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VetDirk
29.08.2006, 13:22
Reisebericht: Llullaillaco – heiliger Berg der Inka


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vom 23.04. – 12.05.2006 mit Hauser Exkursionen/Azimut 360 durch die Atacamawüste

von Dirk Neuhaus


1. Tag, 23.04.2006, Sonntag:
Am Frankfurter Flughafen Terminal 2 trifft sich unsere Reisegruppe (Fritz, 70 J., Detlef 50 J., Claudia und Franz, Mitte 40 J., Norbert und Dirk, 40 J.) und wir alle haben Erfahrung im Hochgebirge, und fast alle auch in großen Höhen über 5300 m.
19.35 Uhr MESZ startet der Airbus 340 der LAN nach Madrid. Nach 2 h 15 min. Flug müssen alle Passagiere auch mit dem Handgepäck das Flugzeug verlassen und warten nach erneutem Sicherheitscheck auf den Weiterflug nach Santiago um Mitternacht. Fritz muss bei jeder Kontrolle seine neuen Millet Everest-Bergstiefel ausziehen.
0.00 Uhr MESZ = 18.00 Uhr CLT Start nach Santiago

Tipp:
- Fensterplatz beim Einchecken erbitten!
- Bei dieser Reise waren 150 € bis 200 € Taschengeld ausreichend. € können überall getauscht werden (auch in San Pedro de Atacama). Die Mitnahme von US-$ ist nicht unbedingt notwendig.

2. Tag, 24.04.2006, Montag:
6.50 Uhr CLT Ankunft in Santiago (575m a.s.l.) nach sehr komfortablem Flug. Das Umland Santiagos ist staubtrocken. Es war ein heißer Sommer und hat seit November nicht geregnet. Reiseführerin Angelica begleitet uns durch das morgendliche Stauchaos einer 6 Millionenstadt ins Stadtzentrum zum Hotel Fundador, welches sehr bequem nur wenige Meter von der Fußgängerzone an der U-Bahnstation Universität liegt.
11.00 Uhr Treffen zum Stadtrundgang. Angelica führt uns zu einigen Highlights der Innenstadt (Börse, Palast des Distrikt-Gouverneurs, Präsidentenpalast „La Moneda“, Plaza de Armas).
13.00 Uhr Das Mittagessen im Mercado Central ist reich an leckeren Meeresfrüchten, und Bier und Wein sind uns durchaus willkommen. Mit Torsten (Mitte 40 J.) treffen wir hier auf unseren siebten Reisekameraden.
15.00 Uhr Fahrt auf den Cerro San Cristobal. Wir haben Glück, denn der Smog hält sich heute in Grenzen. Man kann sogar etwas Schnee am Cerro Plomo entdecken.
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Marienstatue auf dem Cerro San Cristobal

Tipp:
- Durchschlag des Zettels für die Einwanderungsbehörde gut aufbewahren! Er wird bei der Ausreise wieder verlangt, kann bei Verlust aber unkompliziert am Flughafen Santiago ersetzt werden.
- Am günstigsten kann man in Telefonkabinen telefonieren (z.B. U-Bahn-Station Universität für ca. 140 Pesos/min nach Deutschland). Handy funktioniert in ganz Chile mit Triband-Handy (auch in San Pedro und dort sogar auf der Gran Duna im Valle de la Luna), ist aber sehr teuer; SMSen ist weitaus billiger).
- Briefmarken am besten sofort bei der Hauptpost an der Plaza de Armas kaufen (390 Pesos für Postkarte nach Deutschland).

3. Tag, 25.04.2006, Dienstag:
6.50 Uhr Abflug mit LAN in Airbus 319 nach Calama. Bei wolkenlosem Himmel erwartet uns ein perfekter Flug mit grandioser Aussicht auf die Anden und den Llullaillaco; es ist am Berg nur das perennierende Schneefeld zu sehen.
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Llullaillaco von Westen aus dem Flugzeug

8.50 Uhr landen wir in Calama (2286m a.s.l.) und werden von Reiseleiter und Bergführer Javier, Hilfsguide Jürg und Fahrer Williams freundlich begrüßt. Leider haben sie schlechte Nachrichten für uns: am Ostermontag ist der Vulkan Lascar (5590m a.s.l.) ausgebrochen, und daraufhin wurde die gesamte Region um den Berg (also auch die Lagunen Miscanti und Lejia und der eigentlich als 2. Akklimatisierungstour geplante Vulkan Pili (6046m a.s.l.)) gesperrt. Als Ausweichtouren haben sie aber den Cerro Zoquete in der Nähe der El Tatio Geysire und den Cerro Sairecabur im Norden von San Pedro geplant. Schade nur für Franz, der am C. Zoquete schon war, und für Torsten, der beide Berge erst im letzten Jahr bestiegen hat.
14.30 Uhr starten wir von San Pedro (2441m a.s.l.) zum Valle de la Luna.
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Salzwüste und Cerro Colorado (Bildmitte)


