrochen und gedankenlos im Mundwinkel getragen, wie man es halt manchmal mit einem Halm macht ? Wer Pech hat und auch noch auf dem Ende drauf rumkaut, ist in allerhöchster Gefahr.
Blauäugiger Umgang mit diesem Thema ist 'ne echte Selbstgefährdung, mit profunden Informationen kann man sich aber schon mal weiterhelfen.
Zum Beispiel ist Wissen um den Umgang mit dem 'Beinwell' für Trecker sicher ganz brauchbar. Unsere Altvorderen haben der Pflanze nicht ohne Grund diesen Namen gegeben. Allerdings findet man sie ganz sicher nicht auf 2000m. Hier ist Vorbereitung angesagt, wobei getrocknete Pflanzen für die Gewichtsbilanz des Wanderers sicher einen Vorteil böten.
Grüße von arnold
Geändert von arnold (04.05.2006 um 08:24 Uhr)
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04.05.2006, 09:10
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AW: Apotheke am Wegesrand
ich denke ja das der Gang zum Artzt in keinem Fall ausbleiben sollte, und mit einer Mandelentzündung ist schon gar nicht zu spassen. (besonders mit Fieber)
Plagegeister wie mücken und fliegen reagieren auf beifuß als sträußchen verbrannt - ameisen finden schimlige zitronen total undufte, Wanzen können Gartenbohnenblätter nicht leiden und flöhe sind nicht gut auf rainfarn zu sprechen(ein/zwei blütenstengel ins "kopfkissen"). Gegen Motten und Mücken hilft noch waldmeister .... und damit endet omas wissen
oder Pfefferminztee z.B. wird ja kaum noch als Heilkraut getrunken dabei ist frische Minze sehr belebend und hilft auch nach dem Essen. zumal sie selbst einem eingefleischten Kaffeetrinker besser schmecken dürfte als warmes wasser
Knobi wurde hier als "Höhenmedikament" schon genannt, (Knoblauch hindert Rote Blutkörperchen am verklumpen.)
- er hat aber auch antibakterielle/antimikrobielle eigenschaften hilft darmparasiten zu bekämpfen und schaft bei Bienenstichen linderung wenn man eine angeschnittene Zehe auf den frischen stich drückt. wenns zunächst auch brennt wie ***
Geändert von kingcreol (04.05.2006 um 09:57 Uhr)
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04.05.2006, 09:24
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AW: Apotheke am Wegesrand
Hey, diese Anwendung von Salbei war mir bisher völlig unbekannt. Funzt die Vertreibung fliegender Plagegeister auch noch mit anderen Kräutern?
lg arnold
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04.05.2006, 09:39
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AW: Apotheke am Wegesrand
von dieser Seite kann man es eigentlich auch betrachten - kinder steckt nicht alles in den Mund was ihr am wegrand seht .. nicht nur gelber schnee ist pfuibah
kleine Atropin behandlungen z.B. sollte man dem Augenartzt überlassen und auf den genuß von Tollkirschen (kleine kirschgroße schwarze beeren) in jeder form verzichten! (tödlich)
Riesenbärenklau lässt sich zwar zu blasrohren, flöten und ähnlichen verarbeiten enthält aber ein gift das die haut bei lichtkontakt stark reizt ... ein solches flötenkonzert endet dann im krankenhaus mit mächtig dicker lippe  und andren vergiftungs erscheinungen...
wer eher nach einem "philosophischen" abgang sucht - der nimmt sich eben besagten Verwandten des Riesenbärenklau: Schierling, am besten im berühmten Becher und nicht im Suppentopf! (die unreifen früchte tun ihre arbeit dann aber noch wirkungsvoller als die knolle.)
vor kleinen braunen haufen warne ich an dieser stelle nicht
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04.05.2006, 10:04
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AW: Apotheke am Wegesrand
Du scheinst ja schon einiges an Kenntnissen hierüber zu haben. Bist du irgendwie im Gesundheitswesen tätig oder hast du Bio studiert? Wenn du in DA wohnhaft bist, sind wir räumlich gar nicht weit auseinander, vielleicht so 15 Kilometerchen. Wollen wir mal ein Bierchen schlürfen gehen? Zum Beispiel beim Sommerfest des Alpinladens Samstagmittag und 'ne Bratwurst dazu?
Grüße von arnold
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04.05.2006, 10:08
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AW: Apotheke am Wegesrand // buchtipp
Teedrogen – Max Wichtel, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 3. Auflage 1997
das hat mir mal ein apotheker empfohlen, und dementsprechend ist es auch aufgebaut.
von der genauen chemischen zusammensetzung der wirkstoffe bis zur einsatzgebieten der "teedrogen" alles beschrieben. spannend
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04.05.2006, 10:31
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AW: Apotheke am Wegesrand
Ahja, das ist total interessant. Wenn du das Buch empfiehlst, werde ich es mir vielleicht auch zulegen. Unsere gedüngte und gepflegte Kulturlandschaft leidet zwar ziemlich an Artenarmut, aber bei Wanderungen kommt man ja dann doch auch öfter in andere Gegenden. Was nun nicht heißen soll, das man hier garnix zu sehen bekommt. Und so eine 'kleine Entdeckung' auf einer Wanderung macht doch einfach Freude.
Rund um Ober Ramstadt gibts zum Beispiel jedes Jahr genügend Knollenblätterpilze um ganze Dörfer unter die Erde zu bringen. Da bin ich auch immer wieder erstaunt, wie ahnungslos mancher Pilzsucher loszieht, dass er die mit Champignons verwechselt, aber bald jedes Jahr schaffts trotzdem irgendwer in Deutschland.
Grüße arnold
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04.05.2006, 11:23
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AW: Apotheke am Wegesrand
Erkältung, Schmerzen:
Kamille und Beifuss gehören beide der Familie der Korblütler (Asteraceae) und sogar der selben Unterfamilie (Asteroidae) an. Beide Pflanzen haben zum Teil gleiche Inhaltsstoffe, schmecken bitter und helfen teilweise gegen die selben Krankheitssymptome (z.B. Erkältung, Schmerzen), bei der Kamille jedoch mehr mit hormonellen Hintergrund.
Haribo
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07.05.2006, 21:52
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AW: Apotheke am Wegesrand
Hallöchen,
in Auwäldern und in Flußniederungen, aber auch auf vielen Wiesen findet ihr oft auch Gundermann, der hervorragend gegen Bronchialerkrankungen hilft (schleimlösend) und als frischer Teeaufguß auch richtig gut schmeckt (gerade steht ein dampfender Becher vor mir), und Gänsefingerkraut, das aromatisch (ähnlich wie Zitronenmelisse) duftet und gegen Entzündungen (Schleimhäute) und Magen-Darmkrämpfe hilft, ebenso wie der Frauenmantel (dieser jedoch auf Wiesen anzutreffen).
Lungenkraut, das ebenfalls ebenfalls in Feuchtwäldern gedeiht, würde gemeinsam mit Gundermann eine hervorragende Wirkungsgemeinschaft im Hustentee ergeben, steht meines Wissens nach jedoch zum Glück unter Naturschutz, anders als der bekannte Huflattich, den ihr zu selben Zwecken verwenden könnt (astringierend, schleimlösend, schweisstreibend, blutungsstillend).
Bei plötzlich auftretenden grippalen Infekten könnt ihr auch auf die Blüten von Linde und Holunder zurückgreifen (Tee) oder Euch vorausschauend einen Löwenzahnblütenhonig oder entsprechende Sirupvarianten zubereiten, jedoch fällt dies wohl eher in die Rubrik Kräuterküche...
Bei schweren Beinen hilft ein Fußbad aus Rosskastanienblüten, und versetzt mit Eichenrinde tut man sogar seinem Zeltnachbarn einen Gefallen, da bei regelmässiger Anwendung die Fußschweissproduktiuon gedrosselt wird.
Hoffentlich rennt nun keiner durch die Wälder und malträtiert schonungs- und respektlos den Bewuchs – ich jedenfalls wasche meine Hände in Unschuld...  .
Viele Grüße,
Ank
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Die Landschaft erobert man mit den Schuhsohlen, nicht mit den Autoreifen.
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08.05.2006, 15:58
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AW: Apotheke am Wegesrand
diese pflanze soll potenzfoerdernde wirkung haben...
Winterbohnenkraut
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08.05.2006, 17:37
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AW: Apotheke am Wegesrand
Spannendes Thema... 
Die interessanteste Pflanze zur schnelleren Höhenakklimatisation ist ja diese ... 
Schade nur, daß sie bei uns nur "kriminalisiert" und so wenig empfohlen wird! - In Bolivien ist ein Tee daraus das erste Willkommensgetränk...
In Österreich bekommt man sie ja wenigstens noch als Kügelchen oder Tropfen ... 
AndreasW
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08.05.2006, 19:56
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AW: Apotheke am Wegesrand
Kokatee wirkt rein NULL..
schmeckt wie heutee und die wirkung ist ebenfalls gleich heu.
die alten inkas haben kokablaetter mit kalk gekaut.
man braucht naemlich ein alkalisches milieu um das alkaloid = kokain = aufputschend = gegen hoehenkranheit aus den blaettern zu loesen.
deshalb kauen auch die menschen in Indien zb betelnuss mit kalk
also der kokatee ist zwas in europa verboten, aber voellig ohne wirkung. man kann ihn getrost trinken
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