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Standard Trekkingtouren: Die große Zanskar-Durchquerung

Diesen Artikel stelle ich ins Indien-Wiki unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass das zwar alles nach bestem Wissen dargestellt ist, die Infos aber aktualisiert werden müssten.
Also bitte habt keine Scheu, Veränderungen hineinzubringen. Uli alias Manali 90

Die große Zanskar-Durchquerung: Darcha – Lamayuru

Zusammen mit der wegen der notwendigen Akklimatisierung im Kullu Valley und in Lahoul langsamen Annäherung ist diese klassische Trekkingroute eine „Trans-Himalaya-Tour“ über zehn Pässe (wobei der Rohtang Jot üblicherweise mit Fahrzeug bewältigt wird) und bleibt, bei allen Veränderungen seit der Öffnung von Zanskar und Ladakh im Jahre 1974, einer der großen klassischen Treks des Himalaya. Diese Tour durch die indischen Himalaya-Regionen Kullu, Lahoul, Zanskar und Ladakh präsentiert eine unglaubliche Vielfalt an Kultur, Religion, Gesellschaft, landschaftlicher Szenerie und Trekking in großen Höhen, und vor allem, wenn man Kullu und Lahoul nicht nur als Durchgangsstationen betrachtet, schrittweise den Übergang von den hinduistisch geprägten, grünen, vom Monsun bestrichenen Bergregionen im Norden Südasiens zum kargen Hochland Zentralasiens mit seiner überwiegend buddhistischen Kultur, die dank der Zugehörigkeit zur indischen Union von den Verwüstungen verschont worden ist, die die östlich benachbarten tibetischen Regionen durch die chinesische Invasion nicht nur kulturell verwüstet haben.
Der Trek selbst ist mit seinen 20 Tagen und ca. 360 km von der Länge her sehr anstrengend. Sinnvoll ist ein von einer örtlichen Agentur organisierter Trek mit Guide und Packpferden, wobei die Kosten abhängig von Gruppengröße und verlangtem Komfort variieren. Prinzipiell ist es möglich, den Trek ohne Hilfe einer Agentur durchzuführen, es erfordert aber mehr Zeit, Erfahrung, eine Portion Wagemut und v.a. Kraft, in diesen Höhen mit über 20kg Gepäck zu wandern oder den härtesten Komfortverzicht auszuhalten. Die Infrastruktur für Individualtrekker ändert sich von Jahr zu Jahr, vor allem auf den harten Strecken außerhalb der bewohnten Gebiete gibt es keine Stützpunkte, und die "Hotels" in den Dörfern entsprechen keineswegs dem, was man von Nepal her als "Lodges" kennt.
Dennoch ist Zanskar seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr das, was ältere Trekkingführer beschreiben. Es gibt seitdem nicht mehr ausschließlich Subsistenzwirtschaft, der Tauschhandel und die Geldwirtschaft haben zugenommen. Man braucht also nicht mehr Angst zu haben, dass das, was man ihnen abkauft, den Zanskari und Ladakhi im Winter fehlt.

Die Zanskar-Durchquerung ist hier in dieser Richtung beschrieben, weil so im Sinne des Erlebniswerts die Annäherung an die hohen Regionen möglich ist.
Generell lässt sich der gesamte Trek in zwei Teile teilen: Darcha-Padum (Lahoul nach Zanskar) und Padum-Lamayuru (Zanskar nach Ladakh), bzw. umgekehrt..

In der hier beschriebenen Richtung muss auf jeden Fall bedacht werden, dass es ab Darcha sehr schnell in große Höhe geht; deshalb ist es sowohl wichtig, für die Akklimatisierung wenigstens ein bis zwei Extratage in Lahoul einzulegen als auch die ersten Tage zum Shingo La ruhig anzugehen. Höhenkranke Trekker habe ich vor dem Shingo La genug zurückkommen sehen; für sie war die ganze Fahrt dann einfach zuende.
(In der umgekehrten Richtung sind wenigstens drei bis vier Akklimatisierungstage von Leh aus in Ladakh nötig.)

