Hallo Pat,
wir kommen grad vom Höhenweg 1 zurück, definitiv sehr lohnenswert
Zu Deinen Fragen:
Die Hütten (zahlreich vorhanden, nach spätestens drei - vier Stunden kommt immer eine) sind bewirtet, allerdings eher in der Form eines Hotel-/Restaurantbetriebes. Heisst, man bekommt dort etwas zu essen, einen Kaffee usw., aber herkömmliche Kioske/Verkäufe haben wir nicht gesehen. Wir hatten entsprechend Proviant für tagsüber (und abends) dabei. Leider bzw. verständlicherweise ist das Essen auf den Hütten recht teuer, für ein Abendessen mit einem Getränk ist man für 2 Leute schnell mal 50 Euro los - der Transport eines kleinen Kochers hat sich also definitiv gelohnt ;-)
Dann zum Thema zelten: Wir haben auf unseren bisherigen Touren (GR 20 und GR 11) immer gezeltet und hatten auch diesmal das Zelt dabei. Der Transport hat sich definitiv nicht gelohnt, wir haben es fünf Tage durch die Berge getragen und genau einmal ausgepackt - zum Trocknen, da es vor Beginn der Tour nass geworden ist. Meines Wissens ist das Zelten in den Dolomiten verboten und wir haben auch keine Leute mit Zelt gesehen. Unsere Hoffnung evtl. an den Hütten zelten zu dürfen/können hat sich nicht erfüllt (vielleicht ist es möglich, wenn die Hütten voll sind - im Juli war überall etwas frei und wir wollten dann auch nicht fragen). An den meisten Hütten wäre es vermutlich auch platzmäßig bzw. vom Untergrund her nicht wirklich gut gegangen. Dazu kam dann noch, dass die Temperaturen im Juli alles andere als zeltfreundlich waren (nachts um die 3-4°C - brrrrrrrrrrr) und es auch des Öfteren von oben recht nass war. Somit haben wir dann in den Hütten übernachtet. Ob das allerdings mit Hund möglich ist, weiss ich nicht. Im Zweifel direkt bei den Hütten nachfragen, die meisten findet man im Internet (die Hüttenwirte sprechen fast alle etwas deutsch oder englisch).
Dann zur Streckenauswahl: Wir hatten auch nur 5 Tage und haben den Mittelteil gemacht. Startpunkt war der Passo Falzarego in der Nähe von Cortina (dort haben wir das Auto abgestellt). Von dort bis zum Rif. Croda da Lago, dann weiter bis zum Rif. Coldai, am dritten Tag ganz Gemach zum Rif. Vazzoler, dann weiter zum Passo Duran (Rif. San Sebastiano) und am fünften Tag über das Biv. Angelini (Variante vom Höhenweg 1) runter nach Forno di Zoldo.
Von dort dann über Longarone mit dem Bus nach Cortina (geht problemlos, dauert etwa eineinhalb Stunden, der Bus fährt mehrmals täglich, Busfährpläne online gibt es unter dolomitibus.it). Von Cortina aus fahren die Busse mehrmals täglich zum Passo Falzarego.
Besonders die Ettape entlang der Civetta (Rif. Coldai über Rif. Tissi zum Rif. Vazzoler) ist traumhaft schön.
Soderle, ich hoffe, Dir weiter geholfen zu haben.
Lg und Viel Spass, Tina