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Allgäuer Höhenweg
Allgäuer Höhenweg
eine verlängerte Wochenendtour mit dem Zelt
Geschrieben von Harp Booth
26.02.2009
Standard Einleitung

Allgäuer Hauptkamm

Unsere Bergfahrt 2005 mit unseren Freunden aus dem Rheinland, Carmen und Ingo, führte uns vom 14. bis 16. Juli zum Allgäuer Hauptkamm. Wie auch bereits im vergangenen Jahr wollten wir die Tour nicht als Hüttentour bestreiten, sondern zwischen den Hütten biwakieren.

Passend hierzu fand ich ein Zitat von Gaston Rebuffat, dass ich an dieser Stelle äußert passend, gerne wiedergeben möchte:

Zitat:
"Der Mensch, der nur bei gutem Wetter bergsteigt, von Hütten startend
und niemals biwakierend, ist dankbar für die Pracht der Berge.
Aber er weiß nichts um ihre Geheimnisse, das Dunkel ihrer Nacht,
die Tiefe ihres Himmels - wie viel ihm doch verlorengeht!"
Weite Strecken unseres Weges führten uns über den kurz vor der vorletzten Jahrhundertwende angelegten Heilbronner Höhenweg. Ein „Grenzweg“ ist dieser Höhenweg in den letzten Jahren sicherlich immer weniger, als „Gratwanderung“ im wörtlichen Sinne aber extrem reizvoll. Über weite Strecken führt der Weg entlang der in diesem Bereich genau über den Gipfelgrad des Allgäuer Hauptkamm verlaufende Grenze zu unserem Nachbarland Österreich.

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Name:	AHW0079s Gratweg zum Kreuzeck.jpg
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ID:	4189

Hinsichtlich des Wetters erwies sich die Terminwahl in diesem Jahr als perfekt. Die Almrosenblüte war in vollem Gange und auch viele andere Blumen konkurrierten auf den satt grünen Wiesen mit einer von mir nie zuvor gesehenen Pracht an bunten Tupfern in sattem Enzianblau und Aurikelgelb. Der Schnee, den eine Kaltfront nur ca. 14 Tage zuvor bis hinunter in Höhen von 2.300 m gebracht hatte, war fast vollständig verschwunden.

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Name:	AHW0055s Stengelloser Enzian-Gentiana clusii.jpg
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Name:	AHW0067s Aurikel-Primula auricula.jpg
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ID:	4191

Etwas fehlgeleitet wurden wir durch Empfehlungen des Oberstdorfer Bergsportberichtes für diese Region, aufgrund dessen wir neben Gamaschen auch noch Leichtpickel mitführten. Hier hätten unsere Tourenstöcke mit Schneetellern völlig genügt, um die am zweiten Tag zahlreichen Altschneefelder zu passieren. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen der letzten Tage, war die Oberfläche genügend aufgeweicht, um diese gefahrlos zu überqueren. Zukünftig werde ich wohl zusätzlich noch kurzfristig die entsprechenden Hüttenwirte telefonisch kontaktieren, um mich nach den Zustand der Wege zu erkundigen. Dies hätte unsere durch die Zelte, Schlafsäcke und Isomatten ohnehin recht schweren Rucksäcke zumindest um ein Kilo für den Pickel erleichtern können.

Leider war an dem massenhaften Besucheransturm auch unter der Woche bereits deutlich zu spüren, dass einige Bundesländer bereits Sommerferien haben. Ein Großteil dieser Sommergäste verläuft sich schnell wenig Oberhalb der 1.500 m Grenze. Das jedoch auch in größeren Höhen der Anteil der Wanderer zunimmt, die nicht mehr Grüßen, sich sogar erschrecken, wenn sie plötzlich angesprochen werden, erschreckt nun eher mich. Es muss ja nicht gleich ein längerer Plausch werden, aber ein einfaches „Grüß Gott“ oder je nach Herkunft auch ein einfaches „Servus“, Guten Morgen“ oder nur „Hallo“ ist schon nett.

