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  #1  
Alt 05.09.2005, 14:23
toto toto ist offline
neu dabei
 
Registriert seit: 05.09.2005
Ort: Südbaden
Beiträge: 2
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Standard Höhenkrankheit bei Reisen über 5000 m Höhe

Hallo,
wie ich dem Forum entnommen habe, gibt es schon etliche Beiträge zur Höhenkrankheit, es beziehen sich jedoch alle auf Trekking-Aktivitäten.
Meine Frage: wie verhält es sich bei Reisen (Bus/Taxi) in Höhen über 5000 m. (auf der Strecke von Leh nach Manali gibt es ja etliche extreme Passhöhen bis 5328 m)?
Sind diese Höhen in Bezug auf die Höhenkrankheit risikoloser zu überstehen, weil es mehr oder weniger schnell wieder abwärts geht oder ist auch hier ein Training erforderlich?
Für die Strecke benötigt man wohl mindestens zwei Tage. Kann mir jemand eine Empfehlung geben, in welchem Ort man sinnvollerweise eine Übernachtung in möglichst geringer Höhe einlegt?
Was ist für diese Strecke sonst noch zu beachten?
Ich sage jetzt schon mal vielen Dank für jede einzelne Info / jeden Tipp mit oder ohne Höhenkrankheitsbezug!
Toto
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  #2  
Alt 05.09.2005, 18:56
daxy daxy ist offline
8000
 
Registriert seit: 21.03.2005
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Standard AW: Höhenkrankheit bei Reisen über 5000 m Höhe

hoehenkrankheit ist in den alpen schon ab 2500 m aufgetreten - mit todesfolgen! - auf grund eines lungenoedems.

es ist egal, ob du mit dem bus faehrst oder zu fuss gehst - bzw ist die gefahr hoehenkrank zu werden beim busfahren groesser.

am besten du haelts dich vor der busfahrt 1-2 tage auf einer hoehe auf, di zuimndest in etwa der hoechsten hoehe der busfahrt entspricht.
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  #3  
Alt 07.09.2005, 19:42
Benutzerbild von Juergen
Juergen Juergen ist offline
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Registriert seit: 13.08.2004
Ort: Werneuchen
Beiträge: 119
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Standard AW: Höhenkrankheit bei Reisen über 5000 m Höhe

Zitat:
Sind diese Höhen in Bezug auf die Höhenkrankheit risikoloser zu überstehen, weil es mehr oder weniger schnell wieder abwärts geht oder ist auch hier ein Training erforderlich
Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit höhenkrank zu werden um so größer, je schneller Du nach oben kommst. Ich weiß nicht, wie das Höhenprofil Deiner Busfahrt genau aussieht, aber ich vermute, daß auch die Tallagen bereits über 2000 - 3000 m liegen. Ich denke deshalb, wenn Du mit dem Bus einfach nur über die Pässe rüberfährst und nicht oben übernachten willst, sollte das keine größeren Probleme geben, weil Du dann schon ein wenig aklimatisiert bist. Von 0 auf über 5000 würde ich nicht empfehlen. Ein Training ist nicht erforderlich - Höhe kann man nicht trainieren. Eine langsame Höhenanpassung ist nicht durch irgendein Training zu ersetzen.
__________________
.
http://juergen-scharf.de/

LG aus LE
Jürgen
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  #4  
Alt 15.09.2005, 22:49
Benutzerbild von gipfelstürmer
gipfelstürmer gipfelstürmer ist offline
Vollmitglied
 
Registriert seit: 25.05.2003
Ort: lechtal
Beiträge: 29
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Standard AW: Höhenkrankheit bei Reisen über 5000 m Höhe

Hallo !

ich bin zwar nur bis 4800 gekommen , aber...... da hatte ich schon ein martyrium hinter mir !
mit dem auto...schnell auf 3000 ...und dann in 2 tagen auf 4800...da war die sache schon sehr ausgereizt !
wasser in der lunge , das aber mit tabletten gut wegegangen ist ..aber der organismus war im arsch .... und der urlaub eigentlich vorbei !

es gibt nur ein rezept.... das nennt sich zeit , den wer dies hat , der hat eine viel größere chance..... ohne probleme davonzukommen !

ich gebe keine ratschläge , aber ich habe es mit großen opfern geschaft , und frage mich noch heute , wie man-n so ¤*#¤*#¤*#¤*# sein kann ....so schnell aufzusteigen ?

jedenfalls wünsche ich viel GLÜCK ...und gesundheit

Mfg. Charly
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  #5  
Alt 16.09.2005, 23:47
Lichtblick Lichtblick ist offline
regelmäßig dabei
 
Registriert seit: 20.02.2005
Ort: Bayern
Beiträge: 64
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Standard AW: Höhenkrankheit bei Reisen über 5000 m Höhe

Hallo Toto,
auf der Strecke Leh - Manali, wirst du wahrscheinlich keine grossen Probleme haben, da Leh ja schon auf 3500m liegt und du dich vor der Fahrt nach Manali wahrscheinlich zumindest an diese Höhe akklimatisiert haben wirst.
Falls du die Strecke aber anders herum fährst (Manali - Leh), könnten schon Probleme auftreten. Wichtig ist sicher, dass du nicht übermüdet und fertig diese Busreise beginnst (nach einer Busfahrt von Delhi erst mal Pause machen...) Das reduziert die Gefahr auf Höhenkrankheit sicherlich.
Wenn du mit dem Bus fährst: die Busse halten meist in Keylong oder Darcha, manchmal auch Sarchu - da kannst du nicht groß mitreden. Taxis fahren die Strecke auch in 16 Stunden durch - aber da kannst du ja mitbestimmen... Keylong liegt glaube ich so auf 3000 m.
Falls Probleme auftreten: Militärstationen haben Krankenstationen und Sauerstoff.
Ich weiss von 2 Leuten, die Probleme hatten, sie wendeten sich in Pang ans Militär, ihnen konnte geholfen werden. (2 fitte Leute, die eine Expedition auf einen 7000er planten, aber nicht akklimatisiert und total übermüdet möglichst schnell mit dem Taxi von Manali nach Leh kommen wollten...)
Alles Gute!
Katharina
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  #6  
Alt 18.09.2005, 11:32
hhhannes hhhannes ist offline
-gibts nicht mehr-
 
Registriert seit: 18.12.2003
Ort: abgemeldet
Beiträge: 717
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Standard AW: Höhenkrankheit bei Reisen über 5000 m Höhe

Hallo!

Lichtblick hat ja nun schon fast alles gesagt. Ich will nur noch meine eigenden Erfahrungen zufügen. Von den ca 20 Leuten die mit uns in dem Bus von Leh nach Manali waren wurde eine Frau ab ca. dem zweiten pass Höhenkrank. man hat leider nicht die Möglichkeit Pausen nach seiner Wahl oder seinem Empfinden zu machen genao so wenig wie man Einfluss auf die Wahl des Übernachtungsorts hat. Wir landeten nach 17! Stunden Abends um 22:00 Uhr in Darcha, einem lauten, dreckigen "Truckstop-Ort". Der Frau, die unter der Höhe litt ging es dann nach kurzer Zeit in Darcha, Ich glaube so ca.3400m üNN wieder besser.
Die Frau war im Gegensatz zu den zahlosen Israelischen Hippies vorher auch trekken gewesen, hatte aber trotzdem Probleme mit der Busfahrt, die immerhin mehrere Stunden über 4400m geht. Die Hippies, die hingegen nur in Leh rumgehangen haben hatten keine Probleme.
Sterben tut glaub ich zumindest an Höhenkrabkheit keiner auf so einer Busfahrt. Da man dann doch noch rechtzeitig ins Tal bzw. Krankenstation kommt. Gut für den Organismus ist es mit Sicherheit jedoch auch nicht!

mfG hannes
__________________

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  #7  
Alt 18.09.2005, 14:17
Benutzerbild von Andreas
Andreas Andreas ist offline
Webmaster
 
Registriert seit: 01.11.2001
Ort: Kitzbühel, Tirol, Österreich
Beiträge: 4.164
Galerie: 29
Standard AW: Höhenkrankheit bei Reisen über 5000 m Höhe

Ob es Probleme gibt, oder nicht, hängt davon ab, ob der Bus längere Zeit auf Höhe bleibt, oder nach einem Pass wieder deutlich runter kommt. Natürlich macht es auch einen Unterschied, ob man vorher schon länger in der Höhe war; aber hier geht es ja konkret um die Fahrt von Manali nach Leh - unangepasst.

Wie Hannes schon schreibt, mögen persönliche Erfahrungen hilfreich sein:

Wir kamen von Chandigarh nach Manali und verbrachten dort zwei Nächte (Upper Manali, 2200 m). Liegt nicht hoch, bringt aber schon ein bisschen. Außerdem haben wir uns körperlich betätigt und eine längere Wanderung gemacht. Auf der zweitägigen Fahrt nach Leh (Übernachtung und 4500 m im Zeltlager in Sarchu, siehe Bild) hatten wir keine Probleme. Allerdings waren wir auch sehr diszipliniert und tranken an jedem Tag 3-4 l Wasser während der Fahrt. [Bissal blöd, wenn der Bus nicht stehenbleibt, wenn man sich erleichtern muss ]. Ein wenig Kopfweh hatten wir in Pang am nächsten Tag, doch Bewegung während der 1stündigen Lunchrast half ganz gut und natürlich immer wieder trinken! Anderen ging es nicht so gut: Schon am Rohtang La (3955 m) klagten einige über starke Kopfschmerzen. Ich hielt das für ein Zeichen, lieber umzukehren, aber wer macht das schon, wenn man einen bezahlten Sitzplatz hat . Außerdem geht es dann ja wieder tief runter nach Lahaul. Als es später wieder auf den Baralacha La hinauf ging, merkte man einigen die Strapazen an und zwei waren richtig grau im Gesicht; sahen gar nicht gut aus. In Sarchu verzichteten sie aufs Essen und legten sich gleich in ein Zelt. Am nächsten Tag sahen sie sterbenskrank aus und auch andere klagten darüber, dass sie keine gute Nacht gehabt hätten. Da wurde mir bewusst, dass die zweitägige Busfahrt nach Leh eigentlich ein unverantwortliches Hazarstück sei. Besser wären drei Tage: 1 nach Keylong oder Darcha, 2 nach Upshi, weil man Leh erst spät nachts erreichen würde, 3 nach Leh (kurzer Tag). Insofern würde ich jedem, der sich nicht sicher ist raten, besser einen Tag Rast in Keylong zu machen. Man kann ja mit einem späteren Bus wieder mitkommen! - Ach ja, auf der Fahrt starb keiner, aber es hätte genausogut fatal ausgehen können!

Andreas
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Gruß, Andreas

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  #8  
Alt 14.11.2005, 13:29
toto toto ist offline
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Registriert seit: 05.09.2005
Ort: Südbaden
Beiträge: 2
Galerie: 0
Standard AW: Höhenkrankheit bei Reisen über 5000 m Höhe

Hallo,
dankeschön allen, die mir mit ihren profunden Berichten und Tipps geantwortet haben; insbesondere die Beiträge von Lichtblick, Hannes und Andreas sind äusserst hilfreich, da sie sich auf die konkrete Stecke beziehen.
Viele Grüsse, Toto
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  #9  
Alt 29.11.2005, 21:23
Benutzerbild von wishbone
wishbone wishbone ist offline
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Registriert seit: 23.02.2004
Ort: Berlin
Beiträge: 174
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Standard AW: Höhenkrankheit bei Reisen über 5000 m Höhe

Hi,

tut mir leid, wenn ich teilweise auf schon ältere Beiträge antworte, aber ich bin sozusagen im Trekkingforum-Wiederentdeckungsfieber

Sind ja gute Geschichten zur Manali-Road zu lesen hier! Interessant und unterhaltsam. Ich hatte bislang noch nie Höhenprobleme, die über leichte Kopfschmerzen hinausgingen. Bis auf das eine Mal, als ich mit meinem Vater (großer Bergfreund, "alles" gelesen, was es so an Himalaya-Literatur gibt, war aber noch nie im Himalaya) im November 1998, also in der off-season, kurzentschlossen von Delhi, wo wir Bekannte besucht haben, nach Leh geflogen sind (ich bin noch nie in ner 737 geflogen, in der nur 5 Passagiere saßen, 3 Ladakhis und wir).

MANN, was hatte ich da am ersten Abend Kopfschmerzen! (Wobei ich bis heute nicht weiß, ob das an der Höhe lag oder an dem qualmenden Ofen im Zimmer. Wohl beides..). Und wem ging´s prima? Meinem VATER! Der trank mit Ladakhis in Daunenjacken derweil Bier....
Ich war froh, daß ich eine dieser Schlafbrillen aus dem Flugzeug eingesteckt hatte, ohne die wäre mir der Kopf zerplatzt.

Nach 2,3 Stunden ging´s dann aber und das war´s dann. Nach ein paar Tagen sind wir noch mit dem Taxi auf den Khardung La gefahren, der immerhin 5650m hoch ist, da hat sich der Kopf nicht mal ansatzweise gemeldet.

So, Redeflash vorbei.

Christian
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