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Vollständige Version anzeigen : Bachdurchquerungen


abc123
05.04.2007, 19:34
Hi

habt Ihr eine Idee wie man das am elegantesten macht? Nach dem was ich gelesen habe gibt es ja Strecken (Remote Zanskar..) auf denen man häufiger durch das Wasser muß...

hhhannes
09.04.2007, 10:48
Kurze Hosen und Teva Sandalen sind gut.
Solltets du ein Seil benötigen ist es eigendtlich schon zu gefährlich.
Wanderstöcke können auch hilfreich sein. Guck immer wo die Einheimischen den Fluß durchwaten. Das dürfte die beste Stelle sein.

ecki
09.04.2007, 18:16
Kann ich nur bestaetigen, TevaLatschen sind dir vielleicht zu schwer, habe aber auch schon Leute mit "Plastikschuhen" gesehn, hab den namen leider nicht parat..
Bei starker Stroemung helfen die Stoecke, aber keine Wunder erwarten, wenn der Untergrund steinig ist, wirds schon spannend..

Viel Spass beim Waten - bloss nicht ausreden lassen
der Ecki

ecki
09.04.2007, 18:16
Ich nochmal, habe doch noch den Schuh gefunden..
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=cro49602&k_id=0106&hot=0

Ecki

bertsimon
10.04.2007, 12:51
hoi. sollte das wasser nur ein wenig zu tief sein (so, dass man es eigentlich noch wagen würde wenn es nicht fünf zentimeter zu hoch wär...), dann kannst du einige grosse steine als tritte ins wasser werfen und von stein zu stein zu gehen. cherio. bert

ecki
11.04.2007, 05:42
waere beim gehen ueber die Steine jedoch vorsichtig, sieht teilweise leichter aus als es ist, man sieht nicht wie glatt sie sind und schon liegt man im Wasser - habs ausprobiert, im nachinein ist es witzig, an dem Tag jedoch nicht.. zumindest nichts ueberstuerzen..
Gruss Ecki

abc123
11.04.2007, 21:57
Hm, das mit den Sandalen hatte ich mir auch schon gedacht. Könnte sie dann auch in Delhi tragen. Noch mehr Schutz und Isolierung würden eigentlich Neopren-Füßlinge bieten wie man sie zum Tauchen verwendet - mal sehen. Vielleicht mache ich mal einen Test in den Alpen. Die Frage ist auch wie schnell man sich "umkleiden" kann, wenn man 5x am Tag durch einen Bach latschen muss.

ernesto
26.04.2007, 17:42
Du kannst mit Trekkingsandalen (z.B. Teva) nicht nur durch Flüsse waten, man kann mit ihnen auch die Strecken zwischen den Flussquerungen zurücklegen. Wir haben damals auf dem Trek von Lamayuru nach Darsha am 2. Trekkingtag fast 30 x eine Fluss durchquert und das funktioniert mit diesen Sandalen bestens. Ich verwende beim Bergsteigen oder Trekking ohnehin immer Stöcke, und für Flussdurchquerungen sind sie immer sehr hilfreich, weil man ja oft den Untergrund nicht sieht und mit den Stöcken die Balance wesentlich besser halten kann. Der Rat, dass man schauen soll, wo die Einheimischen den Fluss überqueren, ist sicherlich gut. Nur bei uns war es so, dass unser einheimischer Guide mit Sicherheit immer die zweitbeste Möglichkeit gefunden hat.
LG ernesto

Dekkert
26.04.2007, 20:28
Und nicht vergessen den Hüftgurt aufzumachen...

waldschrat
26.04.2007, 20:44
Hallo,

das Ganze ist kein Witz, in meiner Jugend sind bei einer Illerdurchquerung (im Grunde ein harmloser Voralpenfluß!!) mal massenweise Bundeswehrler ertrunken, weil der Ausbilder das unterschätzt hat. Wir sind das nicht mehr gewöhnt weil Fremdenverkehrsamt und DAV überall Brücken bauen.

Stöcke: sehr wichtig für das Gleichgewicht, Du kannst Dich gegen die Strömung lehnen und dagegen abstützen, viele empfehlen mit der Schmalseite zur Strömung zu gehen, statt ihr mit dem Gesicht entgegenzusehen wie ich es vorziehe.

Bei mehr Leuten wird empfohlen, daß der Schwächere unmittelbar unterhalb watet und der obere die Strömung bricht, ich halte das eher eine Einladung zum Massenschwimmen.

