Vollständige Version anzeigen : Ostküste Madagaskar
Hallo,
ich bin Ende November von Antahala nach Manompana (40 km nördlich von Soanierana-Ivongo) galaufen. Fantastische Reise, megalgeile Strände auf dem Weg. Wer an einem ausführlicheren Bricht interessiert ist (Unterkünfte, Zeiten, Essen etc.), bitte melden
Andzrej
wie soll man sich melden, wenn du keine kontaktadresse angegeben hast?:confused:
genau so. man wird doch benachrichtigt, wenn jemand auf einen beitrag antwortet, ich jedenfalls
sweetwater
11.07.2007, 17:18
hey,
ich wäre sehr an einem ausführlichen bericht interessiert - auch von der gesamtreise, da ich selber derzeit richtung madagaskar plane.
danke sascha
mache ich gerne in einigen Tagen, bin noch auf Reisen
Hallo,
jetzt ausführlicher meine Reise im Nordosten. Gelaufen bin ich ca. 250 km und es war wirklich eine der schönsten Reisen bisher. Die Wege waren sehr einfach zu gehen (meist
mit Allrad zu befahren, von denen gelegentlich auch einer vorbeikommt), Orientierung
ist kein Problem (ein Führer absolut überflüssig), Übernachten ebenso (fast in jedem
Dorf eine kleine Pension, da auch die Madegassen hier laufen müssen, da Strassen kaum
existieren) und Essen ebenso (in jedem Dorf ein Minirestaurant, man muss keinerlei
Lebensmittel mitnehmen). Lediglich um Wasser muss man sich kümmern, d.h. entweder
Filter oder Entkeimungstabletten (unverzichtbar). Kosten tut das ganze fast nichts,
die Übernachtungs- und Essenspreise sind sehr niedrig. Teilweise habe ich 2-3 Euro pro
Tag ausgegeben. Andere wandernde Backpacker habe ich übrigens auf der ganzen Strecke
nicht getroffen, ich war immer alleine.
Ich teile die Wanderung in 3 Teile auf, ist aber jetzt schon 7 Monate her, genaue
Wanderzeiten und alle Dorfnamen weiss ich nicht mehr:
Antalaha - Maroantsetra
Maroantsetra- Mananara
Mananara - Soanierana-Ivongo (Überfahrt nach Sainte Marie)
Antalaha - Maroantsetra
Ich bin von Tana nach Antalaha geflogen und dort erstmal eine Nacht geblieben. Schöner
Strand. Die Überquerung der Masoala Halbinsel war landschaftlich entgegen dem
Reiseführer für mich der schönste Teil der Wanderung. 3. Tag schöner Regenwald. Auf
dieser Strecke sind auch keine Allradfahrzeuge möglich, über den Berg geht es nur auf
Pfaden. Schuhe: ich hatte Joggingschuhe an, da ich viel mehr Schlamm und Wasser
erwartet hatte, war aber dann sehr trocken bis auf den 2. Tag, an dem mehrere Flüsse
überquert werden müssen. Am besten sind flache Wanderschuhe. Kurz eine Beschreibung:
1. Tag: von Antalaha fährt vormittags ein LKW nach Marofinaritra, dauert ca. 3
Stunden. Lohnt, hier zu wandern wäre heiss und langweilig. Ich bin dann 3-4 Stunden
gelaufen, bis es dunkel wurde und habe in einem kleinen Dorf übernachtet.
Übernachtungsmöglichkeiten sind vielfältig. Nächster Tag dann um 5 h los (wird vor 5
schon hell) und bis mittags nach Ampokafo gelaufen. Dort war ich so platt, dass ich
nicht weiter konnte, mehr als 30 km mit Rucksack schaffe ich nicht am Tag. Sehr
schönes Dorf. 3. Tag von dort in ein Dorf zwischen Fizono und Mahalevona (Namen
vergssen, war bestimmt 5 km lang das Dorf). Schönster Tag. Am 4. Tag nach
Maroantsetra, dort war ich dann Mittags (hier gab es ein paar Touristen). Ich halte
mich für relativ fit, ich jogge 30-40 km wöchentlich und 3,5 Tage für die Strecke
waren für mich genau richtig. Man schafft es auch in 3, der Reiseführer sagt 5, das
finde ich zuviel. Da es aber wirklich überall Übernachtung und Essen gibt, kann man
das sehr individuell gestalten.
Eine Nacht war ich in Nosy Mangabe, lohnt sich, wirklich sehr schön
Maroantsetra- Mananara
Sehr schöner Weg immer am Meer entlang, aber weniger Regenwald als erwartet. 1. Tag:
Minibus bis Nadrasane (sollte man machen) und dann bin ich noch bis abends gelaufen.
Habe den Namen vergessen, wo ich übernachtet habe. An diesem Tag defintiv die
schönsten Strände (weitaus besser als in Sainte Marie), immer menschenleer, ich habe
bestimmt 3 Pausen gemacht und bin Schwimmen gegangen. Warum es hier keinen
Strandtourismus gibt, verstehe ich nicht. Komischweise gab es an den schönsten
Stränden auch keine Dörfer, sonst wäre ich ganz sicher einige Tage geblieben.
