Vollständige Version anzeigen : Abstecher vom Manaslu Circuit: Tsum Valley, Mu Gompa
Dirk Jenrich
23.01.2007, 18:39
Hallo,
ich möchte in diesem Herbst die kombinierte Manaslu-Annapurna-Umwanderung gehen. Bei der Planung stieß ich auf die folgende Webseite:
http://www.project-himalaya.com:80/trek-manaslu-explore.html
Hier werden Abstecher von der "klassischen" Manaslu-Umwanderung erwähnt: Tsum Valley, Mu Gompa, Syangjang. Es klingt interessant. Leider habe ich fast keine Informationen zu diesen Abstechern gefunden. Nach Google Earth scheinen es die Täler zwischen Chamar und Ganesh I (und dort in Richtung tibetische Grenze) zu sein. Kennt von Euch jemand diese Region?
Danke und Gruß
Dirk
Dirk Jenrich
07.02.2007, 17:05
...noch eine Info:
Die Einheimischen nennen die Region übrigens "Chekampar". Vielleicht kennt jemand die Ecke unter diesem Namen (hoffe immer noch auf Antwort:-/ ).
Gruß Dirk
Hallo Dirk
Ich habe vor Jahren einen kleinen Abstecher nach Tsum gemacht, aber hatte leider keine Zeit den ganzen Weg bis Talende zur tibetischen Grenze zu laufen. Literatur gibt es nicht viel, Snellgrove erwähnt es kurz in Himalayan Journey, und auf NepaliTimes gab es mal einen Artikel: http://www.nepalitimes.com/issue/201/Travel/2489
Lokation: bei Nyak und Lokwa nicht nach Westen in Richtung Larkya La abbiegen, sondern nord-östlich nach Domjet, Chekampar etc. In Domjet wurde unser Toilettenzelt nachts zwischen 2 und 3 gestohlen, also aufpassen ;)
Google Earth: Breite 28°28'36.93"N, Länge 85° 1'1.79"E
http://www.myhimalayas.com/manaslu/image/map_manaslu.jpg
Gruss
Carsten
Dirk Jenrich
13.02.2007, 19:32
Hallo Carsten,
danke für Deine Antwort; wie weit bist Du denn in das Tal gekommen? Bis Mu Gompa (unwahrscheinlich) oder bis zur Höhe Rachen Nunnery / Chokang? Und wie hat Dir die Gegend gefallen?
Gruß Dirk
Hi Dirk
Wir hatten nur ein, zwei Tage in Domjet, und ich bin den Gletscher entlang in Richtung Ganesh Himal gelaufen bis zu Toro Gompa (also Richtung Süden anstatt Richtung Nord-Osten). Sehr schöner Höhenweg mit guten Aussichten. Sehr abgelegen.
Meine Mittrekker sind nur bis Chekampar gekommen, von demher kann ich darüber nicht viel sagen ausser dass sie von der Gastfreundschaft geschwärmt haben. Früher brauchte man Spezialbewilligung für diesen Teil des Manaslu-Treks, ich glaube aber heute kontrolliert das niemand mehr.
Die Traverse zurück von Domjet nach Bhi zum Main Trail nach Larkya La war auch super, anstatt dem Fluss entlang ging es weit oben am Fusse von Shringi Himal Richtung Westen mit spektakulären Wegen und super Aussichten von Shringi bis Ganesh und Himal Chuli.
mehr s. http://myhimalayas.com/manaslu/2.htm
Ich war übrigens mit Jamie von project-himalaya unterwegs, und wenn er Exploratory verspricht dann ist auch Exploratory drin ;) (Ich hoffe das zählt nicht als Schleichwerbung, ich erwähne es nur weil du im ersten Posting auf seine Website verwiesen hast).
- Carsten
Wir hatten nur ein, zwei Tage in Domjet, und ich bin den Gletscher entlang in Richtung Ganesh Himal gelaufen bis zu Toro Gompa (also Richtung Süden anstatt Richtung Nord-Osten).
Hallo Carsten,
eindrucksvoller Bericht, danke!
