Die Klos sind Hockklos, also sowas wie modifizierte Duschwannen mit einem etwa oberarmdicken Loch am hinteren Ende. Die Spülung ist selten fließend, meist mittels Eimerchen unter einem angrenzenden Wasserhahn per Handbedienung. Klopapier gibt es eigentlich nie, stattdessen Wasser und Seife. Der "Unterbau" eines solchen Klos gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Vom Häuschen über dem Misthaufen á la "freier Fall" bis zum komplett gefliesten "Luxusklo" mit Anschluss an eine wie auch immer geartete öffentliche Kanalisation.
Ausnahmen gibt es in den Hotels in den Städten und am Flughafen. Da gibts Sitztoiletten. (Wenn ich die Wahl habe, bevorzuge ich aber die Duschwannenvariante! Definitiv hygienischer.)
Du isst abends im Dining Room. Dort steht normalerweise ein Ofen. Der wird mit Holz, besser Kerosin, geheizt. Wenn der Ofen im Dining Room dann aus ist, wird nachts nicht mehr geheizt. Je nach dem wo du bist, können schon einige Minusgrade im Schlafgemach herrschen. Da steht keine Heizmöglichkeit. Dann ist ein guter Rucksack sinnvoll.
Übrigens kochen in Nepal auch viele Männer ganz hervorragend und daran würde ich weder die Qualität noch die Hygiene fest machen.
Das steht außer Frage War auch eher im Scherz gemeint, weil mir diese düstere Küchen- bzw. Lodgecrew der Alpine Lodge in Dingboche als vollkommen suspekt in Erinnerung geblieben ist und es mir in der Nacht darauf echt mies ging. Unsere (übrigens nur aus Männern bestehende) Küchenmannschaft, die wir seither immer auf den selbst organisierten Touren dabei haben, würde ich gegen nichts in der Welt tauschen wollen.
Zwei Ergänzungen zu den bisherigen Hinweisen zum Essen:
Mitte März habe ich zu Beginn meiner Tour in Nepal den heißen Tip erhalten, in den Lodges keine Fleichgerichte zu essen, weil oftmals die Kühlkette durch Stromausfälle unterbrochen ist. Diesen Rat habe ich beherzigt und meinem Magen ging es super gut - und 30 Tage ohne Fleisch konnte ich dank Omlett, Dal-Bhat und veg. Momo gut aushalten.
Weiterhin sehr hilfreich ist aus meiner Sicht "Yomogi" - das ist ein probiotisches Arzneimittel, welches als Wirkstoff lebensfähige Hefezellen enthält. Ich hab das nun schon auf mehreren Asienreisen genommen (u.a Indien) und hatte nie Magenprobleme.
auf deinem Bild ist die "Kühlkette" eben mal unterbrochen.
Die Kühlung entsteht dann wieder durch den Wind des Fächers, mit dem der Fleischverkäufer die 100.000 schwarzen Fliegen wegwedelt, damit man das Fleisch auf dem Verkaufstisch sehen kann .
als TA hat man ja zwangsläufig eine umfangreiche Ausbildung in Fleisch- und Lebensmittelhygiene mitgemacht. Ich esse in Nepal durchaus Fleisch (und erinnere mich an extrem leckere Büffel-, Ziegen- und Hühnercurrys), aber wenn dann nur frisch geschlachtet. Nicht alle Nepali sind Vegetarier und auf den Freitag Nachmittag freuen sich alle genauso wie auf sämtliche Willkommens- und Abschiedspartys, denn dann wird geschlachtet und geschlemmt. Da in Nepal alles, aber auch wirklich alles von den Tieren verwendet wird (incl. Haut und Eingeweide, wobei ich Darm - zäh wie Kaugummi - und Lymphknoten - konnte mich aus hygienischen Gründen nicht überwinden - nicht mitgegessen und den Hunden gegönnt habe), kann man auch ethisch durchaus eine gelegentliche carnivore Lebensweise vertreten. In Restaurants esse ich hingegen definitiv vegetarisch, weil ich da nicht weiß, wo das Fleisch herkommt und unter der leckeren Würzung und Soße nicht unbedingt schmecke, ob es nicht mehr gut ist.
Aus Gründen des Tierschutzes/Ethik beim Schlachten würde ich eher auf Büffel oder Yakfleisch verzichten. Die Einführung von Bolzenschussapparaten wäre sicherlich ein gewaltiger Fortschritt... leider gelingt es nicht jedem Schlachter, den Büffelkopf mit einem Hieb vom Hals zu trennen und wenn dann Yaks erst mal ewig niedergeschnürt werden, bevor man sie endlich tötet, ist das kein schöner Zustand.
Wenn man über die Fleischhygiene/Kühlkette nicht ganz sicher ist, sollte man vor allem auf Schweinefleisch und Fisch verzichten. Wiederkäuerfleisch wie Büffel, Yak und Ziege kann lange abhängen/ablagern und wie auf dem Bild eintrocknen, ohne dass es an Qualität verlieren muss (im Gegenteil). Hühner werden sowieso meist lebend transportiert (auch so ein Tierschutzproblem, gebündelt links und rechts kopfüber am Moped zu hängen) und frisch geschlachtet.
Das A und O ist jedenfalls, dass das Fleisch gut durchgegart ist. Tbc ist immer noch sehr weit verbreitet, übrigens auch in Eiern. Durchgekochtes/gebratenes Fleisch ist stets keimfrei (wenn auch nicht unbedingt frei von Bakterientoxinen, viele sind hitzeresistent) und wird allenfalls anschließend sekundär kontaminiert... und wenn´s durch die eigenen Finger ist.
Es schadet aber nicht, sich mal komplett vegetarisch zu ernähren. Daal ist sehr eiweißhaltig und reicht als Proteinlieferant aus.
VG
Daniela
PS, woran erkennt man, wo es eine Metzgerei gibt? Das sind die Läden, wo die eher fetten Straßenhunde herumlungern...
PSS, auch Daal ist im Rohzustand nicht unbedingt hygienisch...