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02.07.2012, 01:47
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Trekking- und Wanderführer schreiben
Hallo allerseits,
hier einmal ein Thema, das vielleicht nicht direkt mit Trekking zu tun hat, mir aber gerade ziemlich im Kopf herumgeht. Sicher hat jeder früher oder später schon mal davon geträumt, sein Hobby zum Beruf zu machen... an dieser Stelle bin ich auch gerade (einmal wieder) und überlege mir, ob es nicht einträglich sein könnte, Wanderführer zu schreiben.
Der Markt wächst sicher kontinuierlich, aber vermutlich gibt es mehr Möchtegern-Autoren als Verleger? Wie schaut es hier aus, findet sich vielleicht der ein oder andere, der schon als Autor tätig ist? Oder evtl. ein Verlagsmitarbeiter, der mir das generelle Procedre näherbringen könnte?
Ich frage mich gerade hauptsächlich, wie das überhaupt abläuft: Sind die meisten Führer "Auftragsarbeiten" von Verlagen, oder läuft das wie im Romanbereich, dass ein Autor erst schreibt und sich dann einen Verleger sucht? Muss man bereits einen Namen haben, um als Autor tätig zu werden?
Bin gespannt auf eure Antworten und Ideen... mal sehen, ob ich demnächst noch den "Mut" aufbringe, einfach bei ein, zwei Verlagen blöd nachzufragen, wie sie zu ihren Büchern kommen
Grüße
CaveMan
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02.07.2012, 11:20
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AW: Trekking- und Wanderführer schreiben
Hallo CaveMan!
Als Autor habe ich mich nicht versucht, allerdings etwas Einblick in das Thema bekommen, als ich den Wanderführer "Sarek" von Claes Grundsten übersetzt habe. Die Initiative dazu ging von mir aus, ich habe Claes per email kontaktiert und ihm eine Übersetzung vorgeschlagen, worauf ich prompt Antwort von ihm und seinem Verlag Nordstedts erhielt, da man nämlich ebenfalls auf der Suche nach einem deutschen Verleger war. Da Nordstedts keinen deutschen Verlag finden konnte, bat man mich, einen zu suchen, das war die eigentliche Herausforderung! Dennoch hatte ich Glück, nach 2 Fehlversuchen hat es bereits beim 3. Verlag geklappt (Reise-Know-How). Generell lässt sich sagen, dass du den Text fertig haben musst, also ein manuskript einsendest (die Verlage geben auf ihren homepages meist genaue Vorgaben, wieviel Seiten, wieviel Zeilen/Seite, Anschläge/Zeile etc). während Reise-Know-How eine textprobe per e-mail akzeptierte, verlangen leider die meisten deutschen Verlage den Text auf Papier, was natürlich viel höhere Kosten für dich verursacht. Ausserdem sind die bearbeitungszeiten bisweilen lange (mehrere Monate) und viele Verlage schicken keine Absage, sondern melden sich nur, wenn sie Interesse haben. Ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, einen Fuss in die Tür zu bekommen, unmöglich ist es nicht. Reise-know-How, Rother wären mal zwei Namen, bei denen ich es versuchen würde. Und ich würde, ehe du dich an konkrete Pläne machst, den markt sondieren, zu welchem gebiet gobt es auf deutsch nichts oder nichts gutes, welches gebiet ist aber dennoch populär unter deutschen Wanderern, verständlicherweise eine kaum zu erfüllende Forderung.
Lässt sich damit Geld verdienen? Tja, genaues weiss ich nicht aber es dürfte schwer sein. Am ehesten Royality, also eine gewisse Summe pro verkauftem Buch. Rechne mit sehr niedrigen 5%, 10%? Bei einem üblichen Verkaufspreis von vielleicht 15 Euro 7Buch versteht man schnell, dass man kaum reich wird. Dazu das Formelle (Firma anmelden, Rechnung schreiben, Buchhaltung, Kurse bei der Steuerbehörde besuchen etc, vieles an das man vorher nicht gedacht hat.)
Viel Glück!
Florian
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02.07.2012, 17:58
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fühlt sich hier richtig wohl
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AW: Trekking- und Wanderführer schreiben
Hi,
Aus eigener Erfahrung...
Reihenfolge: Zuerst war das Buch (Text), dann wurde von einer Bekannten, die sich in der Verlagsszene auskannte, ein Verlag gesucht und gefunden, dann kam die Überarbeitung des Textes (war zu lang), das Layout und die Fotos dazu.
Verdienst? Es gab eine Pauschale zu Anfang und dann für jedes verkaufte Buch eine Kleinigkeit, die mit dem Co-Autor geteilt werden muss. Davon leben kann man definitiv nicht!!!! Zumindest nicht, wenn es ein normales Buch in normaler Auflage zu einem normalen Preis ist. Bestseller wie Harry Potter mal ausgenommen...
Der schöne Vorteil ist, dass man bei den Verlagen Autorenrabatt bekommt. Für das eigene Buch sowieso, bei manchen Verlagen sogar auf das gesamte Programm. DAS wiederum lohnt sich eher. Ist immer vom Verlag abhängig und evt. vom Verhandlungsgeschick.
Als Alternative gibt es noch die Möglichkeit, unabhängig von Verlagen ein Buch im Eigenverlag heraus zu geben. Ist aber wieder mit einer Firmenanmeldung, Steuernummer etc. verbunden. Dann braucht man lediglich eine Druckerei (größere Copyshops helfen einem).
Noch eine interessante Möglichkeit ist "books on demand". Einfach mal googeln.
Fazit: nette Sache, würde ich bei entsprechender Idee auch immer wieder machen, aber das ist nicht mehr als ein Hobby, das einem eine kleine ideelle Entschädigung für die investierte Arbeit bietet. Als ehrenamtlicher Übungsleiter im Sportverein "verdient" man allerdings erheblich mehr.
VG
Daniela
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... real doctors work on more than one species... 7x Nepal...aktuelle Nepalreise November - Dezember 2012 
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03.07.2012, 07:29
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AW: Trekking- und Wanderführer schreiben
Die meisten Autoren von Wanderführern bzw. Reiseführern i.A. sind Hauptberuflich Journalisten o. Ä.
Mit dem Schreiben von Reiseführern schafft es kaum jemand, davon zu leben...
LG, Hannes.
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22.07.2012, 07:04
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AW: Trekking- und Wanderführer schreiben
Vielen Dank für eure (desillusionierenden) Antworten!
Ich werde mich mit einer konkreten Idee im Hinterkopf nochmal mit der Thematik beschäftigen. Vorerst müsste man ja noch nicht davon leben, sondern könnte das Schreiben einfach als Hobby mit geringem finanziellem Ausgleich ansehen.
Ich bin auch schon am überlegen, ob man sich über die Reise- und Trekkingbloggerei vielleicht an die Thematik "Mit Reisen Geld verdienen" herantasten könnte. Sicher auch langwierig und schwer, aber es gibt ja einige namhafte Blogs da draußen, deren Autoren inzwischen auch anderweitig gefragt sind und z.B. Multivisionsshows ihrer Reisen produzieren.
Alles Gedankenkonstrukte und Hirngespinste, aber manchmal macht Träumen Spass
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