Vollständige Version anzeigen : Camper, Wohnmobil, Auto kaufen USA
hallo zusammen
wir werden unsere reise in san francisco starten. dafür möchten wir ein fahrzeug kaufen. kann uns jemand weiterhelfen wie und wo man das am besten macht. vor der reise oder vorort`?
gruss silvia und mat
Hallo Silvia!
Das ist leider nicht ganz so einfach. Fuer einen Autokauf (bzw fuers Zulassen des Autos) brauchst Du eine US-Haftpflichtversicherung. Im Allgemeinen kann gesagt werden: Bei einzelnen Versicherungen als Tourist eventuell moeglich, aber wegen fehlendem US- Fuehrerschein und driving record teuer.....
Viele Versicherungen wollen eine SSN (social security number) oder einen US-Fuehrerschein, die bekommst Du als Tourist nicht. Du musst Dich also aufmachen eine zu finden, die Dir trotzdem eine (bezahlbare) Versicherung anbietet. Als ich hierher zog (NC), hatte ich Glueck und fand eine Firma, die mich versicherte, obwohl ich noch keine SSN und driver license hatte (natuerlich mit dem Versprechen, das so schnell als moeglich zu erledigen), und die bezahlbar war. Sie wollten aber eine US Adresse sehen....
Hier findest Du ein paar Infos ueber die Situation in CA. In jedem Staate sind die Gesetze anders....
http://www.talkaboutusa.com/viewtopic.php?t=25731
Versicherungen, Steuern und License Plate zahlt man uebrigens fuer 6-12 Monate....
Falls Du weniger als 3 Monate reisen willst, wuerde ich Dir vom Kauf sicher abraten- viel zu aufwendig und teuer im Vergleich zum Mieten.
Gruss, Moni
Noicherl
13.02.2007, 19:42
Hallo,
das mit dem Anmelden des Autos ist von Staat zu Staat unterschiedlich. In manchen Staaten verlangen sie z.B. einen Emissionswertetest (z.B. Texas), in anderen wieder nicht (z.B. Tennessee).
Wie Moni schon sagte muessen die Steuern und Kennzeichen fuer 6 bis 12 Monate bezahlt werden.
Bei den Versicherungen muss man es aber nicht. Ein heisser Tip ist z.B. Affirmative Insurance. Bei denen kann man sein Auto (mit dem deutschen Fuehrerschein und ohne SSN) versichern und monatlich bezahlen. Sollte die Versicherung nicht mehr benoetigt werden, einfach anrufen und sie wird zum naechsten Monat wieder gekuendigt. Hatte bei mir einwandrei funktioniert. Zahlte damals 82 USD monatlich fuer meinen Kleinbus.
Ich weiss ja nicht wie lange du bleiben willst, aber ein Mietwagen hat doch viele Vorteile.
Sollte z.B. irgendwas daran kaputt gehen, kannst du dir in der Regel ueberall ein Ersatzfahrzeug holen und musst dich nicht mit den vielleicht teuren Reparaturkosten und Wartezeiten herumaergern. Auch die KFZ-Steuern sind nicht ohne. Weiss nicht mehr wieviel ich in Tennessee bezahlte aber in Texas waren es einmalig 174 USD und fuer den Emissionswertetest einmalig 36 USD bezahlen. Dann kommt noch die Versicherungssumme alle Monate hinzu. Ich weiss nicht, ob sich das dann noch rechnet.
Gruss,
Noicherl
Zu meiner Zeit (schon eine Weile her) galt als grobe Regel hinsichtlich eines normalen Autos (kein Camper), daß bis ca. 3 Monate mieten günstiger ist und darüber hinaus der Kauf. Ggf. kann man beim Kauf vom Händler sogar vereinbaren, daß er das Fahrzeug zu einem bestimmten Preis wieder zurücknimmt, natürlich nur, wenn nichts dran ist (und natürlich ist der Rückkaufpreis geringer).
Ferner galt es damals so, daß Miete von Deutschland aus günstiger ist (weil man Pauschalangebote bekommt, die schon bestimmte Versicherungen mit einschließen). Kaufen dagegen wohl vor Ort.
Christine
Ferner galt es damals so, daß Miete von Deutschland aus günstiger ist (weil man Pauschalangebote bekommt, die schon bestimmte Versicherungen mit einschließen). Kaufen dagegen wohl vor Ort.
Christine
Das ist ionsofern vorbei als das man auch in DE mittlerweile Kreditkarten hat die LDW und CDW einschließen (bei Mietwagen) und man nicht mehr die horrenden US Preise zahlen muss...
Klaus D.
07.08.2007, 17:18
Sixpack,
das klingt sehr interessant, hab' ich aber noch nie was von gehört:
Was ist denn das für eine Kreditkarte mit LDW und CDW? Wo kann man die bekommen?
Das ist ionsofern vorbei als das man auch in DE mittlerweile Kreditkarten hat die LDW und CDW einschließen (bei Mietwagen) und man nicht mehr die horrenden US Preise zahlen muss...
Ich habe mein Auto 2005 bei "progressive" versichert. Man musste zwar auch für ein ganzes Jahr versichern, hat bei Kündigung den Rest aber zurückbezahlt gekriegt. Das war in Wisconsin die einzige Versicherung, die Ausländer ohne Social Security Number und US-Führerschein versichert hat. Adresse in USA war aber nötig (da geht aber die Adresse von Freunden, die haben ja sowieso keine Meldepflicht dort drüben).
Mit dieser Versicherung hat das sowohl in Wisconsin als auch in Alaska funktioniert.
Man kann aber auch ein Fahrzeug (das man noch nicht gekauft hat) von Deutschland aus versichern. Das haben Freunde von mir gemacht. Ging irgendwie über den ADAC, war aber deutlich teurer, als die Versicherung direkt vor Ort abzuschließen.
Bezüglich Autokauf: Private Autoverkäufer sind natürlich wesentlich günstiger als Händler. Ich habe gute Erfahrungen mit Second Hand Angeboten bei Aushängen am Schwarzen Brett in Supermärkten gemacht.
In der Bay Area war vor ein paar Jahren noch eine Website namens "Craig's List" ziemlich beliebt. Dort konnte man neben unzähligen anderen Dingen auch ganz gut Autos kaufen.
Generell kann man übrigens sagen, dass Gebrauchtwagen an der Ostküste wesentlich günstiger sind als an der Westküste. Also, Ost-West-Querungen mit eigenem Auto immer im Osten beginnen, dann macht man beim Autoverkaufen normalerweise noch Gewinn.
Adresse in USA war aber nötig (da geht aber die Adresse von Freunden, die haben ja sowieso keine Meldepflicht dort drüben).
Jein. Du kommst haeufig durch, indem Du die Adresse einfach angibst, manchmal musst Du diesen Wohnsitz aber auch "beweisen"- und zwar mit utility bills (Stromrechnung etc), Bankauszuegen, etc etc. Gilt speziell fuer den Fuehrerschein. Es wird immer strenger hier mit solchen Nachweisen, als Massnahme gegen illegale Einwanderer :roll:
In der Bay Area war vor ein paar Jahren noch eine Website namens "Craig's List" ziemlich beliebt. Dort konnte man neben unzähligen anderen Dingen auch ganz gut Autos kaufen. Ist in den ganzen USA sehr beliebt und herzlich zu empfehlen! Was wir schon alles ueber die craigslist gekauft haben.....
Wie gesagt, es ist moeglich, aber man muss ein bisschen Zeit haben um eine Versicherung zu suchen und man kommt evt teuerer weg... Eine Adresse in den USA ist sehr von Vorteil!
craigslist ist sicherlich bei großen Städten eine recht gute Adresse. Man kann dort auch sein Auto - wenn man es wieder verkaufen w ill - ganz ohne Gebühre!!! - wieder hineinsetzen und zu verkaufen suchen. Viele Großstädter schauen dort hinein!
2006 hatten wir das Problem, ein Auto in Alaska zu erwerben, um mit diesem in 5 Monaten bis Denver zu kommen. Nur, dass dort "oben" alles überteuert ist, dass wußte ich vorher. Also haben wir kurzerhand einen 30 Jahre alten VW Bus bei ebay ersteigert (Standort beachten!!) und ihn vom Händler von Oregon nach Anchorage verschiffen lassen. War zwar schön, dass man dann mit 15 Monate alten Kleinkind anreiste, keinen trouble mit Autokauf hatte, aber während der Reise machte der alte Motor schon zunehmend Probleme. Trotzdem war es am Ende preiswert, denn schließlich hatten wir unser Dach überm Kopf mit!
Hike
Und wie habt Ihr das mit der Versicherung gemacht?
Hallo Moni,
also in Deutschland über ADAC (ist aber eigentlich ein Versicherungspartner des Clubs) wollten sie das alte Auto gar nicht versichern. Ein vergleichbarer neuerer (nur 10 jahre alter) Camper hätte wohl so an die 1500 Euro gekostet. Da ich schon 1992/93 schon selbst mal in den USA eine Versicherung abgeschlossen hatte - da ging alles wie geschmiert füpr wesentlich weniger Knete - , bin ich ziemlich sorglos an die Sache gegangen und habe mir gedacht, dass sich eine Versicherung wohl innerhalb von drei Tagen in Anchorage finden müßte. Nun, das hat sogar alles an einem Tag geklappt: Versicherung abschließen - Auto aus dem Hafengelände fahren - Auto auf meinen Namen unter der Zeltplatzadresse anmelden. Die Versicherung kam nicht um die 1500 Euro sondern ca. 300 Dollar für ein Jahr! Allerdings ist der Versicherungsmaklerin ein Fehler unterlaufen, doch das haben wir erst mitbekommen, als wir nach 5 Monaten das Ziel glücklich und ohne Versicherungsfall erreicht hatten. Trotzdem bin ich mir sicher, dass ihr bei den vielen Versicherungsfiremen vor Ort ziemlich fix eine preiswertere als in Deutschland vertriebene finden werdet. Das Geschäft hier in Deutschland ist halt das altbekannte Geschäft mit der Angst vor dem Unbekannten. Mit den entsprechenden Sprachkenntnissen und einem internationalen Führerschein werdet ihr vor Ort etwas finden. Allerdings ist natürlich das amerikanische Gesetz von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden.
Gruß Hike
Mit den entsprechenden Sprachkenntnissen und einem internationalen Führerschein werdet ihr vor Ort etwas finden. Allerdings ist natürlich das amerikanische Gesetz von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden.
Ich brauche keine, ich hab schon eine :D.
Ich fragte, weil im Allgemeinen zum Abschluss einer Versicherung eine SSN und/oder ein US Fuehrerschein und/oder eine US Adresse noetig ist. Zusaetzlich haben nun einige Staaten das Gesetz, dass man als "Neukunde" gilt und damit hohe Praemien zahlt. Aber Du hast ja selbst gesagt, dass Eurer Agentin ein Fehler unterlaufen ist (Gut fuer Euch! ;)) und meistens findet man eine Versicherung, die einem trotzdem nimmt.... War nur neugierig :)
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