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10.06.2012, 17:26
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Hardangervidda und Umgebung (Tagestouren)
Hallo!
Wir - zwei Personen (sportlich, aber mit nur wenig Wandererfahrung) mit Hund (mittelgroß, fit, aber kein „klassischer Laufhund“) – wollen Anfang August zum ersten Mal Südnorwegen erkunden.
Wir werden mit dem Auto über Dänemark und Schweden anreisen und wollen uns auf die Hardangervidda und Umgebung konzentrieren. Grobe Planung der (Auto-)Rundtour: Oslo (nur Durchfahrt) – Rjukan – Odda – Eidfjord – Geilo – zurück Richtung Schweden. Zeitraum ohne An- und Abreise: ca. 10-12 Tage
Nun zu unserer Frage: Welche Tipps gibt es zu Tagestouren? Wir wollen keine „richtigen“ (mehrtägigen) Trekkingtouren unternehmen, aber auch nicht nur „Spaziergänge ums Auto rum“ (Karte ist vorhanden). Ein paar Stunden täglich dürfen es schon sein, vielleicht auch mal bei Gelegenheit eine (leichte) Zweitagestour mit Übernachtung im Zelt. Und dabei würden wir natürlich gerne schöne und abwechslungsreiche An- und Aussichten genießen.
Unsere bisherige Ideensammlung aufgrund von Berichten hier im Forum und anderswo (ich hoffe, ich schreibe nicht allzu viele Namen falsch...):
- Gausta
- Sessvatn (empfiehlt ein Reiseführer, sonst konnten wir kaum etwas darüber in Erfahrung bringen??)
- von Haukeliseter aus
- ab Middalsbu
- ab Reinsnos
- Buer (Gletscherzunge)
- Trolltunga (ist der Weg dahin auch schön, so dass wir auch was davon haben, wenn unseren Hund vor dem Ziel die Lust verlässt und wir umkehren müssen?)
- Husedalen von Kinsarvik aus
- von Hjölmö Richtung Hedlohütte
- Hallingskarvet von Haugastol oder Geilo aus
- ab Tuvahütte Richtung Heinseter
Was meint ihr dazu? Würdet ihr von manchem abraten (wenig Abwechslung, nicht geeignet für uns als Anfänger oder für Hunde, sonstige Gründe)? Was sollte unbedingt dazu? Und wo ist es so abwechslungsreich, dass man auch ein paar Tage bleiben kann und mehrere kleinere Wanderungen von einem Standort aus unternehmen kann?
Sollten wir Abstecher z.B. Richtung Jondal, Rosendal oder Aurlandsdalen einlegen? Es soll dort ja sehr schön sein, andererseits wollen wir möglichst wenig im Auto sitzen...
Würdet ihr für den Rückweg eher zur Route durch das Uvdal / Numedal oder (über Al, wo man wohl auch sehr schöne Touren machen kann?) durch das Hallingdal raten (v.a. landschaftlich gesehen)?
Über Hinweise und Tipps würde ich mich sehr freuen!
Herzliche Grüße
Tessa
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11.06.2012, 21:42
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AW: Hardangervidda und Umgebung (Tagestouren)
Hallo Tessa,
anbei von mir ein paar Erfahrungen zum Thema.
Ich selber war Mitte September 2011 in Norwegen (Rundreise).
Wenn Ihr vorwiegend Tagestouren machen wollt, so kann ich Euch zunächst folgedes
kleines Buch ans Herz legen:
"Norwegen Süd - Die schönsten Fjord- und Bergwanderungen"
Autor: Bernd Pollmann
Rother Wanderführer
Ursprünglich wollte ich eine 6 tägige Nord-Südquerung der Hardangervidda machen. Dies hat sich jedoch aufgrund der damaligen Wetterlage zerschlagen, da mir (Einzelperson) von norwegischen Einheimischen davon abgreaten wurde. Diesen Rat habe ich bevolgt und habe ein paar kleine Tagestouren gemacht. Zur Orientierung diente mir hier unter anderem das oben genannte Büchlein.
Ich habe damals in Lofthus (Lufthuscamping) eine Hütte gemietet. Von dort aus ging es dann zu den Tagestouren. Direkt hinter diesem Camping-Platz (Bauernhof) geht ein 8 stündiger Weg in die Hochebene hinein. Dieser ist in dem Buch auch beschrieben. Ich bin diesen Weg jedoch nicht gelaufen.