Nach nur 10 Minuten Fahrt beginnt unser Trek durch einen Canyon, der uns in gut 3 Stunden Wanderung durch die Salzwüste bis zur Gran Duna führt, wo wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang das imposante Farbenspiel genießen. Mit einem Pisco sour beschließen wir den Tag, der allein schon die Reise wert war!
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Vulkan Licancabur und Valle de la Luna

Tipp:
- Unbedingt Fensterplatz rechte Seite im Flugzeug reservieren.
- Die Aussicht aus dem Flugzeug kann man bei www.googleearth.com (http://www.googleearth.com) simulieren (die Free Version ist ausreichend). Die Berge sind so mit vorab geübtem Auge gut zu erkennen.
- Das Hostel San Pedro ist eine sehr edle Absteige, die in den neuen Satellitenbauten auch sehr schön ist. Die Zimmer im Haupthaus sind sauber, aber nicht so schön und der Preis erscheint für den Individualtouristen etwas überteuert.
- Ein „Camelbak“ o.ä. ist für die Wanderungen im Valle de la Luna und bei den Akklimatisierungstouren ein hilfreicher Begleiter!
- Pisco sour gibt’s in Deutschland z. B. unter www.cwc.de (http://www.cwc.de)

4. Tag, 26.04.2006, Mittwoch:
8.30 ab San Pedro und in 30 Minuten fahren wir mit dem Minibus zur Oase Guatin (~ 3000m a.s.l.) am Rio Puritama. Beeindruckt von riesigen Kakteen folgen wir dem Fluß zu Fuß aufwärts, entdecken Höhlen, in denen die Atacamenos ihre Toten bestatteten und erreichen nach 2,5 Stunden die berühmten Banos de Puritama (3454m a.s.l.).
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Grabbauten der Atacamenos am Rio Puritama

Unter den Kaskaden des Thermalflusses (~ 32°C) lässt es sich vortrefflich entspannen. Wir Touristen können uns dieses kostenpflichtige Vergnügen auch leisten. Doch die armen Einheimischen müssen inzwischen auf eine aufgestaute Stelle des Flusses unterhalb der Banos ausweichen, genannt „Puritama pobre“ (Puritama der Armen).
Um 14.15 sind wir zurück in San Pedro, ordnen unser Gepäck und fahren um 15.30 Uhr nach San Bartolo (2651m a.s.l.). Die Fahrt führt durch eine eine Marslandschaft in den unterschiedlichsten Rot- und Brauntönen, hat für die Fahrer einige 4WD-Stellen und 3 kriminelle Spitzkehren zum Fluß, an dem wir unter einem großen Baum das Camp errichten. Schnell ist das Feuer entfacht, die Lichterkette unterm Baum wird aus der Autobatterie gespeist, das Autoradio spielt lateinamerikanische Musik und so gibt es am gedeckten Tisch ein vortreffliches Asado (Grillfest). Die Nacht ist mild (+8°C); ich schlafe unter freiem Himmel im Angesicht der Sterne.

Tipp:
- Unter www.easysky.de (http://www.easysky.de) gibt es ein kostenloses Programm, mit dem man für jeden Ort der Welt, für jede Zeit, den aktuellen Sternenhimmel samt Planeten etc. ermitteln und ausdrucken kann (die Demo-Version reicht für den Laien allemal). Tolle Hilfe für den astronomisch interessierten Trekker!

5. Tag, 27.04.2006, Donnerstag:
9.00 Uhr. Francisco, der Administrator der Mine San Bartolo, begleitet uns auf dem Weg durch die Schlucht, auf dem wir 10x den kühlen Rio Grande durchqueren müssen.
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Flussdurchquerung im Rio Grande Canyon

Nach 2 Stunden erreichen wir die Mine, in der 20 Arbeiter unter mittelalterlichen Bedingungen nach Kupfer, Silber und Gold graben. Nur 10 Minuten oberhalb liegt der Friedhof der Mineure neben einer 1200 Jahre alten Grabstätte der Atacamenos (2750m a.s.l.). An dieser trostlosen Stätte verlassen wir den Canyon und wandern in der Mittagshitze schattenlos durch die offene Steinwüste. Vorbei an einer 800-jährigen Apacheta (Wegmarkierung) führt der alte Indianertrail nach Rio Grande (3250m a.sl.), das wir gegen 15.40 erreichen. Welch ein Gegensatz zu San Bartolo ist doch diese Siedlung: besteht San Bartolo eigentlich nur aus dem großen Baum, Franciscos bescheidener Hütte und der Mine, so verfügt Rio Grande über ein eigenes Stromnetz, Telefonanschluß, eine Schule, große Gewächshäuser mit Obst und dem größten Knoblauch der Region und einem Dorfgemeinschaftshaus, in dessen Innenhof wir unsere Zelte aufschlagen dürfen. Sogar das Dorfbadehaus steht uns offen und wir genießen noch einmal den Luxus einer Toilette.

