Hans-Wien
21.01.2007, 20:16
FÜNF TOUREN IN JRIAN JAYA
1985 – 2000
Für alle fünf Touren ist ein ortskundiger Führer zu empfehlen.
Träger je nach Bedarf und die Bezahlung erfolgt in indon. Rupien mit kleinen Scheinen. (Bereits in Jakarta bei Banken einwechseln!!)
Geschenke für Dorfbewohner und Träger mitnehmen!
1791
Tour 1:
Von Wamena nach Angguruk zu den Yalea (Jales).
Die Yales sind von ihrer Statur eher wie Pygmäen und waren bis zu ihrem Kontakt mit der Zivilisation gefürchtete Krieger und Kannibalen.
Ersten Kontakt hatten sie 1961 mit dem deutschen Priester Siegfried Zöllner und dem holl. Arzt Dr. Vriend, die vom Baliental zu ihnen vordrangen. Noch im Jahre 1974 wurden im Dorf Ninja drei holl. Missionare getötet und verspeist, heute bevorzugen sie als Hauptnahreungsmittel Süßkartoffel und Tarowurzeln.
Sie tragen den für ihren Stamm typischen Ringrock aus Lianen und riesige Penishüllen.
1796
Von Wamena nach Angguruk in 7 Tagen mit 2 Trägern als Begleitung.
Da viele Querflüsse zu überqueren sind, ist es ein ständiges raufklettern auf 800m steilen Hängen und auf der anderen Seite wieder hinunter.
Die vorhandenen Pfade sind stark verwachsen und es ist teilweise ein langsamens Fortbewegen im dichten Dschungel bei Dauerregen. Nach dem Dorf Biang die Schlucht des Jaxole-River.
(Für die oftmalige Durchquerung des Flusses ist ein Seil sehr nützlich.)
Angguruk ist ein schönes, gemütliches Dorf mit Spital und Missionsstation.
1797
Tour 2
Angguruk – Bime – Berg Gunung Mandala
Mit Missionsflugzeug nach Angguruk.
Angguruk – Bime mit 5 Trägern: (unterwegs Zukauf von Süßkartoffeln – Tarowurzeln und Bananen möglich.)
12 Tage auf schwierigen Urwaldpfaden, die halbe Zeit Regen.
Bimie – Gunung Mandala – Bime
8 Tage mit denselben 5 Trägern und 3 neuen Trägern für Süßkartoffel. (Bei dieser Tour ist die gesamte Verpflegung mitzutragen.
Auf dem gesamten Trail schlechtes Wetter und beim Gunung Mandala dichter Nebel, Regen und Scheefall. Der Gunung Mandala ist mit 4699m der dritthöchste Berg Neu-Guineas.
Die Träger bleiben wegen der Kälte in Jaban zurück. Wegen der schlechten Orientierung, Schnee und Eis am Berg, sowie des Zeitplans für den Rückflug mit einem Kleinflugzeug von Bime nach Wamena, wurde die Besteigung abgebrochen.
17981799
Tour 3
Von Sumtamon – Berg Gunung Mandala
Neuer Versuch der Besteigung des Gunung Mandala von andere Seite.
Geplant war (nach der Besteigung) die Weiterwanderung vom Hochland in das Tiefland zu den Koroweis und das Erreichen der Missionsstation bei Yabulo in zirka 3 Wochen.
(Siehe mein Bericht im Forum Seite 2 vom 14.2.2005 „Expetition in Jrian Jaya zu den Koroweis“)
Von Sentani nach Sumtamon mit Kleinflugzeug, Landepiste im Tal beim Fluss, das Dorf am Bergrücken mit Missionsstation und sehr freundlichen Bewohnern.
Anheuern von 7 Trägern für gesamte tour.
Anmarsch zum Berg 5 Tage Sumtamon – Yulowa – Tabasyk – Biblande – Asikob.
Da keine Pfade zu den abgelegenen Dörfern vorhanden sind, ist es ein mühsames Weiterkommen im dichten Regenwald. (Den Namen hat er nicht zu Unrecht.)
Bei Aksikob erstmals Blick auf den Gunung Mandala. Eine 2000m hohe Felswand mit Moos und Farnen bewachsen; uns ist klar, auch von dieser Seite ist eine leichte Besteigung nicht möglich. (Vielleicht mit einer gut eingespielten Seilschaft und guter Logistik.)
