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padjelantaelch 01.10.2007 14:57

Hochsommerschnee
 
Mavas – Pieskehaure

Fotos zu dieser Tour gibt es unter:
http://www.im-licht-der-natur.de




Es sollte eine gemütliche Wanderung werden, mit Zeit zum Natur genießen, Fotografieren, Tiere beobachten und ausschlafen. 3 Wochen (18 Wandertage) nahm ich mir Zeit, für die rund 130km und zusätzliche Tagestouren.
Geplante Wanderstrecke: Kuoletisjaure-Jurun-Mavas-Pieskehaure-Vaimok-Kvikkjokk.

In den letzten Jahren bin ich ja immer mit dem Zug angereist, die gesamte Strecke. Aber rund 35-40 Std. pro Strecke, das ist schon verdammt lange und vor allem auch verdammt teuer.
Mal schauen was die Flieger verlangen und siehe da, die sind natürlich schneller, nach Stockholm nur 2 Stunden statt 20 und obendrein auch noch billiger, selbst wenn man ganz nobel mit denen mit dem Kranich auf der Heckflosse fliegt.
Wenn man wie ich in den letzten Jahren nur selten geflogen ist, steigt man ja immer mit einem gewissen mulmigen Gefühl in den Flieger, wenn beim Zug die Lock nicht mehr zieht, dann bleibt das Ding halt stehen – aber beim Flieger…
Naja, andere fliegen fast täglich!
Dann kam die Begrüßung des Kapitäns:
Zunächst die üblichen Routinefreundlichkeiten und dann: „…Wir müssen den Start heute etwas anders machen als sonst, wir müssen die Triebwerke einzeln anlassen, weil unser hinteres Triebwerk kaputt ist (!!!). Es kann dabei etwas warm in der Kabine werden, das gibt sich aber wieder, wenn wir in der Luft sind. Mein Kollege wird Sie dann auf dem schnellsten Weg nach Stockholm fliegen!“
Er hat das dann wortwörtlich auch noch mal in Englisch wiederholt „…our back-engine is broken…!“
Ähm, was soll man nun davon halten, der fliegt schon mit einem kaputten Triebwerk los! Und lässt dann auch noch einen Kollegen fliegen – ja steigt er denn selbst vorsichtshalber schon mal aus?
Verständlicherweise war es nach dieser Durchsage totenstill in der Kabine. Ich glaube, da gingen allen die gleichen Gedanken durch den Kopf.
Es ging gut, sonst würde ich diese Zeilen jetzt nicht mehr schreiben. Aber nach der Landung in Stockholm waren doch einige erleichterte Seufzer unter den Gästen zu hören.

Weiter ging es dann per Bahn, zunächst nach Uppsala und dann mit dem Nachtzug nach Norden. Eine angenehme Fahrt, ohne Triebwerksschaden, mit netten Leuten im Liegeabteil.
Am späten Vormittag erreichte der Zug dann den Bahnhof des kleinen nordschwedischen Ortes Jörn. Von hier ging es für mich per Bus weiter. Umsteigezeit genug, der Bus fährt erst zur Mittagszeit. 5 Stunden dauert die Busfahrt mit dem so genannten „Silverexpressen“, der auf dem Silvervägen von Skelefteå am bottnischen Meer hinüber nach Bodö am Nordatlantik fährt. Mein Ziel war der kleine See Kuoletisjaure am höchsten Punkt der Straße 95 Silvervägen. Ich war mir nicht sicher, ob der Bus für mich dort hält, aber normalerweise ist das in Schweden kein Problem.
Ich fragte den Fahrer, aber der wusste noch nicht mal wo das ist, geschweige denn den Preis. dorthin. Also berechnete er nur den Preis bis Jäckvik, etwa 70km vorher. „Du musst in Arjeplog den Bus wechseln, frage den Fahrer.“
Das Wetter war schön, in Jörn hatte es ungefähr 22 oder 23°C und auch bei der ersten Station in Arvidsjaur schien die Sonne. Doch je weiter der Bus nach Westen kam, umso wolkiger und kühler wurde es.
In Arjeplog kam dann nach 1 Stunde Aufenthalt der Bus nach Norwegen. Der Fahrer war ein lustiger Geselle, er kannte die Stelle, wo ich aussteigen wollte auch ganz gut. Er machte die Durchsagen auch extra 2x „for the english speaking guest“ (Ich war der einzige unter den insgesamt 6 Fahrgästen) und er machte das mit sichtlichem Vergnügen. Etwa 1 Kilometer vor meiner Aussteigestelle meldete er sich „You see the clouds and the rain? That’s the place, where you want to go out!“
Es gibt sogar einen richtigen Parkplatz, wo auch schon einige Motorhomes Quartier bezogen hatten, da konnte auch der Bus problemlos anhalten. Ein ungewohnt kalter Wind pfiff mir beim Aussteigen entgegen. Der Fahrer öffnete mir den Kofferraum und ich holte meinen 30kg-Rucksack heraus. „You want to carry this to Kvikkjokk?“, fragte er ungläubig. Ich lachte und sagte ihm, dass der Sack ja täglich etwas leichter wird. Dann bedankte ich mich bei ihm „tack skol du har!“ Er verbeugte sich weit runter und antwortete: „Ver so god!“

1. Wandertag, 19.August.
Der Bus fuhr auf der regennassen Straße davon. Ich zog den Regenüberzug über den Rucksack, verstaute die Filpflops noch darunter, noch mal zu Hause anrufen (der Handyempfang ist hier, 70km von der nächsten Ortschaft sehr gut!) und dann ging es los. Auch die Wanderschuhe hingen am Rucksack, denn wie immer, wanderte ich auch dieses Mal barfuss. Der Weg war auch ganz angenehm zu gehen, zwar zunächst mal ungewohnt kühl, aber das gab sich bald. Es war schon nach 18:00 Uhr und eigentlich wollte ich nur bis zu nächsten Zeltmöglichkeit wandern. Es lief aber ganz gut, der leichte Regen hörte bald wieder auf und ich kam gut voran und so wanderte ich an diesem Augustabend noch die 7 Kilometer bis runter ins Sielduttvagge, nach Jurun, nach knapp 2,5 Stunden war ich da. Dort baute ich bei inzwischen wieder leichtem Regen das Zelt direkt an einer Stromschnelle des Sielduttjåkkå auf, kochte mir noch ein Süppchen und dann war es auch schon dunkel, oder sagen wir lieber dämmrig, denn so richtig dunkel wurde es Mitte August noch nicht, es war immer noch die ganze Nacht ein heller Schein wahrzunehmen.
Die Hütte in Jurun ist recht einfach und wenig einladend, ist zum Übernachten nur im Notfall geeignet.

