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West Highland Way Juli 2010
West Highland Way Juli 2010
Geschrieben von niko
05.12.2010
Standard West Highland Way Juli 2010

18.07.2010
Anreise nach Milngavie

Nach unseren Anstrengungen am Samstag beim Highlander in Illmensee geht es heute für 12 Tage ab nach Schottland in die Highlands. Wir packen morgens noch das ganze Proviant zusammen da wir am Wochenende nicht dazu gekommen sind.
Um 14:15 Uhr geht der Flieger von Memmingen nach Edinburgh. Just in Time erreichen wir diesen gerade noch so.
In Edinburgh angekommen wollen wir, bevor Kathrin und Jürgen ankommen, noch die letzten Besorgungen machen. Gaskartuschen und Mückenbekämpfungsmittel aller Art stehen auf der Einkaufsliste. Auch Brot und eine Kleinigkeit für Kathrin die heute Geburtstag hat muss noch organisiert werden. Es ist Sonntag, also normalerweise nicht die beste Zeit um einzukaufen, doch in Edinburgh haben die meisten Läden auch heute bis 17:00 oder gar 18:00 Uhr geöffnet. Über das Internet habe ich zuvor den Outdoor Shop Tiso ausgemacht. Kurz bevor der die Türen schließt bekommen wir noch was wir suchen. Das Smidge ist leider ausverkauft, dafür hat uns der nette Verkäufer ein Avon angedreht, naja, mal sehen obs was bringt.
Nachdem wir auch den Rest besorgt haben geht es zu Fuß von der Princess Street zum Haymarket rüber. Hier wollen wir uns mit Kathrin und Jürgen treffen um dann gemeinsam mit dem Zug nach Milngavie zu fahren. Dank meiner „tollen“ Tchibo Funkuhr vergesse ich ab und an die Zeitverschiebung und sorge das ein oder andere Mal für Hektik. Die Uhr funkt nach Deutschland und ich bekomme diese ohne Anleitung nicht umgestellt. Blöder Vortschritt.
Am Haymarket kommen wir mit einem Penner ins Gespräch. Anfängliche Ignorierungsversuche alla „wir nix sprechen english, wir nix verstehen“ helfen uns auch nix. Er labert uns fast eine ¾ Stunde die Ohren blutig. Gegen 19:00 Uhr treffen Kathrin und Jürgen ein. Wir lassen unsere Tickets am Automaten raus und nehmen den Zug nach Glasgow. Dort angekommen müssen wir an der Queens Street aussteigen und zu Fuß bis zur Central Station laufen. Dank Handy Navigation finden wir diese sogar . Uns fällt auf dass die großen Straßen in Glasgow gar nicht hässlich sind. Schaut alles recht schön aus. Aber in die kleinen dunklen Seitengassen sollte man sich wohl eher nicht verirren.
Von der Central Station fährt unser Zug bis Milngavie. Im Zug packen wir noch unsere Sachen um, das bietet sich hier an, der Zug ist fast leer.
In Milngavie angekommen geht es auch gleich los. Wir wollen noch ein Stück raus aus der Ortschaft und irgendwo dann die Zelte aufbauen. In der Nähe des Golfplatzes finden wir eine geeignete Stelle. Kathrin bekommt noch ihren Schocko Geburtstagskuchen und Jürgen kocht die mitgebrachten Thüringer Bratwürste. Hmmm lecker. So, Tag 1 also fast ohne Regen, was will man mehr?


Wildes Packen am Tag des Abflugs.


Start des WHW in Milngavie.


Abendstimmung.


