Vollständige Version anzeigen : Dogtrekking-Rennen
Trekking mit Hund, also Dogtrekking, gibt es übrigens auch als Wettkampfsport (bei dem die Platzierungen aber den meisten Teilnehmern für gewöhnlich nebensächlich sind, da das Erlebnis an sich höher gewertet wird). Ich habe vor kurzem in Tschechien an einer solchen Veranstaltung teilgenommen und wen meine Erfahrungen interessieren, der kann ja mal auf meiner Website (siehe mein Profil) bei den Berichten nachsehen. Dort habe ich meine Erfahrungen mit dem "Stezkou Vlka", dem "Pfad des Wolfes" niedergeschrieben (und eine Menge Fotos gibts auch zu sehen). Liebe Grüße an alle, die gerne mit Hund(en) unterwegs sind!
Chris
pepenipf
11.09.2007, 12:22
Hallo Chris.
Danke für den sehr interesanten Bericht! Wusste nicht das es sowas gibt, finde das ganze aber sehr interessant!
Werde mich mal mehr darüber informieren.
Viele Grüße
Nina und die Wuffels
pepenipf
12.09.2007, 12:25
Hallo Chris.
Leider kann ich dir (noch?) keine PN schreiben.
Kannst du mir sagen wo ich weitere Informationen über Dogtrekking finde. Z.B. auch wo Veranstaltungen, möglicherweise auch in meiner "Nähe" statt finden?
Finde das sehr interesant und würde mich gerne näher informieren, und vielleicht irgendwann ja auch mal ein Rennen mitmachen...
Viele Grüße
Nina mit dem Wuffels
Hallo, Nina!
Leider kann ich ja (noch) keine Links hier posten, aber wenn du mir über meine Website (siehe mein Profil) eine E-Mail schreibst, gebe ich dir gerne alle Informationen, die du gerne hättest - und die sind halt großteils auf Websites zu finden, auf denen du weiter stöbern kannst....:D
Liebe Leute! Wen es interessiert, es gibt heuer noch ein Dogtrekking-Rennen in Tschechien. Es handelt sich um eine eher kürzere Sache (42 km, also eine Ein-Tages-Tour) und ist als offizielle WM im Winter-Gebirgs-Dogtrekking ausgeschrieben. Vielleicht hat ja noch jemand Lust mitzugehen?:-)
Hallo Chris,
komme gerade von deiner Seite :)
hört sich recht strapaziös an was du da berichtest ...
und da blutet mir gleich wieder das Herz beim Betrachten der schönen Fotos ... obwohl ich eh gerade jedes Wochenende unterwegs bin :)
Wieviele km am Tag müssen bei diesem mehrtägigen Trekking in Tschechien denn gelaufen werden?
42 km an einem Tag bei der eintägigen Veranstaltung ist schon viel ... da muss man ja in der Nacht schon loslaufen :confused: ... und das auch noch in bergiger Landschaft?
liebe Grüße an alle und natürlich im Besonderen an die Hündetrekker
pepenipf
17.10.2007, 14:03
Hallo Chris.
Wann und wo genau ist denn das Rennen?
Aber ich fürchte dieses Jahr wird das für mich nichts mehr, mein Terminkalender ist mal wieder völlig überfüllt....
Viele Grüße
Nina
@Susi: Bei zweitägigen Veranstaltungen bewegen sich die Distanzen meist zwischen 80 und 120 Kilometern. Dazwischen gibt es manchmal Pflichtbiwaks, an denen man ein paar Stunden Aufenthalt haben muss, oder man schläft nach Lust und Laune im Gemüse oder man geht durch (das wäre allerdings nichts für mich).
@pepenipf: Das Rennen findet am 24.11. statt. Den Link mit der genauen Ortsangabe darf ich hier ja noch nicht posten, dafür müsstest du mir mailen.:o
Hallo Chris,
@Susi: Bei zweitägigen Veranstaltungen bewegen sich die Distanzen meist zwischen 80 und 120 Kilometern. Dazwischen gibt es manchmal Pflichtbiwaks, an denen man ein paar Stunden Aufenthalt haben muss, oder man schläft nach Lust und Laune im Gemüse oder man geht durch (das wäre allerdings nichts für mich).
puh ... das iss nix für so'n Genußwanderer wie mich :D 30 km bei zeitigem Losmarschieren ging ja noch, aber mich stören die Regeln ... ich möchte nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt wo sein müssen.
Habe einen Wandertag schon mal um 15 Uhr beendet weil ich zu einer Höhle kam in der ich unbedingt übernachten wollte.
Liebe Grüße von Susi
pepenipf
18.10.2007, 14:35
Schade.
Wie befürchtet habe ich am 24. keine Zeit.
Aber irgendwann werde ich mir eine solche Veranstaltung mal anssehen!
Viele Grüße
Nina
pepenipf
18.10.2007, 14:37
Halo Susi.
Also für meine normalen Touren bin ich ja auch eher der Genusswanderer. Aber es reizt schon irgendwie mal so ein wenig an seine Grenzen zu gehen und eine solche Strecke in der kürze der zeit zurück zu legen. Ich denke das ist so ein wenig der Hauptgrund da mal mit zumachen. Und ein Rennen, naja, da muss es ja Zeitforgaben gene, es ist schlislich ein Rennen...
Aber für meine normalen Touren nehme ich mir dann auch liebder zeit, weil die Natur will man ja auch geniesen...
Viele Grüße
Nina
Hallo Vajk,
das klingt ja echt interessant! Ich habe schon mehrmals vergeblich nach ähnlichen Veranstaltungen in Norddeutschland gesucht (in Kiel zählen wir ja fast schon als Reserve-Dänen ;)), aber nichts gefunden. Ist dir etwas bekannt, was in Richtung Dogtrekking oder Canicross im Norden der Republik (oder Dänemark) läuft?
Gruß aus dem Norden
von Claudia
@ zepeh: Leider nicht, aber nachdem das Dogtrekking als Wettkampfsport auch hier in Österreich noch in den Kinderschuhen steckt und ein paar Freunde und ich es erst so richtig bekannt machen wollen, wäre es doch eine lohnende Aufgabe für dich, Ähnliches in Norddeutschland zu tun. Manchmal muss man wohl selbst zum Vorreiter einer interessanten Sache werden. Canicross allerdings ist in Deutschland allgemein schon recht etabliert, ihr habt in Völklingen erst vor zwei Wochen die Europameisterschaften ausgerichtet. Mehr Infos dazu findest du auf der Website http://www.cbvd.de !
@ pepenipf: Prinzipiell bin ich auch ein Genusswanderer. Aber manchmal, nur manchmal, möchte mans halt wissen...;)
Ach ja, hier noch ein aktueller Bericht vom letzten Wochenende:-) :
Lysohorsky Dogtrekking Mid
Nach dem Pfad des Wolfes schien die Dogtrekking-Saison – zumindest, was Rennen anging – für uns beendet zu sein. Wir hätten nicht gedacht heuer noch einmal nach Tschechien zurückzukehren um mit Gepäck und Hunden irgendwelche abstrus langen Strecken in unwirtlichen Gegenden auf Zeit zu durchwandern. Und doch, eine Gelegenheit bot sich uns noch: die Weltmeisterschaft im Gebirgs-Dogtrekking, die in den Beskiden, also im östlichsten Teil der Tschechischen Republik, direkt an der Grenze zur Slowakei, stattfinden sollte.
Eingeladen wurden wir dazu vom Organisator dieser Veranstaltung, Roman Balaz, einem in der Szene legendären Extremsportler, dessen Bekanntschaft wir bereits bei unserem letzten Dogtrekking gemacht hatten. Das wettertechnisch riskante Datum (Ende November), die reizvolle Landschaft und damit die Aussicht auf ein ganz besonderes Abenteuer ließen uns nicht lange zögern: Mario Formanek, Christopher und ich beschlossen schnell uns für dieses Rennen anzumelden. Bald darauf schloss sich uns auch Markus Mayer an, der erfolgreiche Canicross- und Scooterjoering-Athlet, der einmal die Atmosphäre eines Dogtrekkings kennenlernen wollte (und anschließend erwartungsgemäß begeister war).
Zu dieser Veranstaltung würden DogtrekkerInnen aus der Tschechischen Republik, aus Polen, der Slowakei und eben wir Österreicher anreisen, knappe fünfzig Menschen und ihre Hunde würden am Start stehen, unter ihnen die absolut schnellsten Athleten, die dieser Sport aufzuweisen hat.
Am Freitag, dem 23. November 2007, brach also das Team Österreich gemeinsam mit seinen Hunden Blaze, Yuma, Rashka und Ronja nach Ostravice, dem Veranstaltungsort, auf. Nach einer recht abenteuerlichen Fahrt gelangten wir bei weitem später als geplant im Hotel an, bezogen unsere Zimmer und erledigten die Anmeldeformalitäten für den nächsten Tag.
Vernünftigerweise gingen wir verhältnismäßig früh schlafen um gestärkt durch eine ruhige Nacht und ein ausgiebiges Frühstück am Samstag um kurz nach zehn Uhr im Startbereich vor dem Hotel zu erscheinen. Unsere Anspannung war spürbar geringer als beim letzten Dogtrekking-Rennen, obwohl (oder weil) diese Veranstaltung mit einem Massenstart beginnen sollte. Um zehn Uhr zehn (zwanzig Minuten nach dem Start der Damen) setzte sich der Pulk der männlichen Dogtrekker in Bewegung und auf dem ersten Kilometer erschien das Feld äußerst homogen. Erst mit der Zeit zog sich die Gruppe auseinander und bereits nach etwa einer Viertelstunde gab es keinerlei Platzprobleme auf dem Trail mehr. Bald war der Wanderweg, auf dem wir uns bewegten, nur mehr als ausgetretener Pfad im Schnee erkennbar, der direkt auf den Lysa Hora, den dominierenden Gipfel der Route (1323m Seehöhe) führte. Die Hunde arbeiteten – schon aufgrund der winterlichen Witterungsbedingungen - hervorragend und so war es unserer Viergruppe möglich eine Menge Konkurrenten hinter uns zu lassen; nach etwa fünf Kilometern überholten wir auch schon die ersten Dogtrekkerinnen, die immerhin einen zwanzigminütigen Vorsprung gehabt hatten. Der Tag begann gut für uns, das war nicht zu übersehen. Nach einem etwa 75-minütigen Anstieg und dem Zurücklegen von etwa 740 Höhenmetern auf 7,6 Kilometern Wegstrecke gelangten wir zum ersten Checkpoint, der Berghütte auf dem Gipfel des Lysa Hora. Dort stempelten wir unsere Startkarten ab, boten den Hunden Wasser an (das sie allerdings verächtlich ablehnten) und machten uns daran die Schipisten des Gebietes bergab zu laufen. Nach etwa zwei Kilometern lockeren Trabens überdehnte ich mir durch einen unglücklichen Schritt schmerzhaft die Wade des linken Beines. Nach erst zehn zurückgelegten Kilometern aufzugeben ließ mein Stolz aber nicht zu und ich forderte die anderen auf, ihr Tempo beizubehalten und mich vorerst zurückzulassen. Mein Ehrgeiz lag allein darin die restlichen rund dreißig Kilometer des Trails - egal in welcher Zeit – hinter mich zu bringen. Glücklicherweise bestanden die nächsten acht Wegkilometer aus so unwegsamem Gelände, dass an ausgiebigeres Laufen nicht zu denken war. Dies war mein Vorteil, denn so konnte ich auch humpelnd knapp hinter meinen drei Teamkollegen vorankommen, mit denen ich bereits beim zweiten Checkpoint im urtümlichen Waldgebiet direkt an der slowakischen Grenze wieder zusammentraf. Nach einer kurzen Stärkung nahmen wir den Weg wieder gemeinsam auf. Nach einem kurzen Anstieg gelangten wir auf gemütlich zu begehende Gebirgsstraßen, was auch meinem Bein gut tat, sodass ich bald, zumindest bergab, wieder zu laufen im Stande war. Beim dritten Checkpoint, dem einsam gelegenen Gasthaus Charbulak, ließen wir die Hunde in den bereit gestellten Wasserkübeln saufen und genehmigten uns selbst jeder eine kleine Flasche Kofola (ein tschechischer Softdrink, dessen Geschmack schwierig zu beschreiben, aber äußerst interessant ist). Das musste nach 26 zurückgelegten Kilometern einfach sein, die verlorene Zeit würden wir locker durch unsere erholte Physis wieder gut machen. Auf diese Art typisch dogtrekkermäßig gestärkt waren wir also bereit den letzten Teil der Strecke (also noch etwa 16 Kilometer) in Angriff zu nehmen. Dieser führte uns zuerst über äußerst steile, sehr rutschige Schipisten bergab, später durch eine dicht bewaldete Klamm, in der wir erneut einige DogtrekkerInnen auf einem vereisten Weg überholen konnten, bis zu einem großartigen Stausee, dessen Uferverlauf wir auf einer etwas erhöhten Straße folgten. Mein linkes Bein begann zu diesem Zeitpunkt erneut Schwierigkeiten zu machen, sodass ich etwas zurück fiel, dieses Manko aber durch besonders flotte Bergabläufe wieder wettzumachen trachtete, was mir dank der Hilfe meiner vierbeinigen Teampartnerin auch recht gut gelang. Bald schon trabten wir in Richtung Ostravice, also dem Ziel des Rennens entgegen. Mittlerweile – es war etwa 16.00 Uhr – begann es zu dämmern. Die letzten zwei Kilometer hatten wir im Wald zurückzulegen, was uns beinahe gezwungen hätte, die Kopfleuchten zu verwenden. Wir kamen aber mit nur einer gut aus (zum kurzen Kartenlesen war sie hilfreich), denn nach kurzer Zeit trafen wir bereits auf den erleuchteten Zufahrtsweg zum Hotel, in dessen Eingangsbereich das Ziel lag. Müde, nass, aber euphorisch gaben wir simultan unsere Startkarten bei den Organisatoren ab: Das Team Österreich hatte damit trotz aller Widrigkeiten der vergangenen sechseinhalb Stunden, der schwierigen Geländebedingungen und 42 abenteuerlicher Wegkilometer geschlossen gefinisht!
Nachdem die Hunde versorgt waren, gönnten auch wir menschlichen Teammitglieder uns etwas Erholung unter der Dusche und bei einem ausgezeichneten, (bis auf die Sachertorte) typisch tschechischen Abendessen, das etwas üppiger als üblich ausfiel – doch wer konnte uns das verdenken? Es sollte noch etwa dreieinhalb Stunden dauern, bis die letzten unserer KonkurrentInnen im Ziel eintrafen, wir hatten also noch mehr als genug Zeit zum Plaudern, Lachen, Essen und Trinken, sodass wir die feierliche Siegerehrung um etwa 21 Uhr entspannt genießen konnten.
Es war ein schöner Erfolg, den wir als Team mit nach Hause nehmen durften: Neben guten Einzelergebnissen (sechste und neunte Plätze) erreichten wir in der Teamwertung den zweiten Rang, was uns Österreicher zur zweitbesten Dogtrekking-Nation (nach der Tschechischen Republik) erhebt.
Darüber hinaus konnten erneut einige Kontakte geknüpft und gemeinsame Pläne geschmiedet werden, die auf eine sehr erfreuliche Zukunft des Dogtrekkings in Österreich hoffen lassen.
Christian Vajk
Die Bilder dazu gibts übrigens auf http://picasaweb.google.com/pfadi64/LysohorskyDogtrekking24112007
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