Schweren Herzens wandern wir Richtung Tiefland.
Tabasyk – Kalieil – Malkwa – Hinja – Kasuk – Yabub
Nach Tabasyk die Nachricht von Stammeskämpfen bei den Koroweis. Abbruch und Rückkehr nach Sentani.
1800 1801
Tour 4
Besteigung des Punjak Trikora
Der Punjak Trikora ist mit 4743m der zweithöchste berg Neu Guineas.
Gesamtdauer der Tour 11 Tage.
Von Wamena (1560m) durch das Baliemtal nach Ibele (1900m). Übernachtung – und weiter nach Daelah (2100m).
Anheuern von Guide Argus und 4 Trägern für Gepäck und 3 Trägern für Süßkartoffel.
Durch Regenwald mit viel Dreck und im Flussbett auf Hochebene zu einer Hütte.
Den ganzen Tag Regen; über Hochebene mit sumpfiger Graslandschaft zum See Habema (2900m).
Hier landete Mitte des 20.Jhdt. ein Wasserflugzeug und die einheimischen Dani kamen mit riesigen Heuballen, um den großen Vogel zu füttern.
Am Morgen klart es nur kurz auf; mit dem einzigen Blick auf den Berg (siehe Foto).
Weiter über morastige Hochebene, schwierige Durchquerung eines reißenden Flusses zu einer Hütte bei Hulibigiwa (3250m).
Die Träger bleiben in der kleinen Laubhütte zurück und Guide Argus steigt mit uns weiter auf bis zu einem Felsdach. Hier möchte er auf uns warten und damit das auch sicher ist, lassen wir ihm wegen der Kälte Anorak und warme Sachen, sowie Proviant zurück.
Biwak auf Bergrücken, am Morgen trotz Regen und dichtem Nebel beginnen wir den Aufstieg. Mein Freund kehrt nach einigen Stunden um, ich wandere über eine Sumpflandschaft mit kleinen Inseln aus Grasbüscheln und steige in die Wand ein(Achtung: scharfe Felsen, Handschuhe notwendig!)
Es wird dunkel und so stehe ich eine Nacht bei Kälte und Schneeregen in der Wand und erwarte sehnsüchtig den Morgen. Nächster Tag schönes Wetter, Erreichung des Gipfels. Nach insgesamt 10 Stunden Abstieg wegen Schnee in der Wand, entlang Bergrücken und durch Kamin wieder Biwak erreicht.
Argus hat auf uns gewartet (sind sehr froh) mit Träger Richtung Wamena.
Vor dem Dorf Jlac, große Diskussion: Träger wollten nicht weiter; sind mit dem Dorf verfeindet und haben Angst. Nach einigen Geschenken an das Dorf dürfen wir übernachten. Nach 2 Tagen Dauerregen erreichen wir glücklich wieder Wamena, es war landschaftlich die schönste Tour.
1802 1803 1804
Tour 5
Vom Asmat Supfgebiet zu den Baumhäusern am Brazzafluß
Die Baumhäuser beim Brazzafluss wurden erst 1979 vom deutschen Forscher Konrad entdeckt, da am Unterlauf des Flusses alle stromaufwärts fahrenden Kanus angegriffen wurden und erst durch den Einsatz von motorisierten Einbäumen, diese Dörfer schneller passiert werden konnten.
Die Bewohner des Asmat-Gebietes waren gefürchtete Kopfjäger, töteten ihre Feinde aber nicht um sie zu verspeisen sondern um durch den Besitz dessen Kopfes und dem Aufessen des Gehirns seinen Namen und seine Stärke zu bekommen. Dadurch wurden oft ganze Dörfer ausgerottet.
(Rockefeller jun. wurde 1965 hier getötet. Eine einzigartige Ausstellung über dieses Gebiet in New York!)
Hauptnahrungsmittel ist Fisch und Mehl aus der Sago-Palme. Der mit Wasser vermischte Brei wird auf heißen Steinen gebacken. Als besondere Delikatesse gelten die im Stamm der Palme lebenden Larven eines dicken Wurms. (Einladungen zu Sago-Festen habe ich mit gemischten Gefühlen angenommen)
Als Gastgeschenke sehr begehrt sind Salz, Feuerzeuge und vor allem Tabak. (In Stangen in Agarts erhältlich.)
