Vollständige Version anzeigen : Höchsten Wanderwege in den Alpen
olivierdel
01.10.2004, 11:56
hallo,
Wo sind die höchste WanderWege in den Alpen (onhe zu Klettern und moglichst Schneefrei in dem Sommer)
Danke fuür eine Antwort
O.
ThomasFFM
01.10.2004, 13:18
Hallo!
Schwer zu beantworten - in größeren Höhen muss man meistens mit Schneefeldern rechnen. Das hängt stark vom jeweiligen Sommer ab. Oder meintest Du "gletscherfrei"? Und "wandern" ist auch ein sehr relativer, dehnbarer Begriff.
Als höchster "Wanderberg" der Alpen gilt meines Wissens der Monte Vioz in der Ortlergruppe, 3645 m, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. 110 m unter dem Gipfel gibt's eine bewirtschaftete Hütte! Ich kenne die Tour allerdings nicht.
Gruß
ThomasFFM
In Zermatt gibt es eine Hüttenwanderung zur Hörnlihütte, die auf 3260 m liegt. Von hier starten die Kletterer auf's Matterhorn. Der Weg ist im Sommer meist schneefrei, und den ersten Teil kann man per Seilbahn überwinden.
Hier der Link dazu:
http://www.sac-cas.ch/sektionen/monte-rosa/hoernli-huette.htm
En Gruess
Ursi
http://www.wandersite.ch
Flachlandtiroler
08.11.2004, 07:25
Mehrtägige Wanderwege mit großen Höhen findest Du im Aostatal gleich mehrere:
Der "Altavia di Valle d'Aosta" Nr. 1&3 verlaufen von Courmayeur am Montblanc ostwärts entlang der schweizer Grenze bis an den Monte Rosa; einige hohe Hütten lassen sich bei sommerlichen Verhältnissen schneefrei von dem Altavia aus erreichen, z.B. Rif. Quintino Sella (3595m) unter dem Lyskamm.
Der "Altavia di Valle d'Aosta" Nr. 2&4 durchqueren von Courmayeur aus süd-ostwärts den Gran Paradiso Nationalpark, der höchste Übergang ist etwa 3300m hoch und ebenfalls bei guten Verhältnissen schneefrei.
Die Rocciamelone (3538m) bei Susa hat südseitig einen schnee- und kletterfreien Zugang.
Die Barrhörner (3610m) im Walliser Turtmanntal erfüllen auch Deine Kriterien.
Ehrlich gesagt ist mir nicht klar, was an einem (wenig steilen) Firnfeld so schlimm sein soll; wer sich darauf einläßt hat eine ungleich größere Auswahl und ist vor allem auch nicht auf super-optimales Wetter angewiesen.
Gruß, Martin
ThomasFFM
08.11.2004, 18:26
Hallo!
Ich kenne leider das Aostatal nicht selbst, habe aber Frank Rainer Schecks Führer über die Aostatal-Höhenwege im Regal.
Eine reine Wanderroute scheint mir nur die Nr. 1 zu sein. Nr. 2 beinhaltet eine Gletscherpassage, die schlecht zu umgehen zu sein scheint und entsprechende Ausrüstung erfordert. Nr. 3 und 4 beinhalten recht anspruchsvolle hochalpine Etappen; von reinem Wandern oder Bergwandern kann man da offenbar nicht mehr reden.
Was an einem nicht zu steilen Firnfeld so schlimm ist? Nichts - solagne das Firnfeld angetaut, also weich ist. Aber wenn es vereist ist, kann es eine Tour lebensgefährlich bzw. unmöglich machen, sofern man nicht zumindest Grödel dabei hat.
Gruß
ThomasFFM
Flachlandtiroler
09.11.2004, 09:36
Hallo Thomas,
Ich kenne leider das Aostatal nicht selbst, habe aber Frank Rainer Schecks Führer über die Aostatal-Höhenwege im Regal.
schau, schau -- ist da was in Planung? ;)
Die Gletscherstelle an Nr.2 ist wohl am Rutorgletscher, kann aber IMHO umgangen werden (worst case über Nr.4). Glaube auch dieser Gletscher ist ziemlich im Verschwinden begriffen.
Das die Wege "hochalpin" sind (im Sinne von Wetterumschwüngen ausgesetzt, gelegentlich verschneit usw.; nicht im Sinne von technisch schwierig) wird ja vom OP gewünscht. An technisch schwierige Stellen kann ich mich zumindest auf den Etappen von Nr.3&4 die ich kenne nicht erinnern. Allenfalls am Col Valcournera vielleicht eine kurze Ier Stelle (unter Brüdern ;-)).
Ich kann aber Dein Mißtrauen verstehen, der OP hat hier bisher nur alle möglichen Ziele in der Welt nachgefragt und noch kein Sterbenswörtchen verlauten lassen, was er denn so drauf hat... ;D
Gruß, Martin
ThomasFFM
09.11.2004, 13:09
Hallo, Flachlandtiroler?
"Schau, schau, ist da was in Planung?" - meintest Du damit den Führer von Scheck?
Nein, der ist vor einigen Jahren in einem kleinen, man sollte wohl sagen, Ein-Mann-Verlag herausgegeben worden und war auch einige Zeit im Verkauf. Ob er im Moment noch erhältlich ist, weiß ich nicht, da die betreffende Person inzwischen verstorben ist. Fest steht, dass er diesen und andere von ihm herausgegebene Führer zum Schluss selbst vertrieben hat (vorher lief das über GeoCenter, mit dem er sich aber wohl überworfen hat) - daher nehme ich schon an, dass er inzwischen nicht mehr erhältlich ist; Scheck hat auch den Aostatal-Führer von DuMont verfasst und ist sicher einer der besten deutschsprachigen Kenner der Aostatal-Höhenwege. Wenn Du Konkretes wissen willst, frag nach! Nachschlagen ist ja kein Problem.
Ein Einser in ca. 3000 m Höhe kann mit schwerem Trekking-Rucksack schon eine große Herausforderung darstellen. Daher mein vorsichtiger Einwand.
Gruß
ThomasFFM
Flachlandtiroler
09.11.2004, 13:42
Nein, ich meinte ob Du eine Tour im Aostatal planst.
Gruß, Martin
ThomasFFM
09.11.2004, 21:04
Hallo, Martin!
Nein, im Aostatal plane ich nichts. Das geht schon zeitlich nicht, zudem wäre die beste Zeit der spätsommer von der letzten Augustwoche an, und das wird mir aufgrund meiner Sommerferien zu knapp (in der letzten Sommerferienwoche, die dieses Jahr in Hessen tatsächlich in den September reicht, läuft an den Gymnasien schon wieder einiges, vor allem die Nachprüfungen, da müssen wir präsent sein). Sonst hätte ich mir das tatsächlich überlegt.
Ich plane eine ca. zehntägige tour praktisch von Salzburg nach Lienz, das ich heiß und innig liebe. Sicher nicht übel...
Der Verlauf könnte folgendermaßen aussehen:
Salzburg - Zeppezauer Haus (Seilbahn am Anreisetag), dann auf dem Rupertiweg über Untersberg - Berchtesgaden - Königssee - St. Bartholomä - Kärlinger Haus - Riemannhaus - Maria Alm zum Statzerhaus auf dem Hundstein (Salzburger Schieferalpen). Dann nach Bruck am Großglockner. Da der Weg über die Gleiwitzer Hütte nach Fusch und Ferleiten zu zeitaufwändig und auch anstrengend zu sein scheint, Busfahrt bis Ferleiten, weiter über Trauner Alm (übernachtungsmöglichkeit) - Pfandlscharte zum Glocknerhaus. Nun zur Elberfelder Hütte und über die Lienzer Hütte, evtl. mit Absteche zu Wangenitzsee und Petzeck, nach Lienz.
Was hältst Du von dieser Route? Vielleicht kannst Du mir ja ein paar Tipps geben (natürlich bin ich auch für Tipps anderer Leser sehr dankbar). So sollte es z. B. ein einfacher Gipfel (wir haben keine Klettersteigausrüstung!) im Steinernen Meer schon sein - Funtenseetauern oder Breithorn?
Vielen Dank schon jetzt!
Gruß
ThomasFFM
auch wenn es nicht zum eigentlichen Thema (s.o.) gehört, will ich Dir (ThomasFFM) trotzdem einen Tipp zu Deiner geplanten Tour geben:
...St. Bartholomä - Kärlinger Haus - Riemannhaus...
Mein Tipp wäre von St. Bartholomä nicht auf die Kärlinger Hütte, sondern weiter bis zum Ingolstädter Haus zu gehen. Von dort kannst Du am nächsten Tag den Grossen Hundstod (Aufstieg = 2h) besteigen (den grossen Rucksack lässt Du auf der Hütte) und gehst auf selben Weg wieder zurück. Oder den Schindlkopf in südöstlicher Richtung, Gehzeit Aufstieg = 1,5h. Dann gemütlich wieder mit vollem Gepäck über das Steinere Meer zum Riemannhaus (Gehzeit für den Übergang ca. 3h). Der Grosse Hundstod bietet eine fantastische Aussicht im Süden auf die Hohe Tauern, und im restlichen Rund die Berchtesgadener Alpen.
Der Berg ist nicht schwierig, im unteren Teil Schrofengelände, keine Kletterei, Weg ist markiert.
Oder konditionell anspruchsvoller: von St. Bartholomä nicht über die "Saugasse", sondern über die "Sigretplatte" (Abzweigung unterhalb der Saugasse, aufpassen, das man nicht den Abzweiger übersieht, ca. bei 980m Höhe) weiter bis zur verfallenen Sigretalm und bis zur Scharte Drischüblgatterl. Von dort unschwierig auf den Hirschwieskopf. Auch wenn dieser Gipfel nur 2114m hoch ist, die Aussicht und der Tiefblick in die umliegenden Wandfluchten ist gewaltig, und da kaum bekannt, seid Ihr bestimmt unter Euch.
Vom Gipfel wieder bis zur Scharte und über die Hundstodgrube - Hundstodgatterl (die heissen halt so ¤*#;D zum Ingolstädter Haus. Von dort weiter wie oben beschrieben.
Noch zu Deinen Fragen:
Funtenseetauern von der Kärlinger Hütte: zieht sich (Aufstieg ist mit 3 h angegeben, uns kam es damals länger vor, auf dem Kamm wird der Grat stellenweise recht schmal, auch ausgesetzte Stellen sind dabei, nicht versichert (Stand vor etlichen Jahren), Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte vorhanden sein und bei Nässe sollte man sehr, sehr vorsichtig gehen, oder andere Tour machen.
Kaum begangener Berg, schöner Aussichtspunkt.
Breithorn: k.A., weil ich die Tour nicht kenne.
Gruss Peter
CarstenO
23.12.2004, 12:21
Hallo,
spontan fällt mir da die Wanderung zur Hinteren Schöntaufspitze ein (3324m), welche wirklich einfach ist. Ausgangspunkt ist Sulden am Ortler, ein Tourenbericht ist unter http://www.bergwandern.net/sulden.html zu finden.
Zu dem Thema leichte Wanderungen in den Ostalpen gibt es ein Buch: "3000er mit Weg". Da sind die einzelnen 3000er recht gut beschrieben bzw. auch sortiert.
Gruß
Carsten
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