Vollständige Version anzeigen : Diafilme
Hallo
ich habe schon einige Fotoerfahrung und fotografiere seit 2 Jahren ( allerdings teils recht unregelmäßig) mit meiner Nikon f 80. mit einem normalen Film krieg ich auch ganz ordentliche Bilder hin, allerdings hab ich teils das problem das ich zu größe Bleden wähle und dadurch die bilder zu dunkel werden. Da ich aber den Vorteil von Diafilmen entdeckt habe wollte ich eignetlich auf diese umsteigen. Leider blieb mir wegen uni stress und bänderriss keine zeit zum ausprobieren.
Deshalb die frage: geht es ohne Erfahrung direkt mit dias zu fotographieren.
Ich hab gehört, dass es wesentlich schwieriger ist damit zu fotographieren , da sie viel weniger blendenfehler verzeihen.
Wanderheuschrecke
26.07.2006, 16:41
Es stimmt, bei Diafilmen muss exakt belichtet werden. Bei Spiegelreflex-Kameras kannst du in halben oder drittel Blendenstufen über- und unterbelichten - mach eine Weile vor deiner Tour einen Probefilm (Belichtungsreihe) und notiere dir Blende und exakte Belichtungsverhältnisse. Dann erkennst du die Abweichungen der Kamera bzw. des Films und kannst dich danach richten.
Viele Grüße, Wanderheuschrecke
Hey,
ich verwende den Fuji Sensia 200 Film (ab und zu auch 100). Damit hab ich z.B. auf Reisen folgende Bilder gemacht:
http://itp.tugraz.at/~michel/Foto/Bolivien
Die meisten Bilder hier sind ohne Belichtungskorrektur entstanden.
Hast eine Digicam? Mit der kann man auch recht gut üben, da sie noch weniger Fehler verzeihen als ein Diafilm.
Du schreibst, dass Du manchmal eine zu grosse Blendenzahl wählst und dadurch die Bilder zu dunkel werden: Passiert das mit der automatischen Belichtungsmessung auch? Wenn ja, kannst Du der Kammera einen anderen ISO Wert geben als der Film hat.
Z.B. für einen ISO 200er Film gib ISO 160 an und die Bilder werder heller.
Ciao, much
Hallo!
Das Diafilme auf den Belichtungsraum sensibler reagieren stimmt. Aber man kann sich bei der Belichtung kleiner Tricks bedienen. Ich habe auch eine Nikon, allerdings die F100. Ich fotografiere meißtens mit der mittenbetonten Messung und lasse die Matrixmessung außen vor, da man bei ihr nie weiß, wie sie korigiert hat, wenn ich z.B. eine andere Blende wähle.
Wenn Du nun eine Landschaftsaufnahme mit viel Himmelsanteil hast, dann ist es besser, den Boden -Gras usw.- anzumessen, die Belichtung zu speichern, dann den Ausschnitt zu wählen und dann erst das Foto zu machen.
Aber was auf jeden Fall immer gut ist, ist das ÜBEN. Am besten auch immer notieren, bei was für einer Zeit/Blendenkombination das Bild gemacht wurde, um daraus zu lernen.
Flieger
Hallo,
ich habe mit Kodak Elite Extracolor 100 gute Erfahrungen gemacht, der Film verzeiht Belichtungsfehler eher und lässt sich nach meiner Erfahrung wie ein Negativfilm behandeln.
Gruß
Karin
Das klingt gut, haben andere mit dem film auch schon solche erfahrungen, gemacht
kriegt nman den überall oder nur irgendwo besonders
Vom Kodak Elitechrome 100 Extra Color kann ich als Normalfilm nur dringend abraten!
Erstens sind die Farben SEHR saturiert. Vor allem Rottöne werden extrem stark und haben schnell einen Magentastich, so dass z.B. bei Personenaufnahmen die Haut zu rot wird. Ich würde ihn nur für Landschaftsaufnahmen einsetzen, wenn ich besonders satte Farben erreichen will.
