Vollständige Version anzeigen : 1-wöchige Tour in den Alpen
Hi bardyberlin,
Auf deine Anfrage:
> Hi,
>
> ich würde gerne eine 1-wöchige Tour in den Alpen machen. Kennt jemaqnd
> von euch eine , die von mäßiger Schwierigkeit ist?
> In den Alpen bin ich auch schon recht schwierige Gelaufen, aber immer
> nur als tagestour. Jetzt mit Gepäck, da Vorbeireitung auf Nepal.
>
> Wie ist das mit den Hüttel. Muss man sich vorher anmelden oder kommt
> man einfach so rein?
>
> bye bardyberlin
kann ich dir eine Tour in Österreich empfehlen, die sich als Vorbereitung für Nepal sicher eignet:
Großvenediger-Höhenweg: beschreibt eine Halbrunde im Süden des Venedigermassivs:
Tag 1: Du kannst in Hollersbach (im Salzburgerland) beginnen bis zur Neuen Fürtherhütte; Gehzeit: 5,5 Std. (fantastischer Sidetrip ins Hintermoos möglich)
Tag 2: Vorbei am Kratzenbergsee hinauf aufs Sandebentörl; Abstieg zum Viltragenkees (einsamer Gletscher mit schönem Gletschertor); steiler Aufstieg rund um den Vorderkesselkopf bis zur Neuen Prager Hütte; Gehzeit: 6,5 Std.
Tag 3: Ein Stück wieder abwärts denselben Weg, dann Überquerung des Unteren Keesbodens des Schlatenkees (normalerweise ohne Steigeisen möglich; sonst kann man die Gletscherzunge auch umgehen); Austieg aufs Löbbentörl (Sidetrip auf den Inneren Knorrkogel möglich) und Höhenweg oberhalb der weiten Frosnitzer Ochsalmen bis zur Badener Hütte; Gehzeit: 4,5 Std.
Tag 4: Bergauf und -ab in der Höhe oberhalb eines einsamen Tales; über die steile Galtenscharte zur Bonn-Matreier-Hütte (Sidetrip auf den Rauhkopf möglich); Gehzeit: 4 Std.
Tag 5: Hoch über dem Virgental (Blicke wie von einem hohen Balkon!), das Timmeltal ausgehend bis zur Sajathütte; Gehzeit: 6 Std. (Kann man auch in zwei Etappen aufsplitten und auf der Eisseehütte bleiben!)
Tag 6: Rein ins Dorfertal direkt an den Südabfall des Venedigers und übers Türmljoch zur Essener-Rostocker Hütte; Gehzeit: 6 Std.
Tag 7: Abstieg ins hintere Virgental (Sidetrip zu den Umbalfällen); Gehzeit: 2,5 Std
Ich habe den Venediger Höhenweg (teils andere Route!) mit dem Zelt unternommen, also richtig Trekking-Himalaya-mäßig; Lebensmittel bekommt man in den Hütten! Ansonsten unbedingt vorreservieren (ca. 2-3 Wochen vorher). Es ist eine fantastische Wildnistour, kaum Leute (ausser auf den Hütten natürlich ¤*#;)), immer am Gletscherrand oder sogar drüber! Sicher einer der beeindruckensten Hochalpentouren in Österreich!
Wenn du noch mehr Fragen hast, frag einfach!
Grüße,
Andreas
Hallo, danke für die Info. Na ja etwas spät, bin schon seit Monaten wieder aus Nepal zurück, bruache keine Probetour mehr. ;-) aber nettes Forum hier. Bis denne.
bardy
Hmm, da stand wohl ein falsches datum in der Anfrage: war nämlich November drin...
Tja... ::)
Und wie war's in Nepal? Getrekkt? Kannst ja mal deine Eindrücke im Nepalforum (weiter oben) widergeben...
Grüße
Andreas
wetterfest
20.03.2002, 19:53
hallo andreas,
du schreibst das du/ihr auf dem venedigerhöhenweg gezeltet habt, ist dies offiziel erlaubt oder habt ihr nur quasi zufällig gezeltet ;-)
würde mich interessieren zwecks nachahmung!
viele grüsse
helmut
Hallo Helmut,
Auch hier zur Einleitung ¤*#;): Es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber ich bin mit dem Büro übersiedelt und da ging's fast zwei Wochen lang drunter und drüber. Eine Zeit lang war es mir auch nicht möglich, online zu gehen.
