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  #1  
Alt 12.05.2011, 17:37
Benutzerbild von focusdevil
focusdevil focusdevil ist offline
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Registriert seit: 20.10.2007
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Beiträge: 214
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Standard Höhenverträglichkeit doxycyclin

hi. hat jemand höhenerfahrung mit doxycyclin?
ist es gut verträglich?

lg christian
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  #2  
Alt 12.05.2011, 17:49
Benutzerbild von tremendopunto
tremendopunto tremendopunto ist offline
Moderator
 
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Standard AW: Höhenverträglichkeit doxycyclin

Christian,
das ist auch wieder so eine Frage, bei der sich der eine oder andere überlegen wird ob das ernst gemeint ist. Medizinische Ratschläge kann man übers Internet nicht geben.
Hier geht es jetzt um ein Antibiotikum...wer geschwächt oder krank ist, sollte/kann aber nicht weiter aufsteigen.

Mit einer so generellen Frage, kann selbst ein Spezialist nix anfangen und auch nur generell ablehnen - mal abgesehen davon, dass niemand für Onlinediagnosen die Verantwortung übernehmen kann.

Das sind Fragen, die Du wirkich besser mit Deinem Arzt abklärst, der auch weiß warum Du Mittel XY nehmen musst etc......

Gruss,
Chris
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  #3  
Alt 12.05.2011, 17:59
Benutzerbild von focusdevil
focusdevil focusdevil ist offline
schreibt viel
 
Registriert seit: 20.10.2007
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Beiträge: 214
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Standard AW: Höhenverträglichkeit doxycyclin

hey chris. ich wollte es als malariaprophylaxe nehmen. mein arzt konnte mir nicht sagen ob es für solche höhen geeignet ist. alles kann der ja auch nicht wissen.

bevor jetzt einige sagen, über 2500m brauchst du keine prophylaxe, ich bin vor und nach der bergtour in malaria gebieten unterwegs und möchte mich absichern.
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  #4  
Alt 14.05.2011, 14:46
Florian Martin Florian Martin ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 17.05.2009
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Standard AW: Höhenverträglichkeit doxycyclin

Zitat:
Zitat von Vielwanderer Beitrag anzeigen
Ich habe auch ... gefragt, warum es in großen Höhen überhaupt gebraucht wird.
Darum:
Zitat:
Zitat von focusdevil Beitrag anzeigen
bevor jetzt einige sagen, über 2500m brauchst du keine prophylaxe, ich bin vor und nach der bergtour in malaria gebieten unterwegs und möchte mich absichern.
Gruss!
Florian

PS: Um mal eine Zahl in den Raum zu werfen, die vielleicht bei der Entscheidung für oder gegen dieses Präparat hilfreich ist: Phototoxische Reaktionen gehört zu den weniger häufigen Nebenwirkungen von Doxycyclin mit einer Frequenz von zwischen 1 Procent und 1 Promille. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sind häufig (1 bis 10 Prozent). Die übrigen unerwünschten Wirkungen sind sehr selten (0,1 bis 1 Promille). Quelle auf die Schnelle nur auf Schwedisch (entspricht der "Roten Liste"): http://www.fass.se/LIF/produktfakta/...3&UserTypeID=0

Geändert von Florian Martin (14.05.2011 um 14:54 Uhr) Grund: Ergänzung
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  #5  
Alt 15.05.2011, 09:15
chris112 chris112 ist offline
aktiv dabei
 
Registriert seit: 13.10.2009
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Beiträge: 107
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Standard AW: Höhenverträglichkeit doxycyclin

Meine Erfahrungen:
Ich habe schon oft und für einige Zeit Doxycyclin zur Malariaprophylaxe genommen - ohne irgendwelche Probleme. Klar, jeder reagiert anders und sollte deshalb ausprobiert werden. Die WHO empfiehlt es (soweit ich weiß mittlerweile uneingeschränkt) zur Malariaprophylaxe noch vor den anderen Mitteln wie Mefloquin oder Atovacon/Proguanil. Die erhöhte Photosensibilität ist beschrieben, kommt jedoch eher seltener vor. Übelkeit kann man, wie bei jedem Antibiotikum, vermeiden, indem man es nicht auf leerem Magen einnimmt (jedoch bitte nicht auf Milchprodukte).
Ein Grund, warum es in der Höhe anders wirken sollte, oder schlechter, fällt mir jetzt nicht ein.
__________________


