Thorsten
16.08.2007, 14:18
Hallo
Nun mal der versprochene Bericht über Trekking Möglichkeiten in Altai.
Also ich wahr jetzt 5 Wochen in Altai und dem Kreis Altai neben ein paar Pflicht Besuchen hatte ich 3 Wochen Zeit ein paar schöne Stellen zu erkunden.
Vor weg gesagt ich bin/war eigentlich nicht so Trekking begeistert, aber die Landschaft überzeugt einen. Und es ist ein gutes Gefühl seinen Fuß auf ein stück Erde zusetzt wo noch keiner war.
Das erste Ziel war Ust-Koksa im Grenzgebiet von Kasachstan das ist das erste Problem.
Die Landschaft ist super Bewaldete Berge, Täler, Bäche mit Trinkwasser Qualität (gab zumindest keinen Durchfall).
Der weg dorthin ist aber nicht so einfach, von der Hauptstadt Altais, Gorno Altai, sind es 420 km die nur mit Mini Bussen erreicht werden kann. Die Fahrt dauert 6 Stunden und hat Rallye Charakter. Da man im Grenzgebiet ist hat man 80km vor Ust-Koksa eine „Grenzkontrolle“ die sich gewaschen hat, man könnte meinen jeder Grenzer der Mist baut kommt dahin.:down: :down: :down:
In der Umgebung der Stadt sind überall Maral Farmen teilweise 5km² groß das ist auch nicht so toll.
Durch die nähe zu Kasachstan und China kommt es gelegentlich in den Wälder zu Grenzkontrollen.
Wenn ich hier und jetzt eine Empfehlung geben müsste würde ich sagen es gibt Plätze wo man weniger Probleme hat.
Das nächste Ziel war Kolyvan, Wildnis pur, hier enden die Stromleitungen, Handy Fehlanzeige.
Das Gebiet liegt auf ca. 350m Höhe die Bergketten in der Umgebung sind bis zu 550-600m Hoch.
Das ganze Gebiet ist von Holzfäller Wegen durchzogen die meisten werden nicht mehr benutzt. Die die noch genutzt werden, werden ca. 1mal pro Woche befahren. Der Holz Abbau ist dort zweitrangig und findet in sehr kleinen Maßstab statt.
Gelegentlich trifft man einen Gold und Diamanten Sucher, so wie Beeren Sammler
Mit dem Geländewagen kommt man teilweise nur durch Flussbetten weiter, will man einige Geister Dörfer besuchen so braucht man einen Ural 4x4 LKW oder man nimmt sich eine Woche Zeit für den hinweg.
Für dieses Gebiet muss man Top Fit sein ich habe dort meine Grenzen gefunden.
Einen Führer bekommt man dort relativ einfach, Beeren Sammler sind dafür perfekt sie kennen jede Ecke und man findet immer was zu Essen.
Ohne GPS sollte man sich dort nicht bewegen ich habe eigentlich einen guten Orientierungs-Sinn dort war aber ende im Gelände.
Es gibt dort Bär und Wölfe ab einer gewissen Entfernung von den letzten Hausen sollte man je nach Jahres Zeit eine Waffe mitnehmen. Zumindest wenn man mehrer Tage unterwegs ist.
Man braucht dort einen Dolmetscher das ist ein bisschen schwierig. einen zu finden der Geländetauglich ist.
Die Temperaturen liegen Anfang August zwischen 30-40C° an Tage und Nachts bei 20-28C°, Nachts fängt es öfters an zu regnen.
Ich für meinen Teil werde die nächsten Jahre dort wieder Hinfahren. Aber Anfang Oktober.
Drittes und letztes Ziel war Kristianka
In vergleich zu Kolyvan ist Kristianka das Gegenteil, absolut flach aber interessant.
Es ist eine Seen und Wald Landschaft von ca. 400km Länge und 40km Breite.
Auch hier wir das ganze Gebiet von Wegen die teilweise schon zugewachsen sind durchzogen, es sind aber keine Weg die zu Holz Einschlag dienen.
Der Wald besteht aus Kiefer und Birken mit ein wenig Glück kann man hier Elche und Rehe so wie Bieber sehen. Das ganze gebiet wird von Seen durchzogen in denen man Schwimmen kann, sie sind relativ flach.
