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16.05.2012, 06:20
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Nepaltrekker
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Wetterkapriolen im April
ich habe folgenden Artikel im Internet gefunden.
Dieses Jahr fiel im April recht viel Schnee und z.B. der
Dhampus Pass waren unpassierbar.
http://www.freiepresse.de/SPORT/Expe...kel7982640.php
__________________
" Hundert göttliche Zeitalter würden nicht reichen um alle Wunder
des Himalaya zu beschreiben " Zitat aus den Puranas
Nächster Trek (Nr. 15 ) in Nepal voraussichtlich 2013
1987-2012 25 Jahre Nepal
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16.05.2012, 08:55
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Alter Hase
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AW: Wetterkapriolen im April
Das wird ja immer schnell gesagt, aber ich finde auch, dass sich das Wetter änder bzw. nicht mehr so wie früher „vorhersehbar“ ist.
Z.B. letzten Herbst in Lukhla, oder 2010 konnte im August 10 Tage lang kein Flieger von Pokhara nach Jomosom fliegen.
Sehe ich das falsch?
Grüße,
Johannes
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16.05.2012, 10:05
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alter yak
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AW: Wetterkapriolen im April
Das Wetter in Nepal ist mit Sicherheit nicht so vorhersehbar, wie es viele Reiseführer schreiben.
Zwar gibt es das recht stabile Monsun Schema mit nörlicher Windströmung im Winter und südwestlicher Strömung im Sommer, aber wann diese sich abwechseln kann sich oft um ein bis drei Wochen unterscheiden.
So ist es ganz normal dass es noch in der ersten Oktoberhälfte mal eine ganze Woche ununterbrochen durchregnet. ist mir schon zweimal passiert. 
Manchmal verirrt sich aber auch eine Warmluftblase zum Beispiel von Bangaladesh bis nach Tibet hinein und dann gibt es dort ein unerwartetes Tiefdruckgebiet . Dass bringt dann Schnee oder Regen auch nördlich des Himalay Hauptkammes, selbst wenn es eigentlich die trockene zeit sein sollte. Dies Schneeeinbrüche könnenaber Oktober auftreten bis in den März hineireichen. ab Mitte April ist es dann eher Regen. selbst auf den Pässen.
Sehr oft treten übrigens die erste große Schlechtwetter periode mit viel Schnee auf den pässen um Weihnachten auf. Aber eine weiße Weihnacht hat ja auch in Nepal ihren Charme.
Wer jetzt gerade in dieser Zeit dort ist, wundert und ärgert sich natürlich, aber ich würde es nicht als was wirklich neues ansehen.
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16.05.2012, 10:13
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Nepaltrekker
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AW: Wetterkapriolen im April
ich erínnere mich noch sehr gut, an die Wittungsverhältnisse von Anfang November 2011, wo mehrere Woche der Inlandsflugverkehr innerhalb Nepals sehr eingeschränkt war und etliche
Gruppen, die in die Everest Region wollten auf den AC Trek ausgewichen sind.
Ähnliche Wetterkapriolen hatte ich im November 1995 erlebt, als es , dedingt durch einen tropischen Sturm in Thailand, zu einem Wintereinbruch in verschiedene Regionen Nepals kam.
In niedrigeren Lagen wurden etliche Lodges durch Erdrutsche damals zerstört ( z.B. Bagarchap).
Immer wieder wird im Forum nach dem Wetter in Nepal in den nächsten Monaten gefragt.
Eine zutreffende Antwort ist, mangels Glaskugel  , nicht möglich.
lG
Jens
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" Hundert göttliche Zeitalter würden nicht reichen um alle Wunder
des Himalaya zu beschreiben " Zitat aus den Puranas
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16.05.2012, 10:23
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schreibt viel
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AW: Wetterkapriolen im April
Im 2012er April hats schon sehr geregnet und geschneit in den Bergen.
Joschi2010 musste seine Chulu-East Expedition auch abbrechen (Schnee bis zur Brust)
Eine Wocher später waren die Bedingungen aber wieder optimal.
Einfach Pech
Ich denke, das liegt im Allgemeinen am Wetter.
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16.05.2012, 11:05
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aktiv dabei
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AW: Wetterkapriolen im April
Ja, Michael, da sprichst du ein wahres Wort - einfach Pech. Schon der Auf- und Abstieg Kang La waren ein Abenteuer für sich, das Unternehmen Chulu East war dann einfach zu riskant bzw. einfach nicht durchführbar wegen der Schneeverhältnisse. Würde mich mal interessieren, ob diese Wetterlage im April auch der Grund dafür gewesen sein dürfte, dass wir auf dem Annapurna-Curcuit so viele Trekker gesehen haben, die uns entgegen gekommen sind, weil eventuell der Thorung-La nicht überquert werden konnte.