Tipp:
- Für diese Etappe des Ausweichprogramms waren die Trekkingsandalen für die Flussdurchquerungen recht angenehm.

6. Tag, 28.04.2006, Freitag,:
Das heutige Wegstück führt uns von Rio Grande zunächst nach Machuca (4020m a.s.l.). Um 8.50 starten wir, zunächst durch Felder am Fluss entlang, dann über ein Steilstück zu einer Alm. Der breite Weg folgt in einem Flachstück weiter dem Rio Grande, der sich stellenweise tief in die Schlucht eingeschnitten. Plötzlich öffnet sich der Canyon in einem Hochtal, an dessen Ende ein Hochmoor mit einer grünen Oase liegt. Hier wachsen sogar Lupinen und die neuen Bewässerungskanäle sind schon fast fertig. Noch ein letztes Steilstück ist bis Machuca zu überwinden, das wir auf den letzten Metern über herrliche Gras- und Moosmatten wandernd im Nachmittag erreichen. Hier warten schon die Fahrer mit den Pick-ups und fahren uns nordwärts über die scheinbar endlose Puna in Richtung El Tatio. Ca. 3 km vor dem Geysirfeld zweigt rechts eine Seitenstraße zum C. Zoquete Basislager (BC 4480m a.s.l.) ab, das wir auf den Resten einer geothermischen Bohrung aus den 90er Jahren errichten. Abends ist sogar noch etwas Zeit für ein Bad bei den Geysiren, die menschenverlassen uns eine wohltuende Entspannung bereiten.
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Cerro Zoquete von El Tatio mit Auf- (rechts) und Abstiegsroute (links)

Tipp:
- Badezeug nicht vergessen!

7. Tag, 29.04.2006, Samstag:
6.50 beginnen wir den Aufstieg zum C. Zoquete. Doch für den recht forschen Schlafplatzwechsel von Rio Grande ins C. Zoquete BC (>1200m Höhendifferenz) zahlen wir heute ersten Tribut. Claudia bleibt wegen Kopfschmerzen gleich im Zelt und mir fällt der Aufstieg mit leichter Übelkeit und etwas Kopfdruck auch nicht gerade leicht. Doch am meisten quält sich Fritz mit seinen schweren Expeditionsbergstiefeln. Die ersten 500 m gehen zwar an dem aufsteilenden Grad noch recht gut, doch die gelegentliche Blockkletterei bringt einen immer wieder aus dem Rhythmus. Als die Sonne über dem Grat aufgeht, wird es wenigstens bald wärmer. Als wir gegen 11.00 Uhr unter einer blockigen Steilstufe rasten, übernimmt Detlef Fritz’ Rucksack und überredet ihn 200 m unter dem Gipfel, weiter mit aufzusteigen. Schritt für Schritt meditieren wir, den Vorgipfel querend, eine gemeine Schotterflanke zur Gipfelscharte empor und Jürg, Fritz und ich sehen schon die Kameraden am Gipfel. Über festen Firn und Fels turnen wir das letzte Stück aufwärts und werden um 12.30 Uhr am Gipfel (mit Javiers GPS 5413m a.s.l., in der Literatur 5350m) mit einer fürstlichen Aussicht belohnt. Über das Schneefeld rutschen wir zur Scharte zurück, um anschließend nordwärts ein weites Stück im Schotter abzufahren. Der weitere Rückweg zieht sich dann aber doch, vorbei an Felsen mit Vizcachas und den blubbernden Schlammfumarolen in der Nähe des BC, das Fritz und ich als letzte um 15.20 Uhr erreichen. Das anschließende Bad im Pool bei den Geysiren tut heute noch einmal so gut.
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Blick vom C. Zoquete nach Süden

Tipp:
- Gute Trekkingschuhe sind am C. Zoquete unter diesen Bedingungen völlig ausreichend.
- Ein sehr guter Daunenschlafsack ermöglicht in den kalten Nächten (am C. Sairecabur BC zweistellig unter Null im Zelt) einen erholsamen Schlaf.

