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Vollständige Version anzeigen : Vitamin B gegen Mosquitos


Harp Booth
05.03.2006, 12:16
Hallo zusammen,

auf Hawaii haben uns viele Amerikaner empfohlen, gegen Mückenstiche Vitamin B Präparate einzunehmen. Das Vitamin würde den Körpergeruch so verändern, dass einen Mücken nicht mehr mögen.

Ist da was dran oder ist das nur so ein Gerücht.

Letzendlich sind wir dann doch wieder bei hochprozentigem DEET geblieben.

Gruss Harald

Moni
05.03.2006, 23:28
Hallo Harald!

Es ist ein Gerücht... Vor vielen Jahren wurde mir dies auch gesagt, und ich habe es ausprobiert. Trotz vielen Euros für das hochdosierte Vit B wurde ich wie wild verstochen und musste mir schlussendlich Antiallergika kaufen, um wieder ruhig sitzen zu können. Auch wissenschaftlich ist nichts beweisen (auch wenn es wenig Studien gibt), wie zum Beispiel hier untersucht:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=16033124&query_hl=3&itool=pubmed_docsum

Bleib also lieber beim DEET und gib das Geld für den Urlaub aus!

Liebe Grüsse, Moni

Uwefreetibet
06.03.2006, 07:43
Hallo Harald,

ich habe diese Empfehlung mit dem Vitamin B von meinem Apotheker bekommen. 1-2 Wochen vor meiner Reise nach Südafrika-Botswana-Zimbabwe habe ich die Tabletten genommen und hatte keinerlei Probleme mit Mücken oder sonstigen Insekten :D

Ob es jetzt alleine an dem Vitamin B lag :confused:

Also ich kann es empfehlen, schaden tut es nicht und so viel Geld hat es auch nicht gekostet...

Viele Grüsse
Uwe

Harp Booth
06.03.2006, 08:19
Mmmmhh....

2 Antworten... 2 verschiedene Erfahrungen....

Vielleicht doch nur eine "urban legend" ? Oder vilelicht hilft es auch nur bei Leuten, die eh weniger Mücken anziehen.

Den besten Mückenschutz hab ich immer mit meiner Freundin im selben Zimmer. Die zieht alle Mücken aus sich wie ein Magnet

Gruss Harald

Moni
06.03.2006, 14:01
Hallo Harald!

Ja, es gibt grosse Unterschiede zwischen den Leuten. Vielleicht hat es bei mir nicht gewirkt, weil ich zur gleichen Sorte Mensch gehöre wie Deine Freundin :-). Wenn das Vit B in Deutschland günstig ist, kannst Du es ja mal ausprobieren, aber im Zweifelsfalls würde ich doch beim "Hammer" beleiben....

Moni

Harp Booth
06.03.2006, 14:42
Hallo Moni,

wir hatten uns auf Hawaii hochdosiertes Vitamin B besorgt und ein paar Tage eingenommen. Aber anscheinend muss man es ja etwas vor der potentiellen Bedrohung durch Mücken einnehmen. dafür war es dann damals wohl schon zu spät...

In den USA waren die Dinger im Supermarkt super billig. So hoch dosiert hab ich Vitamine in Deutschland zumindest frei verkäuflich noch nicht gesehen.

Aber Vitamin B ist soweit ich weiß ja wasserlöslich und die Überdosis wird problemlos ausgeschieden.

Gruss Harald

shakey
06.03.2006, 16:35
Hallo,

Bier und Zigaretten sollen ja angeblich eine gewisse Wirkung gegen Mücken zeigen.

Als B-Vitamin gibt es sonst in jedem Supermarkt Bierhefe Tabletten für wenig Geld.

Guten Appetit!
Und viel Glück beim Ausprobieren...:D

wanderer
06.03.2006, 22:09
Hallo Harald,
habe das mit Vitamin B in Bolivien ausprobiert, der Körpergeruch veränderte sich spürbar/riechbar, aber die Mosquitos hat's in keiner Weise gestört.

Viele Grüsse

Ralph

Uwefreetibet
07.03.2006, 05:23
[wir hatten uns auf Hawaii hochdosiertes Vitamin B besorgt und ein paar Tage eingenommen. Aber anscheinend muss man es ja etwas vor der potentiellen Bedrohung durch Mücken einnehmen. dafür war es dann damals wohl schon zu spät...
[/quote]

das Vitamin B ein paar Tage vorher einzunehmen hat anscheinend keinen Wert, mindestens 2 Wochen vor Antritt der Reise...

Gruß
Uwe

muifarlo
07.03.2006, 19:06
Hallo,

ob Moskitos einen "interessant" finden hängt u.a. vom Körpergeruch ab.
Ob Vitamin B12 ausreicht? Waschen kann auch schon helfen.:D

Michael

.........Kohlendioxid und Milchsäure sind die beiden am besten bekannten und untersuchten Substanzen, welche Stechmücken anziehen können. Stechmücken können Kohlendioxid, das vorwiegend über die Lungen ausgeatmet, jedoch auch über die Haut ausgeschieden wird, auf eine Distanz von mehr als 30 Metern wahrnehmen und so einen möglichen Wirt orten. Milchsäure insbesondere in Kombination mit Kohlendioxid stimuliert die an den Antennen der Stechmücken lokalisierten Chemorezeptoren. Zusätzlich spielen Hauttemperatur und Hautfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Auch produziert die Mikroflora auf der menschlichen Haut z.B. durch Abbau von Fettsäuren verschiedenste Geruchsstoffe, welche das Verhalten der Stechmücken bei der Suche nach einem Wirt beeinflussen [1]. So ist z.B. der Geruch von Socken, welche mindestens 3 Tage getragen wurden, für Stechmücken attraktiv [2]. Dieser Geruch entsteht durch mikrobiellen Abbau (Brevibacterium epidermidis) von Fettsäuren aus dem Hauttalg. Gaschromatographische Untersuchungen haben ein ähnliches Spektrum bei der Geruchsanalyse von Limburgerkäse gezeigt. Die meisten Mücken haben ihre bevorzugten Stechorte am Körper, welche mit der Hauttemperatur, Dichte der ekkrinen Schweissdrüsen sowie volatilen Stoffen von Talg, Schweiss und bakterieller Mikroflora korrelieren [3]. Durch Modifikation des Geruchprofils (z.B. durch Waschen der Füsse, Ableiten der ausgeatmeten Luft) kann das Verhalten der Stechmücken entscheidend geändert werden

Harp Booth
08.03.2006, 14:43
Also meine Füsse fand nach drei Tagen Tour bisher noch keiner attraktiv!:D
Nicht einmal Stechmücken... vielleicht lag das aber darna, das die Füsse am Tag in den Schuhen stecken

Gruss Harald

Haribo
08.03.2006, 20:45
.........Kohlendioxid und Milchsäure sind die beiden am besten bekannten und untersuchten Substanzen, welche Stechmücken anziehen können. Stechmücken können Kohlendioxid, das vorwiegend über die Lungen ausgeatmet, jedoch auch über die Haut ausgeschieden wird, auf eine Distanz von mehr als 30 Metern wahrnehmen und so einen möglichen Wirt orten. Milchsäure insbesondere in Kombination mit Kohlendioxid stimuliert die an den Antennen der Stechmücken lokalisierten Chemorezeptoren. Zusätzlich spielen Hauttemperatur und Hautfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Auch produziert die Mikroflora auf der menschlichen Haut z.B. durch Abbau von Fettsäuren verschiedenste Geruchsstoffe, welche das Verhalten der Stechmücken bei der Suche nach einem Wirt beeinflussen [1]. So ist z.B. der Geruch von Socken, welche mindestens 3 Tage getragen wurden, für Stechmücken attraktiv [2]. Dieser Geruch entsteht durch mikrobiellen Abbau (Brevibacterium epidermidis) von Fettsäuren aus dem Hauttalg. Gaschromatographische Untersuchungen haben ein ähnliches Spektrum bei der Geruchsanalyse von Limburgerkäse gezeigt. Die meisten Mücken haben ihre bevorzugten Stechorte am Körper, welche mit der Hauttemperatur, Dichte der ekkrinen Schweissdrüsen sowie volatilen Stoffen von Talg, Schweiss und bakterieller Mikroflora korrelieren [3]. Durch Modifikation des Geruchprofils (z.B. durch Waschen der Füsse, Ableiten der ausgeatmeten Luft) kann das Verhalten der Stechmücken entscheidend geändert werden

Also dieses Zitat gehört wenn nicht echt, dann erfunden...:D

Jeden Sommer sekkieren mich die "Gössn" (für die nichtösterreichischen Freunde: "Gelsen") in unserer Jurte, bevorzugt natürlich nächtens. Jetzt dachte ich immer, dies liegt vorzugsweise am Geruchsprofil, hervorgerufen durch lediglich zweimaliges Waschen pro Woche mit warmen Wasser (:D d.h. nicht, dass ich mich mit kaltem Wasser nicht wasche). Jetzt lese ich da wirklich etwas von MILCHSÄURE. Wir haben einen grossen Lederbehälter in der Jurte gefüllt mit Milch zur Sauermilcherzeugung (und jeder Menge Milchsäurebakterien da drinnen). Kommen jetzt die Stechviecher gar wegen der Milch auf Besuch? Doch stellen wir diese raus, freuen sich zwar die Tiere, doch für uns bleibt wohl nix mehr über........:D :D

Bitte um Lösungsvorschläge.

Haribo

Soshin
09.03.2006, 17:15
Hallo,

ob Moskitos einen "interessant" finden hängt u.a. vom Körpergeruch ab.
Ob Vitamin B12 ausreicht? Waschen kann auch schon helfen.:D

Michael

.........Kohlendioxid und Milchsäure sind die beiden am besten bekannten und untersuchten Substanzen, welche Stechmücken anziehen können. Stechmücken können Kohlendioxid, das vorwiegend über die Lungen ausgeatmet, jedoch auch über die Haut ausgeschieden wird, auf eine Distanz von mehr als 30 Metern wahrnehmen und so einen möglichen Wirt orten. Milchsäure insbesondere in Kombination mit Kohlendioxid stimuliert die an den Antennen der Stechmücken lokalisierten Chemorezeptoren. Zusätzlich spielen Hauttemperatur und Hautfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Auch produziert die Mikroflora auf der menschlichen Haut z.B. durch Abbau von Fettsäuren verschiedenste Geruchsstoffe, welche das Verhalten der Stechmücken bei der Suche nach einem Wirt beeinflussen [1]. So ist z.B. der Geruch von Socken, welche mindestens 3 Tage getragen wurden, für Stechmücken attraktiv [2]. Dieser Geruch entsteht durch mikrobiellen Abbau (Brevibacterium epidermidis) von Fettsäuren aus dem Hauttalg. Gaschromatographische Untersuchungen haben ein ähnliches Spektrum bei der Geruchsanalyse von Limburgerkäse gezeigt. Die meisten Mücken haben ihre bevorzugten Stechorte am Körper, welche mit der Hauttemperatur, Dichte der ekkrinen Schweissdrüsen sowie volatilen Stoffen von Talg, Schweiss und bakterieller Mikroflora korrelieren [3]. Durch Modifikation des Geruchprofils (z.B. durch Waschen der Füsse, Ableiten der ausgeatmeten Luft) kann das Verhalten der Stechmücken entscheidend geändert werden
Besonders herrlich und in diesem Zusammenhang lobend zu erwähnen, ist, dass die Wissenschaft, die ja normalerweise den "Laienfleiss nicht ehrt" (Morgenstern) in diesem Fall die von jedem Laien - auch einem olfaktorisch durchaus ungebildeten - bemerkbare resp. erriechbare Ähnlichkeit von "Kaslern" (österr. für Käsefüsse) mit dem berühmten Limburger nun auch gaschromatographisch verifizieren konnte. ;)

:cool:

Soshin

Becks
09.03.2006, 18:08
Feuer frei...

Mit allen Mückenmittel ist es gleich - die Viecher haben lokale Prioritäten und Vorlieben (leider). Während bei einem Kollegen von mir Autan in Australien komplett durchfiel und dafür n anderes Mittel super half, haben ihn die Mücken am Bodensee zerfressen und mich nicht.

Daher: die lokal vertrieben Mittel haben vor Ort angewendet die höchsten Wirkungen. Woanders kann das Zeugs dagegen eher noch die Viecher besonders anlocken.

Vitamin B hat hier am See nix genutzt. Habs ausprobiert und wieder bgesetzt. Aber wer weiß, vielleicht hilft es woanders.

Alex

Soshin
09.03.2006, 20:00
Ja, über Vitamin B wollte ich eigentlich auch noch schreiben:

Man muß meiner Erfahrung nach etwa zwei Wochen vor der Exposition gegenüber den Gelsen damit anfangen, täglich dreimal ein Vit-B-Präparat (in Ö Neurobion forte) zu schlucken.

Dann lassen mich die Viecher immer in Ruhe. Oft bei uns in der Lobau (Aulandschaft bei Wien) und im sommerlichen Heurigen ausprobiert.

In Gorakhpur, dem schlimmsten Gelsenkaff meines Lebens, hat es ebenfalls genützt.

Liebe Grüße,

Soshin

P.S.: Da ich das allerdings schon bald zwanzig Jahre mache, kann ich mich kaum mehr erinnern, ob ich früher ein besonders begehrter Stich bei den Gelsen gewesen bin. :cool: Ein Wanderfreund hat mich damals auf die Vit-B Idee gebracht.

Haribo
10.03.2006, 11:41
Ich weiss jetzt leider immer noch nicht, ob die Viecher wegen meiner ev. Kasler oder wegen der Sauermilch in unserer Jurte kommen.....??:confused: :D :D

Haribo

Promedic
12.03.2006, 08:54
.........Kohlendioxid und Milchsäure sind die beiden am besten bekannten und untersuchten Substanzen, welche Stechmücken anziehen können. Stechmücken können Kohlendioxid, das vorwiegend über die Lungen ausgeatmet, jedoch auch über die Haut ausgeschieden wird, auf eine Distanz von mehr als 30 Metern wahrnehmen und so einen möglichen Wirt orten. Milchsäure insbesondere in Kombination mit Kohlendioxid stimuliert die an den Antennen der Stechmücken lokalisierten Chemorezeptoren. Zusätzlich spielen Hauttemperatur und Hautfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Auch produziert die Mikroflora auf der menschlichen Haut z.B. durch Abbau von Fettsäuren verschiedenste Geruchsstoffe, welche das Verhalten der Stechmücken bei der Suche nach einem Wirt beeinflussen [1]. So ist z.B. der Geruch von Socken, welche mindestens 3 Tage getragen wurden, für Stechmücken attraktiv [2]. Dieser Geruch entsteht durch mikrobiellen Abbau (Brevibacterium epidermidis) von Fettsäuren aus dem Hauttalg. Gaschromatographische Untersuchungen haben ein ähnliches Spektrum bei der Geruchsanalyse von Limburgerkäse gezeigt. Die meisten Mücken haben ihre bevorzugten Stechorte am Körper, welche mit der Hauttemperatur, Dichte der ekkrinen Schweissdrüsen sowie volatilen Stoffen von Talg, Schweiss und bakterieller Mikroflora korrelieren [3]. Durch Modifikation des Geruchprofils (z.B. durch Waschen der Füsse, Ableiten der ausgeatmeten Luft) kann das Verhalten der Stechmücken entscheidend geändert werden [/quote]


Das mit dem CO2 ist interessant- und durch Ableiten der Ausatemluft kann hier entschieden eine Verbesserung erreicht werden!

Ich habe da schon eine neues Patent im Kopf- eine abgewandelte AVALUNG, Zelte haben in Zukunft einen speziellen Atemkanal, der Rucksack mit Avalung liegt in der Apsis oder hinter dem Nachbarzelt und die Umgebung des AVALUNG Benutzer ist Stechmückenfrei!

zur AVALUNG
http://www.avalung.com/flash/avalung_d.html

das wäre fast eine Produktneuheit für die Präsentation am kommenden 1. April!

schönen Sonntag