Das kann ich nur bestätigen!
Von Darjeeling habe ich aber in Erinnerung, angesprochen worden zu sein: Von interessierten Menschen, die sich mal austauschen wollten. Und zugleich zeigen, dass trotz der Konflikte jeder willkommen sei. Damals war nämlich
bandh = Generalstreik gegen Subhash Ghising, den Chef der
Gorkha National Liberation Front, also den Interessenvertreter der nepalesischen Mehrheit in Darjeeling, weil er erreicht hatte, dass "Nepali" als offizielle Sprache in Indien anerkannt wurde - die radikale "großnepalesisch" denkende Minderheit verlangte, dass es "Gorkhali" heißen müsste, in Erinnerung an ein Großnepal von Kumaon bis Sikkim im 18.Jahrhundert.
Zitat:
Zitat von Andreas
* nicht vertippt, denn in den Darjeeling Hills leben hauptsächlich nepalesische Volksstämme; auch die Sprache ist dort Nepali und nicht Bengali.
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Der ganze Konflikt endete in einer Art Autonomie Darjeelings von West Bengal.
Was vielleicht, zu Deinen Infos, noch zu ergänzen wäre:
Darjeeling war (seit den 1930er Jahren) die Heimat von Tenzing Norgay, dem Erstbesteiger der Chomolungma (Everest, mit Hillary), und er und seine Nachkommen waren indische Staatsbürger. Das Himalayan Mountainering Institute in Darjeeling wurde auf Initiative des Premierministers Nehru gemeinsam mit Tenzing gegründet, fast familiär. Insofern - und weil es schon seit 1920 Ausgangspunkt für viele große Himalaya-Expeditionen war - ist Darjeeling einer der bedeutendsten Orte der Bergsteigergeschichte.
Und südlich oberhalb von Darjeeling liegt einer der schönsten Aussichtspunkte der Welt, der 2500m hohe Tiger Hill: Zum Sonnenaufgang verfärbt sich der Himmel in den phantastischsten Farben, bevor sich im Osten die Sonne in einem einmaligen Spektakel von Spiegelung rot über den Horizont erhebt. Währenddessen fangen die Spitzen der Weltgipfel Kangchenzönga im Norden (72km entfernt) und Makalu, Lhotse und Everest (im Nordwesten, 144km) ein erstes Licht.
Darjeeling lohnt sich als Ziel - auch als Ausgangspunkt für Trekking in der Region und als Auftakt für Sikkim - mit Zwischenstation in Kalimpong (wo man auch unangequatscht, aber angeprochen die Stadt, ihre Kultur und Klöster, den indisch-tibetischen Bazar genießen kann).
Uli