Vollständige Version anzeigen : Trekking mit Bandscheibenvorfall
Nach meiner Bandscheibenop (L4/L5) traue ich mich nicht mehr einen schwereren Rucksack zu tragen? Ich habe meine Rückenmuskulatur inzwischen über ein Jahr sehr gut aufgebaut und bin schmerzfrei, trotzdem weiß ich nicht, was ich mir vom Gewicht auf dem Rücken zumuten kann und ob ich noch so belastbar bin wie früher.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie ergeht es Euch beim Wandern mit Gewicht auf dem Rücken?
Harp Booth
03.07.2006, 15:48
Hallo Kerstin,
hatte 2000 meinen ersten Bandscheibenvorfall LW4/5
und 2003 dann eine Vorwölbung 1 Wirbel höher :-(.
Beide sind nicht operiert worden sondern durch Krankengymanastik therapiert worden. Solange ich regelmässig Übungen zum Aufbau der Rückenmuskulatur mach habe ich kein Problem.
Selbst nach dem Bandscheibenvorfall war ich regelmäßig mit schweren Rucksäcken unterwegs und hatte beim Wandern selbst nie Probleme....eher wenn ich nach 10 h aus dem Flieger gekrochen bin.
Bei mir ist die Ursache aufgrund meiner Größe aber eher ein Haltungsproblem und vor allem zu viel sitzen.
Beim Trekken zwingt der Rucksack in eine schöne aufrechte Rückenposition und ich bewege mich ausreichend. Ein guter Rucksack überträgt über den Hüftgurt viel Gewicht auf tiefere Partien des Bewegungsaparates ohne das LW4/5 zusätzlich belastet werden.
Nach dem Urlaub geht es mir immer entsprechend gut... teilweise was den Rücken betrifft besser als vorher...
Das sollte nicht auf alle Bandscheibenvorfälle dieser Welt verallgemeinert werden. Ich würde Dir in jedem Fall empfehlen, hier auch ärztlichen Rat einzuholen. Dein Arzt sollte wissen was alles bei der OP rausgenommen wurde und ob Du Dir nicht selbst Schaden zufügst, wenn Du mit reichlich Gewicht auf dem Rücken rumläufst.
Gruss Harald
Hallo Harald,
ja, das sind die ganz typischen Wirbel :( Mir geht es genauso mit einer zusätzlichen Vorwölbung. Dank intensiven Rückentraining bin ich seit März absolut schmerzfrei.
Ich kann mir vorstellen, dass es Deinem Rücken nach Deinen Touren erhelblich besser geht als im Alltag. Ich habe meinen Job jetzt auf 5 Stunden am Tag reduziert und habe auch einen höhenverstellbaren Tisch, so dass ich immer mal wieder im Stehen arbeite.
Dein Text klingt sehr mutmachend. Ich denke, bei mir hat sich da einfach so eine Angst im Kopf festegesetzt, dass es nochmal passiert.
Mein Rucksack überschreitet auch nie die 15 kg Grenze. Das ist noch ein sehr angenehmes Gewicht. Wenn mein Pferd wieder gesund ist, werde ich es vielleicht auch mal als Packpferd nutzen :) .
Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen Rücken!
Gruß von
Kerstin
Harp Booth
04.07.2006, 12:12
Hallo Kerstin,
danke für die guten Wünsche...
nur Mut und in kleinen Schritten ausprobieren...
Gruss Harald
Hallo
Mit Rucksack (immer so 19- 20 kg) hab ich auch weniger Probleme als ohne.
Nicht auf Tour hab ich regelmäsig schmerzen und nen krummen Rücken, alle 2 Jahre lieg ich Flach -kann dann kaum für ein paar Tage gehen.
Im CT ,vor Jahren, war eine Vorwölbung zu erkennen.
Mit Rucksack keine Problem- aber morgens oft nach dem Aufstehen von der Matte- dauert dann etwas bis ich in die Gänge komme.
Sorgen mach ich mir trotzdem ,--eine "falsche" Bewegung - und mit laufen ist nichts mehr.
Den Rucksack trage ich so, das ich kaum Last auf den Schultern habe -es passt immer eine Handbreit Luft zwischen Schulter und Träger.
Grüße . FS
Da wäre auch nochmal interessant wie ihr Bandscheibengeplagten Euch bettet?
Ich habe eine selbstaufblasbare Therm-A-Rest und schwöre auch auf mein Tempur-Kissen. Allerdings nehme ich es nur zum Campen mit nicht beim Rucksacktragen, es nimmt einfach zuviel Platz weg. (Allerdings gibt es auch ein halbes Tempurkissen für Reisen, meine finanzielle Situation im Moment hält mich allerdings noch vor einem Kauf zurück). So richtig bequem ist die Therm-A-Rest aber nicht mehr nachdem mein Rücken einmal angegriffen ist. Ich wache mit Rückenschmerzen auf, allerdings mehr im oberen Bereich und nicht im Lendenbereich wo meine eigentlichen Beschwerden sind.
Folko, eine richtig gute Ruckenschule hat mir gezeigt wie ich Aufstehen muß, mich ablegen, wie sitzen, wie stehen. Da halte ich mich ganz exakt dran, auch wenn mich manche anschauen, als wäre ich eine 90 jährige Oma. Aber, das ist mir egal, solange mein Rücken geschont wird. Vielleicht kann das Dir die Angst vor einer falschen Bewegung nehmen.
Sehr mutmachend finde ich Eure Erzählungen, dass das Gewicht des Rucksackes nicht zu mehr Beschwerden führt. Auf die anderen Auslöser kann ich versuchen sehr zu achten.
Viel Glück!
kerstin
Hallo
Ich nutze eine ältere TMR Guidelite , 3,8cm dick. Auf ner normalen Isomatte ,oder einer TMR - 2,5 cm, kann ich nur sehr unbequem Schlafen. Mit der 3,8 cm geht es.
Ob neuere TMR bequemer sind ???
Die "Rückenschule" kenne ich- hilft auch -aber nicht immer.
gr. FS
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