Zweitens ist die Gradationskurve noch etwas steiler als bei Diafilmen sowieso schon. Ich finde den sehr kontrastreichen Eindruck zwar (meist) gut, aber wie ein Negativfilm verhält er sich nicht.
Ich würde einfach den Fuji Sensia oder Kodak Elitechrome 100 oder 200 nehmen. Letzterer ist vielleicht ein klein bisschen wärmer abgestimmt, aber das merkt man wirklich nur im direkten Vergleich. Wenn die Belichtung schwierig werden könnte, kannst Du ja eine Belichtungsreihe aufnehmen. Ich finde aber, dass Belichtungsfehler durch die Projektion z. T. ausgeglichen werden - im Gegensatz zu Papierabzügen sieht man bei unterbelichteten Stellen doch einiges.
Viele Grüße,
Moritz
Hallo!
Früher habe ich den KODAKCHROME Diafilm benutzt. Allerdings immer mit Skylightfilter. Leider vorbei!
Im letzten Jahr habe ich mit meiner Leica M den Profifilm VELVIA 100 getestet. Er hat satte Farben und eine ausgezeichnete Schärfe. Allerdings teuer!
Hochempfindliche Filme mit 200-400 ASA neigen zur Unterbelichtung wegen des sogenannten Schwarzschildeffektes, wenn man zu kurze Belichtungszeiten wählt.
1/500 oder 1/1000.
Bei Gletscheraufnahmen sollte man von der automatischen Belichtung abweichen und 1/2 bis 1 Blende zugeben, damit der blaue Himmel nicht schwarz wiedergegeben wird. Schwierig sind Gegenlichtaufnahmen auf Diafilm.
Gut Licht!
Bernd*
@ Bernd
Den Velvia 100 oder den 100 F ? Der 100 soll wohl eher wie der alte 50 ausfallen, der 100F näher am Provia liegen. Aus Kostengründen habe ich die Filme bisher nur sehr selten benutzt und wäre deshalb auf einen Erfahrungsbericht gespannt!
Gruss,
Moritz
@ Moritz
Habe erst 2 Filme VELVIA 100 benutzt. Die Gradation und der Kontrastumfang sind ähnlich dem VELVIA 50. Satte Farben: besonders Gelb und Blau! Den 3. Film werde ich im September in BGD ausprobieren. Am 9.9. gehts los. :-)
Gruss
Bernd*
derdahinmuss
16.08.2006, 17:07
An Velvia Filmen scheiden sich immer die Geister. Den kann man nur hassen oder lieben, wobei ich mich zur zweiten Gruppe zähle. Ob er der richtige ist, hängt klar vom geplanten Einsatzgebiet und von der Bereitschaft sich darauf 'einzuschießen', ab. Für mich ist er einfach eine Welt für sich, was den Farbton und und die Darstellung von dunklen Hauttönen angeht. Sicher ist man damit auf der Skipiste schlecht beraten, es sei denn, man steht auf magentafarbenen Schnee.
Den Velvia 100 halte ich eher für eine kastrierte Version des klassischen 50gers, hat aber den Vorteil in den Schatten nicht ganz zu krass zuzulaufen.
Bild in Anhang aufgenommen mit Velvia 100F
Gruß Christian
Hier ein Bild vom Hochgall/Riesenfernergruppe. Leica M2 mit Telyt 4/200.
:foto:
1437
derdahinmuss
18.08.2006, 21:26
:confused: ...jetzt wissen wir nur noch nicht, auf welchem Filmmaterial dein Leica-Bild endstanden ist ???
Christian
Hallo, Christian !
Das Dia vom HOCHGALL wurde auf VELVIA 100 F aufgenommen. Anschliessend im Labor gescannt bzw. digitalisiert.
P.S.
Auf der Photokina in Köln Ende September soll ja die erste digitale Leica M vorgestellt werden. M= Messsucherkamera. Eine ähnliche Digitalkamera ist die Epson RD1 mit Leica-Bajonett.
Gruss
Bernd*
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