Es ist schon richtig, dass es offiziell nicht gestattet ist, 'wild' zu zelten, aber wo kein Kläger.... ¤*#;D
Außerdem achte ich dabei natürlich peinlich darauf, keinen Müll zu hinterlassen! Alles, was nicht gerade den Darm verlassen hat ¤*#;D wird wieder mitgetragen!
Ich kann nur empfehlen: tu es! Es ist um einiges beeindruckender, als auf den Hütten zu bleiben! Die Wahrscheinlichkeit 'erwischt' zu werden, ist äußerst gering, denn man ist ja abseits, in der Wildnis. In unmittelbarer Nähe einer Hütte zu bleiben, wäre natürlich weniger gut!
Ein fantastischer Platz war am Gletschertor des abseits gelegenen Viltragenkees (Ostabdachung Venediger) auf einer kleinen Sandbank. Kein Zivilisationshinweis weit und breit: kein Weg in unmittelbarer Nähe, keine Strommasten, keine Straßengeräusche, einfach WOW! Nur eine paar Schafe liefen oben über die Hänge.
In welche Gebirgsgruppe möchtet ihr denn?
Gruß,
Andreas
odinodin
22.04.2002, 12:14
hallo andreas,
die tour hört sich interessant an. wir wollen in diesem jahr in der gegend eine hüttentour unternehmen, wissen aber trotz wanderführer nicht so genau mit welcher strecke. warum nicht diese? ich würde aber gerne wissen, ob man die tour ohne steigeisen und anseilen, also bloßes alpines wandern, durchführen kann? wäre nett, wenn du mir antworten könntest, andreas.
ps.s.: ich denke, die hohen tauern sind ein naturschutzgebiet. deshalb habeich zum thema zelten eine etwas andere meinung. wenn nun jeder abseits zelten würde...........
Hallo odinodin,
Willkommen im Forum!
Erstmal zu deinem Einwand am Schluss: Ich kann dir versichern, dass ich dabei äußerst umweltbewußt vorgegangen bin. Natürlich hast du recht, dass es weniger schön wäre, wenn jeder es täte; aber wir wollten damals versuchen, ob man ein wenig 'Himalayfeeling' auch in den Alpen finden kann. Seither habe ich im Hochgebirge auch nur auf Hütten übernachten; im Zelt nur dann, wenn der Grundbesitzer zugestimmt hat (und nur im Talniveau).
Nun zu deiner Tour: Das Venedigermassiv ist sicherlich eines der lohnendsten Ziele in den österreichischen Alpen. Du kannst die ganze 3/4-Umrundung des Massivs ohne Steigeisen und Seilsicherung machen. Es ist zwar zwischen der Alten Prager Hütte und dem Löbbentörl der Gschlösskees (Kees=Gletscher) zu überqueren. Wenn das Eis ausgeapert und griffig ist, und du Stecken dabei hast, sollte die Querung kein Problem sein. Ansonsten kann man den Keesboden östlich umwandern! Du solltest vorher in der Hütte genaue Infos über den Zustand des Kees resp. der Spalten einholen; Schluß endlich liegt es natürlich in deinem Ermessen, was du tust!
Übrigens solltest du zwischen Anf. Juli und Ende August unbedingt Schlafplätze in den Hütten vorreservieren! In meiner Linkliste (rechts unten) findest du einen Link zum österr. Alpenverein mit allen Telefonnummern der Hütten!
Grüße,
Andreas
PS: mein 100. Posting :D
odinodin
14.05.2002, 11:33
Hallo Andreas,
zunächst einmal danke für deine antwort. ich habe die tour nachskizziert und festgestellt, dass sie von der nord- auf die südseite führt (?). es ist also jedenfalls keine rundtour. wie habt ihr die an- und abreise gestaltet? wir wollen mit 2 autos anreisen. es bietet sich an, je eins am anfang und am ende stehen zu lassen. das ist jedoch wohl mit einem hohen zeitaufwand verbunden, zumal wir eine lange anreise vor uns haben. gibt es zum startort und vom zielort (welche orte sind das?) öffentliche verkehrsmittel (welche?)?
viele grüße aus dem frankenland
odinodin
14.05.2002, 11:34
Hallo Andreas,
zunächst einmal danke für deine antwort. ich habe die tour nachskizziert und festgestellt, dass sie von der nord- auf die südseite führt (?). es ist also jedenfalls keine rundtour. wie habt ihr die an- und abreise gestaltet? wir wollen mit 2 autos anreisen. es bietet sich an, je eins am anfang und am ende stehen zu lassen. das ist jedoch wohl mit einem hohen zeitaufwand verbunden, zumal wir eine lange anreise vor uns haben. gibt es zum startort und vom zielort (welche orte sind das?) öffentliche verkehrsmittel (welche?)?
viele grüße aus dem frankenland
(ich habe beim ersten mal die autom. benachrichtigung vergessen)
Hallo odinodin,
Tja, das mit den Autos ist natürlich ein Problem. Wir sind mit zwei Autos angereist, was aber angesichts der Nähe meiner Heimatstadt Kitzbühel zum Ausgangspunkt dieses Trekkings kein Problem darstellte. Es sieht natürlich anders aus, wenn man von der 'Ferne' kommt; außerdem würde so die Tunnelmaut (Felbertauern) viermal anfallen!