Reisemedizinische Forschung in Nepal - Aachen Dental and Medical Expedition - ADEMED 2011 - www.ademed.de
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  #6  
Alt 16.05.2011, 06:44
TilmannG TilmannG ist offline
fühlt sich draussen richtig wohl
 
Registriert seit: 11.01.2009
Ort: Sondershausen
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Standard AW: Höhenverträglichkeit doxycyclin

Es tut mir Leid liebe Kollegen, aber ich verstehe eure Beiträge nach wie vor nicht. Ihr geht auf die Ausgangsfrage nicht wirklich ein. Im Kern lautet sie: „Höhen-Trekking/Bergsteigen unter Einnahme von Doxycyclin“, nicht „Malariaprophylaxe“.
(Exakteres zur Reiseplanung des threadstarters findet ihr hier: http://www.trekkingforum.com/forum/s...ad.php?t=19609. Und das ist jetzt nicht nett, aber m.E. nicht unwichtig: in den zahlreichen Themen die er hier, gerade auch im Gesundheitsforum, eröffnet hat, hat er bei mir einen deutlich unsicheren Eindruck hinterlassen)
Es ist davon auszugehen, daß sich Christian unter der Einnahme von Doxycyclin extremer UV-Strahlung und großer Anstrengung aussetzten wird. Bei, wie es am Kilimandscharo leider üblich ist, vermutlich bestenfalls mäßiger Akklimatisation.

Zur Frage der Häufigkeit von phototoxischen Reaktionen unter Doxycyclin: Wie viele der Probanten und Patienten, die in die Statistik eingegangen sind, waren denn nun wirklich UV-Strahlung ausgesetzt? Wenn man hier dieses Breitbandantibiotikum verschrieben bekommt, muß einen der Arzt auffordern, sich nicht der Sonne auszusetzen. Und der Patient wird in vielen Fällen krankheitsbedingt das Haus sowieso nicht verlassen. Einen brauchbaren Wert bekommt man also nur mit einer Erhebung, in der ausschließlich Fälle mit Sonnenexposition berücksichtigt werden.
Und: bei einer Gefahrenabwägung ist die Frage der Häufigkeit des Ereignisses nur ein Parameter. Die Schwere einer möglichen Komplikation wird durch weniger häufiges Eintreffen nicht herabgesetzt. Ein akutes phototoxisches Problem in einer Situation, in der man sich der UV-Strahlung nicht entziehen kann und fernab von ärztlicher Betreuung, ist nicht nur ein bischen Sonnenbrand.

Im Falle eine Absetzung des Medikaments für die Bergbesteigung bliebe noch unbedingt die Nachwirkungszeit zu klären.

Es wäre schön, wenn jemand, der sich mit Malariaprophylaxe wirklich auskennt, hier noch einmal eine Einschätzung vornimmt. Oder den Fragesteller dahin verweist, wo er sich meiner Meinung nach hinbegeben sollte: zur Fachberatung beim Tropenmediziner. Dem er dann die Details seiner Reise aber auch exakt nennen muß.

Grüße von Tilmann
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  #7  
Alt 12.05.2011, 18:23
Florian Martin Florian Martin ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 17.05.2009
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Beiträge: 2.234
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Standard AW: Höhenverträglichkeit doxycyclin

Zitat:
Zitat von focusdevil Beitrag anzeigen
hi. hat jemand höhenerfahrung mit doxycyclin?
ist es gut verträglich?

lg christian
Leider nicht.

