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  #16  
Alt 31.03.2012, 15:44
Benutzerbild von Johannes
Johannes Johannes ist offline
Alter Hase
 
Registriert seit: 20.09.2007
Ort: Schwabenländle
Beiträge: 765
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Standard AW: Versicherung für Porter

Hallo Andrees,

ja, du hast recht. Auch ich finde diese Beträge sind ein niedriger Versicherungsschutz. Dabei handelt es sich um eine Versicherung, die für einen PRIVAT engagierten Porterguide abgeschlossen werden kann. Ich schätze aber, die Versicherung eines Porterguides, der bei einer Agentur arbeitet, ist ähnlich.

Tatsächlich habe ich schon überlegt, ob ich im Ernstfall einfach so nach Hause fliegen könnte mit der Einstellung „die Versicherung regelt ja alles für die Familie“.

Danke für dein posting. Es lässt mich die Versicherungsfrage noch einmal überdenken.

Schönes Wochenende,
Johannes
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  #17  
Alt 02.04.2012, 14:44
Daniela Daniela ist offline
Alter Hase
 
Registriert seit: 17.08.2008
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Standard AW: Versicherung für Porter

Zitat:
Zitat von Andrees Beitrag anzeigen

So ein niedriger Versicherungsschutz ist für mich auch kein wirklich überzeugendes Argument, dass man Guides und Porters nur über eine Agentur anheuern sollte.
Hi Andrees,

ich denke, eins der Hauptargumente, einen Guide/Porter über eine Agentur anzuheuern ist, dass es definitiv verboten ist, mit einem Touristenvisum in Nepal zu arbeiten, zu volunteeren oder als Arbeitgeber aufzutreten. Das unterschreibt man auf dem Einreiseformular.

LG
Daniela
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... real doctors work on more than one species...
gerade in Nepal... 9x Nepal
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  #18  
Alt 02.04.2012, 14:59
Hannes33 Hannes33 ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 15.02.2005
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Beiträge: 1.610
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Standard AW: Versicherung für Porter

Zitat:
Zitat von Andrees Beitrag anzeigen
Ich finde es gut dass wir jetzt endlich mal so in etwa die Zahlen kennen, die bei einer Versicherungen max ausgezahlt werden. Sie sind sogar etwas höher, als was zB bei einem Verkehrsunfall gezahlt werden würde.
Nur braucht man dafür wirklich eine Versicherung?
Das ein nepalischer Begleiter während der Trekkingtour bei einem Unfall stirbt ist äusserst unwahrscheinlich und ich würde mich schämen, wenn ich dann sagen würde, na ja , 3500 Euro Versicherungssumme sind für nepalische Verhältnisse genug, wahrscheinlich würde ich die Familie langfristig mit deutlich mehr unterstützen.
Auch 500 Euro medizinische Kosten sind nicht allzuviel, die kann jeder Nepalreisender am Endeffekt auch so zusammen bekommen, und sei es, dass wir hier im Nepalforum eine Sammlung machen.
Wahrscheinlich dachten die meisten von uns bei Versicherung an Beträge westlicher Versicherungen inclusive Rettungsflug mit Hubschrauber für den Guide/Porterusw. Das halte ich aber für sehr unwahrscheinlich.
Dann muss man sich auch noch überlegen, dass Versicherungen gerne schnell den Beitrag nehmen aber dann eher ungerne und langsam im Schadensfall auszahlen. Dss ist schon bei uns ein Problem,wei die vielen langwierigen Prozesse zeigen, wird aber in einem Land wie Nepal noch viel schwieriger sein. ich erinnere mich, dass mal in der Kathmandupost eine Artikel war, dass die Familien von gestorbenen Guides/Portes verzweifelten, weil die Versicherung auch nach einem Jahr nichts ausbezahlen wollte.
Da ich im Endeffekt diese Summen selber und zuverlässig aufbringen kann sehe ich nicht die unbedingte Notwendigkeit eine Versicherung abzuschließen.
So ein niedriger Versicherungsschutz ist für mich auch kein wirklich überzeugendes Argument, dass man Guides und Porters nur über eine Agentur anheuern sollte.
Hallo Andrées,
schön, dass Du für dich in so einem Fall € 3500,- aufbringen kannst und tun würdest. Ich glaube es dir auch gerne und habe vertrauen das DU es auch machen würdest, da Du ein sehr nahes Verhältniss mit Nepal, deinem Guide (?) usw. hast.
Aber wie sieht es mit 99% der Nepaltrekker aus, auch HIER IN DIESEM FORUM, die versuchen so billig wie möglich zu reisen?
Ich will hier jetzt niemanden an den Pranger stellen - viele der user hier sind z.B. Studenten, die wenig Geld haben, aber auch nach Asien reisen wollen... ich weiss aus meiner eigenen Studentenzeit her genau wie es ist, wenn man MEHR Zeit und nur wenig Geld hat...

Aber ich finde dein Argument sehr gefährlich! Weil es wieder viele Leute dazu verleiten kann, keine Versicherung zu zahlen.
Wenn was passiert, dann werden viele im ersten Affekt sagen, "ja, sie zahlen gerne so und so viel monatlich, jährlich, wie auch immer..."
ABER, wenn man wieder zuhause ist, da sieht es dann wieder ganz anders aus...
Man wird von seinen Alltagssorgen eingeholt, der Urlaub verblasst sehr schnell, Nepal ist ja dann doch sehr weit, UND EIGENTLICH trägt man ja gar keine Schuld an dem Tod des Nepalesen... den man gar nicht kennt, seine Familie schon gar nicht...

Da ist dann die neue Kamera/Fernseher/Auto owai leider oftmals zu verlockend...
Ich spreche hier von Befürchtungen... aber € 3.500,- sind viel Kohle!! Für Nepalesen wie auch für den Durchschnittseuropäer...

Und wer sind im Endeffekt die Leidtragenden?...
LG, Hannes.
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Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu Hannes33 für den nützlichen Beitrag:
Jens (02.04.2012), Johannes (02.04.2012)
  #19  
Alt 03.04.2012, 09:28
Benutzerbild von Johannes
Johannes Johannes ist offline
Alter Hase
 
Registriert seit: 20.09.2007
Ort: Schwabenländle
Beiträge: 765
Galerie: 24
Standard AW: Versicherung für Porter

Stimmt natürlich Hannes,

aber auch die meisten Nepaltrekker in diesem Forum, die natürlich (und verständlich) günstig reisen wollen, werden nicht einfach zur Tagesordnung zurückkehren, wenn tatsächlich der Fall eintritt, dass bei einem Job für sie eine Familie ihren Ernährer verloren hat.

Andererseits hat Andrées recht: was die Versicherung im Ernstfall zahlt, ist echt nicht viel. Wenn man an die Leistungen einer deutsche Auslandskrankenversicherung denkt, bei der die Prämien weit weniger als 50 USD betragen.

Trotzdem werde ich diese Versicherung abschließen. Wie bei jeder Versicherung in der Hoffnung, dass die Versicherung gar nicht erst bemüht werden muss. Und falls doch etwas passiert, werde ich mir überlegen, in wie weit ich mich für die Familie engagieren muss. Diese persönliche Entscheidung kann einem keiner abnehmen.

Grüße,
Johannes
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  #20  
Alt 06.04.2012, 10:15
Andrees Andrees ist offline
alter yak
 
Registriert seit: 26.01.2003
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Beiträge: 1.901
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Standard AW: Versicherung für Porter

Zitat:
Zitat von Daniela Beitrag anzeigen
Hi Andrees,

ich denke, eins der Hauptargumente, einen Guide/Porter über eine Agentur anzuheuern ist, dass es definitiv verboten ist, mit einem Touristenvisum in Nepal zu arbeiten, zu volunteeren oder als Arbeitgeber aufzutreten. Das unterschreibt man auf dem Einreiseformular.

LG
Daniela
Man muss sich klarwerden, wie diese Regelung entstanden ist. vor einigen Jahren hat der Verein der Trekkingagenturen TAAN tatsächlich vorübergehendein Gesetzt durchgebracht, dass man nur mit einem von einer Agentur gestellten Begleiter überhaupt trekken dürfe. glücklicherweise hat dann die Regierung schnell eingesehen , das dies absolut gegen die Interessen von Nepal ist udn das Gesetz wieder zurückgezogen. TAAn hat dann Tims durchsgesetzt und dort auch den Passus hineingebracht , dass man selber keine Personen als Begleiter beschäftigen darf. ich habe mit Mitarbeitern des Nepal Tourism board gesprochen, die über dies Regelung kreuzunglücklich sind und sagten dass sie nur auf grund von korruption und politischem Druck zustandegekommen ist.
Dies seht allerdings vollständig an der gesellschaftlichen Realität in Nepal vorbei, wo eine Diskussion über Schwarzarbeit auf vollständiges Unverständnis stossen würde. So interessiert es auch keinen einzigen Polizisten auf einem Checkpost ob der Guide/Porter über eine Agentur gebucht worden ist. Und wer dass Formular für das ACAP Permit ausfült findet dort ein eigenes Feld wo man ggf.den Namen eine Indipendant Guides eintragen kann.
Im März war ich im Kali Gandaki Gebiet und hatte eine Unterredung mit dem Chef des ACAP Büros im jomsom, dem Chief Officer von Mustang und dem amtierenden Polizeioffizier von Mustang zusammen mit meinem Partner Prem Rai. Kein einziger der oben genannten Vertreter der statlichen Ordnung hatten auch nur den geringsten Einwand, das Prem von mir engagiert war.
Da eine direkte Beschäftigung eines Guides oder Porters dazu führt, dass er einfach besser verdienen kann, als wenn die Agentur "IHREN" Anteil einbehält (es kommt oft vor, dass die Agentur weniger als die Hälfte weitergibt) halte ich es moralisch für absolut vertretbar eine Dirktbeschäftigung gut zu heissen und einzugehen. '
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  #21  
Alt 06.04.2012, 20:35
Daniela Daniela ist offline
Alter Hase
 
Registriert seit: 17.08.2008
Ort: D-Weilburg
Beiträge: 729
Galerie: 0
Standard AW: Versicherung für Porter

Hallo Andrees,

Du hast ganz sicher Recht... naja man wird sehen, ob sich ein paar widersinnige Gesetze mit oder nach der neuen Verfassung ändern werden (wenn sie denn jetzt mal endlich kommt....)

VG
Daniela
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