2. Wandertag. Am Morgen hatte der Regen aufgehört, zunächst war es aber noch wolkenverhangen, aber im Laufe des Vormittags kam dann mehr und mehr die Sonne raus. Schon nach wenigen Minuten erreichte ich die Wegkreuzung mit dem Weg aus Vuoggatjålme, der aber im dichten Wald ziemlich überwuchert und kaum zu sehen ist. Viele Leute scheinen hier nicht zu wandern. Von Kuoletis her waren aber Fußspuren zu sehen. Mich führte der schmale Pfad am Jurunjaure entlang, eine angenehme Steigung nach oben in die baumfreie Zone und bald erreichte ich die Renvaktarstuga (eine Hütte der Rentierzüchter) am See Ikesjaure. Am Ufer dieses Sees verliert sich der Trampelpfad fast ganz, keine menschlichen Spuren sind mehr zu sehen, keine Stiefelabdrücke, keine Feuerstellen, nur die Hufabdrücke der Rentiere. Der Weg von Kuoletis wird wohl hauptsächlich von Jägern und Ren-Züchtern genutzt. Als ich kurz nach der verschlossenen Hütte Rast machte, sah ich auch 3 Jäger hinter mir kommen, die sich bei der Hütte niederließen.
Das Berg-Panorama am See Ikesjaure ist aber fantastisch und es gibt einen herrlichen Sandstrand. Der schwedische Outdoor-Autor (was für eine Wortzusammensetzung…) Claes Grundsten schreibt, dass es der längste Sandstrand im schwedischen Gebirge sein soll. Als am Mittag wieder ein heftiger Regenschauer heranzog, baute ich an diesem Strand mein Zelt auf und hatte eine herrliche Aussicht über den See zu den Bergen Stuor-Jervas, Årjep Saulo und den wesentlich niedrigeren Seitatj, der aber wie eine Insel mitten im See zu liegen scheint, obwohl er am nördlichen Ufer liegt. Später kam dann aber die Sonne wieder raus, und da es noch recht früh war, baute ich das Zelt wieder ab und zog bei immer besser werdendem Wetter noch einige Kilometer weiter. Die Hütte Ikesjaure ist nur ein kleines Prisma und zum Übernachten ungeeignet, sie ist nicht groß genug, als dass sich ein normaler Erwachsener darin ausstrecken könnte. Aber wenn man drin sitzt hat man eine herrliche Aussicht und es ist windgeschützt.
Nach der Hütte begegneten mir 2 junge schwedische Männer. Ich fragte sie auf Englisch, ob sie von Mavas kommen. „Yes, resently!“ Ich erkundigte mich nach dem Boot über den See: „Is there a boat!“ “Yes, there is an older man which drive the boat, but not today, it’s too windy. You will see him, he is somewhere on the way!” Also wenn der Mann das Boot fährt und auf dem Weg diesseits des Sees ist, muss er ja wohl dort eine Unterkunft haben, schlussfolgerte ich: „Is there a house?“ Der Schwede schaute mich verblüfft an: I don’t understand, what you mean!“ Irgendwie redeten wir aneinander vorbei: Ich fragte: „well, is he sitting on a stone and is waiting for me?“ Jetzt verstand der Schwede gar nichts mehr. „what you mean?“ antwortet er entsetzt, „you will see him, he is coming on the way!“ Dann gingen wir unseres Weges.
Also, wenn der Mann hier, 10km vom Mavasjaure entfernt auf dem Weg unterwegs ist, wie kann er dann das Boot fahren? Mir kamen Zweifel auf, doch kurze Zeit später kam mir tatsächlich ein älterer Mann entgegen, mit Rucksack. Er schöpfte gerade mit einer Tasse frisches Wasser aus einem klaren Bach. Wir kamen ins Gespräch und schnell klärte sich die Frage. Er ist gestern mit dem Boot übergesetzt, der Bewohner von Mavas hat ihn rüber gebracht. Jetzt ist er auf dem Weg nach Vuoggatjålme. Er erklärte mir auch, dass es am Ende des Pfades ein „Semafor“ gibt, ein altes schwedisches Eisenbahnsignal, das man hier her brachte. Dieses muss man drehen, dann weiß der Mann drüben in Mavas, dass jemand da ist und er wird dann einige Stunden später mit dem Boot kommen. Wir unterhielten uns lange, über unsere Wanderung, die schöne Landschaft und natürlich kam auch wieder die verwunderte Frage wegen meiner Angewohnheit, barfuss zu wandern.
Ich entschied mich, hier an diesem Bach mein Nachtlager zu errichten. Der ältere Mann wollte noch bis zum Ikesjaure weiterwandern.
Heute ist mir das Außengestänge meines Rucksackes gebrochen, ich konnte es jedoch notdürftig mit einem Spanngurt fixieren, zumindest so, dass es nicht ganz auseinander fällt. Glücklicherweise ist die Bruchstelle unterhalb der Befestigung der Hüftgurte und hat somit kaum Einfluss auf den Tragekomfort.
Zum Abend klarte es vollständig auf und die Nacht wurde klar und kalt. Am Morgen überzog dicke Raureifschicht Zelt und Wiesen in der Umgebung, doch als die Sonne höher stieg, wurde es schnell angenehm mild, Gelegenheit zur Körperpflege im nahen Bach.

3.Wandertag. Es wurde ein wunderschöner, einsamer Tag. Keine anderen Wanderer. Der Pfad ist oft nur mit Mühe zu erkennen, meist wanderte ich über wunderschöne Blumenwiesen, oder watete durch sanfte klare Bächlein, die durch die Wiesen flossen. Die Sonne schien vom blauen Himmel, Fotopausen ergaben sich von selbst, einfach herrlich. Nachdem ich den Pass des Ikesvagge überquert hatte, eröffneten sich fantastische Blicke über den Mavasjaure und die Berge dahinter, dominiert von der steil aufragenden Spitze des Ballek mit seinen in der Sonne leuchtenden Schneefeldern.
Dann ging es wieder hinunter in die Birkenwaldzone am See. Und die Bewohner meldeten sich sofort stechend bei mir, bisher hatte ich ja Ruhe vor ihnen. Oben in der baumfreien Zone kam ich auch ganz gut voran, aber damit war es nun auch vorbei. Umgestürzte Bäume, wuchernde Farne und Unterwuchs bedeckten den Weg, der praktisch nicht mehr vorhanden war. Auch die Markierungen musste ich oft längere Zeit suchen, weil die meisten nicht mehr da waren. Die Bäume, auf die sie einmal gepinselt wurden, waren längst umgestürzt und verfault. Und Fußspuren oder gar ein ausgetretener Pfad wird man vergeblich suchen. Mehrfach habe ich den Rucksack abgesetzt und in der Umgebung nach Wegmarkierungen gesucht, was sehr zeitraubend war, aber eilig hatte ich es ja nicht. Unangenehm war dabei neben den stechenden Plagegeistern die drückende Schwüle hier im Wald. Für die 3 Kilometer im Wald brauchte ich dann fast genau so lange, wie für die 8 Kilometer vorher. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, am Seeufer entlang zu gehen, denn hier stieg ich ja auch ständig durchs Unterholz.
Am späten Nachmittag erreichte ich dann den Windschutz und das „Semafor“, das ich auch gleich betätigte, ohne wirklich damit zu rechnen, dass Herr Evenström, der Same, der Mavas bewirtschaftet noch am gleichen Tag mit seinem Boot kommen würde.
Etwa 100 Meter rechts von der Schutzhütte und dem Signal gibt es eine kleine Bucht, wo auch der Bootssteg ist und davor ein kleiner Hügel direkt am Ufer, wo der Wind die Stechmücken etwas wegbläst und dieser Hügel erschien mir wie eine Einladung, mein Zelt hier aufzubauen, auf dem herrlich weichen Untergrund. Brennholz gibt es auch genug und unten am Steg auch eine alte verwitterte Feuerstelle.
Das Zelt war aufgebaut, das Feuerchen am lodern, da hörte ich gegen 20Uhr eine Motorboot. Der wird doch nun nicht tatsächlich noch kommen? Das Boot erschien bald zwischen den Inselchen und hielt genau auf mich zu. Was mache ich nun? Der weiß natürlich ganz genau, dass ich drüben erst noch ein gutes Stück wandern muss, um wieder einen Zeltplatz zu finden. Wenn er mich nun holt, bliebe mir keine andere Wahl, als eine seiner teuren Hütten zu mieten. In rasendem Tempo kam er angerauscht, vorne auf dem Bug saß sein Jagdhund, ein Shorthair Pointerund ließ sich genüsslich den Fahrtwind um die Nase wehen.
Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich heute nicht mehr mit seinem Kommen rechnete, er soll doch morgen früh wieder kommen. „No Problem, I’m waiting“, deutete er auf mein Zelt, ich solle es doch abbauen. Ich machte ihm dann klar, dass das länger dauern würde, weil ich nun ja schon alles ausgeräumt hätte. Wir vereinbarten, dass er am nächsten Morgen um 10 Uhr wieder kommen soll.
Später konnte ich einen herrlichen Sonnenuntergang genießen, alleine dafür hat es sich schon gelohnt, hier zu zelten.