2. Tag von diesem kleinen Dorf bis Manambolosy (glaube ich auf jeden Fall). das war
schon eine kleine Stadt, gab sogar kaltes Bier). Strände waren nicht mehr ganz so
schön wie am ersten Tag. 3. Tag dann früg morgens mit Allrad oder Minibus nach
Mananara, welches schön ein größere Stadt ist.
Mananara - Soanierana-Ivongo (Überfahrt nach Sainte Marie)
2 Tage laufen bis nach Antanambe, was grundsätzlich nur ein Dorf ist, wo aber eine
französische Familie ein Resort betreibt. Wäre wunderschön hier, wenn es diese
dämlichen Sandflöhe nicht gäb. Diese 2 Tage (mittendrin gibt es ein schönes Dorf mit
sehr schönem Strand, wo ich übernachtet habe) sind landschaftlich toll, aber
anstrengend, da zwar an der Küste entlang, aber immer rauf und runter. Hier wurde ich
von recht vielen Allradfahrzeugen überholt, die Strasse ist aber so schlecht und die
Landschaft so schön, dass ich es keine Sekunde beräut habe, gelaufen zu sein.
nach einem Tag Erholung im Beachresort bin ich um 5 h los mit der Absicht 1-2 Stunden
zu laufen und dann einen der Allradwagen zu nehmen, die vorher so zahlreich unterwegs
waren und bis Soanierana-Ivongo zu fahren. An diesem Tag hat mich KEIN Fahrzeug
überholt und die Strecke ist jetzt nicht mehr so spannend. Ich bin wahrscheinlich 40
km gelaufen bis Manompana ca. 40 km vor Soanierana-Ivongo, von dem morgens Allrad
oder Minibusse losfahren. Mit Abstand das netteste Dorf auf der ganzen Reise. Gibt ein paar nette Bungalows am Strand. Von hier dann am nächsten Morgen problemlos mit dem Allradwagen die 35 km nach Soanierana-Ivongo, was jedoch sehr lange dauert, da viele Flüsse zu überqueren sind. Hier auf keinen Fall laufen, es ist flach, sehr heiss, sehr sandig und landschaftlich langweilig. Ich kam noch rechtzeitig um ein Boot nach sainte Marie zu erwischen (es fahren bis mittags sehr viele Boote), wo ich dann von den Stränden im Vergleich zur Ostküste dann doch sehr enttäuscht war.
Ich hoffe, dass war ausführlich genug
Andreas
Hallo zusammen,
wir sind 2003 mehrer Wochen mit dem Rad auf Madagaskar unterwegs gewesen und den Tsiribihina hinuntergepaddelt. Falls jemand Tipps in der Richtung benötigt, bitte melden.
Pitcairn
07.09.2010, 13:20
Hallo: Wir sind eine Gruppe von drei Individualreisenden. Am 25.10.2010 reisen wir an die Ostküste nach Madagaskar / Antalaha: Wir beachsichtigen von dort auf der Nordroute bis nach Maroantsetra zu wandern. Meine Fragen: Kann man überall in den einheimischen Dörfern übernachten oder muss man zwingend auch biwakieren? Kann man sich auf jeder Tagesetappe mit Mineralwasser versorgen oder kommt man nicht umhin, Wasser abzukochen? Hast du allenfalls Tabletten zur Wasserreinigung eingesetzt? Ist ein Führer für diese Route zwingend vorgeschrieben oder findet man sich auch alleine zurecht? Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar. Beste Grüsse. Pitcairn
Hallo,
jetzt ausführlicher meine Reise im Nordosten. Gelaufen bin ich ca. 250 km und es war wirklich eine der schönsten Reisen bisher. Die Wege waren sehr einfach zu gehen (meist
mit Allrad zu befahren, von denen gelegentlich auch einer vorbeikommt), Orientierung
ist kein Problem (ein Führer absolut überflüssig), Übernachten ebenso (fast in jedem
Dorf eine kleine Pension, da auch die Madegassen hier laufen müssen, da Strassen kaum
existieren) und Essen ebenso (in jedem Dorf ein Minirestaurant, man muss keinerlei
Lebensmittel mitnehmen). Lediglich um Wasser muss man sich kümmern, d.h. entweder
Filter oder Entkeimungstabletten (unverzichtbar). Kosten tut das ganze fast nichts,
die Übernachtungs- und Essenspreise sind sehr niedrig. Teilweise habe ich 2-3 Euro pro
Tag ausgegeben. Andere wandernde Backpacker habe ich übrigens auf der ganzen Strecke
nicht getroffen, ich war immer alleine.