[hr]Ich hätte zwei 'Lösungen' für euch:
Ihr macht die Trekkingtour wie oben beschrieben in umgekehrter Reihenfolge, bringt ein Auto nach Hollersbach zum Ende der Tour und fährt mit dem anderen nach Mittersill (6km entfernt) von wo aus ihr einen Bus zuerst nach Matrei und dann nach Prägraten/Hinterbichl nehmen könntet: derzeitiger Fahrplan für Juli:
11:32 ab Mittersill Bahnhof
12:10 an Matrei Ort Postbus 5010 Richtung Lienz Bf (Bus)
Umsteigen
12:43 ab Matrei Ort
13:10 an Prägraten Hinterbichl Postbus 5012 Richtung Prägraten Hinterbichl
zweite Möglichkeit: ihr beginnt nicht in Hollersbach, sondern fährt mit beiden Autos durch den Tunnel nach Osttirol. Ein Auto bringt ihr nach Prägraten/Hinterbichl, das andere stellt ihr zum Matreier Tauernhaus grade unterhalb des Tunnels Südportal. Dann geht ihr als erste Etappe hoch zur St. Pöltnerhütte und danach über den St. Pöltner-Westweg bis zum Viltragenkees, wo ihr wieder auf die ursprüngliche Route trefft. Aber Achtung: dieser Weg ist viel länger für den zweiten Tag, als jener von der Fürtherhütte.
Ich hoffe, es hat dir geholfen!
Schöne Grüße,
Andreas
Hallo odinodin,
Ich hab mal schnell auf der Digimap die beiden Varianten eingezeichnet, dass man besser sieht, was ich meine:
Variante1:
http://trekking.cc/grafiken/g/venedigertour01.gif
Variante2:
http://trekking.cc/grafiken/g/venedigertour02.gif
jederzeit mehr ;)
Andreas
odinodin
27.05.2002, 08:01
Hallo Andreas,
danke für deine professionelle hilfe. die tour ist so gut wie gesetzt. wir werden von süden nach norden gehen. ich möchte mich gern nochmals vergewissern, dass man die tour völlig ohne steigeisen, seile, pickel etc. durchführen kann. Gerade nach der bonn-matreier hütte richtung badener hütte muss man wohl einen relativ schwierigen pass überwinden. wir haben nur ganz normale bergschuhe und nix weiter. ich denke schon, dass es möglich ist, oder? einer meiner freunde sagte, zumindest ein teil der wege wäre nicht markiert, simmt das? wenn ja, sind die wege so erkennbar, dass man sich nicht mit kompass etc. durchschlagen muss? ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen, da die wege zum großen teil auch in meinem rother bergführer beschrieben sind.
grüße aus nürnberg.
>>danke für deine professionelle hilfe. die tour ist so gut wie gesetzt.
Gern geschehen ¤*#;D
>> ich möchte mich gern nochmals vergewissern, dass man die tour völlig ohne steigeisen, seile, pickel etc. durchführen kann.
Definitiv JA! Nur die Überquerung des Unteren Schlatenkees geht über Eis. Je nach Wetter (nur bei schönem Wetter!) und Eis-/Schneeverhältnisse kann man ohne Steigeisen, nur mit Stecken darüber wandern. Ansonsten östlich über Gletscherlehrpfad umwandern!
>> Gerade nach der bonn-matreier hütte richtung badener hütte muss man wohl einen relativ schwierigen pass überwinden. wir haben nur ganz normale bergschuhe und nix weiter. ich denke schon, dass es möglich ist, oder?
Ja, rutschig: ja, mögicherweise Schnee, aber ohne Steigeisen möglich!
>> einer meiner freunde sagte, zumindest ein teil der wege wäre nicht markiert, simmt das?
Wäre mir noch nie aufgefallen; ich fand alles ausreichend markiert. Achtung nur bei Nebel: nur auf Almstrecken wandern; keine Passüberquerungen bei Nebel!
>> wenn ja, sind die wege so erkennbar, dass man sich nicht mit kompass etc. durchschlagen muss?