4. Wandertag. Wie vereinbart kam Evenström und dann sauste er mit mir über die Wellen des Sees. Wie sich der Hund bei diesem Tempo im Boot halten konnte, war mir ein Rätsel, aber er genoss es sichtlich.
Der Preis für die Überfahrt kann sich sehen lassen: 300 Kronen für ein paar Minuten (rund 35,- €), das ist schon ganz schön gepfeffert. Ich wusste es schon vorher, denn der Wanderer, mit dem ich mich vorgestern unterhielt, hat mich schon darauf vorbereitet. Ich weiß zwar nicht, was Evenström gemacht hätte, wenn ich mich geweigert hätte, so viel zu bezahlen, aber ich wollte ja keinen Stunk anfangen, also zählte ich ihm die Scheine einzeln aus dem Geldbeutel. Er bedankte sich, sagte mir noch, wo der Weg weiter geht und verschwand gleich wieder in seinen Geräteschuppen, um an seinem neuen Generator rumzubasteln (den er auf seiner Internetseite so stolz präsentiert). Zum Vergleich: in Kvikkjokk zahlt man für eine 20-minütige Fahrt auf dem Tarrafluss 100 Kronen.
Aber egal, ich muss ja nicht täglich mit Evenström fahren. Die Wanderung ging weiter, den Berg hinauf auf den östlichen Ausläufer des Akaris. Anfangs ist es ein gut ausgefahrener Skooterweg, aber bald verliert sich der Weg wieder im Dickicht, ist aber gut markiert. Nach dem See Bierre kommt man wieder in die baumfreie Zone und der Weg führt weiter über ganz angenehmes, ebenes, wiesenhaftes Gelände und ist oft nur andeutungsweise zu erkennen. Frische Stiefelabdrücke gab es keine. Mehrere kleinere Bäche müssen überquert werden, was aber normalerweise kein Problem ist, man kann sie in der Regel überspringen.
Ich übersprang mal wieder einen solchen Bach, es gab einen Ruck und knackte kurz im Rucksack und dann hing dieser irgendwie schief auf meinen Schultern, bzw. wurde nur noch vom Hüftgurt getragen. Ich setzte ihn auf einem Felsklotz ab und sah das Malheuer. Die untere Halterung des rechten Schulter-Tragegurt war gebrochen, der Gurt hatte keine Befestigungsmöglichkeit mehr. Irgend eine innere Eingebung hatte mir am Tag der Abreise zu Hause gesagt, ich müsse unbedingt noch alle Spannriemen mitnehmen, die ich zu Hause finden kann – nun wusste ich auch wofür. Wieder musste ein Spannriemen herhalten, um den Tragegurt zu befestigen, was dann sogar ganz gut ging. Aber die Vorstellung, dass ich erst 3 Tage unterwegs bin, von 18 Tagen, machte mich schon etwas nachdenklich, bezüglich der Haltbarkeit meines guten alten Rucksackes, der mich nun schon auf der elften Tour begleitet.
Also, es konnte weiter gehen, mit insgesamt nun schon 3 Flickstellen an meinem Rucksack, einen Rohrbruch hatte ich kurz vor Abreise schon zu Hause repariert – mit einem Spanngurt. Wofür diese Dinger alles gut sind!
Die Aussicht vom Akaris auf den See Pieskehaure und das dahinter liegende Sulitelma-Gebirge ist fantastisch, zumal auch an diesem Tag schönes Wetter war, wenn auch mit einer dünnen Wolkenschicht, die einen baldigen Wetterumschwung befürchten ließ.
Am kleinen See Akarisitkajauratj ließ ich es für heute gut sein, es war zwar erst früher Nachmittag, aber die Aussicht ist so toll, dass man hier einfach verweilen muss. Auf der Südseite des Sees gibt es einen flachen Bergrücken, auf dem man vorzüglich zelten kann. Und die Aussicht auf den Pieskehaure und die Gletscher des Sulitelma ist wie gesagt überwältigend.
Andere Wanderer gab es auch heute nicht, der Same von Mavas war der einzige Mensch, den ich heute sah. Am Abend zogen dann Wolken rein, die Gletscher versteckten sich. Später begann es auch leicht zu regnen.

5. Wandertag. Richtung Lairo führte mich der Weg. Rentiere, Schneehühner, Lemminge, aber keine anderen Wanderer, keine Menschenseele. Bald verdichteten sich die Wolken, wurden immer bedrohlicher, es begann zu regnen schon nach wenigen Stunden schlug ich mein Zelt wieder auf. Später kam auch noch ein starker Wind auf, kein einladendes Wanderwetter. Doch am späten Nachmittag hellte es etwas auf, die Sicht über dem See war wieder klar. Soll ich noch mal? Also, wieder Zelt abbauen, ein paar Kilometer könnte ich schon noch wandern. Aber weit kam ich nicht, eine Stunde, dann begann es wieder aus allen Rohren zu schütten. Na denn, Zelt wieder aufbauen, alles schnell rein werfen und in den warmen Schlafsack kriechen, Reißverschluss bis obenhin zu und dem Regenprasseln auf der Zeltplane lauschen. Jetzt war beim Zelt aufbauen natürlich alles nass geworden, das hätte ich auch bequemer haben können. Streckenausbeute heute: 4 Kilometer am Morgen, Nachmittags noch mal 2, na ja, ich habe ja Zeit.
Der Weg war jedoch angenehm zu gehen, schöne Fotomotive gab’s auch, das Tal des Suolunåivjåkkå, kleine Wasserfälle, Blumenwiesen, Felsformationen.