Bei Eidfjord geht ist in diesem Büchlein ein rd. 6 stündiger Rundweg beschrieben, bei welchem man auch den "Valurfossen" (Wasserfall) besichtigen kann, wenn man ihn denn aufgrund der Wetterlage sehen kann (ich hatte puren Nebel - war aber trotzdem schön  )
Ich habe diesen Weg jedoch individuell etwas ausgebaut - er ist aber gut zu laufen und bietet wirklich schöne Ausblicke in der Hardangervidda. Dieser Weg müsste auch mit eurem Wauwau zu meistern sein. Habe Jänger mit samt Hund getroffen.
Der Weg zur Trolltunga ist in diesem Buch nicht beschrieben. Hierzu geht eine kleine Straße ab Tyssedal hoch zum Anfang des Vetlavatnet. Ab da geht dann nur noch zu Fuß weiter. Ich weiß nicht wie die Verhältnisse da im August sind. Im September gehts da schon etwas wilder zu. Die Strecke ist nicht zu unterschätzen! Der Weg macht am Anfang einen schön steilen Anstieg durch einen Wald - wobei der Weg zu meiner Zeit dort ehr ein kleiner Bach war. Das war schon recht nett. Oben auf der Ebene geht es auch nicht nur gerade aus. Der Weg zieht sich länger als man denkt. Ich hatte damals von Sonne, Regen, Hagel und Schnee alles dabei (Kleidung mitnehmen!).
Ob dieser Weg mit Hund das Richtige ist weiß ich nicht. Wenn es so naß ist wie bei mir damals denke ich, dass Ihr diesen Weg nicht gehen solltet, da gerade das letzte Stück bergab im Wald sehr schwierig ist. Bin damals mehrfach ein Stück weit den Hang runter ins Gebüsch. Wenns naß ist (der Weg war ja eher ein Bach), dann ist das schon nicht einfach. Wenn es trocken ist, dürfte das aber gehen.
Alle Leute die ich dort unterwegs getroffen habe, hatten den Weg bei den damaligen Wetterverhältnissen unterschätzt. Man musste sich die Trolltunga hier wirklich erarbeiten. Aber es lohnt wie ich finde. Bei gutem Wetter (ich hatte glück, da in diesem Moment die Sonne voll da war) ist die Aussicht 1a!
Was ich hilfreich empfinde wäre ein GPS Gerät. Bei der Trolltunga-Wanderung geht es mit der Orientierung. Bei anderen Wegen die ich in der Region gelaufen bin, war die Karte bzw. die Wegmarkierung oft sehr unübersichtlich.
Insgesamt hatte mir das Gebiet der Rondane sehr gut gefallen. Falls schlechtes Wetter sein sollte, so solltet Ihr euch die Rondane als Joker im Hinterkopf behalten. Aufgrund des etwas weiter südwestlich vorgelagerten Jotunheimen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man in der Rondane Region schönes Wetter hat.
Dies habe ich auch bei meiner Reise so gehalten. Da es in der Region Telemark (sehr schön!) wie aus Eimern gegossen hat - habe ich meine Tour umgeplant und bin in die Rondane-Region gefahren. Da war es sonnig trocken
Was das Autofahren in Norwegen angeht:
- plant a) genug Zeit ein und
- fahrt b) nach Vorschrift - da die Strafen in Norwegen sehr hart sind!
Und noch was: Die Region um Odda - Eidfjord ist sehr schön! Gute Wahl!
Bis hier erst Mal alles Gute!
Gruß Jörg
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11.06.2012, 21:54
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Alter Hase
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AW: Hardangervidda und Umgebung (Tagestouren)
Hallo Tessa,
ihr habt euch eine schöne Runde ausgesucht. Das Problem mit Tagestouren ist, dass es oft keinen Rundweg für 1 Tag gibt. Und hin-zurück auf dem selben Weg ist ja doof.
Ein Vorschlag für 'ne Mehrtagestour: In Middalsbu starten Richtung Hellevasbu (nordöstlich), weiter Richtung Litlos (nördlich), aber einige km vor Litlos links abbiegen und südwestlich zurück nach Middalsbu. Für zwei Tage vielleicht etwas viel, besser drei Tage rechnen.
Guck's dir mal auf der Karte an, ob das was für euch wäre: http://ut.no/kart
Peter
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14.06.2012, 07:57
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AW: Hardangervidda und Umgebung (Tagestouren)
Hallo!
Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung und die Tipps, Jörg! Das Buch habe ich gleich in der Bibliothek vorgemerkt! Wenn ich es habe, werde ich es gleich durcharbeiten...