Tourdauer: 20 Tage bei starkem Regen, zusammengekauert in einem Einbaum und durch Schlamm watend zu den verschiedenen Dörfern.
Tour:
1.Wamena – Flug mit Merpati nach Basim (Missionsstation).
2.Basim mit Einbaum (6 Männer rudern stehend) zur Dorfgemeinschaft Bagair-Bibata. Kepata (Dorfvorsteher) erklärt uns, wir befinden uns auf verbotenem Gebiet und brauchen ein Permit aus Agats.
3.Mit Dorfeinbaum – motorbetrieben – nach Basim und weiter nach Agats. Agats ist auf hohen Stelzen erbaut und die Holzstege ebenfalls, da zwischen Ebbe und Flut 5m liegen.
Erhalten des Permits und anmieten eines Motorbootes für 9 Tage.
4.Am Eiland-Fluss (Sivetj) zum Dorf Yaosakor. Feindliche Dörfer entlang des Flusses lassen uns mit Boot nicht anlegen.
5.Yaosakor nach Sengo
6.Sengo mit Boot und Polizeischutz nach Piramat.
7.Piramat – Dorf Patipi; wegen Überschwemmungen stehen die Langhäuser mit 10 Familien auf Stelzen.
8.Von Papiti durch Sumpflandschaft – als Pfad liegen Baumstämme unter Wasser und es ist ratsam, dicht hinter dem Guide zu bleiben, der den Weg kennt – nach Woto.
9.Von Woto zu den Baumhäusern bei Beouten. Die Baumhäuser sind hoch in den abgeschnittenen Wipfeln der Urwaldriesen als Schutz vor feindlichen Angriffen erbaut und werden von 8 – 12 Familien bewohnt, sowie von 1000 Insekten.
10.Zurück über Pima nach Sengo. Sehr hilfsbereite Missionsstation (Missionar hatte Malaria) und warten wegen Schlechtwetter 4 Tage auf Rückflug nach Wamena.
18051806 1807 1808
Bei allen Touren hatten wir einzigartige Erlebnisse und Eindrücke, aber trotzdem bin ich lieber im tibet. Hochland unterwegs.
Liebe Grüße
Hans - Wien
1985 – 2000
Für alle fünf Touren ist ein ortskundiger Führer zu empfehlen.
Träger je nach Bedarf und die Bezahlung erfolgt in indon. Rupien mit kleinen Scheinen. (Bereits in Jakarta bei Banken einwechseln!!)
Geschenke für Dorfbewohner und Träger mitnehmen!
1791
Tour 1:
Von Wamena nach Angguruk zu den Yalea (Jales).
Die Yales sind von ihrer Statur eher wie Pygmäen und waren bis zu ihrem Kontakt mit der Zivilisation gefürchtete Krieger und Kannibalen.
Ersten Kontakt hatten sie 1961 mit dem deutschen Priester Siegfried Zöllner und dem holl. Arzt Dr. Vriend, die vom Baliental zu ihnen vordrangen. Noch im Jahre 1974 wurden im Dorf Ninja drei holl. Missionare getötet und verspeist, heute bevorzugen sie als Hauptnahreungsmittel Süßkartoffel und Tarowurzeln.
Sie tragen den für ihren Stamm typischen Ringrock aus Lianen und riesige Penishüllen.
1796
Von Wamena nach Angguruk in 7 Tagen mit 2 Trägern als Begleitung.
Da viele Querflüsse zu überqueren sind, ist es ein ständiges raufklettern auf 800m steilen Hängen und auf der anderen Seite wieder hinunter.
Die vorhandenen Pfade sind stark verwachsen und es ist teilweise ein langsamens Fortbewegen im dichten Dschungel bei Dauerregen. Nach dem Dorf Biang die Schlucht des Jaxole-River.
(Für die oftmalige Durchquerung des Flusses ist ein Seil sehr nützlich.)
Angguruk ist ein schönes, gemütliches Dorf mit Spital und Missionsstation.
1797
Tour 2
Angguruk – Bime – Berg Gunung Mandala
Mit Missionsflugzeug nach Angguruk.
Angguruk – Bime mit 5 Trägern: (unterwegs Zukauf von Süßkartoffeln – Tarowurzeln und Bananen möglich.)