6. Wandertag. Ein nasser kalter Tag, mit viel Wind und Regen. Immer wieder gab es kalte Schauer. Dazwischen schien auch mal kurz die Sonne, aber dann kam auch wieder der nächste Regen.
An der Brücke am Vassajåkkå stand ein Zelt, sollte da wirklich jemand sein? Aber es schien verlassen zu sein, oder die Bewohner schliefen noch. In der Umgebung gibt es fantastische Fotomotive. Bei der Überquerung eines Baches musste ich wieder springen, und ich kannte dieses Geräusch schon, dieses „Knack“, und dieses Gefühl des schräg hängenden Rucksackes. Nur, dieses Mal hängte er mehr auf den Schultern, als an der Hüfte. Also, runter damit und die Befürchtung bestätigte sich: Die Halterung des Hüftgurtes ist gebrochen. Ich hatte den gebrochenen Schultergurt daran befestigt, dadurch war die Öse wohl überlastet. Nun hatten weder Schulter- noch Hüftgurt eine Befestigung. Ich hatte noch Spanngurte, irgendwie schaffte ich es, beides am Rohr des Tragegestells zu befestigen, sodass ich den Sack noch tragen konnte. Noch hatte ich nicht einmal die Hälfte der geplanten Strecke geschafft. Ein Totalausfall des Rucksackes wäre doch sehr unangenehm, eigentlich neben einer Verletzung das größte anzunehmende Übel. Ohne Zelt oder ohne Schlafsack könnte man sich ja noch mit Übernachtungen in Hütten behelfen, aber ohne Rucksack wäre die Tour definitiv zu Ende. Viel durfte nicht mehr kaputt gehen. Ein Wunder, dass er überhaupt noch zusammen hielt.
Der Weg führte weiterhin über Gras, Moos, Moor, wunderschön eben, nur selten gabs mal steiniges Gelände. Man kommt hier sehr gut voran, eigentlich auf der ganzen Strecke bisher.
Am Nachmittag begegnete mir dann erstmals seit 4 Tagen ein anderer Wanderer, ein Finne. Er ist der Bewohner des Zeltes am Vassajåkkå. Er wollte sich mit Freunden an der Brücke bei Lairo treffen. Nur hat er sein Zelt an der falschen Brücke aufgeschlagen, eben am Vassajåkkå, 2 Kilometer weiter.
Am frühen Nachmittag regnete es sich dann richtig ein, Schluss für heute. Wieder nur ein paar Kilometer, ein gutes Stück oberhalb der Lairohütte stellte ich mein Zelt auf, windgeschützt in einer Felsnische an einem kleinen plätschernden Rinnsal.
Gegen Abend kam sogar noch mal die Sonne raus, Gelegenheit in der unmittelbaren Umgebung jede Menge Blumen zu fotografieren.
Doch bald kam der Regen wieder.

7. Wandertag. Schon am Morgen regnete es ohne Unterbrechung. An Aufbrechen war nicht zu denken. Eigentlich wollte ich von hier zum Salajekna wandern, aber das ist bei diesem Wetter sinnlos. Aber ich wollte ja noch einige Tage hier am Pieskehaure bleiben, da würde sich schon noch eine Gelegenheit geben.
Die bisherige Strecke war viel einsamer, als ich dachte, 4 Tage keine Menschenseele. Wenn man alleine unterwegs ist, kann dies gefährlich sein, im Falle eines Unfalls wäre tagelang niemand gekommen. Auch der Finne, der mir gestern begegnete, ist nach Norwegen weiter gewandert. Ob hinter mir jemand die gleiche Strecke wanderte, weiß ich natürlich nicht, aber die wenigen, die auf dieser Strecke wandern, gehen wohl in umgekehrter Richtung, wegen der Unsicherheit mit dem Boot in Mavas. Die kaum sichtbaren Pfade sind aber ein untrügliches Zeichen dafür, dass hier nur selten mal jemand entlang wandert. Bei „sommerlichen“ Temperaturen um die 10°C wäre das zwar noch kein Drama, mehrere Tage an einem Ort zu bleiben, aber angenehm ist es sicher nicht, unter Schmerzen tagelang fest zu sitzen und nicht zu wissen, wann mal wieder jemand vorbei kommt. Aber es ist eine sehr, sehr schöne Strecke und gemeinsam mit einigen Freunden ist die Strecke von Vuoggatjålme oder Kuoletis nach Pieskehaure oder Sulitelma unbedingt zu empfehlen.
Um die Mittagszeit hörte es auf zu regnen. Nachdem der Wind das Zelt etwas getrocknet hatte, packte ich meine Sachen zusammen, zu mehr kam ich aber nicht, den schon bald schüttete es wieder aus allen Rohren. Der Tag war gelaufen, ich blieb im Zelt. Erst gegen Abend hellte es etwas auf. Die Rentiere, die schon die ganze Zeit immer wieder in der Umgebung umherstreiften, haben sich inzwischen an mich und mein Zelt gewöhnt und rennen nicht bei jeder Bewegung in alle Richtungen davon. Also ging ich mal auf Fotopirsch in die Umgebung. Ich wollte mein Gepäck jedoch nicht auch noch mit einem schweren Stativ belasten, somit blieb mir keine andere Wahl, als es mit dem 300ter Tele mit 1/60 bis 1/125 sec frei Hand zu probieren. Ich habe wegen der feuchten Witterung und der Stoß-Empfindlichkeit von digitalen Kameras auf die Mitnahme einer solchen verzichtet und lieber meine gute alte robuste Canon F-1 mitgenommen, habe also auch keine Möglichkeit gehabt, mal schnell die Empfindlichkeit hochzudrehen. Außerdem sind die guten alten manuellen Objektive natürlich auch leichter, als die modernen mit AF, IS, USM etc. War trotzdem noch schwer genug, das Fotozeug.
Die Rentiere bekam ich ganz gut vor die Linse, wenn auch nicht alle Aufnahmen ganz verwacklungsfrei waren.
Wie schon entlang des gesamten Weges hier her, gab es auch hier Heidelbeeren in reichlichen Mengen und auch Moltebbeeren.
Später gab es erneut Regen und es wurde dabei auch empfindlich kälter. Andere Wanderer kamen auch heute nicht vorbei, mein Zelt stand direkt am Weg, ich hätte sie bemerkt.

