Vollständige Version anzeigen : Rundreise Nordindien - Tibet - Nepal
Hallo!
Nachdem ich in diesem Forum schon tolle Beiträge gefunden habe hoffe ich auch auf meine Fragen Antworten zu bekommen.
Wir planen eine gut 4-wöchige Tour in der Himalaya-Region im Oktober 2006. Wir - mein Freund und ich - sind passionierte Alpinisten und verbringen Sommer wie Winter auf Hochtour, Skitour, beim Eisklettern oder einfach nur Bergsteigen. Vielleicht wollen wir gerade deshalb ins Himalaya reisen.
Leider sind wir auch berufstätig und haben nur 1 Monat Zeit, wollen hier natürlich so viel wie möglich (aber nicht zu viel, um es auch zu verarbeiten) erleben.
Großes Kopfzerbrechen bereitet uns die Visa- und Permit- Problematik. wir würden gerne nach DELHI fliegen, von dort mit dem Zug nach Varanasi und dann weiter nach Sikkim, wo wir eine Rundtour durch Klöster und Berge planen. Von SIKKIM würden wir gerne weiter nach Tibet und auch dort eine Rundreise über Lhasa und Richtung Kailash. Von Tibet aus dann weiter nach KATHMANDU, von wo wir entweder direkt zurückfliegen oder wieder nach Delhi fahren.
Hätten wir mehr Zeit würden wir sicher auch viel trekken, aber so würden wir lieber 'zügiger' vorankommen und dafür mehr von Land und Leuten sehen.
Nun meine Fragen:
1. Ist es überhaupt möglich, von Sikkim nach tibet einzureisen? Im Katalog z.B. von Ikarus Reisen bieten sie diese Tour nämlich an! Hier im Forum lese ich immer wieder, dass dies aber nicht möglich ist...
2. Ist es möglich in Sikkim und auch in Tibet eine Rundtour zu machen, ohne wochenlang zu Fuss unterwegs zu sein (z.B. mit Jeep)?
3. Tibet-Permit: Wo beantragen?
4. Kathmandu Sicherheitslage: Wie steht es hierum derzeit?
5. Ausreise von Kathmandu nach Indien über Land - gibt es hier Probleme bei der Einreise nach Indien?
Wäre toll, wenn ihr meine Fragen beantworten könntet.
Danke im voraus und Grüße
Anja
Hi Anja,
individual geht es von Indien nicht nach Tibet-egal wie (Fluzeug, Land). Auch das das für Europäer pauschal möglich ist, wäre mir neu. Schaue nachher gleich mal bei Ikarus.
Folgendes wäre möglich:
Von Delhi über Varanasi nach Kathmandu. Von dort nach Tibet und wieder zurück nach Kathmandu. Ausreise nach Indien über den westlichen Grenzübergang Kakarbitta. Dann seit ihr schon fast in Sikkim.
Visa: Indisches Visa schon zu Hause besorgen (Multiple Entry und das Sikkimpermit gleich mit beantragen). Nepalesisches kriegt ihr an der Grenze. Da in deinem Zeitrahmen sowieso nur eine organisierte Tibettour in Frage kommt, müßt ihr euch um die Einreiseformularitäten nicht kümmern - das macht euer Veranstalter (entweder schon im voraus hier gebucht, oder in einem der vielen Reisebüros/veranstalter in KTM).
Eine Jeeptour in Tibet ist sehr gut möglich, in Sikkim weniger, da viel Sperrgebiet und wenig taugliche Straßen. Ist mehr Trekkinggebiet. Grenzübertritt Indien/Nepal/Indien läuft unkompliziert. Nachdenkenswert wäre bei dieser Tour ein Gabelflug Dehli hin/Kalkutta zurück, da es von Sikkim nach Kalkutta nur ein "Katzensprung" ist. 4 Wochen ist natürlich für dieses Pensum sehr knapp.
Viel Spass. Ingolf.
Hallo,
die drei Länder in 4 Wochen wird zur Hetzerei. Schon allein die Züge in Indien zu organisieren dauert, außerdem ist die Reisegeschwindigkeit nicht sehr hoch. Man kann das halt nicht mit europäischen Maßstäben messen. Ich würde mich auf 2 Länder konzentrieren. Entweder Indien und Nepal oder Nepal und Tibet. Sonst habt ihr nicht viel davon.
