Vollständige Version anzeigen : MTT Permit für Ausreise aus Burma über Tachileik???
tremendopunto
07.01.2007, 14:13
Ich wollte Burma über Tachileik nach Mae Sai/NordThailand verlassen um über Huay Xai nach Laos einzureisen, laut LP auch kein Problem......jetzt habe ich aber gehört man benötigt dafür aber eine besondere Permit von der MTT in Yangoon für 20 USD und dies 10 Tage vor der Ausreise aus Burma.
1. Benötigt man diese Permit?
2. Wenn ja, was genau benötigt man für diese Behörde (Geld, Foto, Formulare???)
3. Gibt es dort Schwierigkeiten und wie lange dauert die Beantragung in Yangoon (Ausstellung am gleichen Tag, 2tage, 3tage...?)
Vielen Dank für jegliche Anregung,
Christof
tremendopunto
10.01.2007, 10:15
updates:
habe mit der My.Botschaft gesprochen, die sagen natürlich: NEIN! (offiziell-inoffiziell hiess es, wenn MTT das so sagt....) da weiß die rechte Hand nicht was die linke macht....
MTT war bisher nicht zu erreichen
eine Reiseagentur gab die Auskunft, dass die Permitbeantragung für Tachileik bis zu 3 (in Zahlen: drei!!) Wochen dauert....um 3 Wochen zu warten habe ich ich nicht die Zeit, aber auch nicht die Bereitschaft das Risiko einzugehen in der Pampa von Tachileik an der Grenze abgewiesen zu werden und den ganzen Weg für die Katz zu machen....
Wenn also jmd. Erfahrungen mit der Ausreise über tachileik hat, wäre ich für jegliche Infos dankbar.
Gruß,
Christof
tremendopunto
18.01.2007, 17:25
So, mir wurde jetzt von verschiedenen Seiten bestätigt, dass die Bestimmungne tatsächlich seit Herbst/Nov. 2006 verschärft wurden und man ohne Permit nicht über Tachileik ausreisen darf.
Auch die MTT Angaben, die ich hier zuesrt genannt habe sind wohl schon veraltet:
Nach neuesten Infos liegt die Beantragungsdauer bei 3-4 Wochen, die Gebühr bei 50 USD........
Zitat: "Mir hat man in einer Reiseagentur gesagt, dass es 4 Wochen dauert und sich die Preise auf 50 $ erhöht haben. Für jedes Permit muss ein Mitarbeiter eine Reise in die neue Hauptstadt unternehmen. Die Guesthouses sind da knapp und sehr teuer (Begründung für 50$). Also ein permit vor Ort zu organisieren wird damit eigentlich ziemlich unmöglich."
Somit musste ich meine Reiseroute ein wenig ändern. Aber mich würde jeden Nachricht/Erfahrung über diese Route interessieren.
Hallo,
ich hatte mich in den letzten Jahren immer wieder mal über offene Landweg-Grenzen informiert. Abgesehen von einem Grenzübergang nach China habe ich bisher nie eine bestätigte Möglichkeit gefunden, über den Landweg von/nach Burma zu gehen (abgesehen von den Tagesausflügen, die man von Thailand nach Tachilek oder über den Three Pagoda Pass machen kann; diese erlauben dann aber auch keine Weiterreise in Burma).
Zugegebenermaßen hab ich mich seit einem guten Jahr nicht mehr schlau gemacht. Würde mich aber interessieren, wenn du doch noch was findest!
Viel Erfolg :-)
Boris
tremendopunto
18.01.2007, 21:07
Hallo Boris,
schön, dass ,man hier doch für jedes Gebiet gleichgesinnte trifft.
Also bis vor kurzem war es kein Problem über Tachileik/-lek zumindest auszureisen.
Aber in Bu´rma kann sich anscheinend über Nacht alles ändern. (vom Staatsnamen zur Schreibweise der Hauptstadt hin zur Haupstadt selbst ;) )
Hier möchte ich noch einen Reisenden zitieren:
"Without the services of a tour agency it will be a miracle that you will get the permission. The permit will take 20 days minimum and the application fee is around $50. You will have to apply to Myanmar Travel and Tours at the New Executive Capital --- Naypyidaw which it 8 hours drive from the commercial capital Yangon. After endorsement from the MTT you will have to get the permit from higher persons."
Gruß,
Christof
rovebeetle
19.01.2007, 10:06
Aber in Bu´rma kann sich anscheinend über Nacht alles ändern. (vom Staatsnamen zur Schreibweise der Hauptstadt hin zur Haupstadt selbst ;) )
Jaja, die neue Hauptstadt. Die hat auch mir schon viel Kopfzerbrechen bereitet und wird mir auch weiterhin Nerven kosten.