Ein Routenvorschlag ab Manali:
1.Tag: Früh morgens Abfahrt im lokalen Bus oder Jeep über den Rohtang-Pass nach Kyelang (brítisch: Keylong) in Lahoul. Der fast 4000m hohe Rohtang-Pass ist die Wetterscheide zwischen dem monsungrünen Bergland Nordindiens und den trockenen Hochgebirgsregionen, die schon tibetisch geprägt sind. Nicht vergessen, dem höchsten lokalen Gott Lahouls, Raja Gyepang,im Dorf Sissu einen kleinen Geldbetrag zu opfern - die einheimischen Reisenden tun es alle. Kyelang ist der Hauptort des Distrikts Lahoul. Übernachtung in einem Guest House oder Zelt (ca. 3150m).
2.Tag: - dient der Akklimatisierung. Wanderung hinunter zum Bhaga-Fluss und 400m aufwärts zum Kloster Kardang. Die Gompa wurde im 19.Jahrhundert gegründet und gehört dem Dhukpa Kagyud-Orden an, der sein geistiges Zentrum in Bhutan hat. Herrliche Blicke über die Kulturlandschaft Lahouls und die Eisgipfel darüber. – Kulturell sehr interessant wäre es aber auch, von Tandi (Zusammenfluss von Chandra und Bhaga) talabwärts zu fahren, um die bedeutenden Tempel von Markula Devi (aus dem 8./9.Jh., in Udaipur) und/oder Trilokinath („Dreiwelten-Herr“, sowohl von Hindus als auch Buddhisten verehrt) zu besuchen.
3.Tag: Morgens Wanderung zur Sashur Gompa, dem ältesten Kloster der Region, nördlich hoch über Kyelang gelegen. Am Nachmittag im lokalen Bus oder Jeep 25 km weiter nach Jispa (3300m), wo im Juli 1994 der Dalai Lama vor 25000 Menschen die Kalachakra-Zeremonie abhielt. Übernachtung im Zelt bei der Niederlassung des W.H.M.I. (Western Himalaya Mountaineering Institute) oder im Hotel.
4.Tag: Jispa - Darcha – Palamo (3670m) 230’ (mit Pausen 5 Std.)
Der Trek beginnt. Von Jispa ist es eine Stunde nach Darcha Sumdo (vor der Brücke rechts Blick auf den 6517m hohen Mulkila, den höchsten Gipfel Lahouls), und hier wird die Manali Leh Road verlassen, um nach Norden ins Tal des Bartsi Nalla (Zanskar Nalla) abzubiegen. Nach zwei Stunden Chikka, die letzte Ansiedlung Lahouls. Kurz vor Palamo wird auf einem Holzsteg eine atemberaubende Schlucht überquert. Palamo ist ein grüner Zeltplatz mit Dhaba (3670m).
5.Tag: Palamo - Zanskar Sumdo (3920m) 200’ (mit Pausen 4-5 Std.)
Auf dieser Strecke werden keine großen Höhenunterschiede überwunden, aber der Pfad führt manchmal durch loses Gestein, und mehrfach müssen durch Springen oder Waten Gletscherbäche überwunden werden. Camp auf 3920m Höhe; Zelt, zeitweise Dhaba. - Wer sich stark genug fühlt, kann am Nachmittag auf der Zanskar-Seite einen 4465m hohen Aussichtsgipfel besteigen, der sich direkt über dem Camp zeigt; aber Vorsicht wegen der mangelnden Akklimatisierung! Der Bartsi Nalla wird dazu auf einer neuen Hängebrücke überquert.
6.Tag: Zanskar Sumdo - Chumik Nakpo (4600m) 285’ (mit Pausen 5-6 Std.)
Der Weg zweigt über die Hängebrücke vom Haupttal nach Nordosten ab, steil aufwärts ins Tal des Zanskar Nalla. Nach einer Stunde wird es flacher, geht aber stetig aufwärts über zwei mögliche Zeltplätze hinweg zum Camp Chumik Nakpo (= "schwarzes Wasser") am Fuße des Shingo La, auf 4600m Höhe. Spektakuläre Rückblicke. Eine Nachmittagswanderung gut 300m höher auf den nordseitigen Bergkamm führt zur Nahsicht auf die imposante Gipfelpyramide des Ramjak Peak („truncated cone“, 6317m) und erleichtert dem Körper die Nachtruhe auf dieser Höhe.
7. Tag: Chumik Nakpo - Shingo La – Lakong (4470m) 240’ (mit Pausen 6-7 Std.)
Ein anstrengender Tag für alle, die noch nie auf einer solchen Höhe waren. Mit 5090m Höhe ist der Shingo La nicht nur der höchste Punkt, sondern auch landschaftlich einer der Höhepunkte des ganzen Treks. Überwältigende Blicke, die noch dazu gesteigert werden können, wenn man es schafft, technisch leicht, aber wegen der Höhe anstrengend zum östlich gelegenen 5550m hohen Shingo Ri aufzusteigen. (Der 5950m hohe „Zanskar Peak“, den der „Summit Club“ anbietet, dürfte eher in Gegenrichtung machbar sein, mit der entsprechenden Akklimatisierung und ggf. Eisausrüstung.) - Normal geht es weiter über einen Gletscher, links steil im Fels abwärts und rechts das Tal auswärts über die ersten Almwiesen zu einem guten Zeltplatz namens Lakong, über dem Zusammenfluss zweier Gebirgsbäche (Dhaba).
8.Tag: Lakong – Kargyak (4100m) 270’ (mit Pausen 5-6 Std.)
Nach den Anstrengungen des letzten Tages wird diese Etappe lang vorkommen. Aber sie gibt auch die Möglichkeit, sich einmal umzusehen. Im Rückblick zeigt sich uns außer dem blütenbestandenen Flusstal das markante Felshorn des 5900m hohen Gumbaranjon. Schließlich kündigen Mani-Mauern und Chorten (immer links vorbeigehen!) das erste zanskarische Dorf Kargyak (4130m) an. Dhabas; Camp auf einer grünen Wiese am Fluss (4070m).
9.Tag: Kargyak - Purney (3830m) 330’ (mit Pausen 7-8 Std.)
Der Trek folgt nun immer dem bewohnten Lungnak-Tal abwärts, jede Stunde ein anderes Dorf mit weißen Lehmhäusern, im Spätsommer vollgepackt mit Brennstoff für den langen, harten zanskarischen Winter: Tabley, Tangzey, Kuru, Testa, Yal. Die Reihen von weißen Chorten und Manis sind sichtbare Zeichen des lebendigen buddhistischen Glaubens. Nach Tagen in der harten Felslandschaft tun die sattgrünen Gersten- und Erbsenfelder den Augen wohl. Die Hotels der Dörfer laden ein, Homestay ist möglich.
Am Ende dieses Tages steil hinab, auf hölzerner Brücke über den Lungnak-Fluss und kurz hoch zur Oase Purney, die schon ein Touristenzentrum ist.
Viele lokale Veranstalter bzw. Horsemen werden versuchen, Purney zu vermeiden, weil es für sie ein teures Pflaster ist. In diesem Falle empfiehlt sich, in Yal zu übernachten und als Tagestour nach Purney und Phuktal Gompa zu gehen, während das Lager nach Zimthang oder ein Stück weiter nach Kyalbog verlagert wird.
10.Tag: Purney - Phuktal Gompa (3870m) - Purney 210’ (mit Pausen 4-5 Std.)
Ausflug zum interessantesten Kloster des ganzen Treks. Im Tal des Tsarap-Flusses geht es durch eine imposante Schlucht aufwärts zum entlegenen Felsenkloster Phuktal (3870m), das unterhalb einer Höhle in der Felswand hängt. Das Kloster gehört zum Orden der Gelugpa (Gelbmützen). Besonders lohnend ist es, dem Gottesdienst (Puja) beizuwohnen, der allerdings unregelmäßig stattfindet. Rückweg auch möglich über einen ausgesetzten Hangweg, durch das Dorf Cha und über die neue Hängebrücke, schließlich von Zimthang Hotel zurück nach Purney (120’ Gehzeit länger).
11.Tag: Purney - Bipul Hotel mit Pausen 6 Std.
Der Trek führt zurück über den Lungnak und dann den Tsarap stetig abwärts, aber der Pfad leitet über den Schluchten des Flusses öfter auf und ab. Nach den Tagen in der Zivilisation sieht man heute wieder fast nur Gebirge. Camp auf 3760m direkt am Ufer des Tsarap. (Wahrscheinlich heißt das Dhaba hier in Wirklichkeit People's Hotel).
12.Tag: Bipul Hotel - Raru mit Pausen 4-5 Std.
Es geht weiter am Tsarap abwärts, vorbei am stattlichen Dorf Itchar am östlichen Tsarap-Ufer, vor Raru 160mH aufwärts (die wie 400mH wirken), schließlich über einen Hügel zu einem wunderschönen See oberhalb der Ortschaft Raru, dort Camp auf 3815m Höhe.