8. Wandertag. Die Sonne scheint, nur einige Wolken zogen noch vorbei, die aber nur anfangs noch leichte Schauer brachten. Der Wind war aber recht kalt und auf den Spitzen von Sulitema war Neuschnee zu sehen. Wieder führte der Weg fast durchweg über Grasflächen, aber was heißt schon Weg, meist läuft man halt irgendwo lang, man kann hier ja weithin schauen und kann sich kaum verlaufen. Irgendwie findet man schon zu den Brücken am Lairojåkkå. Dort begegnete mir dann wieder mal ein anderer Wanderer, ein Deutscher, der auf dem Weg nach Vuoggatjålme war, es gibt also doch noch andere Leute, die auf dieser Strecke unterwegs sind. Er machte eine 6 Wochen-Tour und war Anfang August in Kilpisjärvi in Finnland gestartet.
Bald erreichte ich Piekehaure, mit der Einsamkeit war es vorbei. In der Nähe der Hütten schlug ich mein Zelt auf und entschied mich, mehrere Tage hier zu bleiben. Der freundliche Hüttenwirt gab mir Ausflugstipps und erzählte mir, dass sich einige hundert Meter entfernt im Flussdelta seit einigen Tagen mehrere Seeadler an einem Rentierkadaver genüsslich tun. Zum Fotografieren kam ich zwar nicht nahe genug heran, aber es war schon interessant, die großen Vögel durch das Fernglas zu beobachten.
Das Flussdelta bietet nicht nur Rentieren ideale Lebensgrundlagen, es gibt auch jede Menge Moltebeeren und Heidelbeeren. Vor allem die Moltebeeren sind ja eine skandinavische Spezialität und schmecken vorzüglich.
Die Gegend um Pieskehaure ist wunderschön, man hat tolle Aussichten zu den Gletschern des Sulitelma und über den Piekehaure. Sofern das Wetter mitmacht, wollte ich am nächsten Tag eine Tagestour zum Salajekna machen.
In der Hütte konnte ich die Kochgelegenheit nutzen, was natürlich ganz andere Möglichkeiten eröffnete, als in der zugigen Zeltapsis mit ein paar Tropfen Spiritus eine Tütensuppe heiß zu machen. Am heutigen Abend gab es Schinkennudeln.

9. Wandertag. Es ist kalt am Morgen, nur wenig über 0°C, aber die Sonne scheint, nur einige harmlose Wolken verdichten sich an den Bergen im Osten der Hütte. Richtung Westen, nach Sulitelma ist herrlich klare Sicht. Also, Kamera packen, eine Jackentasche voll Nüsse und nichts wie los, barfuss natürlich. Rauf Richtung Salajekna. Hin und zurück sind das gut 20 Kilometer, das müsste problemlos an einem Tag zu schaffen sein, ohne Gepäck. Ich informierte den Hüttenwirt über mein Vorhaben, die Gegend dort oben ist sehr einsam, im Falle eines Unfalls hätte ich wenig Chancen, gefunden zu werden. Wenn ich bis 19:00 Uhr nicht zurück wäre, würde er die Polizei informieren. Reine Vorsichtsmaßnahme.
Das Tal des Lairojåkkå, der dem Salajekna entspringt, ist sehr sumpfig, aber angenehm zu gehen, es gibt kein Geröll, was bei solchen Gletschertälern sonst oft der Fall ist. Ich musste mir jedoch immer wieder einen Weg um die Sümpfe herum suchen. Der auf der Karte eingezeichnete Pfad existiert nicht, man geht einfach querfeldein, den Gletscher immer im Blick. Es wäre auch möglich, auf der nordöstlichen Flussseite zu gehen, ich wanderte jedoch auf der „empfohlenen“ südwestlichen Seite. Nur die Rentiere teilten das Tal mit mir.
Zur Mittagszeit erreichte ich die Hochfläche am oberen Ende des Tals, nur noch eine alte Endmoräne musste überstiegen werden, dann würde ich auf den Gletscher schauen, der hier in einen See mündet. Doch dann traute ich meinen Augen nicht. Bin ich richtig? Nach der Karte stimmt alles, alle Details passen, nur, da war kein Gletscher! Der See ist aufgeteilt in mehrere kleinere Seen, der westliche Abfluss ist nur noch ein Rinnsal, das man mit 2 Schritten überspringen kann. Dort wo der Gletscher Salajekna in den See münden sollte, liegen nur einige Felsblöcke herum, als ob sie da irgendwie vom Himmel gefallen wären. Der Gletscher beginnt einige hundert Meter weiter oben, rechts von mir, er hat sich um etwa 200 Höhenmeter zurückgezogen und dabei eine Fläche von etwa 2 Quadratkilometern verloren.
Die Mühe des steilen Aufstiegs zur heutigen Gletscherfront machte ich mir nicht mehr und wanderte enttäuscht zurück.
Unten in Piekehaure ballten sich nun dicke Wolken zusammen, während sich hier oben im Windschatten des Sulitelma Föhneffekt bemerkbar machte und die Sonne schien.
Gegen 17:00 war ich zurück in Piekehaure, der Hüttenwirt brauchte also keinen Notruf absenden. Ich hatte auf dem Rückweg Heidelbeeren und Moltebbeeren fürs Abendessen gesammelt. Es gab Reis mit Moltebeersoße, etwas Soja hätte man zur Geschmacksverfeinerung noch brauchen können, aber wo soll man das in der Wildnis Lapplands herbekommen?
Am Abend kam noch ein junges Paar aus der Schweiz an, da konnten wir in der Hütte Erfahrungen austauschen. Sie kamen aus der Richtung, in die ich in 2 Tagen weiter gehen wollte. Am Abend heizte der Hüttenwirt dann die Sauna ein.
Die Regenschauer des Nachmittags gingen auf den Bergen als Schnee nieder, entlang des Weges nach Vaimok war’s jedoch nach Aussage der Schweizer Regen. Am nächsten Morgen kam die Schneedecke jedoch schon deutlich weiter runter.

10. Wandertag. Schönes, sonniges, aber kaltes Wetter, die Nacht war frostig, die Berge sind weiß. Ich entschied mich, eine Tagestour Richtung Varvek zu unternehmen, die gleiche Strecke würden auch die beiden Schweizer weiter gehen.
Das ist eine wunderschöne Strecke, ich hatte atemberaubende Ausblicke auf die Gletscher Salajekna und Stuorrajekna, später dann zum schneebedeckten Jeknaffo. Auch dieser Weg führt über Bergwiesen, über kleine Bachläufe, recht eben, ohne Geröll. Eine sehr angenehme Wanderung mit wunderschönen Aussichten. Und das bei diesem herrlichen Wetter, einfach traumhaft.
Unterwegs begegneten mir noch zwei junge Frauen, die abends ebenfalls in Piekehaure übernachten wollten.
Auf dem Rückweg überholte ich sie wieder, klar, ich war ja ohne Gepäck. Auch die beiden Schweizer kreuzten mehrfach meinen Weg.
Als ich nach Pieskehaure zurück kam war Olla, der Wirt schon sehr aufgeregt und drauf und dran, per Notruf die Polizei zu verständigen, aber nicht meinetwegen. Er erwartete noch 2 Wanderer, die von Vaimok runter kamen und längst da sein müssten. Die Wirte verständigen sich jeden Tag und teilen mit, wie viele Leute kommen müssten.
Aber die beiden Wanderer kamen dann bald an, sie hatten sich einfach nur Zeit gelassen. Sie waren auch aus Deutschland und erzählten mir, dass Sie fast den ganzen Tag Schneefall hatten, auch wenn der noch nicht liegen blieb war es doch recht unangenehm. Bei uns hier im Windschatten des Sulitelma konnte man zusehen, wie die Wolken die am Nachmittag von Nordwesten reindrückten immer wieder aufrissen.
Am Abend gab es wieder Sauna. Und Gesprächsstoff gab es auch genug. Die beiden jungen Frauen, die ich am Nachmittag schon traf, waren auch da.

11. Wandertag. Eine eisige Nacht! Heute ging es auch für mich weiter, Richtung Vaimok. Aber ich wollte vor Vaimok zelten und sagte Olla gleich, dass er meine Ankunft in Vaimok nicht vor morgen ankündigen braucht, nicht dass man in Vaimok schon einen Suchhubschrauber bestellt…
Die ersten 7 Kilometer waren ganz angenehm zu gehen. Über weite Strecken ging es nach einer Flussdurchquerung über absolut ebene, terrassenförmige Hochflächen, auf denen ich richtig gut voran kam. Doch dann kam der Anstieg am Moranjunnje und hier begann das, wovon ich bisher ganz verschont blieb, das mir aber alle, die von hier kamen schon ankündigten. Endlose Geröllhalden. Da sind zwei kleinere Flussläufe, die ich durchwaten musste, eigentlich nicht problematisch, aber man ist ständig am balancieren über Geröll. Dabei muss man auch noch aufpassen, dass man nicht den Weg verliert, im Geröll. Ein ausgetretener Pfad oder Fußspuren sind hier natürlich nicht zu erkennen, und die Wegmarkierungen sind teilweise auch recht spärlich.
Oben am Berg Vistek wird es etwas ebener, ohne Steine, aber schon am Abstieg zum gleichnamigen See eiert man wieder über unzählige Felsblöcke.
Am Vistekjaure gibt es einen winzigen Kiesstrand, hier fand ich einen ebenen Platz zum Zelten.
Am Nachmittag gab es immer wieder Schneeschauer, auch am Abend, als ich schon im Zelt lag, tanzten die Flocken eifrig vom Himmel, es blieb jedoch nicht liegen. Später kamen auch noch die beiden Mädchen vorbei, ob sie heute noch nach Vaimok wollen?

11. Wandertag. Nach einer eiskalten Nacht begrüßte mich ein wunderschöner Morgen, die Sonne schien zum Zelt herein, herrlich warm! Nach ausgiebigem Genießen der Sonne ging es weiter. Doch auch wenn die Sonne Wärme vorgaukelte, es war winterlich kalt. Wasserpfützen waren gefroren, im sumpfigen Gelände knirschte es bei jedem Schritt. Und dann immer wieder Geröll. Wie gestern Nachmittag war auch heute an barfuss wandern nicht zu denken.
Bald erreichte ich den Aufstieg zum Vaimokpakte. Es gibt keine andere Wahl, man muss diesen steilen Aufstieg machen und gleich danach wieder runter. Aber am See entlang gibt es keine Möglichkeit zu wandern, die Ufer sind zu steil. Unterwegs begegnete mit der Hüttenwirt von Vaimok, mit seinen beiden Hunden. Olla aus Piekehaure hatte mich schon angekündigt, ebenso, wie die beiden Mädchen, die nicht weit vor mir waren. Sie hatten kurze Zeit, nachdem sie gestern Abend mein Zelt passiert hatten, an einem kleinen Bachlauf unterhalb des Vaimokpakte gezeltet.
Der Blick zurück, nach Westen verhieß nichts Gutes. Dicke Wolken rückten heran. Ich beeilte mich, um den Vaimokpakte noch vor den Wolken zu überqueren. Ich wollte dort oben nicht in Nebel mit Schneeschauern geraten. Ich kam gerade in Vaimok an, als es heftig zu schneien begann. Im dichten Schneegestöber baute ich mein Zelt auf. Dann machte ich es mir erst mal in der warmen Hütte gemütlich. Die beiden Mädchen rüsteten bei meiner Ankunft gerade zum weiterwandern. Sie wollten noch bis Kurajaure wandern.
Der Schneefall wurde immer stärker, hier in Vaimok blieb der Schnee aber nur kurzfristig liegen. Die Berge rund um den See bekamen aber eine Schneedecke. Gegen Abend kam noch ein alter Mann an, er ist 72 (!). Ich traf ihn gestern schon mal am Moranjunnje auf halbem Weg von Pieskehaure hier her. Er war gestern Abend in Pieskehaure und wanderte heute wieder zurück, allerdings nur mit leichtem Gepäck. Er ist Schwede und macht öfters solche Touren, auch im Winter mit Skieren. Früher hat er richtig lange Skitouren gemacht, über viele Hundert Kilometer. Über solche Touren könnte man in Deutschland ein Abenteuerbuch schreiben, für ihn war das nicht besonderes. Wenn man sieht wie fit er mit über 70 noch ist, fällt es nicht schwer, seine Erzählungen über die Touren zu glauben. Heute, mit 72, nimmt er aber vorsichtshalber ein GPS-Gerät mit, falls im unterwegs etwas passiert. Früher, als er noch jung war, gab es so was natürlich noch nicht. Ich konnte mich sehr lange mit ihm unterhalten, der besseren Verständigung wegen in Englisch. Er spricht zwar auch etwas deutsch, kann es zumindest lesen, und mir geht es mit schwedisch genau so. Es ist immer interessant, sich mit Leuten zu unterhalten, die solche Touren gewohnheitsgemäß mal schnell nebenbei machen, die wir nur mit monatelanger Vorbereitung und einem abenteuerlichen Gefühl im Bauch unternehmen und dann hinterher solche Berichte darüber schreiben, wie ich gerade, und über die andere dann nur ungläubig den Kopf schütteln. Für solche Leute wie er, ist solch eine Tour mal schnell ein Ausflug über ein verlängertes Wochenende, in 2 Tagen wird er wieder in Kvikkjokk sein. Genauso geht es mir, wenn ich das Buch „Mitt vildmarksrike Sarek“ (Mein Wildnisreich Sarek) von Edvin „Sarek“ Nilson lese. Er hat einen großen Teil seines Lebens im Sarek verbracht, Sommer wie Winter, als Forstmitarbeiter und Fotograf, hat Bären und Füchse, Wölfe und Vielfraße aus nächster Nähe fotografiert. Für unser eins ist eine sommerliche Wanderung durch den Sareks Nationalpark fast so was wie das ultimative Abenteuer in „Europas letzter Wildnis“. Dabei ist es im Sarek gar nicht so einsam, auch wenn es keine Brücken und Hütten gibt (nur die Hütten der Rentierzüchter). Wege gibt es aber schon, denn Tausende von Wanderern, die jeden Sommer durch den Sarek wandern, hinterlassen ein Netz von ausgetretenen Trampelpfaden.
Wenn ich an meine Wanderung in den letzten Tagen denke, da war es viel einsamer, als im Sarek, wo mir täglich mehrere Wandergruppen begegneten.
Edvin Nilson betreibt heute mit über 80 Jahren immer noch sein kleine Fotoausstellung aus über 40 Jahren Sarek, in Jokkmokk, direkt am Kreisverkehr in der Ortsmitte (Kreuzung Storgatan / Straße 94)
Später zog ich mich in mein Zelt zurück, es war nasskalt und ungemütlich, rein in den Schlafasck und Kaputze zu. Da kamen doch tatsächlich noch im letzten Dämmerlicht 2 Wanderer an, aus Richtung Pieskehaure.

