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Vollständige Version anzeigen : Wanderungen Ost Kanada


MHammer
30.01.2007, 18:18
Hallo liebe Trekies!

Wir fliegen im Juni 07 nach Kanada genauer nach Montreal und möchten mit dem Mietwagen eine kleine Rundreise machen (Quebec - Toronto..). Da ich leider keine Ahnung habe was man in Ost Kanada gesehen haben muss freue ich mich schon auf eure Antworten.

Unser Interesse liegt weniger auf Städten sonder eher auf Landschaften mit u.U. 1-2 tägigen Wanderungen. Erfahrung von mehrtägigen Wanderungen in den Alpen mit Zelt ist vorhanden jedoch denke ich das in Kanada andere Regeln gelten als bei uns; Stichwort Bären...

Ich bin sehr dankbar für alle Tips die Ihr mir zukommen lasst

lg.

Robert

Eckart
31.01.2007, 16:37
Hallo Robert,

ich würde da am ehesten die Atlantikprovinzen empfehlen (New Brunswick, Nova Scotia, Neufundland). Da gibt es eine ganze Reihe Nationalparks, wo man gut wandern kann. Kommt darauf an, wie lange Ihr Zeit habt...

Viele Grüße, Eckart

MHammer
31.01.2007, 21:05
Hallo Eckart!

Danke für den Tip. Da unsere Zeit mit 15 Tagen leider sehr kurz bemessen ist wäre ein "best of " toll. Ich habe mal gegoogelt und den cabot trail gefunden.
Kennst du den bzw. was besseres in der Gegend zufällig?

Ich dachte ja zuerst an Neufundland denke aber das es in der kurzen Zeit die wir haben zu weit ist.

Bitte um weitere Tips was man in der Gegen gesehen haben muß.

Danke Robert

Polarlicht
31.01.2007, 22:00
Hallo Robert

ist Dein Flug nach Montreal schon gebucht?
Dann bin ich falsch.
Aber NFL und Labrador kann ich sehr empfehlen.In NFLvor allem die Westzone, Stephensville bis Port au Basque zum Beispiel. Wunderhübsch da!Östlich der Hauptstrasse verläuft ein altes Bahntrassee, nicht mehr in Betrieb und es hat eine Forrestry trunkroad.

Viel Spass
Heiner

Eckart
01.02.2007, 08:45
Hallo Robert,

ich war leider noch nicht da, habe es aber irgendwann mal vor und mich daher schon entsprechend informiert. Mit 15 Tagen ist es natürlich recht knapp, weil da noch ein paar Kilometer Anreise dazukommen von Montreal.

Wie wäre es mit dem La Mauricie National Park? Der ist sowohl von Montreal als auch von Quebec gut zu erreichen. Da gibt es den Laurentian Trail, der auf 75 km durch den Park verläuft, aber auch noch andere längere oder kürzere Wege. Sieh mal hier: http://www.pc.gc.ca/pn-np/qc/mauricie.

Dann wäre noch der Saguenay-Fjord zu erwähnen. Habe gehört, der soll landschaftlich sehr schön sein, und man kann manchmal Wale sehen. Ist nicht ganz so weit von Quebec stromabwärts.

Der Cabot Trail befindet sich auf Cape Breton Island (Nova Scotia) und dürfte von Montreal aus zu weit weg sein (es ginge schon, aber ob Ihr Euch die Fahrerei antun wollt??!)

Viele Grüße, Eckart

Lemmy
01.02.2007, 10:23
Hallo Robert,

wenn Ihr von Quebec nach Toronto fahrt, so kann ich Euch den Algonquinpark
(www*algonquinpark*on*ca/ ) etwa 150km nördlich von Toronto ans Herz legen, durch den der Highway #60 führt und bereits vom Auto aus einen schönen Blick auf die Seen, Wälder und Tiere bietet, Moose direkt neben der Strasse und auch gerne darüber stolzierend :-)

Wenn Ihr wenig Zeit habt und nur auf der "Durchreise" seid, so bieten sich wunderschöne Tagestouren an : www*algonquinpark.on.ca/mustrails/daytrails*html
Insbesondere haben uns im Frühjahr folgende kurze Trails für "nebenbei" gefallen und boten einen guten Durchschnitt des Parks, insgesamt hielten wir uns aber über eine Woche im Park mit wesentlich längeren Trails auf:

Kurze Trails

Whiskey Rapids
Booth's Rock
Beaver Pond TrailNebenbei habt Ihr die Gelegenheit den ein oder anderen See mit dem Kanu zu erkunden, die man sich überall vor Ort ausleihen kann, auch sehr schön!

Falls es Euch dort länger halten sollte, so nehmt einen Platz auf einem der Campgrounds direkt am See ein, Anmeldung geschieht dort vor Ort, abends könnt Ihr dann am Holzfeuer etwas grillen und auch längere Trails unternehmen, wo dann auch die Touristendichte wesentlich geringer ist, mal so ein paar Stunden außer der Natur niemandem sonst zu begegnen :up: Generell - wie auch anderswo - gilt: je weiter weg, desto mehr Natur ...
Für den Besuch des Parks ist ein generell ein Ticket an der Parkeinfahrt zu erwerben, das aber nicht so teuer ist. Dort nehmt auf jeden Fall die dicke "Parkzeitung" mit der Beschreibung der Trails und sonstigen Tips mit, es gibt auch in der Mitte des Parks am HW60 ein Besucherzentrum, das sehr informativ und kurzweilig ist.

Insgesamt sind die Trails im Park vom Anfängerlevel bis hin zum oberen Schwierigkeitsgrad bei mehrtägigen Trekking-/Kanutouren, für jeden ist etwas dabei.
Bären gibt es dort auch, die sich aber in Tourinähe nicht blicken lassen - und Giftschlangen hingegen lt Auskunft nicht, wobei ich mir bis heute nicht sicher bin, ob die Schlange, auf die fast getreten wäre, nicht doch giftig gewesen wäre. :p Wirklich böse sind die black flies, die wie kleine Bremsen immer die gleichen Hautstellen anfliegen, gegen die hilft ein in dortigen Drogerien erhältliches DEET-Zeugs wie "Deep woods", nehmt es, echt :-)

Nebenbei: beim Mad Musher kann man lecker essen ... www*madmusher*com/

Viel Spaß, beste Grüße,
Lemmy

(der erst ab 10 Posts Links setzten darf ?!)

MHammer
02.02.2007, 17:10
Hallo Leute!

Danke für eure wertvollen Tips. Ich bin gerade dabei die Infos zu sortieren und eine Mögliche Route zusammen zu stellen.

Das mit der fahrerei nach Cape Brenton Island macht mir nichts aus wenn es dazwischen Punkte gibt die es lohnt gesehen zu haben. Wenn es nur 1500 KM Fahren im Wald ist ohne irgendetwas anderes zu sehen ist es mir zu blöd dahin zu fahren.

Kennt jemand die Strecke zw. Montreal und Cape Brenton Island?

Den La Mauricie National Park hatte ich auch schon in betrscht gezogen. Ehrlich gesagt habe ich ein wenig sorgen wegen der Bären. Oder mache ich mir da umsonst sorgen?

Für ein paar Verhaltensregeln in Kanada wäre ich dankbar

lg.

Robert

Polarlicht
02.02.2007, 17:49
Den La Mauricie National Park hatte ich auch schon in betrscht gezogen. Ehrlich gesagt habe ich ein wenig sorgen wegen der Bären. Oder mache ich mir da umsonst sorgen?


Ich kennen den Nationalpark nicht. Schwarzbären sind nicht wirklich ein Problem. Ich weiss nicht, ob da noch Wölfe zu finden sind. Auch die kein Problem.
Du findest überall Zettel wie +you are walking in bears county" und ähnliche Massnahmenempfehlungen. Es sieht anders aus, wenn mit Grizzlys oder mit Eisbären gerechnet werden muss. Da ist mehr Vorsicht und Vorbereitung geboten. Im Frühjahr sind Bärenmütter mit Babys unterwegs. Überraschendes Aufeinandertreffen könnte ungeschickt enden. Bei dichten Waldgebieten lohnt es sich, zB mit zwei Holzknebeln, die man sonst als Gehstock verwendet, aufeinander zu schlagen um anzukünden: "Da kommt jemand."
Ich habe beim outdoorübernachten am ehesten von den moose (Elch) Respekt. Wenn die mal am gehen sind, dann hindert sie auch ein Trekkerzelt nicht vorm geradeaus gehen.
Weniger als in Skandinavien kann Trinkwasser aus Bächen gewonnen werden. Bitte Trinkwasseraufbereitung überlegen.

Sonst im wesentlichen Geniessen!
heiner