Die Toro Gompa liegt also im Tal suedlich Domjet/Tumje? Wie weit drin? Auf der Ganesh Himal Karte hab ich da nichts finden koennen. Bist du aus dem Wald raus auf den Gletscher und suedlich weiter? Gibts da noch Pfade oder ist alles weglos?
In die Kloester konntest du offensichtlich rein und photographieren?
Noch eine Frage zum weiteren Verlauf deiner Tour: Beim Larkya La, hat Jamie da den Larkya Peak erwaehnt oder in Augenschein genommen? Wo geht da die Route ab und hast du eine Ahnung von den Verhaeltnissen? Ueber den Peak gibts ja die unterschiedlichsten Angaben (6050 und über 6100m...) und welcher wirklich gemeint ist ist mir noch unklar.
Teilweise wird er ja als leicht wie Chulu Far East angegeben, aber Jamie schreibt ja selbst, dass er nicht weiß, wo eine leichte Route hoch geht.
Vielleicht hast du noch Bilder vom Pass in diese Richtung?
Danke schonmal
phacops
Hi phacops
Ich habe ein Bild mit der Route angehängt, so wie ich sie im Kopf habe. Es ging von Domjet aus den Wald hoch (also nicht unten dem Fluss entlang, der von Ganesh kommt, es ist dort zu schmall um durchzukommen). Dann wird traversiert mit schönen Aussicht auf Ganesh I und den Gletscher, auf Trampelpfad. Es geht rechts ziemlich steil den Berg runter, ist aber eigentlich kein Problem, der Weg ist breit genug.
Nach ca. 2 Stunden tauchen dann ein paar Gebäude auf, das ist Toro. Als ich dort war, waren wegen Renovation des Klosters alle Statuen "ausgelagert", und das Kloster selber im Rohbau. Scheinbar ziehen sich Mönche und Nonnen in einem anderen Gebäude zur Meditation zurück, die Leute von Domjet wollten uns (deshalb?) auch den Weg nach Toro zuerst nicht zeigen. Wir haben ausser dem "Neubau-Kloster" dann auch keine anderen Klöster besucht, um nicht unangenehm aufzufallen.
Das Dorf liegt am unteren Ende des Gletschers, wenn ich mich richtig erinnere. Ob es oberhalb von Toro etwas Interessant zu entdecken gibt, weiss ich nicht. Ob der Weg nach dem Dorf weiterführt weiss ich nicht mehr; ich bin aber ziemlich sicher dass man recht einfach weiter Richtung Süden kommt - normalerweise gibt es zwischen Gletschermoraine und Berg ja immer eine 20m breite Mulde, in der man einfach weiterkommt ohne auf der Moraine oder dem Gletscher selber laufen zu müssen. (Leider ist genau dieser Teil auf GoogleEarth nur mit schlechter Auflösung dargestellt und man erkennt keine Details).
Ich werde die Tage mal meine Dias suchen und entstauben, und kann dann evtl. mehr zu Toro und auch Larkya Peak sagen.
- Carsten
Hi Carsten,
danke für die Info!
Heute klagen wir über teilweise schlechte Auflösung bei Google Earth - und hätten uns vor wenigen Jahren mit weit weniger zufrieden gegeben :D . Aber der Talabschnitt nach Norden ist natürlich geil zu sehen - da dürfte Mu Gompa liegen...
Insgesamt wird tatsächlich im Westen Nepals einiges an buddhistischen Klöstern groß renoviert - habe ich im Mugu auch gesehen.
Aber im Tsum dürften wirklich alte Klöster liegen - die Bilder deiner HP - wo sind die her? Ich dachte, das sei eines der alten Klöster? (Muss in Ruhe nochmal drüber gehen - aber im Moment sind Job und Reisevorbereitung Zeitfresser). Das Kloster in Toro - weißt du wie alt es sein soll?
Für deine Suche zu Dias/Infos zum Larkya peak schon mal Danke!
phacops
Hi phacops
Ich hab es zwar noch nicht in den staubigen Estrich geschafft, aber ein paar Infos mehr kann ich auch so geben.