12 Tage auf schwierigen Urwaldpfaden, die halbe Zeit Regen.
Bimie – Gunung Mandala – Bime
8 Tage mit denselben 5 Trägern und 3 neuen Trägern für Süßkartoffel. (Bei dieser Tour ist die gesamte Verpflegung mitzutragen.
Auf dem gesamten Trail schlechtes Wetter und beim Gunung Mandala dichter Nebel, Regen und Scheefall. Der Gunung Mandala ist mit 4699m der dritthöchste Berg Neu-Guineas.
Die Träger bleiben wegen der Kälte in Jaban zurück. Wegen der schlechten Orientierung, Schnee und Eis am Berg, sowie des Zeitplans für den Rückflug mit einem Kleinflugzeug von Bime nach Wamena, wurde die Besteigung abgebrochen.
17981799
Tour 3
Von Sumtamon – Berg Gunung Mandala
Neuer Versuch der Besteigung des Gunung Mandala von andere Seite.
Geplant war (nach der Besteigung) die Weiterwanderung vom Hochland in das Tiefland zu den Koroweis und das Erreichen der Missionsstation bei Yabulo in zirka 3 Wochen.
(Siehe mein Bericht im Forum Seite 2 vom 14.2.2005 „Expetition in Jrian Jaya zu den Koroweis“)
Von Sentani nach Sumtamon mit Kleinflugzeug, Landepiste im Tal beim Fluss, das Dorf am Bergrücken mit Missionsstation und sehr freundlichen Bewohnern.
Anheuern von 7 Trägern für gesamte tour.
Anmarsch zum Berg 5 Tage Sumtamon – Yulowa – Tabasyk – Biblande – Asikob.
Da keine Pfade zu den abgelegenen Dörfern vorhanden sind, ist es ein mühsames Weiterkommen im dichten Regenwald. (Den Namen hat er nicht zu Unrecht.)
Bei Aksikob erstmals Blick auf den Gunung Mandala. Eine 2000m hohe Felswand mit Moos und Farnen bewachsen; uns ist klar, auch von dieser Seite ist eine leichte Besteigung nicht möglich. (Vielleicht mit einer gut eingespielten Seilschaft und guter Logistik.)
Schweren Herzens wandern wir Richtung Tiefland.
Tabasyk – Kalieil – Malkwa – Hinja – Kasuk – Yabub
Nach Tabasyk die Nachricht von Stammeskämpfen bei den Koroweis. Abbruch und Rückkehr nach Sentani.
1800 1801
Tour 4
Besteigung des Punjak Trikora
Der Punjak Trikora ist mit 4743m der zweithöchste berg Neu Guineas.
Gesamtdauer der Tour 11 Tage.
Von Wamena (1560m) durch das Baliemtal nach Ibele (1900m). Übernachtung – und weiter nach Daelah (2100m).
Anheuern von Guide Argus und 4 Trägern für Gepäck und 3 Trägern für Süßkartoffel.
Durch Regenwald mit viel Dreck und im Flussbett auf Hochebene zu einer Hütte.
Den ganzen Tag Regen; über Hochebene mit sumpfiger Graslandschaft zum See Habema (2900m).
Hier landete Mitte des 20.Jhdt. ein Wasserflugzeug und die einheimischen Dani kamen mit riesigen Heuballen, um den großen Vogel zu füttern.
Am Morgen klart es nur kurz auf; mit dem einzigen Blick auf den Berg (siehe Foto).
Weiter über morastige Hochebene, schwierige Durchquerung eines reißenden Flusses zu einer Hütte bei Hulibigiwa (3250m).
Die Träger bleiben in der kleinen Laubhütte zurück und Guide Argus steigt mit uns weiter auf bis zu einem Felsdach. Hier möchte er auf uns warten und damit das auch sicher ist, lassen wir ihm wegen der Kälte Anorak und warme Sachen, sowie Proviant zurück.
Biwak auf Bergrücken, am Morgen trotz Regen und dichtem Nebel beginnen wir den Aufstieg. Mein Freund kehrt nach einigen Stunden um, ich wandere über eine Sumpflandschaft mit kleinen Inseln aus Grasbüscheln und steige in die Wand ein(Achtung: scharfe Felsen, Handschuhe notwendig!)
