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Vollständige Version anzeigen : Treking am Muztagh Ata auch ohne permit?


Alex
28.12.2006, 02:33
Hallo zusammen,
Ich war diesen September auf dem KKH unterwegs mit Übernachtung am Muztagh Ata Base Camp und habe 2 kleine Ausflüge von dort aus gestartet (bis ca. 5000-5500m). Zu dieser Zeit war ich dort oben der Einzige, hatte somit auch niemanden der mich "in Empfang" genommen hat. Dass das nicht der Normalfall ist habe ich erst später erfahren. Anscheinend braucht man schon ein Permit um ans BC zu gelangen und noch ein Gipfelpermit selbst wenn man nur an dem Berg wandern will. Da ich aber mit dem Gedanken spiele wieder zu kommen und diesmal höher aufzusteigen (nicht Gipfel) würde mich mal interessieren, wieviel denn ein so ein Permit kostet und welche Voraussetzungen für die Erteilung bestehen.
Noch viel mehr würde mich allerdings interessieren, wer das kontrolliert, ob das überhaupt kontrolliert wird und was es da sonst noch an preisgünstigen Möglichkeiten gibt mein Vorhaben zu realisieren. Ich habe in dem Bereich nämlich null Erfahrung. Ein Permit habe ich noch nie organisiert, geschweige denn einen 6- oder 7000er bestritten. Zahlen nur um an einem Berg trekken zu dürfen halte ich für reine Abzocke.

Leo1969
28.12.2006, 10:09
Zitat: "Zahlen nur um an einem Berg trekken zu dürfen halte ich für reine Abzocke."

Naja, ganz so sehe ich das nicht. Okay, bei den meisten Fällen handelt es sich vermutlich schon um eine Art Abzocke, aber man muss bedenken, dass so auch ein Massentourismus "verhindert" (naja, vielleicht wäre "in Grenzen gehalten" das bessere Wort) wird. Und was so ein Massentourismus nach sich ziehen kann, wissen wir ja.....ich sage bloß mit Turnschuhen oder Halbschuhen in den Alpen unterwegs, schlechte Ausrüstung, Gefahr für Wanderer und zwangsläufig auch Gefahr für evtl. Retter etc. etc. Und dann wird ja - hört und liest man ja immer wieder - genug Müll zurückgelassen. Insofern finde ich es gar nicht mal so schlecht, wenn man in bestimmten Gebieten etwas zahlen muss. Allerdings gebe ich zu, dass gewünschte Theorie und Praxis zwei paar Stiefel sind. Es fällt mir persönlich auch schwer zu glauben, dass die Chinesen sich Gedanken um den Müll am Berg machen......da hast Du mit der Abzocke vielleicht sogar recht......Aber wie gesagt, grundsätzlich finde ich das gar nicht so schlecht.

Alex
28.12.2006, 13:06
Also ich weiß nicht wo das ganze Geld für die Permits hinverschwindet, aber ich bin der Überzeugung es fließt am Wenigsten in den Umweltschutz oder kommt der örtlichen Bevölkerung zu Gute. Gerade in China wird wohl ein ordentlicher Teil in die Taschen von Funktionären oder sonstigen Beamten fließen. Vielleicht fließt es auch nur in einen großen Topf, aus dem alle bedient werden, inkl. dem Militär.

Was den Umweltschutz am Muztagh Ata angeht, so habe ich den Abfall zumindest auf Haufen zusammengebunden über das gesamte BC verteilt gesehen. Ganz besonders skuril: da lag sogar ein BILLIARDTISCH rum!!

pakistanexpert
28.12.2006, 13:39
Wenn es für Trekking am Muztagh Ata ein Permit geben sollte, muß es zumindest auch eine Stelle geben, die ein solches vor Ort überprüft. Ich kann mir nicht vorstellen, wo dort eine solche Stelle sein sollte. Wenn Du "politically correkt" handeln willst, solltest Du ein Permit besorgen (wahrscheinlich in Kashgar, und dann wäre ja John vielleicht der richtige Ansprechpartner). Ich würde wahrscheinlich ohne Permit hingehen (solange Du keine Gipfelbesteigung vorhast) und im Zweifelsfall nach der Devise "pleading on ignorance" handeln oder wie der Franzose sagt "faire l'¤*#¤*#¤*#¤*#¤*#".

Leo1969
28.12.2006, 14:34
Gerade in China wird wohl ein ordentlicher Teil in die Taschen von Funktionären oder sonstigen Beamten fließen. Vielleicht fließt es auch nur in einen großen Topf, aus dem alle bedient werden, inkl. dem Militär.

Da - so fürchte ich - hast Du zu 100% recht......