(In Raru gibt es seit Mitte der 90er Jahre eine aus Deutschland gesponserte Schule, Jamyang Ling. Kontakt: Bernd Balaschus, Shambhala e.V., Mail: shambhala@t-online.de.)
Falls man das Lager nach Zimthang verlegt hat, ist auch die Strecke nach Raru in einem langen Trekkingtag machbar,
13.Tag: Raru - Padum mit Pausen 6-8 Std.
Eine Stunde ist es bis zum Gelbmützenkloster Mune. Auf dem halben Wege nach Padum überragt das Kloster Bardan auf einem Felssockel das Tal. Es ist eines der ältesten Klöster in Zanskar und gehört dem Lho Dhukpa-Orden an, der seinen Stammsitz in Bhutan hat. Man achte auf den mumifizierten Hund in einer Ecke des Klosterhofs, sichtbares Zeichen des Animismus im lamaistischen Glauben. Weiter auf der Piste der neuen Straße zum Hauptort des Unterdistrikts, Padum. Hier gibt es wieder einen Bazar und "Restaurants"; die neue Moschee zeigt an, dass ein Teil der zanskarischen (und ladakhischen) Bevölkerung moslemischen Glaubens ist. Übernachtung im Zelt auf einer grünen Wiese oder in einem der Guest Houses des Ortes (3580m).
14.Tag: Padum - Karsha mit Pausen 4 Std.
Der Trek aus Padum heraus überquert hinter dem Dorf Pipiting (mit der Gompa auf einem markanten Hügel) eine staubige Ebene und schließlich den Doda-(Stod-)Fluss über eine Hängebrücke. Man läuft ständig auf das Kloster Karsha zu, das in eine Felswand eingefügt das Dorf überragt. Die 500 Jahre alte Gelugpa-Gompa von Karsha ist das größte und aktivste Kloster von Zanskar. In der Nähe befindet sich das bedeutendste Nonnenkloster Zanskars. Übernachtung im Zelt, es gibt aber auch "Hotels" am Fuße der Gompa.
15.Tag: Karsha - Pishu mit Pausen 5-6 Std.
Leichter, flacher Trek, aber über eine Strecke von 25 km durch das weite Tal des Flusses, der nach dem Zusammenfluss von Tsarap und Stod River Zanskar heißt. Kurz vor dem Camp auf einer grünen Wiese unterhalb des Dorfes Pishu (3500m) gegenüber die längste Hängebrücke Zanskars. Von dort ist Gelegenheit zu einem Ausflug zum ehemaligen Königssitz Zangla auf dem gegenüberliegenden Ufer.
16.Tag: Pishu - Hanumil mit Pausen 5-6 Std.
Der Weg folgt weiter dem linken Ufer des Zanskar River, meist auf einem Moränenplateau über dem Fluss. Nach zwei Stunden, hinter einer Brücke über einen Nebenfluss, das Dorf Pidmo. Camp auf einer grünen Wiese beim letzten Dorf des Zanskar Valley, Hanumil (zeitweise auch "Hotel").
17.Tag: Hanumil - Snertse mit Pausen 7 Std.
Hinter Hanumil werden die Etappen wieder steiler, weil sich der Zanskar-Fluss in Schluchten verliert, die nur über das Eis in der strengsten Winterzeit begehbar sind. Zuerst geht es noch eine Stunde flach dahin, dann beginnt der steile Aufstieg zum Parfi La (3950m). Achtung: Kein Wasser im gesamten Anstieg, erst wieder auf halbem Wege abwärts Richtung Oma Chhu. Nach Passieren der Brücke über den Fluss geht es noch einmal steil hoch zur Alm von Snertse, wo das Zeltlager errichtet wird (3900m).
18.Tag: Snertse - Hanuma La - Lingshed mit Pausen 8-9 Std.
Ein anstrengender Trekkingtag, denn erst sind die 1000 Höhenmeter zum 4877m hohen Hanuma La zu überwinden. Der Blick von der Passhöhe auf den Kessel von Lingshed und die Bergwelt nördlich und östlich davon ist atemberaubend. Geologisch interessant sind die Felsschichtungen der Berge gegenüber. Nach dem steilen Abstieg vom Pass noch in einem großen Bogen am Hang entlang zu den Gerstenfelder und Häusern von Lingshed.
Camp nahe der interessanten Gompa, kleinere Gruppen können auch im Kloster übernachten.
19.Tag: Lingshed - Kiupa La - Fuß des Sengge La mit Pausen 7 Std.
Schon eine Stunde hinter dem Dorf muss ein kleinerer Pass, der Murgum La (ca.4100m) überschritten werden. Der Pfad verläuft in Sichtweite der Dörfer Gongma und Skiumpatta, bevor der 500mH-Zickzackanstieg zum Kiupa La (4400m) beginnt. Dahinter geht es eher der Höhenlinie folgend weiter, über Yakweiden, mit Fernblicken hinunter ins Zanskar-Tal, zum Fuß des Sengge La. Camp auf 4400m Höhe.
20.Tag: Fuß des Sengge La - Sengge La - Bumiktse La - Photaksar mit Pausen 7-8 Std.
Gleich vom Camp ab geht es steil hoch zum Sengge La (5060m), dem "Löwenpass. Auf der Passhöhe mit seinen Lhatses und flatternden Gebetsfahnen öffnet sich der Blick auf eine weite Hochebene, während im Rücken eine unendliche Fülle von Bergketten im Morgenlicht steht. Vom Pass sanft abwärts, jetzt muss die Hochebene Marling überquert werden. Es folgt der zweite Pass des Tages, der 4300m hohe Bumiktse La, mit seinem großartigen Rückblick auf den Sengge La und den ihn beherrschenden Berg, den ca. 6000m hohen Sengge Lé Stombá ("Der Gott Stomba reitet auf einem Löwen"), einem markanten, über einem Gletscher thronenden Felshorn, das gleichzeitig aus den Regionen von Leh, Padum und Lamayuru zu sehen sein soll. Unten liegt nun das schöne, von hohen Bergwänden umringte ladakhische Dorf Photaksar. Camp hinter dem Dorf, auf einer Wiese am Fluss.
21.Tag: Photaksar - Sirsir La - Hanupatta mit Pausen 6-7 Std.
Der Trek beginnt noch recht flach, bis zu einem großen Chorten. Dahinter lang und steil aufwärts zum Sirsir La (4805m). Wer früh genug gestartet ist und sich stark fühlt, kann vom Pass aus einen ca. 5250m hohen Aussichtsgipfel westlich besteigen (Wegspuren). Der Trekkingpfad führt vom Pass sanft abwärts zu einem Fluss (Überquerung auf Brücke). Weiter abwärts in einem steinigen Tal. Camp auf einer Wiese mit Wasser kurz vor dem Dorf oder in Hanupatta (4000m).
22.Tag: Hanupatta - Phenjila - Wanla mit Pausen 5 Std.
Hinter Hanupatta taucht die Strecke in das grandiose Schluchtensystem von Demdem Chhen ein, ein weiterer Höhepunkt des Treks. Der Pfad ist meist in die himmelhohen Felswände eingekerbt. Wie gut er heute präpariert ist, zeigen Berichte von den ersten Treks in den 70er Jahren (Schettler), wo an Engstellen mehrmals die Pferde entladen werden mussten, um vorbeizukommen. Heute begegnet schon der Straßenbau. Groß ist der Kontrast zur Landschaft beim Ort Phenjila mit seinen Pappeln, Aprikosen- und Walnussbäumen. Durch ein offenes Tal mit breitem Weg geht es schließlich weiter zum Dorf Wanla, das überragt wird von einem alten Kloster und einer verfallenen Burg. Camp auf einer Wiese am Fluss, es gibt wieder Hotels (3700m).
23.Tag: Wanla - Prinkiti La - Lamayuru mit Pausen 4 Std.,ggf.Fahrt nach Alchi oder Leh
Pfad aufwärts am rechten Ufer des Shillakong-Flusses bis zu einer Brücke, die zum Dorf Shilla führt. Dort abzweigen in ein trockenes, steiles, wüstenartiges Seitental (Wasser mitnehmen!) zum 3950m hohen Prinkiti La ("Eidechsenpass"), dem letzten Pass des Treks. Der Abstieg am Fluss unterhalb führt schließlich zum Dorf und Klosterkomplex von Lamayuru und zur Srinagar Leh Road, wo der Trek endet.


Mitwirkende: Manali90
Erstellt von Manali90, 09.01.2009 um 00:19
Zuletzt bearbeitet von Manali90, 09.01.2009 um 00:59
4 Kommentare , 12386 x gelesen
 

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