Die Trolltunga-Wanderung werden wir dann wohl vom Wetter abhängig machen, das ist gut zu wissen, und Rondane als Ausweichgebiet bei Schlechtwetter ist auch notiert.
Soweit ich gesehen habe, gibt es bei der Trolltunga auch eine Hütte? Weißt du, ob man da im Notfall (völliger Wetterumschwung, völlige Erschöpfung o.Ä.) auch als Nicht-DNT-Mitglied Aufnahme findet (wir wollen eigentlich nicht in Hütten übernachten und deshalb nicht, nur für hoffentlich nicht eintretende Notfälle, Mitglied werden... Oder kann man sonst zur Not auch direkt bei der Hütte Mitglied werden?)? Und wie ist das mit dem Hund, ich habe gelesen, das ist generell in Hütten schwierig?
Dass man beim Autofahren penibel auf die Regeln achten sollte, hatte ich auch schon gelesen, das kann sonst wohl ein teurer Spaß werden. Aber wir sind ja eh da, um die Landschaft zu begucken, da fährt man ja meist von sich aus recht langsam.
Dir auch vielen Dank, Peter! Auch die Wanderung ab Middalsbu werden wir uns notieren und je nachdem, welche Erfahrungen wir mit der Ausdauer unseres Hundes vor Ort machen, und je nach Wetter im Hinterkopf behalten. Sonst würden wir vielleicht von Middalsbu aus kleinere Strecken in Angriff nehmen, auch wenn du Recht hast und Rundtouren schöner sind. Aber da sind wir nicht ganz so anspruchsvoll; wenn die Landschaft schön ist, geh ich auch zweimal dran vorbei. Wie ist das denn in der Gegend mit dem Zelten; reicht (bei halbwegs ordentlichem Wetter) ein "normales" Zelt und ein durchschnittlicher Schlafsack, oder muss man da spezielle haben? (Da wir in der Regel nicht im Zelt schlafen wollen, sind wir halt nicht speziell ausgerüstet...) Wie kalt wird es da nachts Anfang August so in der Regel?
Hat einer von euch oder jemand anderes vielleicht noch Erfahrungen mit Abstechern ums Gebiet Odda/Eidfjord? Reiseführer empfehlen ja oft Jondal, die Richtung Rosendal und Aurlandsdalen. Ist das noch mal eine richtige Abwechslung in landschaftlicher Hinsicht? Und wenn ja: welche/n Abstecher würdet ihr empfehlen? Ich suche vorrangig einen Ort/eine Strecke, wo man landschaftlich noch was Abwechslungsreiches sieht und vielleicht eher mit dem Auto an einem "Ruhetag" hinfährt und nur ein wenig herumläuft... z.B. nach der eventuellen Trolltunga-Wanderung
Vielen Dank noch einmal, ich freue mich über jede Anregung!
Herzliche Grüße
Tessa
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14.06.2012, 19:14
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AW: Hardangervidda und Umgebung (Tagestouren)
Middalsbu eignet sich sehr gut für Tagestouren in die durchaus unterschiedlichen Täler. Im Uhrzeigersinn:
Grönhellerdalen: war ich noch nie
Vivassdalen: lieblich am Vivassvatnet entlang, ggf Aufstieg Richtung Middalsrusta
Middalen: hoch bis auf 1500m, wenn man will
Trossovdalen: schönes Trogtal, dem Sandfloegga entgegen
Sletedalen: am Valldalsvatnet entlang in das sehr schöne Tal nach Osten.
Möglich wären auch Besteigungen auf die umliegenden Berge, dann aber ohne Weg.
Umkehren kann man nach Lust und Laune. Hin- und Rückweg sind jeweils gleich. Macht aber nichts, da man die Landschaft von beiden Seiten zu sehen bekommt.
Von Haukeliseter, oder besser gesagt ca 7 km westlich am Ulevavatnet starten in in das Nupsdalen laufen: schöne Blicke auf rauhe Wände (ca 14km gesamt, wenn man bis zum Fuß des Nupsredet läuft).
Oder Haukeliseter bis zum Mannevatn nach Norden und dann nach südwestlicher Richtung den Dreiecksschenkel bis zum Stavatn laufen. Von dort zurück nach Haukeliseter (ca. 21km)
Gruß
Tilman
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14.06.2012, 20:14
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AW: Hardangervidda und Umgebung (Tagestouren)
Von Østerbø durchs Aurlandsdalen nach Aurland kann ich schon empfehlen, geht durchs enge grüne Flusstal. Wäre vielleicht eine Abwechslung im Vgl. zu diesen steinigen Ebenen, in die Deutsche immer wollen.