Seil: man sollte die Technik beherrschen. Gegen eine starke Strömung werdet ihr auch niemand rausziehen können, der Strömungsdruck ist unvorstellbar. Der erste kann gesichert und ohne Gepäck hinüber das Seil so befestigen, daß die anderen einzeln nachfolgen können, d.h. etwas strömungsabwärts in Querungsrichtung. Bitte an einer Stelle queren wo beim Ausgleiten der Verunfallte am Seil hängend ans Ausgangsufer gespült wird und nicht über dem nächsten Wasserfall, man kann auch flott am Seil ersaufen

Sandalen: unverzichtbar (mit wassergeeigneter Sohle), im kalten Wasser merkst Du nicht mal wie Du Dir an scharfen Steinen die Füße aufreißt. Alternative Socken aus, Stiefel wieder an, drüben ausschütten, nach 20 min. laufen Socken auswinden, vertretbar wenn es schön Wetter ist. Schotten scheint übrigens Wassser im Stiefel wurscht zu sein - probiers halt aus.


Habe übrigens mit Tevasandalen schon Rucksäcke incl. Ski und Skistiefel über 1000 Höhenmeter ins Gebirge getragen. Gerade bei warmem Klima während Anreise, abends etc unverzichtbar wenn Du nicht in den verschweißten Stiefeln stehen willst.

Bergstiefel um den Hals hängen, Kumpel warf mal zu kurz, mit Glück konnten wir die Stiefel abfangen, bevor sie endgültig Richtung Meer verschwanden.

Unterschätze nicht die Gefahr ins Wasser zu fallen wenn Du einen schweren Rucksack aufhast und von Stein zu Stein springst, besser waten, jedenfalls keine Schnallen schließen, wenn Du nicht ersaufen willst, kdie Verletzungsgefahr ist bei groben Blöcken auch nicht zu unterschätzen.

Unterschätze nicht die Strömung, bei starker Strömung wird es schon um Knietiefe kritisch, besser langsame Strömung und tiefer, notfalls wenns über den Hintern geht, alles was nässeempfindlich ist oben reinpacken und drüben Rucksack ausschütten.

Gute Watstellen: im flacheren Gelände bei Bögen des Flusses zb. wo die Strömung über eine Kiesbank schräg läuft und sich auf die andere Uferseite verlagert oder wo sich der Fluß in viele kleine Arme aufteilt.

Ergebnis:

Wenn ihr auf eigene Kappe echte Flüsse in den Bergen queren wollt, empfehle ich jemand zu suchen der mal mit Euch trainiert, evtl. vor Ort einen Kajakverband anhauen. Auf bekannten Treks bei gutem Wetter hätte ich allerdings weniger Bedenken. Aber: in den Bergen kann innerhalb von Stunden ein Gewässer von lachhaft zu unmöglich querbar werden, im Extremfall eine Schlucht bei blauem Himmel innerhalb von einer Minute zur Mausefalle in der alles in einem tobenden Strom von Wasser, Geröll und Baumstämmen talabwärts rast, wie es in der Schweiz schon passiert war, weil oberhalb ein Schlagwetter eine Mure auslöste, aber das ist ein anderes Thema.


Gruß Waldschrat

Manali90
26.01.2008, 11:06
Vielleicht noch zur Ergänzung von waldschrat etwas Grundsätzliches:
Wenn man nicht ständig Flüsse/Bäche überqueren muss, sollte man die Etappen so wählen, dass die gefährlichen Querungen morgens bis mittags anstehen. Am Nachmittag ist wegen der Schneeschmelze der Wasserstand meist wesentlich höher. Notfalls muss man eben ein Camp aufschlagen und bis zum nächsten Morgen warten...


habt Ihr eine Idee wie man das am elegantesten macht? Nach dem was ich gelesen habe gibt es ja Strecken (Remote Zanskar..) auf denen man häufiger durch das Wasser muß...

Dafür zitiere ich mich in der Anlage mal selbst aus "Trekking in Himachal Pradesh".
Manali90

phacops
27.01.2008, 20:21
Bachdurchquerungen können es in sich haben, wie Katharina eindrucksvoll zeigt:

Zitat von Lichtblick http://trekkingforum.com/forum/images/buttons/viewpost.gif (http://trekkingforum.com/forum/showthread.php?p=66644#post66644)
Flussquerungen: Den Wari (Shutti Garang) und den Gumjang (Gumjang Garang) haben wir jeweils um 7 Uhr morgens überquert, sonst ist der Wasserstand zu hoch. Um 7 Uhr war es kein Problem.

http://img117.imageshack.us/img117/9250/p1010068frhmorgentlicheki1.jpg (http://imageshack.us/)

Der Chipong war kein Problem, ist auch noch später möglich. Der Tepong ist ab 14.00 nicht mehr zu queren, um 13.00 ging den Pferden das Wasser bis teilweise über den Bauch, (die Fohlen hatten Probleme, die Hunde keine Chance) wir querten dann auf einer Schneebrücke (was in unserem Fall ca. 2 Std. Umweg bedeutete...) In der Stunde stieg der Wasserspiegel zusehends.


Dazu hätte ich auch noch gerne einen kleinen Erfahrungsbericht gelesen ;)

phacops

Manali90
03.02.2008, 17:29
...und dazu noch ein anderes Bild:
Überquerung des Prini Nalla (Hamta Nalla) auf dem Weg zum Hamta Jot,
in traditioneller Weise mit Klientinnen.