Ich teile die Wanderung in 3 Teile auf, ist aber jetzt schon 7 Monate her, genaue
Wanderzeiten und alle Dorfnamen weiss ich nicht mehr:
Antalaha - Maroantsetra
Maroantsetra- Mananara
Mananara - Soanierana-Ivongo (Überfahrt nach Sainte Marie)
Antalaha - Maroantsetra
Ich bin von Tana nach Antalaha geflogen und dort erstmal eine Nacht geblieben. Schöner
Strand. Die Überquerung der Masoala Halbinsel war landschaftlich entgegen dem
Reiseführer für mich der schönste Teil der Wanderung. 3. Tag schöner Regenwald. Auf
dieser Strecke sind auch keine Allradfahrzeuge möglich, über den Berg geht es nur auf
Pfaden. Schuhe: ich hatte Joggingschuhe an, da ich viel mehr Schlamm und Wasser
erwartet hatte, war aber dann sehr trocken bis auf den 2. Tag, an dem mehrere Flüsse
überquert werden müssen. Am besten sind flache Wanderschuhe. Kurz eine Beschreibung:
1. Tag: von Antalaha fährt vormittags ein LKW nach Marofinaritra, dauert ca. 3
Stunden. Lohnt, hier zu wandern wäre heiss und langweilig. Ich bin dann 3-4 Stunden
gelaufen, bis es dunkel wurde und habe in einem kleinen Dorf übernachtet.
Übernachtungsmöglichkeiten sind vielfältig. Nächster Tag dann um 5 h los (wird vor 5
schon hell) und bis mittags nach Ampokafo gelaufen. Dort war ich so platt, dass ich
nicht weiter konnte, mehr als 30 km mit Rucksack schaffe ich nicht am Tag. Sehr
schönes Dorf. 3. Tag von dort in ein Dorf zwischen Fizono und Mahalevona (Namen
vergssen, war bestimmt 5 km lang das Dorf). Schönster Tag. Am 4. Tag nach
Maroantsetra, dort war ich dann Mittags (hier gab es ein paar Touristen). Ich halte
mich für relativ fit, ich jogge 30-40 km wöchentlich und 3,5 Tage für die Strecke
waren für mich genau richtig. Man schafft es auch in 3, der Reiseführer sagt 5, das
finde ich zuviel. Da es aber wirklich überall Übernachtung und Essen gibt, kann man
das sehr individuell gestalten.
Eine Nacht war ich in Nosy Mangabe, lohnt sich, wirklich sehr schön
Maroantsetra- Mananara
Sehr schöner Weg immer am Meer entlang, aber weniger Regenwald als erwartet. 1. Tag:
Minibus bis Nadrasane (sollte man machen) und dann bin ich noch bis abends gelaufen.
Habe den Namen vergessen, wo ich übernachtet habe. An diesem Tag defintiv die
schönsten Strände (weitaus besser als in Sainte Marie), immer menschenleer, ich habe
bestimmt 3 Pausen gemacht und bin Schwimmen gegangen. Warum es hier keinen
Strandtourismus gibt, verstehe ich nicht. Komischweise gab es an den schönsten
Stränden auch keine Dörfer, sonst wäre ich ganz sicher einige Tage geblieben.
2. Tag von diesem kleinen Dorf bis Manambolosy (glaube ich auf jeden Fall). das war
schon eine kleine Stadt, gab sogar kaltes Bier). Strände waren nicht mehr ganz so
schön wie am ersten Tag. 3. Tag dann früg morgens mit Allrad oder Minibus nach
Mananara, welches schön ein größere Stadt ist.
Mananara - Soanierana-Ivongo (Überfahrt nach Sainte Marie)
2 Tage laufen bis nach Antanambe, was grundsätzlich nur ein Dorf ist, wo aber eine
französische Familie ein Resort betreibt. Wäre wunderschön hier, wenn es diese
dämlichen Sandflöhe nicht gäb. Diese 2 Tage (mittendrin gibt es ein schönes Dorf mit
sehr schönem Strand, wo ich übernachtet habe) sind landschaftlich toll, aber
anstrengend, da zwar an der Küste entlang, aber immer rauf und runter. Hier wurde ich
von recht vielen Allradfahrzeugen überholt, die Strasse ist aber so schlecht und die
Landschaft so schön, dass ich es keine Sekunde beräut habe, gelaufen zu sein.
nach einem Tag Erholung im Beachresort bin ich um 5 h los mit der Absicht 1-2 Stunden
zu laufen und dann einen der Allradwagen zu nehmen, die vorher so zahlreich unterwegs
waren und bis Soanierana-Ivongo zu fahren. An diesem Tag hat mich KEIN Fahrzeug
überholt und die Strecke ist jetzt nicht mehr so spannend. Ich bin wahrscheinlich 40
km gelaufen bis Manompana ca. 40 km vor Soanierana-Ivongo, von dem morgens Allrad
oder Minibusse losfahren. Mit Abstand das netteste Dorf auf der ganzen Reise. Gibt ein paar nette Bungalows am Strand. Von hier dann am nächsten Morgen problemlos mit dem Allradwagen die 35 km nach Soanierana-Ivongo, was jedoch sehr lange dauert, da viele Flüsse zu überqueren sind. Hier auf keinen Fall laufen, es ist flach, sehr heiss, sehr sandig und landschaftlich langweilig. Ich kam noch rechtzeitig um ein Boot nach sainte Marie zu erwischen (es fahren bis mittags sehr viele Boote), wo ich dann von den Stränden im Vergleich zur Ostküste dann doch sehr enttäuscht war.
Ich hoffe, dass war ausführlich genug
Andreas
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