Allerdings sollte man mit mindestens 6 Stunden rechnen, und dann ist man flott unterwegs. Geht in der Tendenz nur bergab, aber auch mal kleine steilere Zwischenanstiege. Hunde sind mir da auch schon begegnet, der Pfad an sich ist nicht schwer zu gehen, auch wenn es mal einen steileren Serpentinenabstieg gibt. Waren aber fitte Jagdhunde, Norweger.
Man könnte das Auto in Aurland (oder da am Ziel, das ist etwas tiefer im Tal, aber keine Ahnung, ob da morgens ein Bus fährt) abstellen und mit dem Bus hochfahren. Ist ein Klassiker, aber Mitte August war da trotzdem nicht so viel los, verteilt sich auch. Die Fjordszenerie in der Flåm-Gegend ist schon auch hübsch, leider liegt fast tägl. ein Riesenschiff am Kai von Flåm. Trotzdem kann man da als Ruhetag auch mal nett im Fjord rumschippern, Bauernhöfe bekucken, Zug fahren, Rad fahren.
Achso, über die Einreisebestimmungen für den Hund seid ihr auf dem Laufenden? (Bandwurmbehandlung)
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14.06.2012, 22:18
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AW: Hardangervidda und Umgebung (Tagestouren)
Hallo Tessa,
wie Du siehts hat jeder von uns hier so seine Erfahrungen gemacht. Tips von Leuten die schon einmal etwas gemacht haben sind immer wertvoller als die Beschreibungen in irgendwelchen Büchern. Ich müsste mir noch mal genau vor Augen führen, wo ich überall war. Da die Namen der Ortschaften ja nicht ganz so "geläufig" sind, hat man das schnell wieder was vergessen.
Da muss ich erst Mal passen.
Ursprünglich hatte ich geplant eine Nord-Südquerung der Hardangervidda zu machen. Ich müsste noch mal in meinen Schlepptop schauen, da ich viele wege mittels der Topo-Norwegen geplant habe. Die Querung wäre dann von - so glaube ich - Finse bis Haukeliseter gegangen.
Das mit den Hütten ist eine gute Frage. Ich hab das alles nicht mehr im Kopf. Mir wurde aber geraten auf jeden Fall geraten Mitglied im DNT zu werden. Ich gebe jetzt mal meine Erinnerungen wieder, ok:
Es gibt zwei Arten von Hütten. DNT-Hütten und Nicht-DNT-Hütten. Bei den DNT Hütten muss man, so glaube ich, unterscheiden zwischen den bewirtschafteten und den nicht bewirtschafteten. In die bewirtschaftete kommt man wohl auch rein, jedoch wird den DNT Mitgiedern Vorrang gewährt. Heißt, wenn zu voll ist muss das Nicht-Mitglied den kürzeren ziehen. Ist aber nicht schlimm. Ihr könnt im Umkreis einer solchen Hütte jedoch gegen einen kleineren Obulus zelten, und dann die sanitären Einrichtgen mitbenutzen.
Bei den nicht bewirtschateten Hütten (da sollten ihr Euch informieren welche das sind) bekommt man vom DNT einen Schlüssel. Ich glaube, dass man auch als Nicht-Mitglied hier in den Genuß kommen kann. Aber informiert Euch da noch mal. In diesen Hütten könnt ihr dann gewisse Dinge benutzen und legt dann einfach das Geld für die "verbrauchten" Waren in einen dortigen Kasten.
Ehrlichkeit hat immer höchsten Wert!
Wegen der Kosten. Von einem sehr erfahrenen älteren Mann den ich auf der Fähre hab kennen lernen dürfen, habe ich gehört, dass sich der Beitrag je nach Nutzung (auch Essen) schnell wieder reinspielt, da die Preise für nicht DNT-Mitglieder deutlich teurer sind.
Ich hatte mehrer Bücher. Nützlich und preiswert für einen ersten Überblick über das Gebiet der Hardangervidda ist das Büchlein vom Stein Verlag:
Norwegen: Hardangervidda von Tonia Körner.
Ist eine ertste Orientierungshilfe. Ihr braucht aber Kartenmaterial. Das ist schweine teuer. Die Karten sind grundsätzlich immer so geschnitten, das man gleich mehrere braucht. So wird Geld gemacht.