Kurz zu meiner Situation (ich habe zwar keine zweckdienlichen Hinweise für den östl. Shan State und die Ausreise nach Thailand aber vielleicht hilft meine Ausführung auf anderem Gebiet):
Ich betreue seit 8 Jahren ein Projekt zur Biodiversitätsforschung (hpts. Insekten) und Ausbildung des Personals der Naturschutzbehörde. Ich habe ein kleines Museum (nicht öffentlich) im Hlawga Wildlife Park technisch ausgestattet und halte Trainingskurse für entomologische Freilandarbeit und Museologie. Hauptsächlich führe ich aber meine eigene Forschung aus.
Durch die Zusammenarbeit mit einer Regierungsbehörde kann ich ein Lied von der Willkür und Idiotie die einem da begegnet singen. Während die Angestellten, vom einfachen Ranger über den Park Warden bis hinauf zum Direktor der Naturschutzbehörde (beim letzteren mit gewisser Einschränkung) extrem hilfreich, wissbegierig, freundlich und verlässlich sind, darf man sich von den übergeordneten Stellen (Forstminister und noch höher) genau das Gegenteil erwarten.
Als ich mit meinem Projekt anfing (1998) war alles noch leichter, v.a. weil der damalige Direktor der Nature and Wildlife Conservation Division (NWCD), U Uga, sich redlich bemüht hat die nötigen Permits zu bekommen - ich war der erste der eine offizielle Sammelgenehmigung für Insekten für Putao erhalten hat. Leider wurde dieser gute Mann frühzeitig in Pension geschickt (er hat sich zu sehr für Naturschutzbelange eingesetzt die Regierungsplänen zuwiderliefen) und durch einen Hardliner ersetzt. Jetzt ist er der Chairman von BANCA, der ersten Naturschutz NGO in Burma.
Nachdem es von da an fast unmöglich war Permits für entlegene Gebiete zu bekommen, weil der Direktor zu faul war, speziell wenn nichts für ihn dabei rausschaute, begann ich mit einer lokalen travel agency zusammenzuarbeiten, die sich auf Ökotourismus spezialisiert hat und nebenbei auch (v.a. ornithologische) Naturschutzprojekte unterstützt. Einer meiner früheren Studenten arbeitet dort als Guide. Über diese Agency erhalte ich praktisch jedes Permit das (sicherheitstechnisch) möglich ist. Vor allem die sehenswerten (aber schlecht erschlossenen) Naturschutzgebiete liegen praktisch alle ausserhalb des ohne Permit bereisbaren Rechtecks.
Aber Wunder kann auch SST nicht bewirken. Man muss schon etwa 2 Monate im voraus wissen was man will und es kommt mir auch wesentlich teurer als früher, dafür brauche ich mich aber um fast nichts kümmern. Darüberhinaus habe ich bei denen das Gefühl, dass ich die Regierung nicht mehr mit Devisen füttere als notwendig. Ganz lässt sich das leider nie vermeiden, ausser man fährt nicht nach Burma.
Ach ja, falls es jemanden interessiert, der Name der Agency ist SST und die Mitarbeiter sind sehr kommunikativ.
Zusätzlich fungiert eine ehemalige Angestellte der NWCD als Schaltstelle zwischen mir und der NWCD, weil die email-Verbindung nach Naypyidaw immer noch zu wünschen übrig lässt.
Zusammenfassend: wer als individueller und auf low budget in Burma unterwegs sein will kommt kaum in entlegene Gebiete. Wer allerdings ein bisschen was investiert und auch Zeit hat der wird mit Erlebnissen und Eindrücken belohnt die ihresgleichen in Asien suchen.
Auf Wunsch stelle ich gerne ausführlichere Informationen zur Verfügung.
Ich selbst plane heuer zu Beginn des Monsun den Mt. Victoria in den Chin Hills (Natmataung Nationalpark) zu be- (und unter-)suchen.
lg
Harald
tremendopunto
23.01.2007, 00:25
Hallo Haraald,
Mensch, das nenne ich mal einen Traumjob - dort arbeiten wo andere nur im Urlaub hinkommen :)
Gruß,
Christof
Hi,
vielleicht kann das
http://www.myanmar-guide.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl
weiterhelfen.
Herzlich
doro
tremendopunto
23.01.2007, 18:27
Hallo Doro,
herzlichen Dank für Deinen Tip, diese Seite ist extrem hilfreich. :up:
Von ort hatte ich auch schon einige Infos bezogen und hab eines der oberen Zitate von dort aufgeführt.
Wer sich diese Diskussion ansehen möchte:
http://www.myanmar-guide.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1168107818
Trotzdem vielen Dank an Dich, Doro!
Gruß,
Christof
Ich war im Jan. dort, musste bei der Einresie meinen Pass abgeben, bekam ein provisorisches "Passdokument" für den Aufenthalt in Tachilek. Eine Weiterreise wurde mir ausdrücklich untersagt.
HS
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