Hatte noch nie Probleme! Kompass benötigst du nicht; kann sogar gefährlich sein, wenn man stur einer Richtung nachgeht, die vielleicht zu Abstürzen führt! Nehmt einfach die AV-Karte »Großvenediger« mit, dann seid ihr bestens vor dem Falschgehen gefeit!
Ich wünsche viel Spass!
Andreas
odinodin
27.05.2002, 17:02
mensch, auf dich ist verlass! danke! ich werde erzählen wie es war. bis spätestens dann. thx
Hallo zusammen, ich bin begeister von der Tour Grossvenediger. Im Sommer 2004 werde ich durch diese Traumhafte Bergwelt wandern.
Nun habe ich eine Bitte, ich habe kein Auto, wie komme ich mit den öffentlichen Verkehrsmittel nach Hollersbach.
Mit Trekker Gruss
Edmond
Hallo Edmond,
unter dem Link
http://www.oebb.at
kannst Du unter der "Fahrplan-Schnellabfrage"
von jedem Bahnhof nach Hollersbach im Pinzgau Dir eine Verbindung anzeigen lassen.
Beachte aber bitte, das die Verbindungen für den Sommer 2004 noch nicht online abrufbar sind, erst mit dem neuen Fahrplanwechsel (ab 13.6.2004) ;)
Viele Grüße, Peter
Hallo Peter,
ich habe deinen Tourvorschlag des Grossvenediger Höhenweges mit grossem Interesse verfolgt. Vielen Dank für die vielen Informationen.
In zwei Wochen würde ich diese Tour mit einem Mini-Zelt gerne versuchen nehmen. War es schwer geeignete Plätze für das Zelt zu finden ?
Gruss
Thom
Meine Mail Adresse passte oben nicht rein, somit
nochmals vollständig hier:
thomas.laepple@iup.uni-heidelberg.de
Hallöchen!
Hab heuer ebenfalls vor die Tour zu gehen, und werde im Sinne einer umweltverträglichen Anreise ebenfalls die Öffis nutzen.
Also die Anfahrt geht ab Zell am See per Bus oder Bahn direkt nach Hollersbach. Fahrtzeit ca. 50 min, von Salzburg ca. 2:45 h. Nähere und genaue Auskünfte über Abfahrts-, Ankunfts- und Fahrtzeiten unter: www.oebb.at (Online-Fahrplan).
Schöne Reise, Uli
Hallo,
vielen Dank für die ausführlichen Tourhinweise. Ich bin die Tour in der letzten Augugst Woche gelaufen und war begeistert. Hier kurz mein Bericht.
Ich bin die Tour in umgekehrter Reihenfolge, also von Prägraten nach Hollersbach gelaufen, da ich aus Berlin einen weiten Anfahrtsweg hatte und daher am ersten Tag einen kurzen Aufstieg haben wollte.
Vorne weg: Die Tour setzt lediglich Trittsicherheit und in Teilen Schwindelfreiheit voraus. Besondere Ausrüstung (Klettersteig oder Geltscher) ist nicht notwendig. Die Streckenlänge habe ich durch ausmessen der Landkarte ermittelt, Höhenmeter wurden mit einem Suunto Vector gemessen und Zeit entspricht Gehzeit + Pausen bei gemütlichem Gang.
Tag 1: Anreise:
Länge: 5km, Höhenmeter: 800m, Dauer 2-3h
Bei der Anreise über Matrei in Osttirol ist zu beachten, dass es auch noch ein Matrei am Brenner gibt :(
Wer wie ich spät ankommt und auf einen schnellen Aufstieg zur Essener-Rostocker Hütte angewiesen ist, kann sein Gepäck mit der Seilbahn zur Hütte befördern lassen (gegen ein geringes Entgeld).
Tag 2: Essener-Rostocker Hütte zur Sajat Hütte
Länge: 9 km, Höhenmeter: 2300 m, Dauer 6-7h
Man sollte sich bei schlechtem Wetter nach dem Zustand des Sajat Höhenweges erkundigen. Bei Regen könnte es zu Schwierigkeiten in einigen Abschnitten kommen.
Auf dem Weg gibt es einige Klettersteige. Direkt an der Sajat Hütte kann man sich an der Roten Säule probieren (wer möchte, kann sich eine Gurtsicherung für 4€ auf der Hütte ausleihen).
Die Hütte ist nach einem Lawinenabgang neu errichtet worden - ein richtiges Schloss mit Indoor Kletterwand. Abends wird in der Gaststube ein Film über den Wiederaufbau gezeigt.