Mein Tipp: Ihr habt ja 10-12 Tage eingeplant. Da ist es aus meiner Sicht wirklich sinnvoll sich auf eine Region - evtl. Hardangervidda - zu besinnen. Ich hatte 3 Wochen Zeit. Bin bund durchs Land gefahren. Nördlichster Punkt war Trondheim (eine tolle Stadt).
Was richtig genervt hat war jedoch das Autofahren. Natürlich genießt man auch die Landschaftsbilder. Jedoch nervt a) das getucker mit max. 90 (ganz selten und nur auf der E6). 70km/h sind außerhalb der Ortschafte die Regel. Mal aber 60km/h. Dann im Ort 50km/h und eben langsamer. Da grundsätzlich alle Straßen (auch die E6) mitten durch die Orte führen bekommt das Wort "cruisen" eine ganz andere Bedeutung.
Dann kommt hinzu, dass ihr wirklich auf die Geschwindigkeit achten solltet wegen der Strafen. Die Norweger selbst fahren echt wie die Höllenhunde. Wenn Du so 70-75 km/h fährst, so überholen dich selbts die LKW die Dich von hinten schieben wollen. Wenn Du eben schnellerfährst um nicht Bremsklotz zu spielen, dann kann evtl. beim speziellen Urlaubsfoto teuer werden 
Dann noch was. Ich fahre bspw. für die Distanz Düssledorf - Osnabrück rd. 2:00 (ohne Bleifuß). Das sind bei uns rd 180km Entfernung. Für die gleiche Distanz in Norwegen plant gut mal 4-5 Stunden Fahrtzeit ein. Es gibt grundsätzlich keine gerade Verbindung zwischen A und B.
So wundervoll ich Norwegen und auch die liebevollen Norweger finde, so schrecklich finde ich dort das Autofahren. Als ich in Dänemark wieder 100km/h fahren konnte war das wie Weihnachten. Und von unserer Heimat gar nicht zu sprechen.
Was Ihr klären solltet bzw. wo Ihr Euch zu informieren solltet ist das Maut-System in Norwegen. Meldet Euch einfach bei Autopass hier von Zuhause aus an. Das ist deutlich streßfreier! Ich dachte ich komm ohne Anmeldung aus. Aber es gibt automatische Maut-Straßen. Da werdet Ihr per Kamara registriert (Kfz-Kennzeichen). Ihr müsst Euch dann bin in zwei Wochen bei Autopass anmelden oder (das geht wohl) an einer Tankstelle in der Nähe Eure Gebühren entrichten.
Zur Trolltuga: Ja bei gutem Wetter lohnt das. Geht aber früh los, damit Ihr Euch nicht hetzen müsst. Bei mir (im Oktober) war es gerade noch hell als ich zurück am Auto war. Das letzte Teilstück - wie genannt - durch den Wald steil bergab bei diesem Wetter und Dunkelheit wäre nicht mehr zu schaffen gewesen, definitiv.
August dürften die Temperaturen (auch in der Nacht) ganz gut sein. Was Ihr jedoch bedenken solltet sind die Moskitos. Ich denke die schwirren um diese Zeit noch fröhlich darum.
So bis hier erst Mal alles Gute!
Die Poofe wartet.
Gruß Jörg
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21.06.2012, 21:51
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AW: Hardangervidda und Umgebung (Tagestouren)
Hallo,
vielen Dank für die zahlreichen Tipps und Hinweise, wie schon gesagt wurde, helfen solche Erfahrungen ja oft mehr als "nur" die Infos aus den Reiseführern.
Die Einreisebestimmungen (Entwurmung) für den Hund haben wir im Blick. (Weißt du zufällig, ob es gleich an der Grenze von Schweden zu Norwegen oder kurz danach gleich Tierärzte gibt, so dass man die zweite Behandlung gleich erledigen kann?) Wie lange wir dann mit dem Hund immer wandern werden, wird sich einfach zeigen, wir alle drei sollen ja Spaß haben  Und vieles kann man ja, wenn man einen groben Plan hat, auch spontan entscheiden (und wetterabhängig  ).
Zu den Hütten und der Maut werden wir uns noch einmal genauer informieren. Das Autofahren scheint ja nicht unbedingt eine Freude zu sein, aber nun gut, wir werden halt versuchen, nicht zu lange Strecken auf ein Mal zu haben (und ohnehin neigen wir nicht zum schnellen Fahren).
Herzliche Grüße
Tessa
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