Ich würde dir empfehlen, zur Akklimatisation zuerst zum EBC / Kala Patthar zu gehen und dann auf dem Rückweg Dzonghla->Cho La -> Gokyo zu machen.
Der EBC-Weg ist ein gut ausgetretener Trampelpfad mit vielen Leuten und Übernachtungsmöglichkeiten alle paar Gehstunden, der Cho La ist schon deutlich anspruchsvoller.
Wenn man sich dann schon vorher an die Höhe gewöhnt hat, ist das deutlich angenehmer.
Ich war diesen März alleine unterwegs und hatte keine Probleme, mich mit anderen Leuten in Dzonghla zusammenzuschließen. Anfangs überlegten wir uns, für den einen Tag einen Guide zu nehmen, aber die Lodgebetreiber waren sehr nett und haben uns ganz detailliert erklärt, worauf man achten muss. Plus, es waren oben auf dem Gletscher Fußspuren von anderen Gruppen zu sehen. Steigeisen haben wir keine gebraucht, die Gletscherpassage auf dem Pass ist bis auf ein kurzes Stück sehr flach.
Das Nervigste war die Überquerung des großen Gletschers auf der Gokyo-Seite. Sehr kräftezehrend und ein ständiges Auf und Ab.
Wir waren mittags bereits in Tagnag, haben dort ne Rießenportion gefuttert und sind dann gleich weiter nach Gokyo. FEHLER! Die reinste Qual

Entweder in Tagnag nur einen Snack einnehmen oder gleich dort bleiben, falls man vom Pass schon geschlaucht ist...
Übrigens: Der Renjo La (Pass von Gokyo Richtung Thame) lohnt sich auch sehr. Meiner Meinung nach ist die Aussicht dort sogar noch besser als vom Gokyo Ri. Und der Pass ist technisch sehr einfach (einfacher als Cho La). Auch hier war der Lodge-Betreiber sehr nett, hat mir sein Fernglas in die Hand gedrückt und mir die Route erklärt
Gokyo->Namche über den Renjo La schafft man auch locker in 2 Tagen. Es gibt im Thame-Tal viele kleine Dörfer, man kann also einfach weiterlaufen, bis es genug ist und dann spontan den Übernachtungsort wählen.
Das Thame-Tal an sich fand ich wunderschön! Kaum Touristen, noch echte Landwirtschaft, Menschen die ihren normalen Tätigkeiten nachgehen, Schulkinder etc. - richtig urig.
Hoffe, geholfen zu haben