12. Wandertag. Die beiden Wanderer, die gestern noch am späten Abend ankamen, sind Deutsche, ein Ehepaar aus Regensburg. Sie sind am Vaimokpakte in den Schneesturm gekommen und es blieb ihnen nichts anderes übrig, als dort oben zu warten, bis die Sicht wider frei ist. Dabei hatten sie Glück, dass der Schneefall abends nachließ, sonst hätten sie dort oben im Geröll zelten müssen.
Ich wanderte heute weiter. Eigentlich wollte ich ja in der Gegend des Kurajaure zelten, aber bei diesem Wetter gab es nur ein einziges Ziel; runter ins Tarratal! Zunächst musste ich mir weiterhin den Weg durch Geröllhalden suchen, dann ging es hinauf ins Kuravagge, steinig, kalt, schneebedeckt. Hier hat der Schneefall von gestern seine Spuren hinterlassen, eine wenige Zentimeter dicke Schneedecke überzog die steinige Landschaft. Jeder Schritt musste sorgfältig gesetzt werden, auf den glatten, vereisten Steinen und Bohlenwegen. Nur nicht ausrutschen! Ich kam zunächst nur langsam voran. Von Westen heranrückende neue Schneewolken mahnten aber trotz allem zu Eile. Dennoch bot die Stein-Schnee-Landschaft herrliche Motive für den Schwarz-Weiß-Film. Wenigstens war der Weg und die Markierungen noch gut zu erkennen. Kurze Mittagrast in der Rasthütte von Kurajaure. Dann ging es weiter, langsam wieder ins Tal runter. Der Schnee verschwand, der Weg wurde ebener, kaum noch Geröll, ebene Landschaft, wie vor Piekehaure. Ich wanderte so schnell wie möglich Richtung Tal, von Westen rückten neue Schnee- und Graupelschauer heran. Am Rand des Tarratals, bevor der Weg von Vaimok dann hinunter in den Birkenwald geht, hat man eine überwältigende Aussicht auf das Tal und die gegenüberliegenden Gipfel der Tarrekaise, an denen sich die Schneewolken stauen. Einige Minuten Rast, genießen der Landschaft, dann prasselten wieder die Graupelkörner auf mich und die Landschaft hernieder. Also, los, runter ins Tal. Bald erreichte ich die Brücke über den Tarrafluss. Hier schlug ich mein Zelt auf. Am Abend schien sogar noch etwas die Sonne, aber sobald sie hinter den Bergen verschwand wurde es schnell kalt. Da half nur die Flucht in die Tiefen des Schlafsacks.

13. Wandertag. Schönes Wetter, kalt, aber meist sonnig. Ich entschied mich, einen Tag hier zu bleiben, denn ich habe ja noch Zeit, muss erst in 5 Tagen in Kvikkjokk sein, notfalls würde ich es in einem Tag erreichen, mit Gemütlichkeit in 2 Tagen. Doch diese Entscheidung würde sich rächen, aber das wusste ich ja noch nicht. Erstmal genoss ich einen Vormittag im Zelt in mitten großartiger Landschaft, mit Lesen. Am Nachmittag durchstreifte ich mit der Kamera die Umgebung, auf der Pirsch nach Tieren, Elche, ein Bär? Nichts zu sehen, nur einige Mäuse, und Lemminge. Dafür traf ich die Wanderer, die in Vaimok noch spät abends aus dem Schneesturm kamen. Sie hatten im Kuravagge schon eine dickere Schneedecke. Sie wanderten heute noch nach Tarrekaise, um dort in der Hütte zu übernachten. Ich blieb im Zelt.

14. Wandertag. Früh wachte ich auf, es ist kalt, es scheint leicht zu regnen, doch immer wieder klatschen nasse Güsse auf die Zeltplane, von den Bäumen, es muss also heftiger geregnet haben. Unaufhörlich klatscht es auf die Zeltplane, dabei nieselt es aber nur leicht vom Himmel. Irgendwann zog ich den Reißverschluss auf und traute meinen Augen nicht. Das „leichte Nieseln“ waren die sanften Schneeflocken von gar nicht so leichtem Schneefall. Schneematsch rutschte immer wieder von den Birken herunter und klatschte auf das Zelt, auch die Landschaft rundherum präsentierte sich unter einer ekelhaften Schneematschdecke. Soll ich noch einen Tag im Zelt bleiben? Oder wird das noch schlimmer? Ich entschied mich, nach Kvikkjokk aufzubrechen, heute soweit wie nur irgendwie möglich zu wandern. Ich musste ja den Njoammelgårttje bei Nunjes noch überqueren, bei einer Schneedecke wäre da der Weg recht schwierig zu finden.
Die Wanderung im heftigen Schneeregen durch den Birkenwald war alles andere als angenehm. Der Weg war schmierig, die noch voll belaubten Bäume luden Ihre nasse, kalte Last bei jeder Berührung auf mich ab. Trotz allem kam ich relativ gut voran, erreichte am späten Vormittag die Tarrekaisehütte. Hier suchten schon einige samische Jäger Schutz vor dem Wetter, diskutierten heftig, denn mit solchem Wetter hatten auch die kältegewohnten Sami um diese Jahreszeit nicht gerechnet. Die Gegend, in der sie jagen gehen wollten, liegt schon unter einer geschlossenen Schneedecke.
Kaum war ich in der warmen Hütte, kam schon die Wirtin angerauscht, was für ein Drachen! So unfreundlich hatte ich noch keinen Hüttenwirt in Schweden erlebt. Das erste, was sie nach der Begrüßung sagte, war: Das kostet 60 Kronen. Aber ich will doch gar nichts benutzen, nur etwas aufwärmen (Die Hütte war von den Jägern ohnehin geheizt). Mit ungnädigem Blick ließ sie mich dann ohne Bezahlung Rast machen. Vor Jahren hatte mir mal die damalige Wirtin in der gleichen Hütte gesagt, „Kommen Sie rein, hinsitzen kostet nichts!“
Dieses Mal schaute ich, dass ich weiter komme, für längere Pausen hatte ich keine Zeit, und bei solch unfreundlichen Gastgebern schon gar nicht.
Bald ging es den Njoammelgårttje hinauf, die nasse, aufgeweichte Schneedecke wurde dicker, ein Weg war nicht mehr zu erkennen. Die Gefahr, in ein unter dem Schnee unsichtbares Loch zu treten darf nicht unterschätzt werden, außerdem sind Steine vereist und glitschig, ich ging nur sehr vorsichtig weiter, fand aber immer wieder Spuren von anderen Wanderern, die vor mir durch den Schnee gingen. Auch waren gelegentlich Wegmarkierungen zu erkennen. Der Schneematsch füllte mir von oben die Stiefel, alles war nass, ich schwitzte durch das wandern und fror gleichzeitig durch die Nässe und Kälte. Der Schneefall ging mehr und mehr in starken Schneeregen und Regen über, ich ging immer nur weiter, weiter, etwas Aufwärmen in Nunjes, dann weiter runter ins Tal. Bald holte ich die Wanderer vor mir ein, es war das Paar aus Regensburg. Auch sie folgten Fußspuren von Wanderern, die vor ihnen gingen. Zusammen erreichten wir dann Nunjes und wir waren alle völlig durchnässt. In der Hütte war noch ein Paar aus Dänemark. Ich entschied mich, über Nacht in der Hütte zu bleiben, denn die Nässe war auch in den Rucksack gekrochen. In diesem Zustand bei solch einem Wetter zu zelten, wenn man es auch bequemer haben kann, wäre dann doch zu verwegen gewesen.
Später kam dann noch ein paar aus Hamburg, auch völlig eingeweicht und durchgefroren.
Den ganzen Nachmittag flog der Hubschrauber aus Kvikkjokk in die Berge. „Die suchen nach Wanderern, die sich im Schnee verirrt haben, oder nicht mehr weiter kommen!“ erklärte uns die Wirtin in Nunjes, eine sehr freundliche ältere Dame. Viele lassen sich auch von Staloluokta aus zurück fliegen, denn eine Wanderung über den Pass bei Tottar wäre bei diesem Wetter ein großes Wagnis, zumal für die nächsten Tage weiter Schneefälle zu erwarten sind. Der Weg ist nicht mehr zu erkennen und die Gewässer entlang der Wintermarkierung sind noch nicht gefroren.
Wir genossen alle erst mal die Wärme in der Hütte. Hier in Nunjes regnete es am Abend weiterhin anhaltend, bei 3°C.