8. Tag, 30.04.2006, Sonntag:
9.45 Uhr verlassen wir das BC am C. Zoquete und fahren, nach Machuca, um dort die Wasservorräte wieder aufzufüllen , Gelegenheit für einen kurzen Spaziergang zum See mit den Flamingos. Im Mittag erreichen wir das BC am C. Sairecabur auf 4800m a.s.l. und nutzen den Nachmittag zum Ausruhen. Der übliche Toilettengang mit der Schaufel über der Schulter wird von den Mitreisenden inzwischen routiniert mit dem Disney-Songklassiker „Hey-ho, hey-ho ...“ aus „Schneewittchen“ begleitet. In der Nacht brauche ich eine Ibuprofen-Tablette, um schlafen zu können

Tipp:
- Ein MP3-Player ist an solchen Orten eine nette Abwechslung, oder auch eine gute Fotoausrüstung (Pol- und UV-filter nicht vergessen!) oder ein Buch.
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Fahrt zum C. Sairecabur BC (links der Bildmitte, Straße zeigt auf V. Licancabur)


9. Tag, 01.05.2006, Montag:
7.30 Aufbruch zum C. Sairecabur. Mit den Autos können wir auf der alten Schwefelminenstrasse am Observatorium vorbei (hier suchen Forscher mit einem Terahertz-teleskop das Weltall ab) bis auf 5480m Höhe fahren. Ab hier geht’s mit Steigeisen weiter über zwei aufsteilende Schneefelder, über die manchmal leichter Schwefelgeruch strömt. Schon bald muss Fritz leider kapitulieren und fährt mit Fahrer Luis zurück ins BC. Weiter oben klettern wir in Begleitung zweier französischer Bergsteiger über Blockgestein und wähnen uns schon fast am Gipfel, als es noch einmal ca. 40 m hinab in eine Scharte geht. Aus dieser erreichen wir durch kombiniertes Gelände mit Schnee und Fels den Gipfel (nach Javier’s GPS 5984m a.s.l., lt. Literatur 5970m). Claudia quält sich tapfer auf den letzten Metern nach oben und wird mit einer fantastischen Aussicht belohnt. In der Ferne ist durch den Dunst über dem Salar de Atacama sogar der Llullaillaco zu erkennen. Auf dem Hosenboden über den Schnee rutschend fällt uns der Abstieg zum Schluß um so leichter, und um 14.30 Uhr sind wir wieder an den Fahrzeugen. Abends stärken wir uns mit Kesselfleisch, Kartoffeln, Kürbis und Bier, als es leicht zu schneien beginnt.

Tipp:
- Eine Kopfbandleuchte bewährt sich als nützliches Instrument, v.a. beim häufigen Gang vors Zelt in der Nacht. Mindestens je 4 Liter Flüssigkeit trinken wir alle am Tag.
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Gipfelblick vom C. Sairecabur nach Süden über die Caldera mit V. Juriques und V. Licancabur


10. Tag, 02.05.2006, Dienstag:
In der Nacht hat es im BC 3 cm Neuschnee gegeben und die Berge am Andenhauptkamm verbergen ihre Gipfel den ganzen Tag in Wolken. Um 9.00 verlassen wir das BC und fahren eine Stunde lang hinab ins Hostel San Pedro. Leider spenden die ersehnten Duschen nur lauwarmes Wasser. Unsere Wäsche dürfen wir auf der Leine neben der Wäscherei gegenüber trocknen. Im Nachmittag ist Zeit für einen gemütlichen Rundgang durch San Pedro, bei dem ein Besuch des Museums von Padre Le Paige auf keinen Fall fehlen darf. Pädagogisch hervorragend aufgearbeitet erhält der Besucher in spanischer oder englischer Sprache einen eindrucksvollen Überblick über die anthropologische Geschichte der Region vom Ende der Eiszeit bis in die Neuzeit. Leider fand im Museum keine Führung statt. Am Abend fallen 2 Regentropfen aus einem klaren Himmel!?

Tipp:
- Die Pizza im „Adobe“-Restaurant war nicht wirklich der Brüller...