Auch hier geht ohne GPS nichts, man findet keine Orientierungspunkte selbst wenn man „nur“ den Wegen folgt hat man Schwierigkeiten seinen Ausgangpunkt wieder zu finden.
Da es dort auch Sumpfgebiete gibt muss man Trinkwasser mitnehmen, wenn man einen Führer hat ist das kein Problem auch größere mengen Wasser mit einem Geländewagen zutransportieren. Als Führer ist der dortige Jäger zu empfehlen man kann dann mit der Kamera auf die Jagd gehen.
In dieser Gegend ist es meiner Ansicht nach nicht schlecht wenn man ein Basis Lager einrichtet von dem man dann 1-2 Tages Touren macht.
Es spricht aber auch nicht dagegen es anders zu machen, die Weite der Landschaft gibt einen alle Möglichkeiten.
Zu den Temperaturen, in August 30C° ist normal nachts sind es mindestens noch 22C° es ist eine hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden. Regnen tut es meistens nur nachts dann aber richtig, ein Gewitter ist dort ein richtiges Schauspiel.
Ich werde im Mai 2008 wohl 4 Wochen dort sein.
Sollte diese Beschreibung etwas komisch vorkommen bedenkt bitte, Trekking ist neu Land für mich. Der Grund meines Besuches war ein anderer.
Allgemein kann man sagen, bis auf Ust-Koksa kann man die zwei anderen Orte gut erreichen.
Nach Kolyvan braucht man 1,5-2 Tage mit dem Bus oder Bahn.
Kristianka erreicht man in einem Tag.
Man sollte aber einen Tag Aufenthalt am Flughafen (oder wo man umsteigen muss) einplanen, hier bleibt nur ein Hotel Wildes übernachten ist nicht ratsam.
Wildes Lagern ist in den beschriebenen Gebieten kein Problem. Ausnahme Ust-Koksa hier braucht man Vitamin B, und auch dann ist man nicht wirklich unbeobachtet habe ich festgestellt.
In Kolyvan 10km nach den letzten Häusern trifft man sowie so keinen mehr, außer vielleicht ein paar Goldsucher und die sind froh wenn sie keiner sieht. Hat man hier allerdings einen Unfall (Bein gebrochen) ist die Reise der ganzen Gruppe zu Ende, man braucht je nachdem wo man ist 1-3 Tage in ein Krankenhaus.:down: Das ist vielleicht anderswo genauso.
In Kristianka ist man Luftlinien 5-15km von einem Dorf entfernt, das sind dann schon mal 40km zu Fuß oder mit den Geländewagen, bedingt durch die Seen und Sümpfe außer ein paar Anglern und vielleicht noch ein paar Badegäste wird man dort niemanden treffen. Hat man hier einen Unfall so ist man spätestens nach 24 Stunden in einem Krankenhaus.
Die Gastfreundschaft ist überall sehr gut.:up: :up:
Mit einem Führer hat man auch keine Probleme mir der Verpflegung, man nimmt zu.
Benzin und Diesel für einen Kocher bekommt man überall, Petroleum, Esbit habe ich nicht gesehen. Gaskocher mit Stechkartusche habe ich gesehen. Beliebt sind aber Gaskocher mit der Spraydosen Kartusche.
Ich bevorzuge Benzin& Diesel als Brennstoff, wir haben aber immer an Lagerfeuer gekocht ist irgendwie kult.
Zur Ausrüstung sei zusagen, man kann 20kg als Gepäck mitnehmen. So Sachen wie Zelte etc. kaufe ich Vorort auf einem Basar. Outdoor Kleidung so wie hier bekommt man sehr schwer. Ich bevorzuge Tarnklamotten preisgünstig und funktionell (wenn da Wasserdicht draufsteht heißt dass nicht das es Wasserdicht ist) damit muss man leben. Mein Regenanzug ist ein super Mückenschutz Wasserdicht ist was anderes. :D Essbesteck, Töpfe etc. bekommt man aus Alu überall und sehr günstig.