Insgesamt ging jedoch auch in diesem Jahr unser Plan wieder auf, durch Übernachten zwischen den Hütten dem Hauptbesucherstrom auf diesem vielbegangenen Weg weitestgehend zu entgehen. Zur Erleichterung unseres Gepäckes nutzten wir die Hütten jedoch als Stützpunkt zum Essen der Hauptmahlzeit. Frühstück und Abendessen wurden mit einem mitgeführten Kocher zubereitet. Problematisch war teilweise die Versorgung mit Trinkwasser, da es nur wenige Quellen gab. Hinweise hierzu finden sich bei den einzelnen Wandertagen.

Kartenmaterial

Die Alpenvereinskarte 2/1 "Allgäuer-Lechtaler Alpen, Westblatt", 1:25.000 deckt den gesamten beschriebenen Wegverlauf ab.

Etappe von nach HM hoch HM runter GehzeitEtappe 1 Birgsau Große Steinscharte 1.325 HM - 150 HM 5:30 hEtappe 2 Große Steinscharte Kemptener Hütte 950 HM - 800 HM 8:00 hEtappe 3 Kemptener Hütte Wildenfeld Hütte 800 HM - 900 HM 7:00 h Etappe 4 Wildenfeld Hütte Obersdorf 0 HM -1.250 HM 3:15 h

__________________
D. Nuhr: "Es gibt sehr schöne Flecken auf dieser Erde,
allerdings liegen Sie oft ein wenig außerhalb und sind mit
öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen."
Geschrieben von
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AHW0014s Rappenseehütte.jpg   AHW0018s Hilleberg im Wiesleskar.jpg   AHW0023s Alpen-Steinbock - Capra ibex.jpg   AHW0031s Ingo im Heilbronner Thörle.jpg  

AHW0034s Leiter am Heilbronner Weg.jpg   AHW0036s Ingo auf Brücke.jpg   AHW0043s Ingrid Abstieg Schwarzmilzferner.jpg   AHW0050s Steinbockherde am Kratzerjoch.jpg  

AHW0057s Murmeltier-Marmota marmota.jpg   AHW0063s Kemptener Hütte.jpg   AHW0093s Eisseen.jpg   AHW0092s Gewitterfront am Seichereck.jpg  

AHW0104s Gewitter zieht heran.jpg   AHW0105s Hagelfolgen.jpg   AHW0117s Sonnenuntergang.jpg   AHW0129s Auslauf im Oytal.jpg  

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Alt 26.02.2009, 18:30   #1
Jens
Nepaltrekker
 
Benutzerbild von Jens
 
Registriert seit: 22.11.2004
Ort: Schwabenländle
Beiträge: 4.422
Standard AW: Allgäuer Höhenweg

Klasse Harald.
Leider gibts keine Dankfunktion für Artikel

Gruß
Jens
__________________
" Hundert göttliche Zeitalter würden nicht reichen um alle Wunder
des Himalaya zu beschreiben " Zitat aus den Puranas

1987-2012 25 Jahre Nepal
Jens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.02.2009, 12:58   #2
pepenipf
Alter Hase
 
Benutzerbild von pepenipf
 
Registriert seit: 19.01.2006
Ort: Neustadt
Beiträge: 526
Standard AW: Allgäuer Höhenweg

Stimmt, das ist schade.
Danke auch von mir für deine Berichte, macht Spaß sie zu lesen und die Bilder sind einfach wunderschön. Da kribbelts bei mir direkt in den Füßen...
Viele Grüße
Nina
__________________
nächste Station: GR20 (30.08.-07.09.2014)
Odenweald-Vogesen in Tagestouren wann immer Zeit ist
der Pfälzer Wald zählt ja schon nicht mehr...
pepenipf ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
4 tage, allgäuer höhenweg, verlängertes wochenende, zelt


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