11. Tag, 03.05.2006, Mittwoch:
Nachdem die Pick-ups voll beladen sind, fahren wir um 10.00 Uhr in San Pedro los und folgen der Ruta 23 nach Süden. Nach 45 Minuten erreichen wir den Kontrollpunkt in Toconao, wo sich die Fahrer melden müssen und Informationen über die weitere Route einholen. Die Berggipfel sind immer noch wolkenverhangen, die Schneegrenze bei mindestens 4500 m, schätze ich. In Toconao verlassen die Fahrzeuge die Asphaltstraße und weiter geht’s nach Süden auf guter Schotterpiste. Kurz vor Peine biegen wir rechts ab in den Salar und erreichen in westlicher Richtung die Lithium-Minen. Gegen 12.00 Uhr treffen wir auf die Strasse, die westlich des Salars von San Pedro nach Süden führt. Hier biegen wir links nach Süden ab und folgen ihr durch endlose Steinwüste, staunen über die bunten Berge, die durch das Licht und Schattenspiel von Sonne und Wolken ständig ihr Aussehen verändern. Hin und wieder scheinen sich in dichten Schleiern aus Wolken Schauer zu lösen, doch nicht ein einziger Tropfen erreicht den erhitzten Boden – ein faszinierendes Schauspiel.
Um 13.00 stoßen wir auf die Eisenbahnstrecke des „Tren a las nubes“. Eine verlassene Haltestelle (3024m a.s.l.) ist Gelegenheit zur Mittagspause. Weiter fahren wir Richtung Mina Escondida, da die Piste zum Paso Socompa, bzw. nach Monturaqui, wo die „Hauptstraße“ zum Llullaillaco südwärts abzweigt, wegen Schneefalls unpassierbar ist. Williams führt unsere Gruppe teilweise weglos auf dem Minengelände Richtung Salar Punta Negra durch ein endloses Gewirr von Straßen, im Nichts endenden Stromleitungen, Weggabeln und Kreuzungen. Torsten ist hier im vergangenen Jahr an den unübersichtlichen Wegverhältnissen gescheitert. Und auch heute müssen wir uns auf die Ortskenntnisse der Fahrer verlassen, denn die Berge sind von dunklen Wolken verhüllt und bieten keinerlei Orientierung. Irgendwie erreichen wir aber doch um 15.30 Uhr das Refugio CONAF im Quebrada Zorritas; schon bald zum Abend hin beginnt es zu schneien.

Tipp:
- Die IGM Karte „Llullaillaco“ ist beim Instituto Geografico Militar in Santiago für ca. 12€ erhältlich und durchaus brauchbar, obwohl die Minenfelder natürlich nicht eingezeichnet sind (die Adresse Dieciocho 369 ist in einer guten Viertelstunde von der U-Bahn-Station Universität bzw. vom Hotel Fundador zu Fuß zu erreichen). Ein freundlicher Herr hilft bei der Auswahl der Karten aus teils völlig zerfledderten Ordnern, eine nette Dame kassiert, ein zweiter Herr holt das zu verkaufende Exemplar aus dem Lager und faltet sie sorgfältig, nachdem er die Quittung abgestempelt hat. Der Einkauf hier ist ein Erlebnis für sich.
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Auf dem Gebiet der Mina Escondida Richtung Salar Punta Negra


12. Tag, 04.05.2006, Donnerstag:
Die ganze Nacht hindurch fallen Schneeschauer. Am Morgen liegen 4 cm Neuschnee am Refugio. Den ursprünglichen Plan, schon heute zum BC auf 4900m aufzusteigen, verwerfen wir schnell, denn zunächst muss an Javiers rotem Toyota ein Reifen gewechselt werden, den ein Nagel am Refugio geplättet hat. Um 9.30 Uhr fahren wir ohne Gepäck auf Erkundungstour Richtung Süden. Nach einer guten halben Stunde Fahrt führt die Piste über eine Hochfläche auf 4500m an der Westflanke des Llullaillaco. Doch kurz bevor wir sie erreichen, kehren wir im Sturm auf der völlig verwehten Straße um und sind um 10.40 Uhr zurück im Refugio. Der Sturm ist so stark, dass auch an ein Fußballspiel mit den 34 Soldaten des chilenischen Militärs nicht zu denken ist. Diese sind neben dem Refugio mit einem Labrador-Retriever in einem Camp stationiert, um im Nationalpark Minen aus dem letzten Grenzkonflikt mit Argentinien zu räumen. Weitere Schneeschauer und Sturmböen erlauben uns im Nachmittag nur kurze Spaziergänge. In der Nacht klart es plötzlich auf. Zorros (Wüstenfüchse) mit gelblich im Lampenlicht funkelnden Augen begleiten mich auf dem nächtlichen Gang vor die Tür.

Tipp:
- Wasserschöpfbehälter mitnehmen, denn im Refugio gibt’s eine Toilette mit Sickergrube.
- Wenn die Toilette benutzt werden soll, ist die Einquartierung eines Wanderkameraden in dieser Lokalität nicht angezeigt (für Detlef, der hier untergebracht war, wär’s aber sonst recht eng geworden. Mit 11 Personen + Gerödel + Küche ist der Platz nicht üppig bemessen)
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Im Schneesturm am Llullaillaco


13. Tag, 05.05.2006, Freitag:
Um 4.20 Uhr ist es fast windstill, als mir die Zorros begegnen. Doch als wir um 7.45 Uhr zum BC aufbrechen, stürmt es wieder, und die Fahrer wühlen sich durch die schneeverwehte Landschaft, mehr neben der Piste als auf ihr. In der Hochebene sitzt dann auch bald Luis in einer Schneewehe fest. Nach 10 Minuten eifrigem Schaufeln haben wir seinen Pick-up wieder frei.
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Nur wenig später wagt Javier ein kühnes Manöver und fährt mit Vollgas durch ein breites Schneefeld. Nach ca. 10 Metern sitzt er fest, - und das richtig: nach vorne 20 Meter Schneefeld, nach hinten 10 Meter, die aber leider durch einen Felsbrocken versperrt sind, den er zwar im Schwung überfahren hat, hinter dem er aber direkt in der Tiefe des Schnees versunken ist. Über eine Stunde brauchen wir, um das Fahrzeug freizuschaufeln und den Stein mit Seilen beiseite zu ziehen. Zwischenzeitlich zeigt der Berg durch den Schneesturm kurz seinen Vorgipfel im Gegenlicht. Ein arktischer Anblick!
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Dann versinkt der Berg wieder im Weiß-Grau der Wolken. Um 11.00 Uhr erreichen wir den Platz, an dem das BC stehen soll. Doch die Bedingungen sind so unwirtlich, - an einen Aufbau von Zelten bei dem Sturm ist nicht zu denken -, dass wir umkehren. Auf dem Weg zurück treffen wir auf unsere militärischen Nachbarn: der Rote-Kreuz-LKW steckt ebenfalls tief in einer Schneewehe fest. Ein weiteres Mal nehmen wir die Schaufeln in die Hand und bergen das Fahrzeug nach 20 Minuten harter Arbeit. Auf dem Rückweg lassen sich Torsten, Detlef und ich ca. 14 km vor dem Refugio auf der Straße aussetzen, weil wir den Weg zurück wandern wollen. Im kalten Wind erfahren die großartige Weite dieser Landschaft und kommen nach fast 2,5 Stunden Marsch wieder im Refugio an. Noch bis zum Abend treiben dunkle Schneeschauer über die Puna, dann beruhigt sich das Wetter und ein leuchtendes Abendrot kündigt Wetterbesserung an. Jürg und ich bummeln das Quebrada Zorritas aufwärts und schauen auf den glühenden Berg, der sich aber ab ca. 5800m immer noch in Wolken hüllt.
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14. Tag, 06.05.2006, Samstag:
Heute soll es dann doch ernst werden: das Hochlager (HC) auf 6100m a.s.l. ist als Ziel anvisiert. Claudia und Franz haben sich unter den gegebenen Wetterbedingungen aber schon zeitig gegen eine Besteigung entschieden; Franz hat als erfahrener Helfer der Bergwacht wohl schon eine Ahnung, was uns am Berg erwartet. Um 7.25 Uhr fahren wir los und erreichen nach einer Stunde den Ort, an dem eigentlich das BC hätte stehen sollen. Die Fahrer wühlen sich bis auf 5025m a.s.l. vor, und sogleich machen wir uns an den Aufstieg. Die ersten Meter über festen Firn schaffen wir gut, doch weiter oben weichen unsere Guides nach links ins Geröll aus. Eine kleine Ewigkeit quälen wir uns durch die Kullersteine, machen zwei Schritte vorwärts und einen zurück. Fritz fällt weit zurück und gibt uns bald Zeichen, dass er aufgibt. Enttäuscht wartet er an den Autos. Derweil steigen wir wieder auf dem Schneefeld aufwärts und deponieren meine Zeltbestandteile sicher am Wegrand. Nach Fritz’ Aufgabe sind wir nur noch zu sechst und brauchen das dritte Zelt nicht mehr.
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Verwehter Schnee am Llullaillaco mit Blick auf den Salar Punta Negra in ca. 5650 m Höhe

Javier legt derweil ein recht ordentliches Tempo vor, denn die Zeit drängt. Es ist schon 12.00 Uhr und wir haben uns gerade erst auf 5680m emporgearbeitet. Der Wind bläst uns kalt entgegen; er ist aber in der Sonne erträglich. Eine halbe Stunde später stapfe ich zu Norbert und Jürg empor, die eine Pause einlegen. Wir sind erst auf 5750m, haben noch 350m bis zum HC zu steigen und wollen morgen die gleiche Tour noch einmal gehen, ohne Ruhetag, um dann noch weiter auf den Gipfel und ganz wieder nach unten zu gehen? Javier spurt mühsam, aber kraftvoll durch den knietiefen Schnee und gewinnt in der nächsten halben Stunde nur etwa 35-40 m Höhe! Norbert und ich schauen schauen ihm nach, dann uns an, und wir sind froh, dass wir in diesem Moment das Gleiche denken: hier ist die Besteigung des heiligen Berges der Inka für uns zu Ende! In diesem Tempo, bei diesen Bedingungen haben wir beide keine Chance mitzuhalten und wir sind auch nicht bereit, in dieser überwältigenden Einsamkeit bis über unsere physischen Grenzen hinaus zu gehen. Irgendwie erleichtert steigen wir beide ab, genießen die Aussicht auf den Salar Punta Negra und treffen um 14.00 Uhr Fritz, der uns grüßend entgegenkommt.
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Llullaillaco von Südwesten mit Aufstiegsroute vom BC bis ca. HC

Die beiden Bergführer steigen mit Detlef und Torsten noch bis auf 6000m; dann beschließen sie, vorzeitig das Zelt aufzuschlagen, um noch rechtzeitig vor der Dunkelheit den Abstieg zu schaffen. Inzwischen werden Fritz, Norbert und ich um 16.15 Uhr von Williams und Luis am BC aufgelesen und fahren zurück zum Refugio. Es ist 20.30 Uhr und stockfinster, als beide Fahrer vom Refugio erneut zum BC aufbrechen, denn die Vier müssten schon lange vom HC zurück sein. Auf der Ebene werden sie auch fündig: drei Stunden haben die Jungs im Auto ausgeharrt, das Javier in der gleichen Schneewehe versenkt hat, wie tags zuvor die Soldaten. Und nach dem schweren Aufstieg hatten sie keine Kraft mehr, das Fahrzeug zu befreien. Spät in der Nacht kommen alle zurück; der Rest der Gruppe liegt schon in den Daunen.

Tipp:
- Unter diesen Bedingungen ist am Berg ein Pickel sicher angezeigt.

15. Tag, 07.05.2006, Sonntag:
Es ist 9.00 Uhr als Javier, Jürg und Torsten zum Berg aufbrechen. Detlef, der in den letzten Wochen immer vorne mit dabei war, bleibt zurück. Ohne Ruhetag sieht er sich nach der gestrigen Tour nicht im Stande, den Aufstieg zu schaffen. Seine Enttäuschung ist offensichtlich. Javier hingegen ist hoch konzentriert. 8 Jahre lang hat er gewartet, um eine Gruppe auf den Llullaillaco führen zu dürfen, und jetzt will er unbedingt hoch. Nur ein kurzer Gruß und schon sind die drei Unermüdlichen fort. Die 6 Zurückgebliebenen vertreiben sich die Zeit mit einer Wanderung im Quebrada Zorritas talaufwärts, das nach Auskunft der Soldaten bis mindestens eine Gehstunde nach Osten minenfrei ist. Wir spazieren auf dem alten Indianerpfad bis zu einem großen flachen Stein am Nordhang des Tals und genießen die tolle Aussicht auf den Berg, essen Nudelsuppe aus China (die eigentlich die Verpflegung für’s HC sein sollte), trinken chilenisches „Cristal“-Bier und drücken den Gipfelstürmern die Daumen.
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Llullaillaco mit Refugio CONAF (links) und Militärcamp (rechts) im Quebrada Zorritas
Im Abend ziehen am Berg wieder Wolken auf und wir blicken etwas besorgt zu unseren Freunden nach oben ins HC.

Tipp:
- Ein oder zwei Tüten Expeditionsnahrung sind nicht so labil wie die chinesischen Suppenbecher aus Pappe und für das HC vielleicht eine geschmackliche Alternative
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Llullaillaco von Nordwesten

16. Tag, 08.05.2006, Montag:

Während die „Bodentruppe“ weitere Wanderung in der Umgebung des Refugios machen (z.B. auf der Strasse zum Salar Punta Negra) kämpfen sich die 3 Himmelsstürmer nach einer sehr kalten Nacht im HC zum Gipfel vor. Der große Jürg versinkt teilweise bis zur Brust im verwehten Schnee. Zum Glück ist heute kaum Wind am Berg und mit Hilfe einer Skizze vom Gipfelbereich finden sie aber sofort den richtigen Gipfel. Um 12.00 Uhr meldet Javier den Erfolg per Funk ins Tal.
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Llullaillaco von Nord-Nord-Westen aus dem Quebrada Zorritas
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Llullaillaco mit nördlichem Lavastrom. Rechts davon die markante Rinne, durch die der Aufstieg der Nordroute über das Schneefeld in das Tal zwischen Haupt- und Nebengipfel führt.

Zum Abend hin wächst unsere Anspannung, ob die Drei heil wieder nach unten kommen, denn vom Refugio aus haben wir keinen Funkkontakt auf die andere Seite des Berges. Als es dunkel wird, sehen Franz und ich uns schon im Geist auf dem Weg ins BC, um den Freunden entgegenzusteigen. Doch plötzlich um 19.15 Uhr fährt der rote Pick-up von Javier vor die Hütte und wir beglückwünschen erleichtert unsere „Helden“. Es wird mit den Bergführern und den Fahrern ein langer und feucht-fröhlicher Abend mit viel Pisco, Rum-Cola etc.

Tipp:
- Mai, Juni und Juli sind die kältesten Monate am Llullaillaco. Diesem Umstand ist von der Ausrüstung her unbedingt Rechnung zu tragen: d.h. bester Wärme- und Windschutz (z.B. Schalenschuhe oder sehr warme Lederbergstiefel mit Expeditionsgamasche, Windstopper-Sturmhaube, Expeditionshandschuhe/ -„mittens“, aber auch Steigeisen etc.). Eine genaue Ausrüstungsliste schicke ich auf Anfrage gerne zu.
- Der von uns gewählte Aufstieg von Westen hat den Vorteil, bis über 5000m an den Berg mit den Fahrzeugen heranfahren zu können. Die große Kälte durch die späte Sonneneinstrahlung ist aber ein nicht zu unterschätzender Nachteil (s. hierzu auch Reinhold Lazars Kapitel im Buch „Aconcagua“ von Robert Kostka).

17. Tag, 09.05.2006, Dienstag:

Bei wolkenlosem Himmel verlassen wir um 9:40 Uhr das Refugio CONAF und fahren zur Mina Escondida. Die Straße führt mitten durch die Mine, die gigantische Ausmaße hat. Auch die Umweltverschmutzung durch die großen Minen in Chile hat gigantische Ausmaße: über dem Salar de Atacama hängt in der Regel eine diesige Smogwolke, die Verschmutzung reicht bis in den Amazonas.
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Mina Escondida aus dem Flugzeug

Von der Cordillera Domeyko verläuft die Straße in einer nicht enden wollenden Linie stetig bergab bis zur Küstencordillere vor Antofagasta.
13.00 Uhr: In La Negra nehmen wir in einem Truck-stop hinter dem Zementwerk unser Mittagessen ein und schon um 14.00 Uhr erreichen wir die Küstenstadt.
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Straße von der Mina Escondida nach Antofagasta

Antofagasta selbst hat nicht all zu viel zu bieten. Unser staubiger Auftritt mit den völlig verdreckten Pick-ups vor dem 4-Sterne-Hotel „Diego de Almagro“ hat schon etwas Freakiges an sich. Abends treffen wir uns in der Stadt zu einem fürstlichen Abschiedsessen. Es wird eine lange Nacht.

18. Tag, 10.05.2006, Mittwoch:

Gemütlich geht der Tag an: erst um 13.00 Uhr treffen wir uns am Hotel, um in Antofagastas Süden in einem Strandpavillon ein einfaches, aber leckeres Mittagessen zu uns zu nehmen. Der Pazifik ist hier nur 15°C warm und lädt nur die Pelikane zum Tauchen ein.
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Küstenstreifen südlich von Antofagasta

15.15 Uhr beladen wir die Autos mit unserem Gepäck und fahren durch die ewig langen Industriegebiete an der Küste nordwärts zum großen Felsentor „La Portada“. Nicht weit von hier liegt auch der Flughafen.
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„La Portada“, das Wahrzeichen Antofagastas

18.30 Uhr bis 20:15 Flug nach Santiago. Im „La piccola Italia“ gibt’s schnell und gut etwas zu Trinken; das Essen ist aber eine Enttäuschung.

Tipp:
- Die Handgepäckfächer in der Boeing 737 sind sehr viel enger als im Airbus. Die Damen am LAN-Schalter prüfen beim Einchecken in Antofagasta sehr kritisch Größe und Gewicht des Handgepäcks! (Erlaubt sind 8 kg in den Maßen 55x25x35 cm)

19. Tag, 11.05.2006, Donnerstag:

Gemütlicher Stadtrundgang, letzter Einkauf von Souvenirs. Um 19.00 Uhr CLT starten wir pünktlich zum Heimflug. Franz und Claudia verlängern noch 1 Woche auf der Osterinsel.

Tipp:
- Der Cerro Santa Lucia in der Innenstadt wird inzwischen an allen Eingängen vom Sicherheitsdienst bewacht und ist ohne Sicherheitsrisiko zu erklimmen. Sehr lohnend!

20. Tag, 12.05.2006, Freitag:

In Madrid ein kurzer Zwischenstop und um 17.40 Uhr landen wir in Frankfurt.

daxy
29.08.2006, 19:14
danke fuer diesen sehr schoenen und interessanten bericht!
vielleicht passt es ein anderes mal!

Bergmonster
12.10.2006, 20:31
puh, trotz der abschreckung habe ich mich nun stück für stück durch dein bericht gearbeitet und es war ein wirklich schönes lesevergnügen, die bilder haben es noch ideal ausgeschmückt! hat sich also gelohnt, für alle anderen die sich (auch) anfangs haben abschrecken lassen, nehmt euch die zeit ;)

daxy
12.10.2006, 21:41
danke für den schönen bericht!
war sicher ein super erlebnis.:up: