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Vollständige Version anzeigen : Geiz ist geil


Foto-Kreativ
06.01.2007, 16:04
Seit über 20 Jahren besuche ich dieses wunderschöne Land mit seinen freundlichen Menschen und ich versuche auch hier und da zu helfen und finanziere Schulbesuche.
Unsere Touren, die ich auch für Mitreisende organisiere, werden nie ohne Träger durchgeführt, da das eine gute Möglichkeit ist, den Familien zu helfen.
Die meisten bezahlen davon das Schulgeld für ihre Kinder ( 7 - 8 Euro für einen ganzen Tag Rucksack schleppen )
Hier im Forum finde ich fast nur ein Bestreben: Wie komme ich billiger weg und wer stellt mir den Schein auch so aus. Zuhause kann man dann wieder zeigen wie gail Geiz ist.
Versucht doch einfach mal, die Familien oder auch nur Eure Träger kennen zu lernen und Ihr werdet feststellen, das man auch mit Träger oder Führer wunderschöne und unterhaltsame Touren machen kann, bei denen Ihr viel mehr Infos über das Land und die Menschen bekommt, als in den Büchlein steht.
Für Info's jeglicher Art stehe ich gerne zur Verfügung, kenne auch viele Menschen im Land, denen Ihr 100% vertrauen könnt.
Guido

Leo1969
06.01.2007, 16:32
Hier im Forum finde ich fast nur ein Bestreben: Wie komme ich billiger weg und wer stellt mir den Schein auch so aus. Zuhause kann man dann wieder zeigen wie gail Geiz ist.
Versucht doch einfach mal, die Familien oder auch nur Eure Träger kennen zu lernen und Ihr werdet feststellen, das man auch mit Träger oder Führer wunderschöne und unterhaltsame Touren machen kann, bei denen Ihr viel mehr Infos über das Land und die Menschen bekommt, als in den Büchlein steht. Guido


Hallo Guido,

ich war zwar bislang noch nie in Nepal und fühle mich jetzt auch nicht direkt angesprochen. Grundsätzlich kann ich Dir sogar zustimmen bzw. ich denke, dass Du damit recht hast. Aber soweit ich als "Außenstehender" (meine Zielgebiete sind bisher woanders gewesen) es so mitbekomme, sind hier im Forum viele junge Leute, die entweder studieren oder frisch im Berufsleben stehen. Und wenn ich 15 Jahre zurückschaue, dann habe ich auch versucht möglichst billig zu reisen, weil mehr vom Etat nicht drin war. Von dem her verstehe ich die Suche nach billigen Möglichkeiten schon. Aber wie gesagt, grundsätzlich hast Du sicherlich nicht unrecht.

Foto-Kreativ
07.01.2007, 09:59
Hi Leo
Danke für's Antworten ;-)
Günstig reisen OK, aber doch nicht auf Kosten der Ärmsten.

Ich finde es sogar eine viel bessere und schönere Möglichkeit Menschen zu helfen, als in Deutschland zu Spenden.

Guido

Bindi
08.01.2007, 13:00
Hallo Guido!

Ich freue mich immer, wenn ich von Menschen lese, die wie du Nepal und seine Bevölkerung lieben, das Land unterstützen und ihm seit vielen Jahren treu sind.
Das angenehme an diesem Forum ist, dass hier die meisten Mitglieder so denken wie du und in Nepal weit mehr als ein billiges Reiseland sehen. Auch die, die sich in den letzten Monaten zum Thema TRC geäußert haben!
Daher denke ich, du tust den Forumsmitgliedern Unrecht und es würde auch das Thema TRC nach Wochen der sachlichen (und emotionalen) Diskussion falsch zusammen fassen, wenn dein "Geiz"-Vorwurf den vorübergehenden thematischen Abschluss bilden würde.

