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Vollständige Version anzeigen : Reiseapotheke


domi
10.03.2007, 09:48
hey, mich würde mal interessieren, was ihr in euren reiseapotheken habt. ich habe für längere trekkingtouren von tatonka eine tasche gekauft, welche mit so relativ allem gefüllt ist. von pflastern über kanülen bis zur beatmungshilfe.
ich habe jedoch das gefühl, dass das zu viel des guten ist. daher, was würdet ihr vom umfang her empfehlen??? Mfg domi

Detlef
10.03.2007, 09:55
Auf Treibel-bergmed (http://www.treibel-bergmed.de/) findest du links unter Bergapotheke Empfehlungen, was sinnvollerweise unter welchen Bedingungen enthalten sein sollte.
Viele Gruesse
Detlef

Leo1969
10.03.2007, 12:24
Ich muss zugeben, dass ich da immer etwas sparsam bin. Richtet sich nach Zielgebiet/Region.

Immer mit dabei sind: Blasenpflaster, normales Wundpflaster, Kopfschmerztabletten und evtl. Voltaren, evtl. Zeckenzange, irgendeine Salbe bei Mückenstichen, Sonnenschutzmittel. Mehr ist es meistens nicht. Geht es in "exotische" Regionen kommt halt noch Entkeimungstabletten, Durchfallmittel & Mineraliengedöns (wie Elotrans) hinzu.

Verbandszeug und ähnliches habe ich noch nie dabei gehabt. Da müssten im Notfall Halstuch, T-Shirts, Hosengürtel etc. herhalten

Detlef
10.03.2007, 12:30
@leo1969: du solltest aber vielleicht einmal zusätzlich über elastische Fixierbinden nachdenken :-)
Viele Grüße
Detlef

Leo1969
10.03.2007, 13:03
Hi Detlef,

bin ja meistens mit geführten Gruppen unterwegs und da verlasse ich mich auf das "Notfallköfferchen" des Reiseveranstalters/-führers :D Aber im Prinzip hast Du recht. Daran würde man sich jetzt bestimmt auch nicht totschleppen.....

Detlef
10.03.2007, 13:09
Hi Detlef,

bin ja meistens mit geführten Gruppen unterwegs und da verlasse ich mich auf das "Notfallköfferchen" des Reiseveranstalters/-führers :D Aber im Prinzip hast Du recht. Daran würde man sich jetzt bestimmt auch nicht totschleppen.....

Hallo Leo,
hast du schon einmal ein entsprechend umfangreiches "Koefferchen" bei den Verantwortlichen gesehen? Habe selbst keine Erfahrung mit gefuehrten Gruppen, bin immer auf eigene Faust unterwegs :cool:.

Viele Gruesse
Detlef

Leo1969
10.03.2007, 14:51
Ehrlich gesagt - nein! Und ich glaube, ich will es auch gar nicht wissen, wie gut/schlecht die mit medizinischen Mitteln ausgestattet sind.:D

Aber ich denke, mit den "Hilfsmitteln", die ich oben genannt habe, würde es bis zum nächsten Ort/Haus schon gehen. Ist ja bislang nicht so oft vorgekommen, dass ich in Regionen unterwegs war, wo tagelang nichts war. Irgendwo ist doch immer ein Bauernhof, Dorf....Wäre ich jetzt in Tschuktien oder Lappland unterwegs, würde ich garantiert eine halbe Apotheke mitnehmen :D

domi
10.03.2007, 15:09
ich hatte einmal das "glück" deren medizinische kenntnisse mit zu erleben. die hatten keine ahnung!!! die wussten icht, wie man einen druckverband anlegt, waren total überfordert mit der verständigung mit dem hubschrauber und ahben dem einfach nur zugewunken. wahrscheilich hatten sie am vor jahren einen erste-hilfe-kurs, das wars dann aber auch. ich bin eher dafür : hilf die selbst, so hilft dir gott!!!

walkabout
12.04.2007, 12:06
Ich hatte eine Phase, dahatte ich eigentlich nix dabei und hab mir gedacht "das bekommst Du alles vor Ort" (was ja auch im Prinzip stimmen kann. Mittlerweile schleppe ich einiges an Kram mit, je nach Tour. Wenn es hoch rauf geht, dann sind schon verschiedene Schmerzmittel (auf heftige) und auch die bekannten Höhenmedikamente dabei. Die Durchfallpalette bis hin zu heftigeren, Antibiotika je nach Region. Stand-by Malaria, Wundversorgung... da kommt was zuammen. Aber irgendwann ist mal mein Reisekumpel krank gewesen und es war echt unangenehm nichts machen zu können, außer warten... ist noch mal gut gegangen. Seitdem habe ich Zeugs dabei und verteil es auf alle Beteiligten (dann iste sauch nicht schwer zu schleppen).

Harp Booth
12.04.2007, 15:41
Hatte bei unserem ersten Nepaltrip leider folgende Erfahrung gemacht.

Beim Klettern aufs Busdach habe ich mir die Haut an einem Finger gekratzt (hat leicht geblutet). Bin es gewohnt über solche kleinen Verletzungen hinwegzusehen. In Europa ist mir damit noch nie was passiert. Hat sich ordentlich entzündet und Tage lang genässt. Erst nach Behandlung mit Mercuchrom ist die Entzündung nach ca. 5 Tagen verschwunden.

Dann hab ich mich beim Nassrasieren neben dem Ohr geschnitten. War auch toll....nach 3 Tagen hatte ich eine Eiterbeule, so gross als wäre eine Erbse unter der Haut.

Mein Fazit: Mein auf europäische Keime angepasster Körper kommt mit den einfachsten nepalesischen Keimen nicht zurecht. Nächstes mal werde ich mehr auf Wundhygiene achten und für den Fall der Fälle eine entsprechende Salbe mitführen.

Das Tetanusimpfung selbstverständlich ist, baruche ich ja wohl kaum zu sagen.

Gruss Harald

gudrun_ladakh
13.04.2007, 06:28
Also das es auf Region, die Art des Urlaubs, ob eigenstaendig oder organisiert und vieles mehr ankommt ist ja mal klar!

Ich selbst bin seit Juli 2006 in Ladakh und habe mir vor meiner Abreise eine wirklich ausfuehrliche Reiseapotheke zusammen gestellt (nach Diskussion mit Tropeninstitut und 2 Aerzten).
Das mag jetzt einigen vielleicht ueberdrieben vorkommen, aber ich wuerde es wieder so machen. Ich weiss zwar mittlerweile, dass Indien sehr gute Aphotheken hat und man auch einiges vor Ort bekommt ABER es ist mir viel sympathischer wenn ich die meisten meiner Wehwehchen selbst kurieren kann anstatt zum Arzt gehen zu muessen. In Indien verschreiben Aerzte so gut wie nur Antibiothika was mir nur dann recht ist, wenn es keinen anderen Weg mehr gibt. Vorher kuriere ich Halsschmerzen, Husten, Grippe und Co lieber mit milderen Medika.

Gewisse Dinge wie Biofloring (Darmbakterien) zum Aufbau der Darmflora nach einem gehoerigen Durchfall, bekommt man dann zum Beispiel oft in den besten Aphotheken nicht.

Wenn man nicht so lang auf Reisen ist, braucht man bestimmt nicht so viel. Klar. Aber Scherzmedikamente, Grippemittel, Desinfektion etc. sollte man meiner Meinung nach auf jeden FAll dabei haben. Denn so wie andere schon erwaehnten, reagiert der Koerper in fernen Laendern ganz anders und man hat dann in abgelegenen Regionen keine Moeglichkeit sich 5 Tage ins BEtt zu legen. Mit Fieber stundenlang zu marschieren kann dann fatale Auswirkungen haben.

LiGrue
Gudrun

BikeAfrica
14.04.2007, 19:31
Wenn man nicht so lang auf Reisen ist, braucht man bestimmt nicht so viel. Klar. Aber Scherzmedikamente, Grippemittel, Desinfektion etc. sollte man meiner Meinung nach auf jeden FAll dabei haben.

... ja, Scherzmedikamente sollte man immer dabei haben, denn Humor ist wichtig. So, das mußte jetzt mal gesagt werden.

Mit freundlichem Grinsen
Wolfgang
*SCNR*

wanderstoppel
28.04.2007, 10:25
Hallo,
neben den üblichen Verbandpäckchen und Pflastern empfehle ich gerne Blasenpflaster von compeed und Ballistol. Ballistol ist ein Waffenöl, dass man für alles verwenden kann. Ob Abschürfungen Blasen oder sonstige Hautstöhrungen. Einfach drauf hilft immer...:)