seppi
01.07.2004, 15:59
Bergdrama am Nanga Parbat - Österreicher betroffen
Eine Expedition von Salzburger, Tiroler und niederösterreichischen Heeresbergführern hat heute auf dem 8.125 Meter hohen Nanga Parbat eine Rettungsaktion für zwei verunglückte Gruppen von Bergsteigern gestartet.
Die Situation ist nach einer Unglücksnacht auf 7.000 Metern kritisch, wie das ORF-Landesstudio Salzburg berichtet.
Zwei Deutsche vermisst
Das Team der Heeresbergführer wird versuchen, die Mitglieder der zwei anderen Expeditionen zu retten. Eine stammt aus Österreich und die andere aus Sachsen. In der vergangenen Nacht hatte sich oberhalb von 7.000 Metern auf dem Nanga Parbat ein Drama abgespielt.
Momentan ist kein tödlicher Unfall eines Österreichers bestätigt. Zwei deutsche Höhenbergsteiger werden aber vermisst. Und drei Österreicher sowie vier Sachsen kämpfen nun in großer Höhe unter dem Gipfel gegen die schwere Erschöpfung.
Österreicher im Gefahrenbereich
Von der österreichischen Expedition sind noch ein Gendarmerie-Bergführer aus Kufstein (Tirol), einer aus Öblarn (Steiermark) und ein Bergsteiger aus Krimml (Pinzgau) im Gefahrenbereich. Sie haben bei einem Notbiwak unter freiem Himmel in der vergangenen Nacht möglicherweise auch Erfrierungen erlitten.
Aufstieg aus dem Basislager
Die Heeresbergführern steigen aus dem Basislager in 4.100 Metern Seehöhe, wo sie heute Proviant und Material geholt haben, deshalb jetzt so schnell wie möglich in das Lager 1 in 4.900 Metern auf.
Von dort aus würden sie versuchen, ihr Lager 3 in 6.700 Metern und die Verunglückten zu erreichen, sagt Expeditionsleiter Sepp Delmarco: "Wir steigen am Freitag, wenn's geht, Richtung zwei und drei auf, sodass wir den Leuten, die herunterkommen, helfen können und sie entlang der versicherten Route herunterbekommen."
"Werden unser Bestes versuchen"
All jenen, die noch weiter oben im Lager vier sind, könnten die Heeresbergführer nicht mehr helfen, ergänzt Delmarco: "Wenn die nicht selber gehen können, können wir vermutlich auch nicht viel machen. Wir werden unser Bestes versuchen, haben alle unsere Ziele hintangesteckt und versuchen, dass wir das Beste für die Leute herausholen können."
Für die zwei vermissten Deutschen seien die Aussichten sehr schlecht. Einer ist abgestürzt, ein zweiter wollte ihm folgen: "Ob er das schafft - alles ist möglich. Denen können wir nicht helfen - das ist abseits der versicherten Route." Die Heeresbergführer haben ihre Route fast durchgehend mit Fixseilen gesichert.
Beide Gruppen haben Gipfel erreicht
Die zwei verunglückten Gruppen hatten in der Nacht um 22.00 Uhr den Gipfel des Nanga Parbat erreicht. Sie mussten beim Aufstieg durch hüfthohen Schnee gehen und waren deshalb verspätet.
Normalerweise müssten die Bergsteiger gegen 14.00 Uhr vom Gipfel weggehen, um noch rechtzeitig ins Lager zurückzukommen.
Quelle: ORF .at
Eine Expedition von Salzburger, Tiroler und niederösterreichischen Heeresbergführern hat heute auf dem 8.125 Meter hohen Nanga Parbat eine Rettungsaktion für zwei verunglückte Gruppen von Bergsteigern gestartet.
Die Situation ist nach einer Unglücksnacht auf 7.000 Metern kritisch, wie das ORF-Landesstudio Salzburg berichtet.
Zwei Deutsche vermisst
Das Team der Heeresbergführer wird versuchen, die Mitglieder der zwei anderen Expeditionen zu retten. Eine stammt aus Österreich und die andere aus Sachsen. In der vergangenen Nacht hatte sich oberhalb von 7.000 Metern auf dem Nanga Parbat ein Drama abgespielt.
Momentan ist kein tödlicher Unfall eines Österreichers bestätigt. Zwei deutsche Höhenbergsteiger werden aber vermisst. Und drei Österreicher sowie vier Sachsen kämpfen nun in großer Höhe unter dem Gipfel gegen die schwere Erschöpfung.
Österreicher im Gefahrenbereich
Von der österreichischen Expedition sind noch ein Gendarmerie-Bergführer aus Kufstein (Tirol), einer aus Öblarn (Steiermark) und ein Bergsteiger aus Krimml (Pinzgau) im Gefahrenbereich. Sie haben bei einem Notbiwak unter freiem Himmel in der vergangenen Nacht möglicherweise auch Erfrierungen erlitten.
Aufstieg aus dem Basislager
Die Heeresbergführern steigen aus dem Basislager in 4.100 Metern Seehöhe, wo sie heute Proviant und Material geholt haben, deshalb jetzt so schnell wie möglich in das Lager 1 in 4.900 Metern auf.
Von dort aus würden sie versuchen, ihr Lager 3 in 6.700 Metern und die Verunglückten zu erreichen, sagt Expeditionsleiter Sepp Delmarco: "Wir steigen am Freitag, wenn's geht, Richtung zwei und drei auf, sodass wir den Leuten, die herunterkommen, helfen können und sie entlang der versicherten Route herunterbekommen."
"Werden unser Bestes versuchen"
All jenen, die noch weiter oben im Lager vier sind, könnten die Heeresbergführer nicht mehr helfen, ergänzt Delmarco: "Wenn die nicht selber gehen können, können wir vermutlich auch nicht viel machen. Wir werden unser Bestes versuchen, haben alle unsere Ziele hintangesteckt und versuchen, dass wir das Beste für die Leute herausholen können."
Für die zwei vermissten Deutschen seien die Aussichten sehr schlecht. Einer ist abgestürzt, ein zweiter wollte ihm folgen: "Ob er das schafft - alles ist möglich. Denen können wir nicht helfen - das ist abseits der versicherten Route." Die Heeresbergführer haben ihre Route fast durchgehend mit Fixseilen gesichert.
Beide Gruppen haben Gipfel erreicht
Die zwei verunglückten Gruppen hatten in der Nacht um 22.00 Uhr den Gipfel des Nanga Parbat erreicht. Sie mussten beim Aufstieg durch hüfthohen Schnee gehen und waren deshalb verspätet.
Normalerweise müssten die Bergsteiger gegen 14.00 Uhr vom Gipfel weggehen, um noch rechtzeitig ins Lager zurückzukommen.
Quelle: ORF .at