19.07.2010
Milngavie – Drymen und noch weiter

Nach dem Zeltabbau am Montag früh gibt’s noch eine heiße Schokolade bzw. Kaffee. Dann geht’s auch schon los. Vor uns liegen ca. 15 Meilen Strecke. Als Tagesziel steht der „Conic Hill“ auf dem Plan. Schon nach den ersten Meilen beginnt es aber zu regnen. Der Regen lässt absolut nicht nach. Wir sind total durchnässt und beschließen deshalb die Glengoyne Distillerie zu besuchen.
Gesagt getan, wir buchen eine Führung inkl. Whisky und sind einfach froh dass wir im Trockenen sind. Die Führung ist echt interessant. Jetzt wissen wir auch warum mancher Whisky so stark nach Rauch schmeckt. Nach der Führung gibt’s zuerst einen 10 Jahre alten Single Malt zum probieren. Brennt wie Hölle, dafür macht er warm. Kein Wunder, dass die Schotten alle saufen, bei dem Mistwetter. Anschließend gibt’s noch nen 21 jährigen Whisky , der läuft schon bedeutend angenehmer die Kehle runter.
Der Distillerie Führer lässt uns sogar Mittagspause im Whisky Keller machen. Es tut jede Minute im Trockenen gut.
Nach der Pause machen wir uns wieder auf den Weg. Wir haben nicht einmal die Hälfte der geplanten Wegstrecke für heute geschafft. Die Strecke an sich bietet heute nicht viel Schönes. Mag auch am Wetter liegen. Überhaupt ist bei diesem Kackwetter der Blick meistens nach unten gerichtet um ein wenig vor Wind und Regen geschützt zu sein.
Als wir das Örtchen Drymen verlassen schein der Regen nach zu lassen. Endlich mal aus den total nassen Regenklamotten raus. Das tut gut. Das letzte Stück zieht sich extrem durch ein großes Waldstück. In den Füßen sind die ersten Meilen des WHW schon jetzt gut zu spüren. Auch das Gewicht auf dem Rücken macht sich bemerkbar.
Kurz bevor sich der Wald lichtet entdecken wir einen geeigneten Zeltplatz mit grandioser Sicht auf den Loch Lomond. Die Mühen und Strapazen haben sich also gelohnt. Nachdem die Zelte stehen und die nassen Sachen zum Trocknen ausgehängt sind gibt’s noch was zu essen. Tomatencreme Suppe als Vorspeise danach Nudeln und zum Schluss noch nen leckeren Vanille Pudding.


Die Glengoyne Distillerie.


Im Whisky Shop der Glengoyne Distillerie.


Walking in the rain


Unser Zeltplatz oberhalb des Loch Lomonds.


Blick vom Zeltplatz aus über den Loch Lomond.


Wäscheleine mit Ausblick.


20.07.2010
Conic Hill – Balmaha – bis 4 km vor Rowardennan

Um 7:00 Uhr sind wir fit. Mehr oder weniger. Als Kathrin anfängt von Zecken zu berichten entdecke ich auch eine am Bein. Ok, OP-Schwester Kathrin kommt mit dem passenden Werkzeug und entfernt das Mistvieh.
Es hat geregnet in der Nacht. Im Moment ist es aber zum Glück trocken. Nach der Zelttrocknungsaktion gibt’s erst einmal Müsli mit lecker Milchpulver.
Vor uns liegt jetzt zunächst einmal der Aufstieg zum Conic Hill. Es scheint die Sonne. Kaum zu glauben aber wahr. Teilweise führt der Weg durch Meter hohen Farn. Kaum auf dem Conic Hill angekommen holt uns auch der schottische Regen wieder ein. Wir lassen die „Gipfelbesteigung“ (etwa 30 Höhenmeter) aus uns steigen auf der anderen Seite wieder ab. Der Abstieg fällt also buchstäblich ins Wasser. Klatsch nass kommen wir am Loch Lomond Park Center an und füllen erst mal unsere Wasservorräte wieder auf. Als wir das Center verlassen scheint wieder die Sonne. In einem kleinen Shop an der Hauptstraße in Balmaha bekommen wir noch vier Kartuschen Gas. Die letzten 4 die der Shop da hatte. In dem Örtchen machen wir dann auch erst mal Mittagspause.
Weiter geht es am Loch Lomond entlang. Auf und ab und auf und ab. Ganz genau wie Michael es schon prophezeit hatte… Die Sonne scheint in der Zwischenzeit recht beständig und es wird auch gut warm. Wir streifen die erste Herde Highland Rinder. Der Weg am See entlang ist langwierig aber schön.
Ein paar Kilometer vor Rowardennan machen wir Halt. Für heute sind wir genug gelaufen. Ein schöner Zeltplatz direkt am See mit einer kleinen Bucht. Besser geht’s kaum. Erst wird mal ausgiebig gebadet und ne Runde im See geschwommen. Danach steht Wäsche waschen auf dem Plan. Hier teste ich meine Exped Synmat zum ersten Mal im Wasser. Sagenhaft. Das Ding ist dicht und trocknet auch recht schnell. Also eigentlich der ideale Begleiter für solch eine Tour. Da die Sonne den ganzen Mittag noch scheint bekommen wir unsere ganzen nassen Sachen wieder trocken. Auch Carmens Schlafsack ist wieder wie neu. Abends gibt’s noch lecker Pilzcremesuppe und Maggi Tütenfraß.


Määäh!


Am Conic Hill, im ersten "Farn-Dschungel".


Weite.


Noch schnell nen Schokoriegel verdrückt.


Hallo Regen. Blick vom Conic Hill auf den Loch Lomond.


Dusche gefällig?



Lecker Steak.


Saftiges Grün überall.


Endlich ausspannen.


Meine Exped Synmat im Einsatz.


21.07.2010
Rowardennan – Doune Bothy

Die Nacht war recht ruhig. Wir stehen um 7:00 Uhr auf. Gerade als das Zelt verstaut ist setzt dann der Regen wieder ein. Beim Zusammenpacken fällt mir auf, dass meine Regenjacke fehlt. Ich finde Sie auf einem Strauch im Regen hängend. Tja, da hatte ich sie gestern mal zum Trocknen aufgehängt. Ok, also hätte sich das Thema Regenschutz für heute auch erledigt.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Das Tagesziel lautet Doune Bothy, eine Schutzhütte oberhalb des Loch Lomonds. Wir kommen an einem kleinen Zeltplatz vorbei. Die liegen noch alle in ihren Penntüten und werden voll eingepisst. Es schaut nämlich nicht so aus als ob sich das Wetter bald bessern würde. Am See entlang geht es wieder steil bergauf. Kurz darauf wieder runter… Immer wieder…
Wir kommen durch Rowardennan. Es gibt hier nicht wirklich was zu sehen. Ein Campingplatz und eine kleine Tourist-Info, mehr nicht. Es regnet noch immer. Wegen des schlechten Wetters entscheiden wir uns für den sichereren Weg oberhalb des Sees am Berg entlang. Laut Berichten ist der untere Weg bei schlechtem Wetter und mit viel Gepäck recht gefährlich. Der Weg zieht sich ziemlich. Wirklich viel zu sehen gab es heute noch nicht.
Wir machen Mittag in der Schutzhütte Rowchoish Bothy. Da gibt es mal wieder ne Portion Nudeln. Gut die Hälfte der Strecke für heute liegt hinter uns.
Der weitere Weg führt hauptsächlich nahe am See entlang. Am Inversnaid Hotel gibt es schöne Wasserfälle zu bestaunen. Hier machen wir nochmals eine kurze Pause.
Der Regen hat in der Zwischenzeit nachgelassen. Wir erreichen die Doune Bothy um ca. 17:00 Uhr. Nach einem kurzen Blick in die Hütte beschließen wir weiter zu gehen. Die Hütte ist erstens recht voll und zweitens stinkts da drin und das nicht wenig. Ein paar Gehminuten von der Hütte entfernt finden wir einen geeigneten Zeltplatz direkt am Loch Lomond. Nachdem die Zelte stehen gibt’s noch ein Bad im kalten See. Kurze Zeit später meldet sich der Regen wieder zu Wort. Bedeutet für uns: Dinner im Zelt. Irgendwie bringe ich es dabei noch fertig mir ein Loch ins Fliegengitter des Innenzelts zu brennen. Ganz toll…


Wasser, Wasser und nochmals Wasser.


Mittagessen in der Schutzhütte Rowchoish Bothy.


Etwas erschöpft an der Doune Bothy.


22.07.2010
Doune Bothy – Kirkton Farm

Wir können es kaum glauben, aber morgens um 7:00 Uhr weckt uns quasi die Sonne. Beeindruckend wie das Ufer gegenüber leuchtet in der Morgensonne.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf Richtung Inverarnan. Der Weg verläuft unterhalb des Cruach (514m) und ist meist sonnig. Ab hier hat man irgendwie das Gefühl in den Highlands angekommmen zu sein. In Inverarnan legen wir eine Pause ein. Der Vorrat an Blasenpflaster wird aufgestockt. Dann geht es weiter durchs Glen Falloch. Stets bergauf, vorbei an den Falloch Wasserfällen. Unterwegs werden wir wieder von den Schotten überholt die uns tags zuvor schon mal auf einem Zeltplatz aufgefallen sind. Die laufen die Strecke von B&B zu B&B. Ihr Gepäck tragen sie dabei nicht in Rucksäcken sondern in Sporttaschen. Verrücktes Volk.
Oberhalb von Derrydaroch machen wir Mittagspause. Kathrin steigt wegen ihrer Blase an der Ferse auf Sandalen um. Auf dem weiteren Weg begegnen uns noch ein paar Mountain Biker. Der Gedanke, mein Fahrrad hier hoch zu schleppen/treten sagt mir nicht sonderlich zu. Das Runterfahren schon eher.
Oberhalb von Crianlarich führt der Weg durch ein langes Waldstück. Wir müssen den kompletten Wald noch durchqueren um einen geeigneten Zeltplatz zu finden. Es geht im Wechsel auf und ab. Eine wahre Freude für die Knie.
Nahe der Kirkton Farm finden wir einen guten Zeltplatz direkt am Fluß Fillan. Erst mal ausgiebig baden. Das tut gut. Auf einem Weidezaun hängen wir alle nassen Klamotten zum Trocknen auf. Es sieht aus als hätte sich hier eine ganze Kompanie niedergelassen.
Wir lassen den Abend mit angebranntem Kaiserschmarrn und Lagerfeuer ausklingen. Morgen wollen wir bis Loch Tulla kommen.


Blick zurück über den Loch Lomond.


Libelle.


Es gibt auch schönes Wetter in den Highlands. Hier der Beweis.


Wäsche trocknen.


Abendstimmung.


Abendrot.


23.07.2010
Kirkton Farm – Inveroran Hotel

Aufstehen wie gewohnt um 7:00 Uhr. Die Sonne scheint und das Zelt ist recht trocken. Auch das gibt es mal. Um kurz vor 9:00 Uhr machen wir uns auf nach Tyndrum. Dort gibt es nen Supermarkt und wir können endlich unsere Vorräte auffüllen. Der Weg bis Tyndrum ist total einfach zu laufen. Der Supermarkt ist zwar sehr klein, es gibt aber trotzdem alles mögliche hier für Geld. Fast alles ist da, bis auf mein Ice-Tee Pulver. Shit. Aber egal. Vor dem Supermarkt legen wir dann gleich mal ne Vesperpause ein.
Anschließend geht es nördlich von Tyndrum den Berg hoch. Wir folgen dem Weg ein ganzes Stück entlang der Straße und der West Highland Railway. Bei strahlendem Sonnenschein laufen wir hier bis Bridge of Orchy. Der Ort macht einen recht verlassenen Eindruck. Bis auf ein Hotel, den Bahnhof und die Firestation gibt es hier nicht viel. Einige Häuser stehen leer.
Hinter dem Ort schraubt sich unser Weg noch einmal kräftig in die Höhe. Es geht ein ganzes Stück durch den Wald. Von einem Aussichtspunkt (Mam Carraigh) über den Loch Tulla ist der Ben Nevis zu sehen. Wir halten von hier oben Ausschau nach brauchbaren Zeltplätzen. Es gibt genügend hier. Vom Mam Carraigh geht es jetzt hinunter zum Inveroran Hotel. Ca. 500m hinter dem Hotel schlagen wir unsere Zelte auf.
Das Wasser im Fluß ist recht warm. Also wird erst mal wieder ausgiebig gebadet. Leider bleiben wir nicht lange alleine auf dem Platz. Bis zum Abend stehen noch einige weitere Zelte um uns herum.
Wir gehen noch auf ein paar Guinness in die Inveroran Bar. Dort treffen wir auch noch ein paar Deutsche.
Alles in allem ein absolut schöner Tag.


"Please close Gate."


Unterhalb des Beinn Odhar. Vorne rechts der Beinn Dorain.


Bei dem Anblick könnte man neidisch werden.


Ja.


Lecker Guinness.


24.07.2010
Inveroran Hotel – Kings House Hotel

Da wir morgens fast von den Midges gefressen werden gehen wir ohne Frühstück los. So heftig wie hier waren die Drecksviecher noch nirgends. Unser Etappenziel ist das Kings House Hotel. Carmen geht es heute nicht so gut. Es ist ihr den ganzen Tag über übel. Auch Kathrins Blase am Fuß macht Zicken. Ca. 6 km nach Start machen wir Pause. Ohne die Midges. Dann kommen auch die beiden Deutschen von gestern Abend vorbei.
Es ist heute trocken aber recht diesig, so dass wir keine gute Fernsicht haben. Irgendwie schaffen wir es über den Pass, welcher immerhin 450m hoch liegt. Auf der anderen Seite Richtung Kings House Hotel begegnen uns immer mehr Mountain Biker.
Auf einmal tauchen aus dem Nichts zwei Hirsche auf. Sie wirken recht zutraulich und lassen sich anstandslos ablichten.
Am Hotel angekommen spähen Jürgen und ich erst mal einen Zeltplatz aus. Vom Zeltplatz aus sieht man den Eingang ins Glen Coe. Eigentlich hätten wir uns das Tal gerne angeschaut. Aus zeitlichen Gründen biegen wir hier aber nicht ab.
Abends beginnt es zu regnen. Irgend so ein Vogelvieh fliegt draußen umher und pfeift und nervt. Hoffentlich wird das Wetter morgen wieder besser.


Midgyalarm!


Midgyalarm!³


Fotoshooting mit nem Hirsch.


Hirschportrait.


Zeltplatz mit Blick Richtung Glen Coe.


25.07.2010
Kings House Hotel – Tigh-na-steubhaich

Bei leichtem Nieselregen bauen wir unsere Zelte ab. Es ist alles grau und es schaut nicht so aus als würde sich das Wetter heute groß ändern. Wir laufen ca. 1 Stunde nord-westlich bis zum Eingang ins Glen Coe. Da wir wie gesagt zeitlich knapp dran sind müssen wir diesen Teil leider auslassen. Steil bergauf geht es über die Devil’s Staircase hinauf zum Pass. Beim Blick zurück liegt die Spitze des Stob Dearg (1022m) immer wieder für kurze Zeit frei und die Sonne erzeugt richtig schöne Bilder durch die Wolken bevor diese den Berg wieder einhüllen.
Die höchste Stelle unserer heutigen Tour liegt auf 555m. Von jetzt an geht es bis Kinlochleven meist bergab. Auf diesem Abschnitt ist es mit Abstand am ruhigsten. Im Osten ist das riesige Blackwater Reservoir zu sehen. Der Weg nach Kinlochleven zieht sich gegen Ende ziemlich in die Länge. Das letzte Stück verläuft auf der Versorgungsstraße des Wasserkraftwerks und ist zum Laufen recht anstrengend.
In Kinlochleven angekommen machen wir erst mal Pause. Es gibt hier nen Fish & Chips Shop. Doch der hat heute zu. Na ganz toll. Die Stadt an sich ist nicht wirklich sehenswert. Man fragt sich echt was die Leute hier so machen. Außer Hunde halten. So gut wie jeder Fußgänger hier hat mind. einen Hund an der Leine.
Dann geht’s weiter auf dem WHW. Aus Kinlochleven führt ein anfangs steiler Weg Richtung Fort William. Von hier aus hat man eine schöne Aussicht auf den Loch Leven. Links und rechts immer wieder Pfade die zu den Gipfeln der Munros führen.
Wir finden einen schönen Zeltplatz in unmittelbarer Nähe der Tigh-na-steubhaich Ruinen. Für die auch heute wieder notwendige Hygiene fließt in unmittelbarer Nähe ein Bach vorbei. Tief genug um darin zu baden. Aber verdammt kalt ist das Wasser heute.
Nach einer kleinen Siesta im Zelt gibt’s dann noch Abendessen. Als wir schon in den Penntüten liegen und es draußen dunkel ist fegt tatsächlich noch so ein Verrückter auf seiner Crossmaschine vorbei. Ich bemerke es nicht gleich, aber bei der "Schnell aus dem Zelt kuck"-Aktion habe ich mir mit dem CandleLight ein großes Loch in den Schlafsack gebrannt.
Für morgen steht eine recht kurze Tour, das letzte Stück bis Fort William auf dem Plan.


...


Devil's Staircase.


Auf dem Pass.


Die Tigh-na-steubhaich Ruinen.


Unser Zeltplatz in der Nähe der Tigh-na-steubhaich Ruinen.


26.07.2010
Tigh-na-steubhaich – Fort William (Ben Nevis Inn)

Morgens beim Zeltabbau herrscht wieder übelster Midgyalarm. Die kleinen Viecher können einen in dieser Anzahl echt in den Wahnsinn treiben. Ok, Hose an, Stiefel an, Fleece drauf und das Buff übers Gesicht. So kann man die Plage einigermaßen aushalten. Das Frühstück lassen wir also umstandshalber mal wieder ausfallen bzw. verschieben es auf später.
Es ist recht feucht heute Morgen. Weit sehen kann man auch nicht. Aber das was es zu sehen gibt ist ganz schön. Es würden sich hier oben auch einige Bergtouren machen lassen. Gipfel gibt es auf jeden Fall genug. Kurz vor Lochan Lùnn fallen die großflächig abgeholzten Waldgebiete auf. Die Schotten haben ja nicht so viel Holz hier, aber das was noch steht wird einfach komplett abgemäht. Seltsam.
Der restliche Weg bis Fort William zieht sich ganz schön. In Fort William angekommen schauen wir uns nach einer Unterkunft um. Das gestaltet sich aber etwas schwierig um diese Jahreszeit. Es ist so gut wie alles ausgebucht. Schließlich bekommen wir im Ben Nevis Inn noch ein paar freie Betten. Unser „Zimmer“ kann durchaus als Notunterkunft bezeichnet werden. Echt hart hier. Nicht mal ein Fenster. Aber wir haben ein Dach über dem Kopf. Nachdem wir unsere Sachen verstaut haben gibt’s im Restaurant oben erst mal nen saftigen Ben Nevis Beef Burger. Uhh, tut das gut. Das gabs die letzten Tage nicht.
Für morgen planen wir die Ben Nevis Besteigung ein. Die Wettervorhersage berichtet aber nicht Gutes. 20% Chance auf eine Aussicht vom Berg runter. Uns egal, wir sind nur einmal hier.


Richtung Fort William.


Lecker Burger im Ben Nevis Inn.


27.07.2010
Ben Nevis Besteigung

Dank Jürgens falsch gestelltem Wecker sind wir sehr früh auf den Beinen. Nach dem Frühstück geht es los. Der Pfad auf den Ben Nevis startet nur wenige Meter vom Nevis Inn entfernt.
Als wir losgehen nieselt es ganz leicht. Das hört aber auch wieder auf. Es ist teilweise sehr glitschig auf dem Weg nach oben. Hier begegnen wir auch dem ersten richtigen Schotten mit Schottenrock. Im Gegensatz zu uns kommt er aber schon wieder runter vom Berg. Freak!
Wir sind recht schnell unterwegs und können einige Leute überholen. Es ist sehr viel los hier. Wenn man sieht mit welcher Ausrüstung (hauptsächlich das Schuhwerk) manche Leute hier unterwegs sind, kann einem grad schwindlig werden.
Von halber Höhe aus haben wir ein paar Minuten einen richtig schönen Ausblick über den gestern zurückgelegten Weg. Leider hält dieser nicht lange und der Nebel bzw. die Wolken machen wieder komplett dicht.
Man merkt richtig wie es kälter wird mit jedem Meter. Die letzten 100 Höhenmeter kommen mir im T-Shirt wie Eisregen vor. Es sind knapp über 0°C.
Oben angekommen sitzen wir total in der Suppe. Man sieht leider keine 20m weit. Wir wechseln kurz die Kleidung, essen eine Kleinigkeit, schießen ein paar Fotos und machen uns dann wieder auf den Rückweg.
Unten angekommen herrscht strahlender Sonnenschein und es ist richtig schön warm.
Im Ben Nevis Inn wird erst mal noch was gegessen bevor wir uns dann auf Unterkunftssuche für die letzte Nacht in den Highlands machen. Im Youth Hostel finden wir noch ein paar freie Betten. Abends machen wir nen Spaziergang nach Fort William rein. Hier beenden wir dann auch unsere Tour.
Ab jetzt stehen noch zwei Tage Edinburgh auf dem Plan bevor es schon wieder nach Hause geht.