Es wird dunkel und so stehe ich eine Nacht bei Kälte und Schneeregen in der Wand und erwarte sehnsüchtig den Morgen. Nächster Tag schönes Wetter, Erreichung des Gipfels. Nach insgesamt 10 Stunden Abstieg wegen Schnee in der Wand, entlang Bergrücken und durch Kamin wieder Biwak erreicht.
Argus hat auf uns gewartet (sind sehr froh) mit Träger Richtung Wamena.
Vor dem Dorf Jlac, große Diskussion: Träger wollten nicht weiter; sind mit dem Dorf verfeindet und haben Angst. Nach einigen Geschenken an das Dorf dürfen wir übernachten. Nach 2 Tagen Dauerregen erreichen wir glücklich wieder Wamena, es war landschaftlich die schönste Tour.
1802 1803 1804
Tour 5
Vom Asmat Supfgebiet zu den Baumhäusern am Brazzafluß
Die Baumhäuser beim Brazzafluss wurden erst 1979 vom deutschen Forscher Konrad entdeckt, da am Unterlauf des Flusses alle stromaufwärts fahrenden Kanus angegriffen wurden und erst durch den Einsatz von motorisierten Einbäumen, diese Dörfer schneller passiert werden konnten.
Die Bewohner des Asmat-Gebietes waren gefürchtete Kopfjäger, töteten ihre Feinde aber nicht um sie zu verspeisen sondern um durch den Besitz dessen Kopfes und dem Aufessen des Gehirns seinen Namen und seine Stärke zu bekommen. Dadurch wurden oft ganze Dörfer ausgerottet.
(Rockefeller jun. wurde 1965 hier getötet. Eine einzigartige Ausstellung über dieses Gebiet in New York!)
Hauptnahrungsmittel ist Fisch und Mehl aus der Sago-Palme. Der mit Wasser vermischte Brei wird auf heißen Steinen gebacken. Als besondere Delikatesse gelten die im Stamm der Palme lebenden Larven eines dicken Wurms. (Einladungen zu Sago-Festen habe ich mit gemischten Gefühlen angenommen)
Als Gastgeschenke sehr begehrt sind Salz, Feuerzeuge und vor allem Tabak. (In Stangen in Agarts erhältlich.)
Tourdauer: 20 Tage bei starkem Regen, zusammengekauert in einem Einbaum und durch Schlamm watend zu den verschiedenen Dörfern.
Tour:
1.Wamena – Flug mit Merpati nach Basim (Missionsstation).
2.Basim mit Einbaum (6 Männer rudern stehend) zur Dorfgemeinschaft Bagair-Bibata. Kepata (Dorfvorsteher) erklärt uns, wir befinden uns auf verbotenem Gebiet und brauchen ein Permit aus Agats.
3.Mit Dorfeinbaum – motorbetrieben – nach Basim und weiter nach Agats. Agats ist auf hohen Stelzen erbaut und die Holzstege ebenfalls, da zwischen Ebbe und Flut 5m liegen.
Erhalten des Permits und anmieten eines Motorbootes für 9 Tage.
4.Am Eiland-Fluss (Sivetj) zum Dorf Yaosakor. Feindliche Dörfer entlang des Flusses lassen uns mit Boot nicht anlegen.
5.Yaosakor nach Sengo
6.Sengo mit Boot und Polizeischutz nach Piramat.
7.Piramat – Dorf Patipi; wegen Überschwemmungen stehen die Langhäuser mit 10 Familien auf Stelzen.
8.Von Papiti durch Sumpflandschaft – als Pfad liegen Baumstämme unter Wasser und es ist ratsam, dicht hinter dem Guide zu bleiben, der den Weg kennt – nach Woto.
9.Von Woto zu den Baumhäusern bei Beouten. Die Baumhäuser sind hoch in den abgeschnittenen Wipfeln der Urwaldriesen als Schutz vor feindlichen Angriffen erbaut und werden von 8 – 12 Familien bewohnt, sowie von 1000 Insekten.
10.Zurück über Pima nach Sengo. Sehr hilfsbereite Missionsstation (Missionar hatte Malaria) und warten wegen Schlechtwetter 4 Tage auf Rückflug nach Wamena.
18051806 1807 1808
Bei allen Touren hatten wir einzigartige Erlebnisse und Eindrücke, aber trotzdem bin ich lieber im tibet. Hochland unterwegs.
Liebe Grüße
Hans - Wien