Schöne Grüße
Frank
Hallo Anja,
kann mich den Vorpostern nur anschließen mit der Devise : "weniger ist mehr"
Nepal alleine ist schon 4 Wochen wert, und dann habt Ihr dort erst einen kleinen Ausschnitt gesehen! Ihr könnt zwar 8 -10 Stunden am Tag im Jeep durch Tibet schaukeln, und könnt hinterher Fähnchen auf die Landkarte stecken, aber erleben werdet Ihr Land und Leute so nicht! Ihr wart halt mal da! Genügt euch das? So wie die Japaner "good old Germany" : Rüdesheim, Rothenburg Neuschwanstein.:roll:
Besonders für Tibet müßt Ihr auch auf Höhenanpassung achten, von daher verbietet sich auch mit dem Jeep das zu machen was möglich ist! Höhenanpassung gilt natürlich je nach Region auch für Sikkim und Nepal.
Will Euch weis Gott nicht eine tolle Idee mies machen, sondern nur mal zum nachdenken anregen. Der nächste Urlaub kommt bestimmt, und wenn der Funke überspringt fahrt Ihr sowieso wieder hin, also ist es nur eine Frage der Reihenfolge.
Das Forum hier ist voller "Wiederholungstäter"
Trotzdem viel Spaß bei den Vorbereitungen, wohin auch immer ;)
Gruß
Hallo Anja
Zuerst schliesse ich mich meinen Vorgängern an, schaut Euch lieber weniger an, dies dafür intensiver. Wenn Du Berge haben willst, dann würde ich am ehesten Sikkim weglassen. Darjeeling und Sikkim bieten zwar absolut wunderschöne Ausblicke auf den Kanchenjunga Range, aber ausser Du trekkst zum Goecha La immer in einer gewissen Distanz. Im Norden, wo die Hochtäler sind und die hohen Berge näher kommen, ist dann Sperrgebiet. Man kann zwar eine 3-5 tägige (geführte) Jeeptour machen, aber genau dann, wann die Umgebung so richtig faszinierend wird, ist Schluss, und Du kannst nur den Indern hinterherschauen, die noch weiter dürfen. Die Bewegungsfreiheit ist eher eingeschränkt, unser Guide hatte Dauerpanik, dass wir irgendein militärisches Gebiet betreten (die soldiers selbst sahen das viel lockerer und hatten Spass an einem Gespräch), und der Aufenthalt eher kurz. Dafür bietet Sikkim natürlich eindrucksvolle Klöster, z.B. Sangachoelin in Pelling oder Labrang, dass man auf dem Weg in den Norden besuchen kann.
Liebe Grüsse, Moni
(PS: Im Anhang ein Bild aus dem Chopta Valley, wo wir ein paar Stunden verbringen durften)
Hallo,
erst mal danke für die Tips - ihr habt natürlich recht, mehr ist in dem Fall weniger, und wir haben auch nicht vor, in 4 Wochen möglichst viele Fähnchen auf der Karte zu postieren und einfach durchzurauschen. Ich habe eben zu all den Regionen hier im Forum schon so viel gelesen, da möcht man am liebsten überall hin. Und da ich gehört habe, dass die Lage in Nepal derzeit eher labil ist, hab ich überlegt, ob man das nicht über Indien machen könnte. Notfalls könnten wir dann - sollte sich die Lage in Nepal in den nächsten Monaten noch mehr zuspitzen - Nepal ausfallen und von Delhi gen Süden oder Osten reisen.
Unsere Pläne verfestigen sich derzeit, werden wohl nach Delhi fliegen, von dort nach Varanasi (da wollt ich schon immer mal hin, hat aber letztes Mal auf der Rajasthan-Tour nicht mehr ingehauen) und dann weiter nach Kathmandu. U.U. würden wir dann direkt weiter nach Lhasa fliegen, um von dort eine Tour Lhasa - Kathmandu mit EBC zu machen, organisiert natürlich.
Folgende Fragen hätt ich noch und hoffe, sie hier beantwortet zu bekommen:
- Welche Fluglinien fliegen von KTM nach Lhasa und wo bucht man am besten? (schon von hier aus oder erst vor Ort) Was muss man für einen Flug ca. bezahlen?
- AIR DECCAN fliegt in Indien, den Tip hab ich hier im Forum gefunden, aber wie bitte kommt ihr auf die Preise? Auf der Webseite gelingt es mir nicht mal, für den Flug ein Routing zu finden, die Seite stürzt bei mir immer ab.
- Thema EBC: Lohnt das mehr von der nepalesischen oder tibetischen Seite? Macht es überhaupt Sinn, zum EBC zu fahren/trekken, wenn man von dort nicht weiter (hoch) trekkt? Alternativtouren/-routen?
- Flug Delhi-Lhasa: gibt's so was überhaupt oder muß man über KTM?
Wir haben nun die Zeit für unsere Reise auf 5 Wochen aufgestockt. Auch habe ich dank eines indischen Kollegen Unterstützung bzgl. Tickets und Organisation in Indien. Bzgl. Nepal und Tibet bin ich nun noch unsicher, hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Danke und Gruß
Anja
Hallo, vor 2 Jahren habe ich eine sehr ähnliche Tour gemacht.