Die Bilder sind vom Kloster Lho, Sama, und diversen Chorten dazwischen. In dem Tal gibt es noch diverse kleine Gompas, welche man kaum sieht weil sie oberhalb der normalen Trekking-Route liegen. Ich habe diese nicht besucht. Im Buch von Snellgrove sind einige beschrieben, evtl.kennst du Himalayan Pilgrimage (ISBN 0-87773-474-7) ja bereits.
Einen sehr interessanten Bericht (wenn auch etwas akademisch, und 30 Jahre alt) findet man hier, mir war nicht klar dass das Gebiet ein Beyül ist. Es werden Kloster erwähnt, welche heute vermutlich Ruinen sind. Aber wer weiss, das macht eine Reise eigentlich nur interessanter. http://www.thdl.org/texts/reprints/contributions/CNAS_02_02_03.pdf
Toro: ich weiss nicht wie alt es ist, ich habe in der mir bekannten Literatur keinen Hinweis auf das Kloster gefunden (und den Angaben der Leute in Domjet traue ich nicht - ohne böse zu klingen: der Mangel an Gen-Diversifikation hat doch Spuren hinterlassen im Dorf)
Vielleicht schaffe ich es, im Herbst 5 Wochen in den Tälern nördlich von Manaslu zu verbringen. Planst du auch eine Reise in die Gegend?
- Carsten
Hi phacops
....
Planst du auch eine Reise in die Gegend?
Den MC plante ich schon länger als Teil der großen Trilogie: Daulaghiri+AC (über Tilicho)+Manaslu. Bin leider vor Jahren am Tilicho gestrandet und konnte den MC nicht gehen. Das habe ich jetzt im Frühjahr nachgeholt (ab Dharapani bis Arkhet, von dort Jeep nach Arughat), hatte aber leider nicht die Zeit, den Abstecher ins Tsum valley zu machen, da wir am Chulu mehr Zeit verbrauchten als geplant.
Interessant war, dass ich in Koto eine Gruppe junger Nepalis traf, die Säcke mit dem gleichen Pilz Yarsagumpa (http://en.wikipedia.org/wiki/Chinese_caterpillar_fungus , http://www.kosmicjourney.org/encyclopedia/c/cordycep.htm ) dabei hatten, wie er im Tsum in großen Mengen gesammelt und nach China verkauft wird. Es waren Leute aus der Gorkha-Gegend (nicht wie ich zuerst vermutete, aus Naar/Phu).
Die verschiedenen abgelegenen Klöster konnte ich leider auch nicht besuchen. Nach meinen Eindrücken in Kinnaur letztes Jahr hätte ich das gerne gemacht.
Vielleicht kannst du ja im Herbst berichten...
phacops
Nachtrag:
Yarsagumpa ist ein absolut lukratives Geschäft (bei über 1000USD/kg!!!). Da wundert es nicht, dass Nepalis auch Risiken eingehen: der Bericht http://www.nepalnews.com/archive/2007/jun/jun04/news03.php schreibt von 16 toten Yarsa-sammlern im Dolpo.
Gleichzeitig auch ein Bericht über die unkalkulierbaren Wetterverhältnisse auf diesen Höhen.
ph.
Für deine Suche zu Dias/Infos zum Larkya peak schon mal Danke!
phacops
Habe mich heute durch die Dias durchgewühlt (sorry für die kleine Verspätung :D), leider keines von Larkya Peak gefunden. Aber wenn ich nächste Woche noch einen Flug nach KTM kriege und meine Frau überzeugen kann, werde ich aber hoffentlich in ca. 30 Tagen auf dem Gipfel stehen und kann dann mehr berichten.
- Carsten
Diablo Mudo
25.01.2012, 07:57
Liebe F. Gemeinde, grabe den Threat nochmals aus....
Ein deutscher Anbieter bietet auf seiner Manaslu Runde die Besteigung des Larkya La North Peak seit 2008 an. Ich habe nächstes Jahr vor diese Tour zu gehen.Wer hat den Larkya La North Peak schon bestiegen oder kennt jemanden der diesen Berg schon bestiegen hat und kann mir Informationen darüber geben. Danke! :nicken:
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