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Alt 20.11.2005, 08:49
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Zomali Zomali ist offline
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Standard Zurück aus den Vogesen

Habe folgenden Bericht über eine 5-Tage Tour unter dem Thema "Wohin in den Vogesen" bereits vor einiger Zeit ins Forum gestellt, denke aber, er war dort nicht so leicht zu finden (oder hat ihn eine(r) gelesen?). Da er vielleicht anderen nützt, mache ich es jetzt einmal so.

Zurück aus den Vogesen


Es geht nichts über eine gute Vorbereitung. Dank der Unterstützung durch erfahrene Vogesenwanderer (vor allem ThomasFFM gilt mein besonderer Dank) haben wir unsere Rundtour genossen. Das Wetter hat auch mitgespielt und die lange nicht mehr so geprüften Gliedmaßen haben uns nicht im Stich gelassen. Der Vorsatz, nun jedes Jahr einen Abstecher in die Vogesen zu machen, sagt eigentlich alles.

Ich möchte aber nicht versäumen, einige Anmerkungen zur Tour zu machen. Vielleicht nützt es ja wieder anderen im Forum.
  • 1. Tag: Parken in Munster kostenlos auf dem Platz vor der TouriInfo, dort nach Stadtplan mit Weg zur FA Kahlenwasen gefragt. Kein Problem. Aufstieg ca. 3 Stunden mit tollem Blick auf die FA, wenn man oben ist. Kuhglockengebimmel, Duschen, 3 Gänge-Essen (um 19:00 für alle Gäste), Super Blick aus dem Zimmerfenster (morgens mit kinoreifem Sonnenaufgang um 6:00).
  • 2. Tag: Aufstieg zum Petit Ballon mit etwas Irritation auf dem Gipfel wegen Unstimmigkeit zwischen Beschilderung und Karte. Da Hauptstossrichtung klar war, haben wir den Weg aber letztlich problemlos gefunden (der kleine Zeitverlust war nicht unbedeutend, da wir eine für uns extrem lange Tagesetappe vorhatten). Klinzkopfgipfel verpasst. Wir haben einfach keinen Hinweis auf den Weg über den Gipfel entdecken können, also drum herum (aber es gab noch genügen andere Gipfel zur Entschädigung). Mittagspause in FA Hahnenbrunnen (jetzt wurde uns langsam klar, was wir noch vor uns haben). Rauf und runter parallel zur Routes des Crêtes über Schweisel, Batteriekopf, Rothenbachkopf und schließlich Rainkopf (hart aber gerecht, soll heißen: Tolle Blicke, schöne Wege, Blaubeeren en masse aber immer wieder runter und rauf). Schließlich Ankunft in FA Breitsouze kurz vor 19:00 (Abendessen s.o.), nach ca. 10 Stunden! für gute 25 km. Wir hatten hier kein Zimmer, dafür Schlafsaal für uns allein Wir waren so geschafft, dass wir fast nicht gemerkt haben, dass der Hund auf der Treppe, an dem wir dauernd vorbei mussten, ausgestopft war. Die Auberge kann man empfehlen, auch wenn sie direkt an der Straße liegt.
  • 3. Tag: Der Empfehlung von ThomasFFM folgend östlich um den Kastelberg herum und Kaffeetrinken in der FA gleichen Namens! Dann weiter zum Hohneck, wo wir erste Touristenanhäufungen antreffen. Zuvor aber bei den Spitzköpfen toller Blick auf den Lac de Schiessrothried (schade, dass für ein Bad zu viele 100 Höhenmeter zu bewältigen wären). Die FA Trois Fours schon im Blick ging´s über Haut de Falimont nach Frankenthal super steil bergab. Dieser Weg ist von oben kommend wegen des Gerölls sehr anstrengend. Aber im Talkessel boten sich während der verdienten Pause lohnende Blicke auf Bergsteiger in den Felswänden nebenan. Der Aufstieg zur Auberge beginnt am Anfang des Sentier des Roches und führt „sanft“ durch den Wald nach oben. Die Herberge liegt toll zwischen einer Ferme (Sennerei) und der Hütte des Franz. Alpenvereins mit weitem Blick über die Hänge der Vogesen. Wehrmutstropfen waren die hellhörigen Räume mit knarrenden Dielen, die mich des Schlafes beraubten. Auch muss dem Wirt etwas über die Leber gelaufen sein, da er nicht unfreundlich, aber im Vergleich zu den anderen Gastleuten, sehr kurz angebunden war.
  • 4. Tag: Heute nun war der Sentier des Roches dran, den wir nach Abstieg von der FA wieder erreichten. Zwei Trekkingstöcke sind hier eher störend. Der Weg ist schön, vielfach gesichert aber auch gut frequentiert. Wir waren froh, ihn von Süden nach Norden zu durchqueren, d. h. aufsteigend und somit nicht ganz so auf die Gelenke gehend. Hat aber Spaß gemacht und sollte bei schönem Wetter nicht ausgelassen werden. Nach Erreichen des Col de la Schlucht sind wir weiter auf dem Grat Richtung Norden bis kurz vor Le Tarnet gelaufen (toller Blick über die Vogesen). Die Hirschsteine, lt. ThomasFFM ähnlicher Charakter wie der Sentier, haben wir ausgelassen. Abgebogen zur Refuge de Schupferen (nicht aufgesucht) und weiter zur FA Schanzwasen. Hier sollte man vielleicht doch mal übernachten. Bemerkenswert ist die ruhige Lage und das tolle Essen (Heidelbeerkuchen). Das Ganze hat was. Von hier aus ging´s rasant den Berg runter. Die Wolken drohten aufzubrechen und wir wollten rechtzeitig in der Nähe einer Behausung sein. Erst 3 km vor Munster in Stosswihr brach das Unwetter (allerdings nur 30 min lang) herein. Wir haben uns das Spektakel in einer kleinen Kneipe bei Kaffee und Tee angesehen. Die letzten Wegkilometer vorbei an den typischen blumengeschmückten Häusern bis nach Munster, wo wir noch einmal übernachten (Le Grand Hotel mit Auslagerung in motelähnliches Zimmer). Nach 3 Tage gutem elsässischen Essen in die Pizzeria. Nicht zu übersehen sind zu dieser Jahreszeit die unzähligen Störche in der Stadt.
  • 5. Tag: Vor der Rückreise haben wir noch Station in Gunsbach (zw. Munster und Turckheim) gemacht. Dort lebte Dr. Albert Schweizer. Sein Haus zu besuchen und eine Führung mitzumachen kann ich nur empfehlen. Fast 2 Stunden lang haben wir über Leben und Werk dieses Mannes und seiner Frau erfahren, vorgetragen von einer sehr netten Dame, die seinerzeit in Lamberaine mit Albert Schweizer zusammengearbeitet hat.

Rundherum ein gelungener Kurzurlaub, von dem wir noch lange zehren werden und der wie gesagt wiederholt werden soll (vielleicht mit veränderter Route, bin gespannt über weitere Einzelheiten aus anderen Berichten).



Gruß und Dank

Zomali
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