Zitat:
Zitat von tremendopunto Beitrag anzeigen
Christian,
das ist auch wieder so eine Frage, bei der sich der eine oder andere überlegen wird ob das ernst gemeint ist. Medizinische Ratschläge kann man übers Internet nicht geben.
Hier geht es jetzt um ein Antibiotikum...wer geschwächt oder krank ist, sollte/kann aber nicht weiter aufsteigen.

Mit einer so generellen Frage, kann selbst ein Spezialist nix anfangen und auch nur generell ablehnen - mal abgesehen davon, dass niemand für Onlinediagnosen die Verantwortung übernehmen kann.

Das sind Fragen, die Du wirkich besser mit Deinem Arzt abklärst, der auch weiß warum Du Mittel XY nehmen musst etc......

Gruss,
Chris
Das sehe ebenso. Selbst mit ausführlichen INformationen zu Deiner Gesundheit, eventuellen Krankengeschichte, Reiseziel ect ist eine Fernberatung schwierig, ohne all das aber unmöglich. Und Ratschläge wie "da würde ich aber unbedingt mit zum Arzt gehen" oä ist Dir nicht gedient. Und ob "Jemand" damit gute /schlechte Erfahrungen hat, kann doch kaum Deine Entscheidung für oder gegen eine Behandlung beeinflussen?

Ganz generell und weg von Dir wüsste ich nicht, weshalb ein Antibiotikum (oder sonst ein Medikament) in der Höhe nicht wirken sollte (bin aber kein Höhenmediziner!). Bei Doxycyclin würde mir etwas ganz anderes Sorgen machen: es kann zu sog photoxischen Reaktionen führen, Dich also übertrieben sonnenempfindlich machen. Da Malaria und Sonne ja meist in den gleichen Gebieten anzutreffen sind, dürfte es schwierig sein, sich gegen Sonne zu schützen, hier http://wwwnc.cdc.gov/travel/yellowbo...-2/malaria.htm werden aber doch einige Tipps gegeben.
Gruss!
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  #8  
Alt 13.05.2011, 07:41
TilmannG TilmannG ist offline
fühlt sich draussen richtig wohl
 
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Beiträge: 505
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Standard AW: Höhenverträglichkeit doxycyclin

Doxycyclin wurde nie als Malariaprophylaxe empfohlen, sondern als Notfall-Standby-Selbsttherapie!
Aktuell wird geraten, dazu die für die Region empfohlenen Malariamittel zu verwenden.
Aufgrund der sehr gefährlichen, möglichen phototoxischen Reaktion darfst du es in der Höhe definitiv nicht verwenden.
Einige Informationen hierzu in
HANDBUCH DER TREKKING- UND HÖHENMEDIZIN (Berghold/Schaffert)
zu beziehen über den DAV. Carmen hatte hier im Forum einen Link zum kostenfreien download gepostet: http://www.franzberghold.at/pdf/Info...henmedizin.pdf
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Folgende 2 Benutzer sagen Danke zu TilmannG für den nützlichen Beitrag:
Florian Martin (13.05.2011), Pippi Langstrumpf (13.05.2011)
  #9  
Alt 13.05.2011, 08:55
Florian Martin Florian Martin ist offline
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Standard AW: Höhenverträglichkeit doxycyclin