Wir sind von Delhi über Jaipur (Palast der Winde und Amber-Fort, unbedingt sehenswert) und über Agra (Taj Mahal) nach Varanasi gefahren, geht mit BUS oder ZUG. Zug dauert tendenziell etwas länger zu organisieren, weil man nicht immer ein Ticket für den nächsten Tag bekommt. Ich würde jeweils min. 2 Tage einplanen, hängt aber davon ab, wie tief ihr eintauchen möchtet. Man kann aber auch locker 5 Tage je Ort einplanen. Tendenziell solltet ihr das in einer Woche bis einschl. Varanasi hinbekommen.
Von Varanasi sind wir nach KTM geflogen (möglichst vorbuchen, wir kamen schwer an die Flugtickets, mussten 4 Tage darauf warten, kriegt man aber in Varanasi schön rum, wenn man nicht gerade Eile hat). In Varanasi gibt es Niederlassungen von Indian Airlines, dort haben wir gebucht. War OK. Keine AHnung, ob das auch mit anderen Gesellschaften geht.
In KTM haben wir in einer Agentur unsere vorgedachte Tour gebucht. Hinflug KTM-Lhasa, per Jeep über Shigatse, Gyantse und das EBC zurück nach KTM. Geile Tour!!!! Die kümmern sich auch um Visum etc. Wir haben einschl. Lhasa (3-4 Tage, davon ist man am ersten Tag wegen Aklim. ziemlich Platt) für den Tibettrip 9 oder 10 Tage benötigt. Geht aber ganz locker auch länger!!!! Die Tour bei dem Veranstalter (war aus dem Lonely Planet, wenn Interesse, suche ich ihn heraus, war sehr seriös) hat für 2 Personen pro Person so um die 1200 Euro (könnten aber auch USD gewesen sein, genaues könnte ich auch hierzu heraussuchen, wenn Interesse) gekostet. Hotels, Jeep einschl. Fahrer und Guide sowie Flug beinhaltet. Waren auch die guten Hotels, soweit vorhanden. Geht wahrscheinlich etwas günstiger, wenn man für die ersten 4 Tage in Lhasa darauf besteht, keinen Jeep zu wollen. Den braucht ihr da nicht und der kostet ziemlich Kohle. Zum EBC: Wir waren einen Tag dort, man kann auch übernachten. Ist schon ein tolles Gefühl, vor dem Everest zu stehen und ihn zu bestaunen. Ich fand es unbedingt sehenswert, von Nepal aus kommst du nur über einen etwas längeren Trek hin. In Tibet geht's per Jeep. Guesthouses hier sind "basic", wir haben im Rongbuk Kloster übernachtet, nimm warme Sachen mit!!!!
Nach der Ankunft in KTM solltet ihr euch dort noch etwas umschauen, allein das Tal bietet genug für 3 Wochen, aber in einer Woche bekommt ihr einen ersten Überblick und könnt die Hauptsehenswürdigkeiten ansehen. Hoffentlich ernte ich nicht zu viel Protest dafür in dem Forum hier, aber ihr habt ja insgesamt nicht so viel Zeit. Wir haben direkt neben einem Kloster in Bodnath übernachtet und sind in der Nacht von den Mönchgesängen aufgewacht, war einfach super!!!!
Von KTM sind wir nach Delhi zurückgeflogen und von dort aus heimwärts. Ihr könnt es natürlich mit einem Gabelflug versuchen, wird aber wohl nicht viel billiger werden.
Flug Delhi - Lhasa gibt es nicht, ihr müsst meines Wissens über KTM oder über China.
Ihr hättet jetzt ca. eine Woche Indien, dann KTM, 10 - 12 Tage Tibet, dann noch eine Woche KTM und zurück nach Delhi. Wenn ihr bei 5 Wochen die verbleibende Woche als Puffer oder Variable, wo ihr es schön findet einplant, ist das eine echt geniale Tour. Einige mögen auch dies als Hetzerei empfinden, wir fanden es toll. Kann natürlich gerne auch länger sein, aber man muss für sein Geld ja auch arbeiten :D :mad: .
Falls du noch näheres wissen möchtest, gerne eine kurze Mail, ich kann dir noch weitere Fragen zu unserer Tour beantworten.
Schöne Gruesse,
Frank
Nach der Ankunft in KTM solltet ihr euch dort noch etwas umschauen, allein das Tal bietet genug für 3 Wochen, aber in einer Woche bekommt ihr einen ersten Überblick und könnt die Hauptsehenswürdigkeiten ansehen. Hoffentlich ernte ich nicht zu viel Protest dafür in dem Forum hier, aber ihr habt ja insgesamt nicht so viel Zeit.
Ich fände es auch schlimm, innerhalb eines Aufenthalts alles gesehen zu haben, was macht man danach? ;)
Lieber mal Appetit holen und öfter hinfliegen,
Gruß Flo
Hallo!
Danke für die vielen Hinweise! In der Zwischenzeit habe ich viel recherchiert und organisiert und denke, dass das in 5 Wochen alles gut machbar ist, zumal ich mir den Indien-Trip komplett im voraus organisieren lasse von meinen indischen Kollegen. Spart Zeit und Nerven, ich war selbst vor 3 Jahren in Indien und hab bereits genug Tage auf Tickets oder Flüge gewartet. Das hat kein Spaß gemacht ;-(
Eine Frage hätt ich noch zu Touranbietern für das Lhasa - Kathmandu - Ding: Ich habe im Internet massenweise Veranstalter gefunden, die alle mehr oder weniger denselben Trip anbieten. Die antworten auch sehr schnell, wenn man anfragt und möchten einem am liebsten alles in einem Paket organisieren.
Für den Trip, der zw. 10 und 14 Tagen dauert, habe ich von den meisten so nen Preis von ca. 1600 USD inkl. Flug und Reise in einer Gruppe bis 10 Mann angeboten bekommen. Das fand ich recht viel, um ehrlich zu sein. Gestern hab ich dann zufällig noch einen Anbieter in Kathmandu entdeckt, der das Ganze für 750 USD anbietet! Woher kommen die großen Unterschiede? Das kann doch nicht nur davon kommen, dass man mal in Hotels und mal in Guest Houses übernachtet!
Hat jemand eine Theorie dazu? Ich finde den Webauftritt und die Präsentation dieses Veranstalters (destinationnepal - punkt - com *sorry, anders kann ich hier keine Webadressen hinterlegen) eigentlich sehr seriös. Sorry, dass ich hier den Veranstalter nenne, aber vielleicht kann mir jemand von euch dazu nen Tip geben - positiv wie negativ!
Frank (der den vorletzten Beitrag geschrieben hat): Kannst du mir noch mal Rückmeldung geben zu dem Preis, den du für den Trip bezahlt hast?
Und noch was: Wie steht es um das Advanced Everest Base Camp? Ich habe gehört, dass das EBC selbst recht überlaufen und unangenehm sein soll, wer's schafft marschiert eine Etage höher zum advanced EBC. Lohnt das? Wie lange dauert der Trip und ist der einfach so machbar (also organisatorisch, nicht konditionell)? Ich habe hierzu im Forum noch keinen Hinweis gefunden.
Danke im voraus für eure Antworten!
Gruß
Anja
Hallo Anja,
die Unterschiede resultieren wohl in erster Linie aus Gruppengröße und gewählten Hotels. .. und Gewinnunterschiede :) . In KTM kannst du sogar Bustouren nach Tibet für um die 150 Dollar buchen, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Wie toll dann die Busse und Übernachtungen sind, sei dahingestellt.
Wir hatten 2004 für 11 Tage, Hinflug KTM-Lhasa, dann 10 Tage Jeep (nur für uns 2 Personen) einschl. Fahrer und Guide und sämtlicher Übernachtungen 1277 Dollar pro Person gezahlt. Sicher nicht ganz billig, aber du reist individuell und kannst in gewissem Rahmen bestimmen, wenn du irgendwo etwas länger bleiben möchtest. EBC ist ein special Permit erforderlich, das war auch mit im Preis. Selbst der Eintritt für die Klöster war enthalten (sind auch nicht immer super billig, leider habe ich den Preis für den Potala nicht mehr im Kopf, könnten aber so 15-20 Euro/Person gewesen sein.) Wir waren damals sehr zufrieden, haben wirklich in den besseren Unterkünften der einzelnen Ortschaften übernachtet. Nähe Everest sind es dann halt karge Unterkünfte (Gefängnisähnlich z.B. im Rongbuk-Kloster, aber witzig gemacht). Nehmt einen guten Schlafsack mit!!! Ich fand das EBC nicht unangenehm, es ist aber nur eine Zeltansammlung. Bei uns war es auch nicht so voll. Zum advance kommst du meines Wissens nur mit einem special permit, ansonsten ist es verboten (stehen auch ein paar Hinweise im EBC) Keine Ahnung, was dies kostet, die Chin. Regierung lässt es sich wahrscheinlich ganz gut bezahlen.
Falls du noch die Adresse meiner Agency in KTM haben möchtest, kannst du dich ja noch mal kurz melden. Unsere Erfahrung ist, das die seriös waren. Bestimmt bietet Navyo, der hier im Forum sehr viel vertreten ist, auch eine schöne Variante an. Vielleicht kontaktest du ihn einfach mal, er hat sicher seeehr viel Erfahrung!
Viel Spaß bei der weiteren Planung,
Frank
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