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Vollständige Version anzeigen : Motorradtour Thailand / Kambodscha


Jockel2002
09.01.2007, 22:12
Hallo Zusammen,

habe vor vom 22.01 bis 15.02.07 durch Thailand und/oder Kambodscha mit dem Motorrad zu reisen.
Selbst Organisiert und ohne Führer.
Hat jemand von euch Erfahrung mit dieser art von Trip... ??

Ist es überhaupt möglich mit einem Leihmotorrad die Grenze zu überqueren, da der Pass ja beim Verleiher liegt !?

Und wie sind eure Erfahrungen mit der Navigation, ist in diesen Gefilden ja oft schwer überhaupt zu checken wo man sich gerade befindet. kann jemand ein nicht allzu teures mobiles Navi empfehlen??

Jaja Fragen über Fragen, sorry. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Peace der ~Jockel~

schlimmer finger
02.02.2007, 17:44
Hallo!
War selbst schon in Thailand, Kambotsch und Vietnam unterwegs. Auch ohne Tour/Führer.
Zunächst mal Thailand: Thailand ist ein vergleichsweise sicheres und einfaches Reiseland. dort gibt es Verkehrsregeln, denen auch hin und wieder Beachtung geschenkt wird, ganz im Gegensatz zu Kambotscha :roll:
In Thailand sollte es recht einfach sein sich zurechtzufinden, da dort alles gut ausgeschildert ist und man sich auf Karten verlassen kann und man immer jemand fragen kann, der auch ein paar Fetzen Englisch spricht. Ich weiß nicht genau was du da treiben willst. Wenn du auf Straßen fährst, ist das ganze kein Problem. Du solltest halt nicht einfach im "Goldenen Dreieck" an der Grenze zu Burma in irgendwelche Militäraktionen zwischen den Drogenschmucklern und der Thailändischen Armee auf Jungel tracks geraten.
In Kambotscha sieht das ganze etwas anders aus. Generell könnte man sagen (zumindest war dies mein Eindruck vor 3 Jahren) dass es in Kambotscha kein wirkliches Gesetz gibt. Mit Geld kann man da alles, aber auch wirklich alles machen, wenn man das will. Ebenso gibt es keine besonders ernstzunehmende Verkehrsregeln. Z.B. in Phnom Phen: es ist völlig normal auf einer 3 - Spurigen Straße, die eigendlich eine Vorgeschriebene Fahrtrichtung hat, als einziger mit einem Roller den anderen 1000 entgegenzufahren... also noch schlimmer als in Vietnam.
Mit dem "tollen" Motorad währ ich da auch etwas vorsichtiger... Die einheimischen fahren allsamt irgenwelche Roller oder eben diese typischen 120cc Honda Dinger, auf denen sie zu 3. oder gar zu viert draufsitzen. Desweiteren gibt es da ein nicht alzusehr begrüßendes Verhalten im Falle eines Unfalls... Wenn dich bei Nacht versehentlich ein LKW umfährt, wird er zurückfahren und nochmal über dich drüberrollen, um sicher zu gehen, dass du auch ganz tot bist. der Clu bei der ganzen Sache ist volgender: Überlebst du, so muss er für deine Behandlung aufkommen. Stirbst du, hat er höchsten mit einer Strafe von ca 1000 $ zu rechnen. Da gibt es noch eine weitere doofe Regelung: wennd u einen Unfall baust und liegst auf der Straße, musst du schon verdammt Glück haben, dass dir jemand hilft! (Nicht dass die Kambotschaner unfreundlich wären, nein ganz im Gegenteil!) aber solltest du im Falle eines Transports ins Krankenhaus sterben, werden sie zu Verantwortung gezogen. deshalb ist es dort warscheinlich, dass ein aus dem Kopf blutender, ohnmächtiger Tourist aus Angst vor diesen genannten Gründen liegengelassen wird, anstatt ihm zu helfen, auch weenn die Passanten dies gerne tun würden.
Alles sehr wild und abenteuerlich da drüben! (sofern du vom "Touristenpfad" abkommst.). Im Norden scheint es noch überbleibsel der Roten Kmehr zu geben.
Diese Informationen habe ich aus eine rseriösen Quelle. Ich lernte auf meiner Reise durch Kambotscha eienen Australischen Priester und Missionar kennen, der zu den Bürgerkriegszeiten nach Kambotscha gezogen ist und bis heute noch dort lebt. Er ist vor ca. 5 Jahren im Norden des Landes auch unter Beschuss geraten. Und hat sich dort auch die Malaria geholt...
Willd ich aber nicht abschrecken das durchzuziehen. Kambotscha ist ein sehr schönes Land, wo man sehr einfach dem Tourismus entgehen kann. Zur Grenze: Ja, du brauchst einen Pass. Es sollte aber Möglich sein in Kambotscha annähernd richtige Motorräder zu leihen (Dirt Bikes). Allerdings sollte man sich immer vor Augen halten, dass dort Leute rumrennen, die so arm sind, dass sie noch nicht mal Schuhe haben. und du an deinem Körper soviel Wertgegenstände hast (Uhr Foto, MOTORRAD) wie sie sich wohl in ihrem Ganzen leben nicht leisten können. Und man kommt dort sehr sehr leicht an Waffen ran.

Dazu sollte man einfach ein paar Dinge beachten, wie z.B. nicht nachts mit einem Koffer durch die Gegend rennen, vor allem nicht in Phnom Phen! ("The City of Girls, Guns and Ganja")

Gruß!