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05.06.2009, 14:36
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Huayhuash-Umrundung
Hallo zusammen,
kann mir jemand Trekking-Agenturen in Huaraz empfehlen für eine 8-tägige Huayhuash-Umrundung? Oder: hat jemand Erfahrung/Infos darüber, wie einfach oder schwierig man ohne Agentur an Tragtiere und Treiber in Llamac oder Umgebung kommt?
Die meisten Anbieter kalkulieren für die Huayhuash-Runde 10 Tage und mehr. Da wir gut zu Fuß sind, glauben wir, 8 Tage wären durchaus möglich (sofern dies auch für die Tragtiere angemessen ist). Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
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07.06.2009, 08:33
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AW: Huayhuash-Umrundung
Hallo, eine Agentur für die Huayhuash Umrundung ist nicht unbedingt notwendig,fast jede Pension hat in Huaraz Verbindg. zu Treiber u. Mulis.Sind aber auch in Chiquian oder in Llamac zu finden.8 Tage für die komplette Tour sind m.E. arg ambitioniert,da die tägl. Aufstiegsmeter in Höhen zw. 4200-5000m doch teilweise recht hoch sein können.Auch bleibt dabei der Genuß,vor allem auf der landschaftlich grandiosen Ostseite auf der Strecke. VG !
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07.06.2009, 19:07
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AW: Huayhuash-Umrundung
Hallo Volker,
danke für deine guten Tipps.
Wir werden wohl doch die Tour auf 9 oder 10 Tage verlängern.
Eine Frage möchte ich gerne noch nachschicken:
Der Verzicht auf eine Agentur hat sicherlich preisliche Vorteile. Wie sieht es aber zeitlich aus? Wenn wir erst in Hauraz oder gar in Llamac Treiber und Mulis organisieren, wieviel Tage müssen wir aus deiner Sicht dafür mindestens einkalkulieren (ich meine nicht die Zeit für die Verhandlungen, sondern gererchnet ab dem Zeitpunkt, wo wir "ok" sagen bis zum möglichen Abmarschtermin)?
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07.06.2009, 19:36
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AW: Huayhuash-Umrundung
Hallo Glogger,1-2 Tage benötigt ein Treiber um seine pers. Ausrüstung inkl. teils angemieter Mulis/Pferde zusammen zu "stoppeln"( Preise:Treiber 10 USD,Muli 5 USD,Pferd 8-10 USD ).Hilfreich wäre für den Treiber ein gestelltes Zelt von euch.VG,Volker.
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07.06.2009, 20:28
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AW: Huayhuash-Umrundung
Noch billiger ist es, wenn man sein Gepäck einfach allein trägt. Wir haben das zweimal gemacht und es war - anders als man in den meisten Reiseführern lesen kann - überhaupt kein Problem. Wenn man nicht zu schnell aufsteigt, so dass man keine Probleme mit der Höhe hat, ist die Tour nicht besonders anspruchsvoll und in 9-10 Tagen ohne Probleme zu bewältigen. Ich würde einen bis zwei Tage mehr einplanen, weil es Stellen gibt, an denen man gern einen Tag länger bleibt.
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08.06.2009, 08:46
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AW: Huayhuash-Umrundung
Danke für die Antworten. Wie wir es dann wirklich machen, wird unsere Gruppe gemeinsam entscheiden.
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09.06.2009, 18:35
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AW: Huayhuash-Umrundung
Zitat:
Zitat von Volker7134
( Preise:Treiber 10 USD,Muli 5 USD,Pferd 8-10 USD )
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ist schon ok dieser Preis, haengt aber auch von der Teilnehmergesamt Anzahl ab.
Zitat:
Zitat von Mittelasien
Noch billiger ist es, wenn man sein Gepäck einfach allein trägt.
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ihr solltet nicht vergessen das diese Leute, meist einfache Bauern die ihr taegliches Einkommen auf dem Feld unter schwierigste Bedingungen erwirtschaften, sehr auf den Trekkingtourismus angewiesen sind. Auch in Krisen Zeiten sollte das nicht auf den Ruecken der aermsten ausgetragen werden, den wer sich jetzt eine Reise nach Peru leisten kann dem werden die Paar Soles auch nicht in den finaziellen Ruin treiben.
Denk's einfach nach wenn ihr in diese Laender reist.
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09.06.2009, 19:54
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AW: Huayhuash-Umrundung
Das mit dem Einkommen der peruanischen Bauern sehe ich auch so. Das ist auch der Grund, warum ich dieses Trekking lieber ohne Trekkingagentur mache. Ich befürchte, dass die Agentur einen Großteil des Geldes einstreicht, während sich diejeigen, die die Arbeit machen (also die arrieros), mit geringen Verdienst zufrieden geben müssen.
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09.06.2009, 19:54
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AW: Huayhuash-Umrundung
Aber es ist hoffentlich erlaubt, es einfach schöner zu finden, wenn man allein und nicht gemeinsam mit wildfremden Leuten unterwegs ist, hoffe ich. (Das Geld kann man ja auch verschenken, wenn man es unbedingt loswerden will.)
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10.06.2009, 20:38
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Forumsfrischling
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AW: Huayhuash-Umrundung
Zitat:
Zitat von Mittelasien
Aber es ist hoffentlich erlaubt, es einfach schöner zu finden, wenn man allein und nicht gemeinsam mit wildfremden Leuten unterwegs ist, hoffe ich.
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Glaube nicht das du dich hier rechtfertigen musst was du auf deinen Reisen machst. Verstehen wirst du eine neue Kultur aber nur wenn du auch mit den Einheimischen in Kontakt tretten kannst wofuer sich eine Wandertour ja perfekt eignet. Das ist aber nur meine persoenliche Ansicht. Ich bin x mal in den Cordilleren von Peru unterwegs gewesen immer mit Einheimischen aber als wildfremder Mensch bin ich mir nie vorgekommen.
lg
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11.06.2009, 05:59
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AW: Huayhuash-Umrundung
Aha, ja. Das ist ein wichtiger Punkt, den ich völlig übersehen hatte. Aber nun habe ich ja die Gelegenheit, etwas dazuzulernen, darum frage ich mal nach:
Wie kommt es, dass ich die Kultur des Landes, in dem ich mich aufhalte, nur kennenlernen kann, wenn ich einheimische Diener habe, nicht aber, wenn ich ständig die Augen offenhalte, jede Gelegenheit zum - möglichst ausgiebigen - Gespräch nutze, in den Häusern der Leute oder in deren Nähe übernachte oder ein paar Tage bleibe und ihnen bei der Arbeit helfe, in einem Dorf (auf diese Tour ist z. B. das elende Nest Huallaypa) einen oder zwei Tage bleibe und dort lebe usw. usf.? Du kannst mir das sicherlich erklären, was mir mit Sicherheit enorm weiterhelfen wird. Ich bin sehr gespannt.
Wenn diese Frage geklärt ist, habe ich gleich noch eine andere, die mich bedrückt: Wie lerne ich eine fremde Kultur kennen, wenn ich keine Einheimischen als Diener engagieren kann? (Es gibt ja Länder, wo das nicht so einfach möglich ist.)
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12.06.2009, 00:19
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Forumsfrischling
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AW: Huayhuash-Umrundung
@ Berliner/in
vorerst sollten wir doch durch die Anonymität in so einem Forum, nicht den Respeckt zu einander verlieren den das hilft niemanden weiter, weder dir noch den Betrachter dieses Treades! Es sollte doch Sachlich argumentiert werden und nicht Emotionel, glaube das du auch der Meining bist.
Zitat:
Zitat von Mittelasien
wenn ich einheimische Diener habe
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Diese Bezeichnung finde ich nicht sehr angebracht da es sich um eine Diesntleistung hantelt. Ich arbeite selber im Tourismus und bin auch keine Diener.
Natuerlich lernst du auch die Kultur kennen wenn du in ihren Haeusern wohnst und Gespraeche fuehrst. Ich denke das du mich hier falsch verstanden hast. Wollte nur anmerken das es sehr wichtig ist fuer diese Leute auch als Arrieros angeheuert zu werden auch wenn man stark genug ist seine eigene Ausruestung zu tragen. Diese Laender werden durch Grosskonzerne der USA, CANADA und EUROPA ausgebeutet und muessen taeglich ums ueberleben Kaempfen. Es kommt immer auf den Blickwinkel an wie man das sieht oder dazu steht.
Zitat:
Zitat von Mittelasien
Wie lerne ich eine fremde Kultur kennen, wenn ich keine Einheimischen als Diener engagieren kann? (Es gibt ja Länder, wo das nicht so einfach möglich ist.)
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Du wirst auf einer Trekkingtour, die 3-4 Wochen dauert, die Kultur nur Ansatzweise kennenlernen mit oder ohne Arrieros, (nicht Diener) Da musst du schon mehr Zeit aufbringen. Das beste dafuer ist in so einem Land zu leben fuer min. 1 Jahr oder mehr.
lg
Armin
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12.06.2009, 05:28
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AW: Huayhuash-Umrundung
Ich finde die Bezeichnung nicht so falsch. Denn wer mich bedient, ist mein Diener. Und wer mir das Frühstück macht, bedient mich. Übrigens ist "Dienstleister" nur ein anderes Wort aus derselben Familie.
Dass ich bei einem Urlaub die fremde Kultur nicht umfassend kennenlernen kann, ist mir klar. (Es war auch nicht ich, der dieses Argument in die Diskussion eingebracht hat.) Aber soll ich deshalb ganz zu Hause bleiben? Immerhin gibt es auch noch andere Möglichkeiten: Mehrere Aufenthalte im selben Land, Bücher, Filme, Musik, Malerei, Gespräche,die Sprache usw. Ich gestehe, dass ich keine Möglichkeit habe, ein Jahr in irgendwo im Ausland zuzubringen zuzubringen, weil ich keinen reichen Onkel habe, sondern für meine Miete jetzt und meine Rente in nicht allzu ferner Zukunft arbeiten muss. Bin ich deshalb verpflichtet, meinen Urlaub auf eine Weise zu verbringen, bei der ich mich - und das mag anderen anders gehen - wie ein Kolonialherr im Kaki-Hemd und mit Tropenhelm vorkomme?
Nebenbei bemerkt bin ich sicher, auf meinen Touren erheblich mehr über die jeweiligen Länder gelernt zu haben, als jene, die ständig mit Einheimischen zusammen sind (wenn diese auch meist auf gebührenden Abstand gehalten werden), mit denen sie kein Wort reden können, wenn diese nicht eine Fremdsprache beherrschen.
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14.06.2009, 21:14
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zweite Heimat Trekkingforum
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AW: Huayhuash-Umrundung
Ich habe vor 2 Jahren eine organisierte Trekkingtour bei einem deutschen Veranstalter in Peru mitgemacht. Der deutsche Veranstalter musste vor Ort eine peruanische Agentur für die Organisation der Tour mit einschalten, weil sie es nicht selber organisieren dürfen. Ist ja auch ganz gut so, die Peruaner sollen ja auch etwas von dem Geld haben. Unser deutscher Reiseleiter der deutschen Agentur lebt aber seit ein paar Jahren in Peru und hat dann mit den einheimischen Trägern gesprochen, was sie von der peruanischen Agentur bekommen. Weil uns dies auch interessiert hat, ob die Träger anständig bezahlt werden. Er hat dann schließlich bestätigt, dass die Träger für peruanische Verhältnisse anständig bezahlt werden.
Ich denke mal, es gibt wie überall schwarze Schafe, die den Trägern nicht genug zahlen und das Geld selber zum großen Teil einsacken, aber ich glaube, dass die großen Agenturen/Veranstalter sich das auch nicht erlauben können und wollen, die Träger auszubeuten. Gerade bei der Organisation sind die Träger enorm wichtig und ich denke, das wissen sie auch. Das ist dann schon ein gewisses Verhältnis der gegenseitigen "Abhängigkeit". Die Agenturen sind gewiss froh, wenn sie gute und zuverlässige Träger in ihren Diensten haben. Ich glaube nicht, dass man sich dann als "Kolonialherr" mit Khaki-Anzug und Tropenhelm fühlen muss.
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Hier bin ich, ich kann nicht anders 
(Martin Luther)
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14.06.2009, 21:25
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AW: Huayhuash-Umrundung
Ich sehe, dass der Thread durch meine Schuld (wenn auch nicht Absicht) einigermaßen vom Wege abgekommen ist. Die Frage, ob man Arrieros engagieren soll oder nicht, war ja nicht gestellt. Und ich hatte sie auch nicht stellen wollen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man die Tour - anders als in den meisten Wanderführern angegeben - sehr wohl auch allein machen kann, da der Weg mit einer halbwegs guten Beschreibung sehr leicht zu finden ist, und dieser keineswegs gefährlich und - anders als in eben diesen Wanderführern behauptet - auch physisch eher leicht, höchstens mittelschwer ist.
(Schon eine Kammwanderung im rumänischen Fagaras ist technisch erheblich anspruchsvoller und erheblich anstrengender, und da würde niemand auf den Gedanken kommen, dass man das nicht durchhalten kann, wenn man sein Gepäck selbst trägt.)
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