15.Wandertag. Es hat sich in Nunjes eine Gruppe von 8 Wanderern gebildet, die am Morgen zusammen im strömenden Regen nach Kvikkjokk aufbrachen. Größere Probleme waren nicht mehr zu erwarten, denn der Weg ist breit und gut ausgetreten und führt durch Nadelwald. Es war jedoch wieder eine nasse Wanderung, der Weg war aufgeweicht, oft hatten wir längere Wasserpassagen, immerhin regnete es nun schon seit 2 Tagen ununterbrochen und stark. Bald teilte sich die Gruppe auf, 4 Wanderer waren etwas langsamer und blieben zurück, der Rest wanderte so schnell wie möglich nach Kvikkjokk, nach 3 Stunden waren wir am Bootsanleger am Tarrafluss, wo der gute Björn Sarstad für uns natürlich eine Extratour machte. Die 4 „Nachzügler“ kamen dann 2 Stunden später zum „fahrplanmäßigen“ Bootstransport. Björn machte für die kleine Gruppe noch einen Abstecher in den See Mierdiekjavrre, ohne Mehrpreis. Für 100 Kronen bekommt man bei Björn eine halbstündige „Ausflugsfahrt“ auf dem Tarrfluss und im Delta.
Bei der Ankunft fragte er uns, wo wir übernachten möchten (er hat selbst 2 Hütten, das ist aber mehr was für Individualisten, die auf den Preis schauen müssen oder wollen). Ich habe nach früheren Wanderungen auch schon bei Ihm übernachtet. Dieses Mal wollte ich etwas mehr Komfort (man wird halt älter…) und bezog eine Hütte im „Touristservice“ und verabredete mich mit einem Mitwanderer, der kurz vor Kvikkjokk zu uns gestoßen war zum Kaffee im Aufenthaltsraum der Anlage. „You must be very lucky to get there a coffee“ sagte Björn, wo bei die Betonung abfällig auf “there” lag.
Er hatte Recht: Der Vermieter im „Touristservice“ hat wohl keine Lust auf Kundschaft: Ich wollte gleich den Preis für 4 Übernachtungen bezahlen, 600 Kronen. „Can I pay with Creditcard?“ „No“ „Do you take Euro?“ „No“ (Er spricht das „no“ sehr gedehnt und etwas verschlafen aus, etwa so: „naou“) „Norwegian Krones?“ “Naou…” “Well, I have not enough Swedish krones yet, I have first to look, where I can change now. I pay tomorow!” “ääääh, yes”. Was blieb ihm auch anderes übrig.
“Do you have a coffee for us?” “Naou!”
Wir gingen runter zum Shop und tranken dort einen Kaffee, die Ladeninhaberin machte auch überhaupt keine Probleme, als ich sie fragte, ob Sie mir auf Kreditkarte 500 Kronen ausbezahlen kann, obwohl ich bei Ihr ja nur für 25 Kronen einen Kaffee und ein “Rundstück” (Zuckergebäck) gekauft habe.
Ich konnte meine Hütte also bezahlen, zunächst mal nur für eine Nacht, dafür drehte ich ihm dann doch 100 norwegische Kronen an, nach dem Motto, entweder du nimmst das, oder du hast Pech gehabt. „Do you sell drinks?“ „Naou!“ „Do you sell anything…?“ „Naou!“ Also gut, dann eben nicht.
Ich erkundigte mich nach den Preisen in der Touriststation aber da kostet ein Raum 350 Kronen, pro Nacht, meine Hütte kostet nur 150 Kronen und man hat es sehr ruhig da oben. Dafür nimmt man dann einen lustlosen Vermieter in Kauf, ich überlegte schon eher, ob ich nicht lieber doch bei Björn eine Hütte beziehen soll. Aber Björn ist halt ein „Messie“ und auf seinem Grundstück findet man alles, was man vielleicht irgendwann noch mal gebrauchen könnte… Aber vielleicht muss man dort oben am Ende der Welt in einem Dorf mit 19 Einwohnern und 9 Monaten Winter so sein, um zu Überleben. Jedenfalls stehen seine beiden Hütten recht dunkel im Schatten alter Birken recht feucht in Mitten von einem Sammelsurium von Gegenständen, die größten Teils mit grünen Militärplanen gegen den Regen abgedeckt sind. Von Motorersatzteilen über Bauholz bis hin zum Elchgeweih kann man bei Ihm alles finden. Zum Duschen/Toilette bleibt dann auch nur der Weg zum wenige Meter entfernen Touristservice.
Ich entschied mich, zu bleiben, wo ich bin, auch wenn der Vermieter nicht auftaute, als ich ihm alle 4 Nächte bezahlte. Dafür mietete ich bei Björn ein Kanu, es gehört eigentlich seiner Frau Helena, die in Kvikkjokk eine kleine Gemäldegalerie mit ihren eigenen Bildern betreibt. Es ist wesentlich besser, als die Blechkähne aus der Touriststation, dafür kann man mit diesen ohne Sorge auch mal über einen Stein schrammen, sie schlagen garantiert nicht Leck. Mit Helenas Kanu sollte man schon vorsichtiger umgehen. Dafür sind die Paddel von der Marke „Björn Spezial“ Ein geschnitzter, entrindeter Ast, an beiden Enden ist der Länge nach ein Schlitz eingesägt und je ein Ruderblatt, das aus einer alten Blechtonne geschnitten wurde eingelassen. Die Blattgröße dürfte etwa das Doppelte, der normalen Größe sein. Naja, beim richtigen Rudern gibt’s ja auch „Bigblades“. Mit ordentlichen Muckies in den Armen kann man ordentlich Fahrt drauf bekommen. Doch zunächst muss man mal die Kraft aufbringen, die ungefähr 10kg schweren Paddel hoch zu halten…
Die 3 Tage in Kvikkjokk verbrachte ich mit Paddeln und Wandern und in der Touriststation gab es am Abend ein Rentier-Menü.
Und dann war auch diese Tour wieder zu Ende. Insgesamt bin ich incl. Tagestouren rund 200 Kilometer gewandert.
Die Rückreise verlief problemlos, keine kaputten Treibwerke oder sonstige Schwierigkeiten.


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