Vollständige Version anzeigen : Tso Moriri Permit
schodoris
12.08.2007, 13:34
Hallo,
ich möchte im 2 wochen mit dem rad von manali nach leh (über tso moriri) fahren. nachdem man für den tso moriri ein permit braucht, wollte ich fragen, ob jemand weiß, ob dieses auch in manali oder dehli erhältlich ist. weiters wäre es sehr hilfreich zu wissen, ob man ausser in pang sonst auf diesem weg noch irgendwo grundnahrungsmittel und wasser kaufen kann.
Danke schon im Voraus für die Hilfe!
LG,
doris
schlimmer finger
06.09.2007, 15:29
Generell kannst du dir ein Permit innerhalb eines Tages in fast jedem Tourbüro in Manali oder Leh organisieren. Die setzen dich auf eine Liste mit erfunden Personen, du zahlst 100 Rp und am nächsten Tag hast du ein Permit. An den Checkpoints, sagst du einfach, die anderen kommen noch oder die sind krank geworden...
In Delhi gets auch, allerdings weiß ich nicht, ob die das dort eventuell genauer nehmen mit der Mindestranzahl von 4 Leuten.
Hallo schlimmer Finger!
Abgesehen davon, dass schodoris Reise schon vorbei ist, stimmt das mit dem Permit nicht so ganz. Denn beim Tsomoriri See haben sie uns (heuer im Juli) nur als GANZE GRUPPE passieren lassen...also nix mit "die anderen kommen später"! Wir mussten schön brav zusammenwarten, bis alle da waren...
Dann halt "krank geworden" :D .
Wieviel wart ihr denn und wie unterwegs?
Und die Kontrolle war in Korzok?
Wie war eure Route genau?
Erzähl mal ein bischen ;)
phacops
Hallo!
Also wenn Du es ganz genau wissen willst, dann muss ich daheim meine Reisenotizen hervorkramen, da ich mir die ganzen Ortsnamen einfach nicht merken konnte (das Alter...).
Wir sind nach Leh geflogen (12 Personen) und haben uns dort erstmal akklimatisiert und kleinere Touren gemacht zu verschiedenenen Klöstern (Phyang und Spituk glaub ich waren die Namen). Weiter sind wir dann nach Hemis geradelt, wo wir uns gleichnamiges Kloster angesehen haben. Die ersten 3 Tage dieser Tour war bestand unsere Hauptbeschäftigung im Flicken der Reifen. Sowas hab ich noch nie erlebt, hunderte Dornen pro Reifen! Ich hatte mir spezielle Reifen gekauft (Kevlar), die waren gegen die Dornen weitgehend immun, dafür sauschwer. Weiters sind wir geradelt zum (wahrscheinlich) höchstgelegenen Kinderdorf der Welt, von dort über den Namshang La (4750 m) Richtung Tso Moriri See. Vor Korzok war die Kontrolle, und mit der war nicht zu spaßen, weder rein noch raus! Der See selbst samt der ganzen Umgebung ist unbeschreiblich schön! Einer von uns ist am nächsten Tag sogar auf einen 6000er gestiegen. Ich wollte ein Bad im See nehmen, bin aber vor der Million Stechmücken schnell wieder auf einen Berg geflüchtet. Übrigens hatten wir dort auch das Glück, an einem Klosterfest teilnehmen zu können und die berühmten Maskentänze zu sehen. Von der Straße zum See sind es übrigens ca. 30 km, und die sind wirklich hart. Sand, Waschbrettpiste und grober Schotter. Wir sind die gleiche Strecke wieder hinausgefahren, wieder über den Pass und am Kinderdorf vorbei. Ein paar km weiter machten wir Lager bei heißen Schwefelquellen. Mann kann dort stundenlang durch heißes Wasser kneippen...wenn einem der Dreck nicht stört. Am nächsten Tag ging es weiter über den Polokongka La (4800 m), eine reine Sandetappe. Anstrengend aber wunderschön. Hier hatten wir einen Sandsturm, dass man teilweise nicht mal bis zum Lenker hinuntergesehen hat. Tags darauf ging es auf den zweithöchsten befahrbaren Pass (Tanglang La, 5303 m). Diesen Pass empfand ich anstrengender als den höchsten Pass, da wir zuerst noch eine Stunde durch den Sand gefahren sind. Oben ist die Aussicht grandios! Und die folgenden Abfahrstkilometer waren eine schöne "Entschädigung" für die anstrengende Auffahrt. Leider hat uns hier der Monsun ordentlich erwischt (nicht nur hier), also es ist wohl eher ein Märchen, das nach Ladakh der Monsun aufgrund der hohen Berge nicht reicht. Wir sind dann talauswärts wieder Richtung Leh gefahren und haben noch 2 weitere Kloster besichtigt (Taktak und "weiß ich grad nicht auswendig"). In Leh haben wir noch einen Rasttag gemacht und sind anschließend auf den Khardung La (5606 m) geradelt. 40 km gehts bergauf, allerdings ist mittlerweile bis auf die letzen - harten - 10 km alles geteert. Das wird vermutlich auch so bleiben, da aufgrund des Frostes ein weiteres Teeren nicht möglich ist. Auf der anderen Seite ging es 60 km wieder runter, wirklich ein Traum! Allerdings sind einige von uns gestürzt (Müdigkeit?). Der Verkehr hat sich - abgesehen in der Nähe von Leh - absolut in Grenzen gehalten. Hauptsächlich Militär, aber die waren erstaunlich Rücksichtsvoll. Temperaturmäßig ist vielleicht noch erwähneswert, dass wir auf 3500 m sogar einen Tag mit 42 Grad hatten!!! Was auch noch interessant war, dass fast alle mit Bronchitis zu kämpfen hatten.
Das war es mal in aller Kürze, wenn Du was bestimmes wissen willst, bitte sagen!
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