Blick vom Ben Nevis auf ca halber Höhe.


Blick vom Ben Nevis auf ca halber Höhe.


Die letzten 100 Höhenmeter bei knapp über 0°C.


Beweisfoto.


Ende.

Weitere Bilder gibts wie immer auf flickr.

Soweit mal,
Grüße Niko
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References
Reisezeitraum:
18.07.2010 bis 30.07.2010

Reiseführer:
Aus dem Stein Verlag: ISBN 978-3866863156

Kartenmaterial:
Landranger Maps 41 und 50

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Alt 06.12.2010, 09:40   #1
dibo
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Standard AW: West Highland Way 2010

Hallo Niko,
sehr guter Bericht mit tollen Bildern. Wenn das Wetter trockener gewesen wäre, hättet Ihr noch größere Probleme mit den Midges gehabt. Da der WHW in Schottland ist und nicht in Irland habt Ihr sicherlich Whisky getrunken und keinen Whiskey.
Gruß Dietmar
dibo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2010, 09:51   #2
niko
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Standard AW: West Highland Way 2010

Zitat:
Zitat von dibo Beitrag anzeigen
Da der WHW in Schottland ist und nicht in Irland habt Ihr sicherlich Whisky getrunken und keinen Whiskey.
Gruß Dietmar
Hi Dietmar,

danke, da hast du natürlich recht. Mir war der Unterschied (Scottish und Irish English) garnicht bewusst. Habs mal eben editiert.


Grüße
Niko
niko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2010, 12:42   #3
Slarti
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Standard AW: West Highland Way 2010

Mit dem jungen Rothirsch ist dir ja ein tolles Bild gelungen, ohne die übliche Telewirkung bei Tierfotografien. Entweder, der war sehr neugierig oder halbzahm.
Slarti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2010, 12:52   #4
niko
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Standard AW: West Highland Way 2010

Der Hirsch (eigentlich waren es zwei) war nicht handzahm, aber relativ unerschrocken.
Man konnte ihm sich bis auf ein paar Meter nähern. Wenn man ihm zu nahe getreten ist sprang er weg.
Aber der hat da in aller Ruhe rumgeäst, um im Fachjargon zu bleiben , das war echt cool.
Wir haben die Hirsche später in unmittelbarer Nähe des Kings House Hotel wieder gesehen. Also die sind Menschen durchaus gewohnt.
niko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2010, 20:40   #5
Stefan
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Standard AW: West Highland Way 2010

Hi Niko,

guter Bericht mit sehr schönen Bildern. Ich war mit meinem Bruder im Mai 2010 auf dem WHW. Hattet es bei euch viel geregnet? Wir hatten auf der gesamten Tour 15 Minuten Nieselregen, unterhalb des Beinn Dorain.
Die beiden Hirsche gehören anscheinend zum Inventar. Wahnsinn wie zutraulich die waren. kein Wunder - bekommen ja auch von allen WHW-Walkern zu fressen
Die Doune Bothy gehörte auf unserer Tour zu der genialsten Unterkunft, haben sie mit zwei Schottinnen, einem schottischen Extremwanderer (30 Meilen pro Tag!) und zwei Holländern geteilt. Abends schönes Feuer, morgens gemeinsames Frühstück. Vermutlich wid sie immer nur im Frühjahr einmal gereinigt?
Auf dem Benis Nevis waren wir leider nicht, das Wetter war zu bescheiden. dafür auf dem Beinn Dorain, der auch einen Aufstieg lohnt, besonders bei schönem Wetter.
VG, stefan
Stefan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2011, 18:43   #6
North
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Standard AW: West Highland Way 2010

Sehr schöner Bericht.
Wie sieht es denn in Schottland aus mit Gaskartuschen bekommt man die überall?
Wir wollen den WHW dieses Jahr auch laufen .
North ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2011, 08:08   #7
niko
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Standard AW: West Highland Way 2010

Zitat:
Zitat von North Beitrag anzeigen
Sehr schöner Bericht.
Danke!
Zitat:
Zitat von North Beitrag anzeigen
Wie sieht es denn in Schottland aus mit Gaskartuschen bekommt man die überall?
Also wir haben bei unserer Ankunft in Edinburgh welche gekauft und dann noch mal in Balmaha. Ich denke, dass das eher kein Problem ist. Es gibt hier und dort kleine Shops, die haben das zumeist da. Vorsichtshalber würde ich einfach immer eine kleine GAS-Kartusche als Ersatz mitnehmen.
Zitat:
Zitat von North Beitrag anzeigen
Wir wollen den WHW dieses Jahr auch laufen .
Na dann wünsche ich euch viel Spaß
niko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2011, 17:03   #8
North
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Standard AW: West Highland Way 2010

Danke da binn ich schon mal beruhigt ^^.
Kann man in Schottland eigentlich überall Zelten, weil ich mal gelesen habe das die das nicht so gerne sehen?
Wie schlimm waren eigentlich die Zecken und Mücken?
North ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2011, 17:22   #9
niko
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Standard AW: West Highland Way 2010

Zitat:
Zitat von North Beitrag anzeigen
Danke da binn ich schon mal beruhigt ^^.
Kann man in Schottland eigentlich überall Zelten, weil ich mal gelesen habe das die das nicht so gerne sehen?
Zelten entlang des WHW war kein Problem. Man findet überall ein Plätzchen wo sich kein Schotte belästigt fühlt. Nehmt einfach etwas Rücksicht auf die Leute und zeltet nicht irgendwo direkt im Garten
Zitat:
Zitat von North Beitrag anzeigen
Wie schlimm waren eigentlich die Zecken und Mücken?
Wie oben im Bericht steht waren die Zecken bei uns fast unangenehmer wie die Mücken. Ich hatte innerhalb von zwei Tagen drei Zecken die sich festgebissen hatten. Die Mücken waren bei uns zwar auch spürbar, aber es hielt sich in Grenzen. Wenn du da mal ganz genau hinsiehst, kannst du sie zählen
niko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.2012, 13:31   #10
gooutdude
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Beiträge: 2
Standard AW: West Highland Way 2010

Toller Bericht! War im letzten Jahr auch auf dem WHW unterwegs und hatte 13 Tage Dauerregen, was aber nicht heißt, dass die fiesen Mückenviecher weniger waren. Einziger Vorteil war, dass wir später auf Ben Nevis deutlich über den Wolken waren und n fantastischen Blick hatten.
gooutdude ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2012, 21:16   #11
StrangeOne
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Standard AW: West Highland Way 2010

Zitat:
Zitat von niko Beitrag anzeigen
Zelten entlang des WHW war kein Problem. Man findet überall ein Plätzchen wo sich kein Schotte belästigt fühlt. Nehmt einfach etwas Rücksicht auf die Leute und zeltet nicht irgendwo direkt im Garten
Ich war letzten September auf dem WHW. Ab dem Conic Hill standen Schilder, die das Zelten am Loch Lomond verbieten und mit bis zu 500Pfund Strafe drohen - bis kurz nach Rowardennan. Es gibt aber einige erlaubte Stellen mit wenigen Stellplätzen. Gab es die Schilder bei euch auch schon?
StrangeOne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2012, 07:52   #12
niko
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Zitat:
Zitat von StrangeOne Beitrag anzeigen
Ich war letzten September auf dem WHW. Ab dem Conic Hill standen Schilder, die das Zelten am Loch Lomond verbieten und mit bis zu 500Pfund Strafe drohen - bis kurz nach Rowardennan. Es gibt aber einige erlaubte Stellen mit wenigen Stellplätzen. Gab es die Schilder bei euch auch schon?
Hi StrangeOne,

diese Schilder sind mir gänzlich unbekannt. Ich würde behaupten, dass diese in 2010 noch nicht standen.

Grüße
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Alt 25.05.2013, 15:34   #13
alxphoto
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Schön, so sieht es also heutzutage dort aus Interessant, das mal wieder zu lesen. Hat mich gleich inspiriert, meinen alten Artikel hier auch mal reinzustellen.
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highlands, schottland, west highland way, whw


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