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16.05.2012, 22:09
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Alter Hase
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AW: Wetterkapriolen im April
Hallo Joshi (und Toppi) - ob es die "Natur" sowieso oder Klimawandel ist, wer kann es sagen?
Es ist einfach ¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#, wenn die Verhältnisse das zunichte machen, was man lange und engagiert geplant hat. Und es unter anderen Bedingungen so einfach gehen könnte.
Im Frühjahr 1995 ging auch nichts: Wir als deutsche Naturfreunde hatten keine Chance auf den Naya Kanga (5846m)(zum Glück hatte ich nicht wie zuvor angedacht den Ganchenpo, 6397m, gebucht), das war aber eigentlich noch harmlos im Vergleich dazu, dass Adi Weißensteiners österreichische Naturfreunde-Gruppe zur Annapurna IV (7525m) auch nicht höher als wir kamen, auf nur 5500m.
Ganz ¤*#¤*#¤*#¤*# ist es, wenn sich die Verhältnisse so verändern, dass man keine Zeit mehr hat und zusehen muss, wie es optimal wird, aber man muss zurück nach Hause...
Aber falls es tröstet: Auch die Herbstsaison ist nicht verlässlicher. Im Oktober 2010, zur angeblich sicheren Saison, warteten über Tausend tagelang auf Flug nach Lukhla  (für mich sowieso irrational), wir hatten aber auch trotz des einfachen Fluges nach Rumjatar  in den Tagen am erhofften Aussichtspunkt Pikey Peak nur Regen und Schnee.
Zu den Wetterverhältnissen Ostern 1997 in Gosainkund siehe
http://www.trekkingforum.com/photoga...dex.php?n=1231
Fazit: Himalaya ist Abenteuer, und das ist eben die Faszination.
Nehmen wir es doch so 
Uli
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17.05.2012, 09:01
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fühlt sich hier richtig wohl
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AW: Wetterkapriolen im April
Wir erleben weltweit den Klimawandel, das ist wohl nicht mehr zu leugnen. Die größten Probleme in Nepal sind, dass es in Gegenden, die nie Wasserprobleme hatten, mittlerweile schon so trocken wird, dass noch nicht mal Wasser für Felder, Gemüsegärten und die Toiletten da ist und andererseits ähnlich wie an den Polkappen die Eisschmelze in immer höhere Lagen aufsteigt, was im lockeren Sedimentgestein katastrophale Auswirkungen haben kann. Die Monsunzugbahn soll sich immer weiter nach Westen verlagern und durch die wärmeren Ozeane und die höhere Verdunstung soll es mehr und häufigere Niederschläge, auch zu ungewöhnlichen Jahreszeiten geben. Wer die internationale und nepalische Presse verfolgt wird bemerkt haben, dass diese Thematik nicht aus der Luft gegriffen ist und dass Wissenschaftler, Politiker, UN und Organisationen versuchen, Vorsorgemaßnahmen für die Folgen zu ergreifen. Was genau in den nächsten Jahrzehnten anders werden wird, lässt sich aber nicht vorher berechnen.
Zur Wettervorhersage würde ich einfach mal sagen... ke garne...
VG
Daniela
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... real doctors work on more than one species... 7x Nepal...aktuelle Nepalreise November - Dezember 2012 
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17.05.2012, 10:30
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Alter Hase
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Ort: Schwabenländle
Beiträge: 569
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AW: Wetterkapriolen im April
Zitat:
Zitat von Daniela
Zur Wettervorhersage würde ich einfach mal sagen... ke garne... 
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schon, aber wer seinen Flieger verpasst oder 1 Woche drauf warten muss, hat halt dann schon ein samasya
Grüße,
Johannes
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17.05.2012, 11:03
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Moderator
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Registriert seit: 13.02.2003
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Beiträge: 1.190
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AW: Wetterkapriolen im April
Hallo,
na, ja ob denn den allem so ist, bin ich mir nicht sicher.
In den bald 30 Jahren seit ich in Nepal lebe (mehr oder weniger) war bis mitte Oktober immer der Nachmonsun aktiv, mal mehr, mal weniger. Trotzdem wurde (und wird immer noch) davon geschrieben das Oktober - November die beste zeit sei. Für den Normalbürger heist dies ja logisch 01. Oktober. Bis mitte Oktober kann es immer regen noch geben.
Ähnlich die Flüge Jomosom, im Sommer sind diese immer stark behindert, da sind 10 Tage ausfälle der Flüge nicht ungewöhnliches. Das Wetter ist nie vorhersehbar trotzdem.
Ich denke man hat nicht unrecht wenn man sagt das Klima ändert sich, aber zwischen Wetteränderungen die durch den Klimawandel entstehen (den wir "Westler" zu verantworten haben) und den "Ausnahmen, die die Regel bestätigen" ist es sehr schwierig nun zu definieren ob der Schlechtwettereinbruch (was für ein Wort!!) Anfangs November 2012 nur darauf zurückzuführen ist oder nicht.