Ohne das Thema wieder von vorne aufrollen zu wollen: Dass das TRC für Trekker indirekt höhere Reisekosten bedeuten würde, war vielleicht ein Aspekt am Rande, aber niemals Grundlage der hier stattgefundenen Diskussion. Es ging um die willkürliche Einschränkung der Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit der Reisenden und um die offensichtlich drohende Bündelung der Einnahmen am Tourismusgeschäft in den Händen weniger. Das Thema ist ziemlich komplex - Andreés erklärt es auf seiner Website sehr verständlich, ein Blick darauf lohnt sich: www.dia-dia.de (http://www.dia-dia.de/Aktuelle_Lage_/TRC_Trekking_registration_Cert/trc_trekking_registration_cert.html)

Ich vermute beinahe, sogar deine Freunde in Nepal, die dir all die Jahre als Träger und Führer zur Seite gestanden haben, könnten - sollte das TRC wieder in Kraft treten - ihre Arbeitserlaubnis verlieren. Denn auch dies ist ein Aspekt dieser Regelungen: nur noch autorisierte Mitarbeiter registrierter Trekkingagenturen dürfen engagiert werden.

Sehr viele Forumsmitglieder, vor allem die "Vielschreiber", besitzen wie du jahrelange Nepalerfahrung, haben Freunde im Land und setzen sich für die Belange der Bevölkerung ein. Ich schätze ihre Beiträge sehr. Wenn diese Menschen sich gegen das TRC aussprechen weiß ich, es ist durchdacht und gründet auf ihren Erfahrungen und ihrer Liebe zu Nepal und nicht auf der Furcht, ein billiges Urlaubsland zu verlieren. Eigentlich liegt ihr gar nicht so weit auseinander mit euren Ansichten.

Ich persönlich würde mir von ganzen Herzen wünschen, dass das Thema TRC nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft vom Tisch wäre. Sorry, dass ich es hiermit nochmal ausgebuddelt habe, aber ich musste einfach einmal eine Lanze für alle engagierten Forumsmitglieder brechen. :-)

Viele Grüße,
Petra

Sansara
09.01.2007, 02:12
Seit über 20 Jahren besuche ich dieses wunderschöne Land mit seinen freundlichen Menschen und ich versuche auch hier und da zu helfen und finanziere Schulbesuche.
Unsere Touren, die ich auch für Mitreisende organisiere, werden nie ohne Träger durchgeführt, da das eine gute Möglichkeit ist, den Familien zu helfen.
Die meisten bezahlen davon das Schulgeld für ihre Kinder ( 7 - 8 Euro für einen ganzen Tag Rucksack schleppen )
Hier im Forum finde ich fast nur ein Bestreben: Wie komme ich billiger weg und wer stellt mir den Schein auch so aus. Zuhause kann man dann wieder zeigen wie gail Geiz ist.
Versucht doch einfach mal, die Familien oder auch nur Eure Träger kennen zu lernen und Ihr werdet feststellen, das man auch mit Träger oder Führer wunderschöne und unterhaltsame Touren machen kann, bei denen Ihr viel mehr Infos über das Land und die Menschen bekommt, als in den Büchlein steht.
Für Info's jeglicher Art stehe ich gerne zur Verfügung, kenne auch viele Menschen im Land, denen Ihr 100% vertrauen könnt.
Guido
Namaste,

irgendwie habe ich den Eindruck, Du hast das mit dem TRC überhaupt nicht verstanden.

Deswegen hierzu:

TRC wurde einzig und allein eingeführt, um die Touristen abzuzocken. Ausserdem bekommt man das Einkommen der Trekkingagenturen in Griff. Desweiteren verhindert man, dass Guide und Porter aus armen Regionen, wie Jiri, Lukla ihr schmales Geld verdienen.

Ziel war es, nur noch Trekkingagenturen in Kathmandu und Pokhara am Geldsegen teilhaben zu lassen.

Da steht eine riesige Mafia dahinter. Wenn Du schon mal in Nepal warst (anscheinend), hast schon mal die Nepper, Schlepper und Bauernfänger am Flughafen bei Deiner Ankunft erlebt? Hast Du auch schon mal erlebt, dass Touristen für einen Transfer nach Thamel statt 150 Rupies, 20 Dollar bezahlen mussten?

Dann noch zu den armen, armen Nepali. Sicher gibt es die, ebenso wie arme Deutsche. Menschen in Deutschland, die in Abfallkörben nach essbarem suchen und sich satt essen (Tipp: Königstr. Stuttgart). Das habe ich selbst bei den Amis in Waikiki am Strand von Hawaii erlebt.

In Thamel sind die Touristen schockiert über die Bettler, und denken, die armen Nepalis. Dabei kommen fast alle aus Indien! Die Männer sind meist alkoholkrank. Die Kinder verzogene Gören, die sich amerikanische Schokolade kaufen, sobald sie gebettelt haben.

Die Strassenkinder (fast immer Waisenkinder) entziehen sich den Hilfsorganisitionen. Mit betteln kommen sie weiter. Auf dem Kinderstrich verdient man mehr, und später sind sie Rikschafahrer.

Ebenso die Verunstalteten, Behinderten. An den heiligen Stätten findet man sie. Meistens sind 1-2 Inder, die die Touristen auf den Behinderten hinweisen, und Geld einfordern.

Die bettelnden Kinder, welche in die Restaurants kommen, stammen alle aus Bangladesh oder Indien. Ein nepales. Kind würde das nie tun.

Meine nepales. Ehefrau kriegt einen Schreikrampf, wenn sie hört, dass Nepal das ärmste Land ist!

Ich war in Haiti und habe erlebt, dass jede Woche am Freitag die Grenze nach der Dominikan. Republik für wenige Stunden geöffnet wurde und die Haitianer dort einkaufen konnten. Da sie kein Geld haben, hatten sie die Kleiderspenden der UNO in der DomRep. an die Touristen wieder verkauft. Davon haben sie sich Wasser und Lebensmittel gekauft. Ganz Haiti ist abgeholzt, die Haitianer haben kein Brennmaterial. Auch kein Wasser. Das wird gefroren in der DemRep. gekauft, mit Streu bestreut und dann über die Grenze auf dem Kopf getragen. Mit dem Muli dann in die Hütte. Da kannst mal sehen was Armut ist. Von den afrikan. Ländern, wie Eritrea, Kongo usw. mal ganz abgesehen.

Versteh das richtig, ich finde es toll und auch richtig in Nepal zu helfen. In vielen Regionen ist es unbedingt notwendig Schulen zu bauen, medizinisch zu helfen. Der Staat macht das aus eigenem Antrieb nicht.

Um zum Thema zurück zu kommen. Es war richtig gegen TRC vorzugehen.
So verstehe ich auch die Meinungen hier. 3 mal Eintritt für Trekking zu verlangen, das war einfach ¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#.

Wenn jeder sich einen Porter nehmen würde, wäre schon viel geholfen. Am besten freiwillig, viele Porter verlangen lediglich 300 Rupies (meiner Meinung viel zu wenig), und das nur um wenigstens die Familie versorgen zu können. Diese Menschen triffst jedoch in Kathmandu seltener an, die sind, wie gesagt, meist in den Dörfern (Jiri/Lukla) im Khumbu.
Viele warten deshalb an Flughäfen oder Busparks, und die wenigsten finden eine Arbeit.

Ach ja, und 100 Prozent vertrauen darfst auch den Nepalis nicht. Ich wurde 3 mal beklaut. Das passiert Dir in jedem Land der Welt. Es gibt überall Kriminalität.
Solltest wieder nach Thamel kommen, achte darauf, dass Dein Zimmer Holzverstrebungen innen hat. Ebenso in Lakeside. Neueste Masche ist, dass die Diebe über den Balkon einsteigen.

Manfred
PS: Ich habe mein Geld von den Dieben zurück geholt, es waren meine besten Freunde (2 davon Guides!)

Pipin
13.03.2007, 20:07
wenn ich keinen guide oder porter brauche, warum soll ich einen mitnehmen? aus mitleid? dann kann ich auch drei mitnehmen, einen für meinen schlafsack, zweiten für meine kamera und dritten für ... irgendwas finden wir schon. und habe drei familinen geholfen. ist doch unsinn oder? soll ich für meine wanderungen in den alpe einen (oder zwei) harz4 empfänger auch einstellen? die kriegen auch nur ein euro/stunde.
und wenn die fahrt vom flughafen 150 rupien kostet, soll ich 500 zahlen? habe ich wieder geholfen? bestimmt nicht.
dann bin ich halt geizig , wenn du das damit gemeint hast.
und wenn du im nepal (oder in deutschland , oder egalwo) hilfst, mein respekt, nur es muss auf der richtige stelle sein. trc? bestimmt nicht.
gruß
isarus

hikingharry
14.03.2007, 09:24
Ich möchte nur daraufhinweisen, das im österreichischen Teil der Alpen nix ist mit Harz IV oder so, der offizielle Tarif für einen Bergwanderführer beträgt immerhin 150€ pro Tag.

Gruß hikingharry

Polarfuchs
14.03.2007, 12:40
Ich möchte nur daraufhinweisen, das im österreichischen Teil der Alpen nix ist mit Harz IV oder so, der offizielle Tarif für einen Bergwanderführer beträgt immerhin 150€ pro Tag.

Gruß hikingharry

Allerdings wird niemand, der privat in den Alpen rumstiefelt, verpflichtet, einen Bergwanderführer zu engagieren ;) Und ein Kammerlander kostet genausovie wie ein Müller etc....

hikingharry
14.03.2007, 15:03
Ja klar, das ist ja auch gut so.

Ich wollte eben NUR aufsoll ich für meine wanderungen in den alpe einen (oder zwei) harz4 empfänger auch einstellen? die kriegen auch nur ein euro/stunde. eingehen, und aufzeigen das das zumindest in Österreich rechtlich nicht möglich ist.

Gruß hikingharry

Polarfuchs
14.03.2007, 19:44
@hikingharry, da hab ich deinen Kommentar auf was anderes bezogen, sorry.

Pipin
16.03.2007, 22:50
Allerdings wird niemand, der privat in den Alpen rumstiefelt, verpflichtet, einen Bergwanderführer zu engagieren ;) Und ein Kammerlander kostet genausovie wie ein Müller etc....

hab ein dia-und filmvortrag von Kamerlander am montag im badwiesse gesehen, und was ich weiss, ich möchte NIE ein extrembergsteiger sein :roll: .
war echt suuuuper interesant.
gruß
rene

Yakdonalds
21.08.2016, 14:25
Da sollte man finde ich sehr genau unterscheiden.

Es geht nicht nur im Geld.

Für mich z.B. gehört es auch zum persönlichen Erlebnis, dass ich alles mit mir selbst rumschleppe.

Auch das Begrenzen, das Verzichten auf unnötige Luxusartikel.
Das muß man dann ja auch.


Man kann das Geld außerdem auch anders unter die Leute bringen und selbst davon mehr haben.

Würde mir, wenn es notwendig ist, für bestimmte Teilstrecken einen lokalen Porter/Guide suchen.

Wenn ich ihm das Geld dann gebe, weiss ich zudem, dass er es auch alles bekommt.

Bei ner Agentur wird der Tageslohn für den Porter oder Guide vermutlich sehr viel geringer ausfallen

Desweiteren kommt es darauf an, wie lange man trekkt.
Jemand der lange trekkt, der kann ja währenddessen normalerweise kein Geld verdienen.
Und wenn man nicht vermögend ist, dann muß man eben aufs Budget achten.
Der eine mehr, der andere weniger.

Es ist also meiner Meinung nach erstmal nicht richtig, pauschal Geiz zu unterstellen.

In der Regel haben die Leute gute Gründe, warum sie auf ihr Geld achten müssen

Und Trekking sollte meiner Meinung nach nicht nur Reichen vorbehalten sein.

Man beschränkt sich und verzichtet auf Luxus.
Ich finde es widersinnig, wenn das unbezahlbar für viele werden sollte.

Kleinvieh macht auch Mist, und wenn man lange unterwegs ist, dann läßt man auch bei einer gewissen Zurückhaltung beim Geldausgeben einiges an Geld da.

Ich glaube nur ganz wenige geizen aus Spass an der Sache, denn man muß ja auch viele Einschränkungen in Kauf nehmen.

Andererseits kann das ja sogar sinnvoll sein, weil man sich gesünder ernährt, wenn man auf seine tägliche Portion Fleisch verzichtet.

Klar, verstehe ich, dass Porter ihren Lebensunterhalt mit Tragen verdienen und viele gar keine andere Möglichlkeit haben zu überleben.

Trotzdem hat das irgendwie ein koloniales Geschmäckle, wenn der weisse Mann mit Tagesrucksack spaziert und daneben der Nepali buckelt.

Ich sage nicht, dass ich auf Leute herabschaue, die einen Porter dabei haben, dafür gibt es ja genug physische und soziale Argumente.

Die Grenze liegt für mich, wenn es eine "Luxustour" ist, wo einem auch noch ne Toilette hinterhergetragen wird.
Das hat für mich nichts mehr mit dem zu tun, was ich unter Erleben in der Natur verstehe.

Aber wer es mag, der soll es halt bezahlen.

Ich bin z.B. nach Circuit und ABC nach Pokhara hineingewandert, weil ich Zeit und Lust hatte.
Ich habe zig Taxis abgewimmelt. Die hätten mir sogar 100 Dollar bieten können und ich wäre nicht mitgefahren. Das haben die auch vollkommen verstanden.

wha
30.08.2016, 15:07
@Yakdonalds

Ich finde du hast wirklich viele Gründe aufgezählt, warum in der Sache zu unterscheiden ist, und ich pflichte dir in allem zu.

Man könnte noch dazufügen, dass beim individuellen Trekking der Beherberger, also die Leute die wirklich draussen im nichts wohnen mehr profitieren. Mindestens gilt das für Gegenden wo nicht nur Trekking Agenturen das sagen haben.

Wenn eine Gruppe mit Guide uind Träger irgendwo übernachtet, so muss der Beherberger denen Reduktionen einräumen oder sogar Provision zahlen.

Vom Individual Trekker kann er jedoch den vollen Preis wie er auf der Speisekarte steht verlangen. Ich habe auch den Eindruck, dass wer sein Gepäck selber trägt eher geachtet und respektiert wird.

Ich habe auch mehr Befriedigung wenn ich alles selber plane, als wie ein Maulesel einem Guide nachzulaufen.

NullVolt
30.08.2016, 22:53
@Yakdonalds
Man könnte noch dazufügen, dass beim individuellen Trekking der Beherberger, also die Leute die wirklich draussen im nichts wohnen mehr profitieren. Mindestens gilt das für Gegenden wo nicht nur Trekking Agenturen das sagen haben.

Wenn eine Gruppe mit Guide uind Träger irgendwo übernachtet, so muss der Beherberger denen Reduktionen einräumen oder sogar Provision zahlen.

Vom Individual Trekker kann er jedoch den vollen Preis wie er auf der Speisekarte steht verlangen.

Kann ich so nicht bestätigen. Gruppen-Touries und individual Trekker bezahlen für Essen und Übernachtung eigentlich das Gleiche.

Der individual Trekker ist nur irgendwie benachteiligt, wenn der Lodge-Besitzer noch keine größere Gruppe hat. Dann kann es schon mal passieren, daß vor 17:00 keine Zimmer verfügbar sind.

Ich empfinde es aber als störend, wenn Guides 'Reserviert'-Schilder für Ihre Gruppe im Dining-Room verteilen. Ich bin dann so dreist und überklebe das 'for Hauser Group from xyz' mit 'for mein Name'.

Gruß
NullVolt

wha
31.08.2016, 13:31
Gruppen-Touries und individual Trekker bezahlen für Essen und Übernachtung eigentlich das Gleiche.


Ok, ich habe mich ungenau ausgedrückt. Ich meinte, dass die Guides und Träger natürlich einen Spezialpreis haben. Ich habe dies zwar nicht gross mit vielen Lodges diskutiert. Letzes Jahr waren wir aber schon zum dritten Mal in der selben Lodge auf dem ABC, und die Familie sagte uns, dass sie keine Gruppen mehr nimmt, da dies ein Verlustgeschäft war.
Wenn es nur zwei Trekker sind und dazu ein Guide und ein Träger die alles gratis wollen ist das verständlich.

Gruss Walter

Yakdonalds
03.09.2016, 14:38
Es geht ja eigentlich aber hier um das Thema "Geiz"
Individualtrekken geht ja auch mit Guide und/oder Porter

Klar ist doch eigentlich, dass Indivdualisten das Geld besser über die kleinen Leute verteilen und dieses auch direkt und voll dort ankommt.
Und es eben keinen Zwischenverdiener gibt.
Außerdem wird es auch in abgelegenere Gebiete gebracht und auch zu Lodges, die nicht so von Gruppen frequentiert werden.

Einige Unternehmen bieten ja auch Pakete an, dass das Essen und 1 Getränk inklusive ist.
Ich denke schon, dass die mit dieser Pauschale Geld verdienen und Preise dementsprechend gedrückt werden könnten.
Problematisch kann bei diesen Paketen auch sein, dass selbst wenn die für das Essen das selbe Geld kriegen, die Trekker ein typisches AI-Verhalten an den Tag legen, nämlich darüber hinaus eben möglichst nichts ausgeben. Also ist im Paket ein Hauptgericht(vielleicht auch hier mit Einschränkungen, z.B. vegetarisch) und ein Tee z.B. inklusive, dann wird derjehnige wenig darüber hinausgehen, während ich z.B. ein Yaksteak, eine Knoblauchsuppe und ein Bier konsumiere....
Also geizt der Pauschali, der viel mehr gezahlt hat als ich, eben hier

Ich hab mit nem Guide gesprochen und der hat mir erzählt, dass er in vielen Unterkünften sein Dal Baht gratis bekommt, die Unterkunft vermutlich auch.
Dafür bringt er ja Gäste, die hoffentlich ordentlich konsumieren.
Das wird auch weniger ein Problem sein, denn ich denke, dass eine Portion Dal Baht mehr oder weniger kaum eine Belastung darstellen wird.

Vermutlich war es das aber in der Regel auch.

Ich würde mal sagen, dass ich dadurch dass ich mir nen Guide/Porter spare, weil ich ihn für die Maintrails absolut nicht brauche bzw. auch einfach nicht will, dafür einfach freigebiger bei Essen, Trinken, Souvenirs und Trinkgeld bin und am Ende trotzdem noch günstiger wegkomme.

Also das Geld kommt halt woanders an und ich hab mehr Fun und kann länger trekken. Und alle sind Gewinner ;)

Ich kann aber auch Leute verstehen, die es toll finden mit einem Guide zu gehen, der ihnen alle Sorgen abnimmt, z.B. die Wahl der Übernachtungsmöglichkeit.
Oder bei auftretenden Problemen sofort helfen kann oder bessere Lösungsmöglichkeite weiss und einem vielleicht was Interessantes zeigen oder erklären kann, wo man sonst achtlos dran vorbeiläuft.

Würde also sagen, dass es unbedingt eine Frage des Geldes sein muß, sondern auch vollkommen von dem, was man sich bei einer solchen Wanderung erwartet,

Mir macht auch der Nervenkitzel Spaß, mal ganz auf mich allein gestellt zu sein. Andere wolen sich lieber sicher fühlen.