Zitat:
Zitat von bergtrekfoto64 Beitrag anzeigen
Doxycyclin wurde nie als Malariaprophylaxe empfohlen, sondern als Notfall-Standby-Selbsttherapie!
Aktuell wird geraten, dazu die für die Region empfohlenen Malariamittel zu verwenden.
Aufgrund der sehr gefährlichen, möglichen phototoxischen Reaktion darfst du es in der Höhe definitiv nicht verwenden.
Hallo!
Ja, diese Reaktionen sind schon im Flachland nicht lustig.
Das Center for Disease Control, die Mutter aller Tropeninstitute, empfiehlt Doxycyline neben anderen Präparaten für mehrere Länder (sozusagen von A wie Afghanistan bis Z wie Zimbabwe) : http://wwwnc.cdc.gov/travel/yellowbo...rophylaxis.htm .
Auch hier in Schweden ist es eine von mehreren Möglichkeiten, je nach Reiseland: http://www.resemedicin.com/Vaccinati...lt.aspx?did=27 .
In Deutschland ist es aber tatsächlich nicht zur Prophylaxe zugelassen. Folgendes schreibt die dt Gesellschaft für Tropenmedizin hier http://www.dtg.org/7.html#c9 :
"Doxycyclin ist in Deutschland als Mittel zur Malariaprophylaxe nicht zugelassen, obwohl es von der WHO und von anderen Ländern (z.B. USA, Australien) zur Prophylaxe empfohlen wird. Da die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit des Mittels durch zahlreiche Studien belegt wird, ist ein "off-label-use" prinzipiell möglich, vor allem, wenn hierfür Gründe vorliegen (z.B. Unverträglichkeit oder Kontraindikationen anderer Mittel). "
Gruss!
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  #10  
Alt 13.05.2011, 19:26
Vielwanderer Vielwanderer ist offline
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Ort: Niederösterreich
Beiträge: 57
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Standard AW: Höhenverträglichkeit doxycyclin

Ich habe nur gute Erfahreung mit Doxycyclin ala Malariaprophylaxe - allerdings ob höhentauglich, weiß ich nicht, obwohl ich mich frage, warum du es in großen Höhen verwenden willst. Wenn du in großen Höhen krank wirst, solltest du einfach so schnells halt geht runter.

DA ich andere Gifte (z. B. Lariam) überhaupt nicht vertrage und Malarone für mehrere Monate sehr teuer ist, habe ich Doxycyclin probiert.

Ich habe Doxycyclin schon mehrmals zur Malariaprophylaxe genommen, einmal sogar 3 Monate hintereinander , und ich habe es gut vertragen. Die phototoxische Reaktion blieb bei mir komplett aus, obwohl ich unter tropischer Sonne war. Andere Reisende reagieren allerdings manchmal empfindlich.
DAS IST ALLERDINGS KEINE EMPFEHLUNG!ICH BIN KEIN ARZT!
Das ist nur eine egene Erfahrung und der einiger anderer Reisenden!
Übrigens ein Nebeneffekt bei mir: sehr reine und glatte HAut! Dieses Breitbandantibiotika wird auch zu Heilzwecken bei Hautktrankheiten eingesetzt wird.

Zur Stand-By-Therapie, wie oben erwähnt, ist es aber keinesfalls geeignet.
Dazu ist Malarone geeignet.

Dazu ein Zitat aus einer Reiseseite aus www.reisemed.at

Doxycyclin (VIBRAMYCIN®):
Es ist dies ein außerordentlich zuverlässiges und auch in der Langzeitanwendung unproblematisches Malariaprophylaktikum, das stark unterbewertet ist. Es gibt praktisch keine Prophylaxeversager. Es ist ungeeignet als Notfallselbstmedikation. Neuere Daten deuten darauf hin, dass Doxycyclinmonohydrate (z.B. Vibramycin®) den Doxycyclinhyclaten (z.B. Doxybene) deutlich überlegen sind, wenn es um die Wahrscheinlichkeit dermatologischer Reaktionen bei chronischer Einnahme und gleichzeitiger Sonnenbestrahlung geht. Die bisherigen Erfahrungen haben auch gezeigt, dass Hautreaktionen an sich relativ selten auftreten, trotzdem sollten Badeurlauber von dieser Medikation Abstand nehmen. Aus anderer Indikation (Q-Fieber-Endocarditis) weiß man, dass eine Einnahme von bis zu fünf Jahren und 100 mg täglich, wenn auch bei einer kleinen Patientenzahl, keine Probleme ergab. Die Lehrmeinung sagt heute, dass eine Einnahme bis zu 2 Jahren im Sinne einer kontinuierlichen Prophylaxe vertretbar ist.
Die üblichen Kontraindikationen wie Gravidität und Kinder unter acht Jahren bleiben aber aufrecht und sind zwingend.

lgr
Viewa
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