Ich denke es sind die allgemein langsameren Änderungen, die den Klimawandel andeuten, so z.B. regnet es mehr als früher den Frühling hindurch, was die allgemeine feuchtigkeit erhöht und damit das Gartenwässeren vermindert.
Das Weltwetter ändert sich langsam, mehr starke Regenfälle, mehr Stürme sollen die Folgen sein. Ich denke (aber weiss es nicht) das wir den Klimawandel in den letzten 20 Jahren bereits erleben und nun so langsam in stärkere "turbulenzen" kommen.
Das wirklich tragische daran ist aber, das vilen Menschen wie hier in Nepal, deren Beitrag in den letzen Jarhhunderten (!!) praktisch null dazu ist, durch ihre geografische Lage den Preis hierfür mitzahlen müssen, ob sie wollen oder nicht.
Navyo
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Living in the Himalayas !
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18.05.2012, 08:29
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Moderator
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AW: Wetterkapriolen im April
Zitat:
Zitat von Navyo
Das wirklich tragische daran ist aber, das vilen Menschen wie hier in Nepal, deren Beitrag in den letzen Jarhhunderten (!!) praktisch null dazu ist, durch ihre geografische Lage den Preis hierfür mitzahlen müssen, ob sie wollen oder nicht.
Navyo
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Ja, auch das ist Globalisierung...
Um zum Thema zurück zu kommen: Klimaänderung bzw. "Erwärmung" spürt bzw. sieht man ja am Gletscherrückgang. Der sich speziell im Himalaya stark bemerkbar macht: die langen Gletscherzungen schmelzen bzw. verhwandeln sich in Seenlandschaften: Imja Tsho, Ngozumpa Gletscher usw... nur um ein paar proiminente zu nennen...
Ich habe am Ngozumpa Gletscher Bilder von 2006 und 2010 verglichen: Katastrophal!!
War es 2007 noch problemlos möglich, am unteren Ende der Gletscherzunge nach Tagnag zu quehren, so musste schon 2009 weiter oben bei Gokyo nahezu gequert werden... weil weiter unten nur mehr Seen und Bäche bzw. regelrechte Flüsse waren, die ein Querung unmöglich gemacht hätten...
Weiter oben gehen die Gletscher auch zurück und so verwandelt sich ein früher als "leichter" 6000er beschriebenr Berg - Pisang Peak - in einen mittlerweile auf Grund des fehlenden Eises und eines erschwerten Übergangs, loses Geröll usw. in eine ernster zunehmende Bergfahrt...
Solche Beispiele gibt es natürlich zuhaufe, auch im Alpenraum.
Bemerkenswert der heurige Winter in Tirol: nach 2-3 Jahren, in denen Europaweit (weltweit?) extreme Sommertemperaturen gemessen wurdem. ein solcher Winter mit Rekordverdächtigen Schneemengen, sehr niedrigen Temperaturen...
Ich denke, das Klima ist nach wie vor für uns und unsere Wissenschaft nur ansatzweise greifbar und vor allem Vorhersagbar bzw. modellierbar, und, im Endeffekt, hat das auch was sehr positives...
LG, Hannes.
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18.05.2012, 21:30
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Alter Hase
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Registriert seit: 10.11.2007
Ort: Hamm (Westf.)
Beiträge: 666
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AW: Wetterkapriolen im April
Aber auch nach diesen Erklärungen und Differenzierungen nochmal für alle, die sich anhand allgemeiner Informationen auf den Himalaya vorbereiten:
Ob Klimawandel oder Zufall des Klimas, was wirklich geschieht, lässt sich weder aus der langjährigen Statistik noch aus Prognosen direkt zur praktischen Nutzanwendung ableiten.
Auch nicht direkt und im Einzelfall, was "Klimawechsel" ist und was nicht.
Was ist praktisch die Konsequenz für Trekking?
Wir sollten darauf vorbereitet sein, dass nicht das (früher) statistisch festgestellte "Normalwetter" herrschen mag. Dass dadurch evtl. nicht alle Ziele erreichbar sind. Vor allem aber auch, dass unsere nepalesischen Helfer für alle Fälle ausgerüstet sind - von der in Anspruch genommenen Agentur oder von uns selbst.
Trekker/innen auf den üblichen Lodgetrek-Routen werden damit eher weniger Probleme haben, können (hoffentlich, wenn nicht alles auf Flüge ausgerichtet ist) ihr Programm anpassen - sollten aber in ihrer Ausrüstung (Schuhwerk, Wärmebekleidung, Schlafsack) Vorsorge treffen.
Uli
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