Tag 3: Sajat Hütte zur Bonn-Matreier Hütte
Länge: 15,5km, Höhenmeter: 1550m, Dauer 6-7h
Unkomplizierter Weg über die Eishütte. Es gibt verschiedene Varianten: Man kann den Sajat Höhenweg ein Stück zurück und dann über die Zopelscharte gehen oder westlich über den Höhenweg zur Eishütte (letzteres war meine Wahl aufgrund schlechten Wetters).
Tag 4: Bonn-Matreier Hütte zur Badner Hütte
Länge: 9,5km, Höhenmeter: 2000m, Dauer 6-7h
Ich hab einen Abstecher zum Rauhkopf gemacht (ca. 1h). Austieg ist einfach, nur kurz vor dem Gipfel muß man die Hände zur Hilfe nehmen.
Die Kälberscharte ist problemlos, die Galtenscharte verlangt aber Schwindelfreiheit. Allerdings ist der Weg sehr gut mit Seilen gesichert und daher ohne besondere Schwierigkeit zu bewältigen (wer früh im Jahr unterwes ist sollte sich erkundigen, ob die Seile schon befestigt sind).
Ich hatte an diesem Tag einen schönen Schneesturm und bin auf dem Höhenweg zur Badner Hütte schön eingeschneit.
Tag 5: Badner Hütte zur neuen Prager Hütte
Länge: 9km, Höhenmeter: 1700m, Dauer 7h
Bei schönem Wetter lohnt sich der kurze Ausflug auf die innere Knorrkogel, weil man von hieraus einen wunderschönen Blick sowohl zurück, als auch nach vorne hat. Ab dem Löbbertörl ist die neue Prager Hütte in Sicht.
Die Überqueerung des Kees ist bei gutem Wetter mit etwas Vorsicht problemlos möglich. Allerdings habe ich den Weg erst kurz vor der alten Prager Hütte wiedergefunden. Der Kees löst sich umgehen. Dabei muß man nicht der ersten Ausschilderung (gelbes schild) folgen, sondern auf dem Damm bis zum Salzbodensee absteigen um dann direkt unterhalb des Kees-endes zu queeren.
Die alte Prager Hütte ist bewirtschaftet, hat allerdings nur zwei Zimmer, so dass sie nur als Essensstation dient. Der Aufstieg zur neuen Prager Hütte dauer ca 1 h. Auf der sehr großen neuen Prager Hütte trifft an allerlei Volk, das den Groß Venediger besteigen will. "Urig" ist eher die falsche Beschreibung für die Hütte.
Tag 6: Neue Prager Hütte zur Neuen Fürther Hütte
Länge: 8,5km, Höhenmeter: 1800m, Dauer 6-7h
Der Weg führt wieder über die Prager Hütte hinauf zum Sandebentörl. Der Aufstieg zum Törl verläuft über ein Geröllfeld und ist kurz hinter dem Viltragenbach etwas schlecht markiert (man muß etwas länger suchen, der Aufstieg ist aber unproblematisch). Vom Törl (hier haben die Maler offensichtlich all ihre Farbe gelassen) hat man einen wunderschönen Blick auf das Venedigermassiv.
Die Fürther Hütte war nach meinem Geschmack die schönste auf dem Weg, zumal sie malerisch in der Nähe eines Sees liegt.
Tag 7: Neue Fürther Hütte nach Hollersbach
Länge: 17,5km, Höhenmeter: 1500m, Dauer 3-4h
Zur Seilbahnstation läuft man ca. 1 h. Zur Zeit wird am Bachweg gebaut, so dass ich über die Straße absteigen mußte. Der Weg war sehr schnell! Ab Hollersbach fahren stündlich Busse nach Zell am See.
Fazit:
Die Tour war sehr schön und hat mir viel Spaß gemacht. Sie ist landschaftlich reizvoll und bietet viel Abwechslung durch Klettersteige oder durch Gletschertouren (Achtung: auch wenn der Groß Venediger viel begangen wird, gibt es viele Spaltenstürze duch Leute, die meinen, ungesichert über den Gletscher turnen zu müssen!).
Wer Interesse hat, dem maile ich gerne mein (etwas einfache) Tourenplanung mit Höhenprofil (f_kirsch@gmx.de)
Fabian
Hallo Fabian,
Es freut mich, dass dir die Tour gefallen hat. Gerade diese 'Ecke' der Hohen Tauern gefällt mir sehr gut und bin häufiger 'drüben', wie man hier in Kitzbühel sagen kann.
Schöne Grüße,
Andreas
vBulletin® v3.8.1, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.