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Vollständige Version anzeigen : Cordillera Blanca


Idre
08.07.2006, 21:54
Hallo liebe Trekker,

wir planen diverse Trecks (u.a. Chancos - Llangonuco, Ulta - Alpamayo) im Sept./Okt. 06 in der Cordillera Blanca auf eigene Faust, haben aber gelesen, daß es auf den Routen kaum Wegmarkierungen gibt und man deshalb einen Guide nehmen sollte :roll:

Kann uns jemand einen Tipp geben, ob es tatsächlich kritisch ist, auf eigene Faust die Region zu erkunden?

Vielen Dank und Grüße
Idre

Mario
10.07.2006, 21:37
Hallo Idre,

weiss zwar nicht, ob ich Dir wirklich weiterhelfen kann, antworte aber trotzdem mal...

Ich war 2004 in den Cordillera Blanca trekken und hatte einen guide in Huaraz engagiert. Wegmarkierungen im eigentlichen Sinne gibt es da keine. Wenn Du Dich jedoch gut orientieren kannst, halte ich das auch ohne guide für möglich. Du musst Dich dann mit Karte, Kompass und an den Berggipfeln orientieren.

Der Llanganuco-Trek ist der neben dem Inka Trail der populärste Perus und deshalb wirst Du dort wahrscheinlich auch Leute treffen, die Du nach dem Weg fragen kannst.
Zu den anderen Treks, die Du genannt hast kann ich nichts sagen.

Hängt alles in allem also von Deinen Erfahrungen/Vorkenntnissen ab.
Solltest Du Dich doch für einen guide entscheiden, ist die casa de guias (kennt jeder da) in Huaraz die Anlaufstation (auch für Karten).

Grüsse,

mario

Idre
15.07.2006, 16:16
Hallo Mario,

vielen Dank für Deine Antwort. Wir möchten eigentlich die Touren ohne Guide machen. Haben uns nun auch schon Karten besorgt. Demnach sieht es an sich garnicht sooo kompliziert aus, da die Täler recht schmal sind und man weder nach links noch nach rechts ausbüchsen kann.;)

Ich denke, wir werden am Anfang ein paar Tagestouren starten - auch zur Höhenanpassung und dann entscheiden, ob wir einen Guide nehmen oder nicht.

Viele Grüße
Idre

Saimi
24.07.2006, 14:21
Ich war letztes Jahr mal in Huaraz für ne Woche und hab mich da ein bisschen umgesehen.
Wenn du gute Karten hast, dann kannst du dich dort gut orientieren. In den Trekkingagenturen raten sie einem aber immer ab alleine zu gehen, denn man könnte ja überfallen werden. Klar kann man überfallen werden, doch das könnte genau so mit einem Führer passieren. Mit solchen Gerüchten halten die Führer natürlich ihre Jobs am laufen. Der Tourismus ist nun mal für viele die einzige Überlebensgrundlage.
Mein Tipp: Wenn ihr wirklich gut spanisch sprecht, gute Karten habt und das Wetter dort gut abschätzen könnt(?), dann steht einem Solotrekk nix im Wege. Wenn nicht, dann gebt den Einheimischen eine Verdienstmöglichkeit und gebt ihnen etwas von dem zurück, was ihnen 500 Jahre lang genommen wurde.
OK tschüß und schöne Reise

AWI
24.07.2006, 23:15
hallo idre,

bin gerade von einem 7 tages trek zurueck und sitze hier in huaraz im internetcafe.

die treks welche du beschrieben hast sind sicher ohne guide zu machen. karte, kartenkenntnisse und orientierungsvermoegen vorausgesetzt.
ein paar verhauer in der wegfindung sollten aber eingeplant werden, bzw. weiss der einheimische eben den ggf. besseren weg.
da ich alleine unterwegs bin und keine lust/zeit hatte hier in huaraz lange nach trekkingpartner zu suchen bin ich mit einem einheimischen (mario# kennt ihn auch) losgezogen. ausserdem gut fuer die spanischkenntnisse;) .

ihr muesst ja auch nicht gleich auf einen guide zurueckgreifen, einfach mal ein bisschen unmhoeren. viele traeger oder arrieros kennen sich genauso gut aus und freuen sich ueber ein paar soles.

unterwegs wurden wir schon ab und an von campesinos (leider auch angetrunkene)angesprochen welche immer irgendetwas haben wollten, ich weiss nicht wie die situation ohne einheimischen gewesen waere.

wenn ihr hier ankommt werdet ihr normalerweise eh kuerzere trekks zur akkli. machen, dadurch werdet ihr die situation recht gut beurteilen koennen.

viel spass bei den vorbereitungen
hasta luego andreas

Idre
29.07.2006, 21:46
Hallo Saimi und Andreas,

vielen Dank für Eure Tipps. Leider sind unsere Spanisch-Kenntnisse eher rudimentärer Natur, da können wir in der verbleibenden Zeit zwar ein wenig gegenarbeiten, aber ich glaube, richtig viel werden wir wohl nicht mehr erreichen :-/

Wir haben unsere Pläne nun etwas konkretisiert. Nach den Tagestouren wollen wir tatsächlich die Tour nach Llangonuco auf eigene Faust durchführen. Danach steht Huayhuash auf dem Programm. Für diese Tour werden wir uns aber einen Guide suchen.

Wie schätzt Ihr die allgemeine Lage in Huaraz und auf den Touren ein? Wie haben in einem Reiseführer gelesen, daß man nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr allein auf der Straße unterwegs sein sollte. Wenn man auf den Touren tagsüber angesprochen wird, sind die Nächte wahrscheinlich auch nicht sehr sicher, oder?

Welche Tipps könnt Ihr noch geben? Sind auch für weitere Routenempfehlungen dankbar.

Wir haben noch 6 Wochen vor uns bis es losgeht und die Vorfreude steigt....:D

Viele Grüße
Idre

AWI
02.08.2006, 11:30
Hallo Idre,


Wie haben in einem Reiseführer gelesen, daß man nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr allein auf der Straße unterwegs sein sollte

Kann ich nicht behaupten, wir hatten keinerlei Probleme allerdings sind wir auch selten später als ca.23h unterwegs gewesen und normalerweise auch nicht in abgelegenen Stadtteilen.

Wenn man auf den Touren tagsüber angesprochen wird, sind die Nächte wahrscheinlich auch nicht sehr sicher, oder?

Nachts gab es nie Probleme, aber immer alles mit ins Zelt.

Die Huayhuash Umrundung soll toll sein, Zeitbedarf 10-14 Tage.

Ein Tagesausflug zum Pastoruri-Gletscher und den Puyas de Raimondi bietet sich auch an, ist ganz nett aber bitte nicht zuviel erwarten. Ganze Peruanische Grossfamilien sind dorthin unterwegs und die Fußkranken und Konditionsschwachen lassen sich die letzten Meter hochtragen, ist ganz lustig anzusehen.

Gruss
Andreas

thomaswilkentours
08.09.2006, 14:34
Hallo Idre
Das wetter ist in der von dir gennnaten Zeit sehr stabil, deshalb sollte es eigentlich mit vernünftigen Karten (es gibt für die Cordilliera Blanca Nord und süd jeweils gute Karten vom DAV) kein Problem sein. Spuren gibt es schon auf den Routen, natürlich sind sie selten beshcildert. Es gibt auch gute Beschreibungen, z.B. bei Bruckmann von Mathias Wittber: Trekking in Peru, da sind die Routen um Huaraz fast alle drin. Die gegend ist so stark frequentiert das man sich schwer verlaufen kann, bzw. immer wieder auf andere Gruppen trifft.