So ich hab bestimmt noch was vergessen, wenn jemand noch was wissen möchte einfach mal schreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten
Nun mal der versprochene Bericht über Trekking Möglichkeiten in Altai.
Also ich wahr jetzt 5 Wochen in Altai und dem Kreis Altai neben ein paar Pflicht Besuchen hatte ich 3 Wochen Zeit ein paar schöne Stellen zu erkunden.
Vor weg gesagt ich bin/war eigentlich nicht so Trekking begeistert, aber die Landschaft überzeugt einen. Und es ist ein gutes Gefühl seinen Fuß auf ein stück Erde zusetzt wo noch keiner war.
Das erste Ziel war Ust-Koksa im Grenzgebiet von Kasachstan das ist das erste Problem.
Die Landschaft ist super Bewaldete Berge, Täler, Bäche mit Trinkwasser Qualität (gab zumindest keinen Durchfall).
Der weg dorthin ist aber nicht so einfach, von der Hauptstadt Altais, Gorno Altai, sind es 420 km die nur mit Mini Bussen erreicht werden kann. Die Fahrt dauert 6 Stunden und hat Rallye Charakter. Da man im Grenzgebiet ist hat man 80km vor Ust-Koksa eine „Grenzkontrolle“ die sich gewaschen hat, man könnte meinen jeder Grenzer der Mist baut kommt dahin.:down: :down: :down:
In der Umgebung der Stadt sind überall Maral Farmen teilweise 5km² groß das ist auch nicht so toll.
Durch die nähe zu Kasachstan und China kommt es gelegentlich in den Wälder zu Grenzkontrollen.
Wenn ich hier und jetzt eine Empfehlung geben müsste würde ich sagen es gibt Plätze wo man weniger Probleme hat.
Das nächste Ziel war Kolyvan, Wildnis pur, hier enden die Stromleitungen, Handy Fehlanzeige.
Das Gebiet liegt auf ca. 350m Höhe die Bergketten in der Umgebung sind bis zu 550-600m Hoch.
Das ganze Gebiet ist von Holzfäller Wegen durchzogen die meisten werden nicht mehr benutzt. Die die noch genutzt werden, werden ca. 1mal pro Woche befahren. Der Holz Abbau ist dort zweitrangig und findet in sehr kleinen Maßstab statt.
Gelegentlich trifft man einen Gold und Diamanten Sucher, so wie Beeren Sammler
Mit dem Geländewagen kommt man teilweise nur durch Flussbetten weiter, will man einige Geister Dörfer besuchen so braucht man einen Ural 4x4 LKW oder man nimmt sich eine Woche Zeit für den hinweg.
Für dieses Gebiet muss man Top Fit sein ich habe dort meine Grenzen gefunden.
Einen Führer bekommt man dort relativ einfach, Beeren Sammler sind dafür perfekt sie kennen jede Ecke und man findet immer was zu Essen.
Ohne GPS sollte man sich dort nicht bewegen ich habe eigentlich einen guten Orientierungs-Sinn dort war aber ende im Gelände.
Es gibt dort Bär und Wölfe ab einer gewissen Entfernung von den letzten Hausen sollte man je nach Jahres Zeit eine Waffe mitnehmen. Zumindest wenn man mehrer Tage unterwegs ist.
Man braucht dort einen Dolmetscher das ist ein bisschen schwierig. einen zu finden der Geländetauglich ist.
Die Temperaturen liegen Anfang August zwischen 30-40C° an Tage und Nachts bei 20-28C°, Nachts fängt es öfters an zu regnen.
Ich für meinen Teil werde die nächsten Jahre dort wieder Hinfahren. Aber Anfang Oktober.
Drittes und letztes Ziel war Kristianka
In vergleich zu Kolyvan ist Kristianka das Gegenteil, absolut flach aber interessant.
Es ist eine Seen und Wald Landschaft von ca. 400km Länge und 40km Breite.
Auch hier wir das ganze Gebiet von Wegen die teilweise schon zugewachsen sind durchzogen, es sind aber keine Weg die zu Holz Einschlag dienen.
Der Wald besteht aus Kiefer und Birken mit ein wenig Glück kann man hier Elche und Rehe so wie Bieber sehen. Das ganze gebiet wird von Seen durchzogen in denen man Schwimmen kann, sie sind relativ flach.
Auch hier geht ohne GPS nichts, man findet keine Orientierungspunkte selbst wenn man „nur“ den Wegen folgt hat man Schwierigkeiten seinen Ausgangpunkt wieder zu finden.
Da es dort auch Sumpfgebiete gibt muss man Trinkwasser mitnehmen, wenn man einen Führer hat ist das kein Problem auch größere mengen Wasser mit einem Geländewagen zutransportieren. Als Führer ist der dortige Jäger zu empfehlen man kann dann mit der Kamera auf die Jagd gehen.
In dieser Gegend ist es meiner Ansicht nach nicht schlecht wenn man ein Basis Lager einrichtet von dem man dann 1-2 Tages Touren macht.
Es spricht aber auch nicht dagegen es anders zu machen, die Weite der Landschaft gibt einen alle Möglichkeiten.
Zu den Temperaturen, in August 30C° ist normal nachts sind es mindestens noch 22C° es ist eine hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden. Regnen tut es meistens nur nachts dann aber richtig, ein Gewitter ist dort ein richtiges Schauspiel.
Ich werde im Mai 2008 wohl 4 Wochen dort sein.
Sollte diese Beschreibung etwas komisch vorkommen bedenkt bitte, Trekking ist neu Land für mich. Der Grund meines Besuches war ein anderer.
Allgemein kann man sagen, bis auf Ust-Koksa kann man die zwei anderen Orte gut erreichen.
Nach Kolyvan braucht man 1,5-2 Tage mit dem Bus oder Bahn.
Kristianka erreicht man in einem Tag.
Man sollte aber einen Tag Aufenthalt am Flughafen (oder wo man umsteigen muss) einplanen, hier bleibt nur ein Hotel Wildes übernachten ist nicht ratsam.
Wildes Lagern ist in den beschriebenen Gebieten kein Problem. Ausnahme Ust-Koksa hier braucht man Vitamin B, und auch dann ist man nicht wirklich unbeobachtet habe ich festgestellt.
In Kolyvan 10km nach den letzten Häusern trifft man sowie so keinen mehr, außer vielleicht ein paar Goldsucher und die sind froh wenn sie keiner sieht. Hat man hier allerdings einen Unfall (Bein gebrochen) ist die Reise der ganzen Gruppe zu Ende, man braucht je nachdem wo man ist 1-3 Tage in ein Krankenhaus.:down: Das ist vielleicht anderswo genauso.
In Kristianka ist man Luftlinien 5-15km von einem Dorf entfernt, das sind dann schon mal 40km zu Fuß oder mit den Geländewagen, bedingt durch die Seen und Sümpfe außer ein paar Anglern und vielleicht noch ein paar Badegäste wird man dort niemanden treffen. Hat man hier einen Unfall so ist man spätestens nach 24 Stunden in einem Krankenhaus.
Die Gastfreundschaft ist überall sehr gut.:up: :up:
Mit einem Führer hat man auch keine Probleme mir der Verpflegung, man nimmt zu.
Benzin und Diesel für einen Kocher bekommt man überall, Petroleum, Esbit habe ich nicht gesehen. Gaskocher mit Stechkartusche habe ich gesehen. Beliebt sind aber Gaskocher mit der Spraydosen Kartusche.
Ich bevorzuge Benzin& Diesel als Brennstoff, wir haben aber immer an Lagerfeuer gekocht ist irgendwie kult.
Zur Ausrüstung sei zusagen, man kann 20kg als Gepäck mitnehmen. So Sachen wie Zelte etc. kaufe ich Vorort auf einem Basar. Outdoor Kleidung so wie hier bekommt man sehr schwer. Ich bevorzuge Tarnklamotten preisgünstig und funktionell (wenn da Wasserdicht draufsteht heißt dass nicht das es Wasserdicht ist) damit muss man leben. Mein Regenanzug ist ein super Mückenschutz Wasserdicht ist was anderes. :D Essbesteck, Töpfe etc. bekommt man aus Alu überall und sehr günstig.
So ich hab bestimmt noch was vergessen, wenn jemand noch was wissen möchte einfach mal schreiben.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten