Vollständige Version anzeigen : wie vorbereiten und mit Hund
postmaus
19.02.2006, 11:58
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und auch das Thema Trekking gibt mir
noch ein paar Rätsel auf...:confused: :confused: :confused:
Über Tips würden wir uns sehr freuen.
:D :D :D
Mein Mann und ich haben vor mit unserem Hund eine Trekkingtour in Deutschland
(Altmühlthal) zu unternehmen.
Wir haben aber 0 Vorstellung wie so was zu planen ist...
und vor allem weiß ich gar nicht wie ich testen kann, wie viel Kilo ich tragen kann und wie weit.
Denn ich habe gelesen, dass man einen sehr guten Rucksack braucht und ich habe nur einen normalen ca 50 l reiserucksack ohne stabilem Hüftgurt usw wie weiß ich denn nun hinterher wenn ich mit dem normalen trainiere woran es lag wenn ich die Last nicht tragen kann...
Mit einem Rucksack 25 L und minimaler Last komme ich mit viel Pausen 11-12 km am Tag.
Und weiter wollen wir auch gar nicht laufen, wir wollen es ganz gemütlch angehen und haben kein genaues Tagesziel.
Zumal ich Asthma habe und regelmäßig Medikamente nehmen muss.
Dann meine nächste Frage wo übernachtet man wenn man kein Campingplatz findet.
Und wie plant man dass mit dem Essen.
Wir sind sehr viel draußen auch mit dem Zelt aber dann eben mit Auto.
LG Angie
Vielen dank an Euch zwei für die Antworten
Auf Deine Frage Karin:
Wir habe´n ganz einfach die Vorstellung an einem Punkt loszulaufen und ohne genaues Tagesziel also Kilometer einfach durchs Altmühltal am besten am Wasser lang zu Wandern ganz ohne Hektik.
Und einfach mal nur draußen ohne Auto unterwegs zu sein und nur im Notfall ein Stück evt mit dem Zug oä zurückzulegen.
Das Problem ist halt wirklich, dass ich durch meine Gesundheitliche Verfassung nicht weeiß wie viel ich tragen kann.
Und ich würd halt gern wissen wie man üben und testen kann, wie viel Gewicht ich wie weit tragen kann...
Mein Deuter Rucksack 25 l sitzt wie angegossen und bei mittlerem Gewicht schaffe ich mit pausen 11-12 km
LG Angie
Hallo Angie,
erst einmal herzlich Willkommen bei uns! :-)
Hm, nicht ganz einfach Deine Fragen... Ich will mal versuchen, vielleicht ein paar Anhaltspunkte zu liefern...
Trekken im klassischen Sinne heißt, dass Du eigentlich Alles bei Dir hast, was Du so zum Leben auf Tour brauchst. Also Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Lebensmittel, Schuhe, Kleidung und das auch selbst trägst. Übernachtet wird im Zelt, entweder auf Zeltplätzen oder eben in freier Wildbahn, je nach dem, wie es sich ergibt. Mit einem einfachen Reiserucksack lässt sich so etwas sicher nicht so gut bewältigen wie mit einem gut passenden Trekkingrucksack...
Und dann ist das auch sicher nicht jedermanns Sache, von daher solltet ihr Euch im Vorfeld darüber im Klaren sein, ob es das ist, was ihr in Eurem Urlaub machen wollt. Da Du Asthma hast, weiß ich nicht, ob Zelten so das Wahre ist oder ob Du möglicherweise allergisch reagieren könntest - dann wäre es möglicherweise nicht so toll?
Und sich den ganzen Tag abschleppen ist auch nicht jedermanns Sache...
Was möchtet Ihr denn gerne machen bzw. was erwartet Ihr von einem Wanderurlaub? Es gibt durchaus Möglichkeiten, schöne Wandererlebnisse zu haben, auch ohne dass das gleich zur Mehrtagestour wird. Da gibt es durchaus Möglichkeiten.
Welche Vorstellungen habt Ihr denn? Wenn Ihr die etwas genauer formulieren könnt, wird es sicher leichter, Euch Tipps zu geben.
Liebe Grüße
Karin
P.S.
Lasst Euch von den hier im Forum manchmal geschilderten Mehrtagestouren usw. nicht abschrecken - hier ist für Alle Platz ;)
Hallo
Falls euer Hund etwas größer und robuster ist kann er durchaus seine eigene Verpflegung tragen. Es gibt dafür eigene kleine Rucksäcke im Tierfachhandel. Aber auch hier gilt: Nicht zuviel Gewicht und den Hund an den Rucksack gewöhnen.
Wir Menschen machen es ja auch nicht anders :-)
MfG
Chrisse
hallo angie
wandern ist wahnsinnig schön. mach es. ich habe asthma, ich habe einen hund und ich wandere wirklich gerne.
grade mit asthma schaff dir einen vernünftigen rucksack mit einem guten hüftgurt an. selbst wenn du mit deinem rucksack 10 km schaffst, muss man sich doch nicht unnötig quälen. und es ist eine riesige erleichterung, wenn man das gewicht seines gepäcks mit der hüfte trägt. dann hat man auch nicht das gefühl, dass der rucksack einem nach ein paar stunden die luft nimmt. wenn du normales anstrengungsasthma hast, ist wandern eine gute angelegenheit. wenn es nicht zu sehr bergauf geht, ist es eine ruhige und stetige bewegung, die über ruhige kraft und nicht über schnelligkeit mit atemnot geht. wenn dein partner dir die möglichkeit gibt, das tempo zu setzen, wirst du schwitzen, aber nicht hecheln. wichtig ist, ruhig, gleichmässig und stetig zu laufen.
bei allergischem asthma check deine unverträglichkeiten und such deine tour danach aus, dass du nicht permanent durch allergene läufst. ich habe alle drei asthmaformen und bin allergisch gegen schimmelpilzsporen. ich werde bestimmt nicht freiwillig durch ein herbstliches moor laufen.
dein akutes spray führe nicht in den tiefen deines rucksacks, auch nicht im deckelfach, sondern direkt auf dem körper mit dir. wenn du unsicher bist, nimm ruhig täglich deine zwei euphyllin/uniphyllin (oder wie die von dir auch immer heissen mögen) tabletten, wenn du das nicht sowieso machst. und bitte check diesen tip vorher nochmal mit deinem hausarzt :)
mein hausarzt hat mich vor meiner ersten tour angeschaut, als hätte ich beschlossen, barfuss zum nordpol zu laufen. dabei wollte ich nur 2 wochen passend gekleidet durch die vogesen. mittlerweilen ist er der meinung, dass wandern mit asthma eine ausgezeichnete idee ist.
instruiere auch vorher deinen partner, wie er sich im notfall verhalten soll (wenn du das nicht bereits getan hast). also dass du wärend eines anfalls deine konzentration dafür benötigst, wieder auszuatmen, um dich nicht so voll luft zu pumpen, dass garnichts mehr geht. fragen nach deinem befinden sind nett gemeint, aber zu denken, man muss darauf antworten und hat doch so wenig luft, verschlimmert die situation nur.
dein hund sollte in der zeit auf dosen verzichten können. er wird die wanderung irrsinnig aufregend finden. wenn ihr loslauft, versuche am ersten tag zu verhindern, dass er zu oft hin und her rennt. er geht davon aus, dass er gleich wieder in einem haus ist und teilt sich seine energie nicht ein. die nächsten tage wird er dann nurnoch beim aufbruch hüpfen wollen und schnell genug erschöpft vom vortag sein. natürlich darf und soll er rennen (wenn er nicht jagen mag), aber den unterschied vom gassigehen zur mehrtagestour musst du ausgleichen, sonst kann es dir passieren, dass er sich nach drei tagen stumpf hinlegt und nicht weiter will. mein hund macht sowas zwar nicht (irre aktiv), aber mit einem ungeübten hovawart ist mir das schon passiert. und diese 50 kilo wieder zu motivieren, war nicht so einfach.
im handel gibt es hundefutter mit extra viel kalorien. wenn dein hund also keinen winterspack haben sollte, ist das eine gute anschaffung. kauf ein hochwertiges futter, das wiegt im vergleich zu den inhaltsstoffen und den kalorien weniger, als das futter aus dem supermarkt. royal canin special club he ist ein hochleistungsfutter von guter qualität zu einem echt günstigen preis. ich glaube sogar, es ist das billigste futter dieser art. man kann es über diverse internetshops bestellen. miss seine tägliche ration und pack alle benötigten rationen deiner wanderung ein. wenn dir das zu spartanisch erscheint, ich nehme immer eine tüte mit trockenpansen zusätzlich mit.
zu meiner schande muss ich gestehen, dass ich meinen hund hin und wieder hätte erwürgen können, wenn er gutgelaunt mit einem stöckchen des weges kam und ich schwitzen mit seinem futter auf dem rücken hoffte, dass der berg endlich aufhört. die taschen, in denen hunde auch dinge tragen können sind toll, aber man muss den hund vorher daran gewöhnen und darf nicht viel zuladen, wenn er es nicht kennt (das futter für 5 tage ist zuviel). und man muss permanet darauf achten, dass er sich damit nicht im gestrüpp aufhängt oder sich im bach wälzen mag.
wenn du deinen hund an deinem neuerworbenen hüftgurt anleinst, kann er dich (wenn er noch soviel energie hat) mitziehen. bergauf ist das toll.
neben einem guten rucksack achte auf gute wanderschuhe. das zelt kann ruhig von aldi sein (auch wenn mir die zuviel wiegen), aber die schuhe und deine gute laune sind sehr eng verwoben.
baumwollkleidung trocknet zu langsam für eine mehrtagestour. du wirst schwitzen oder es wird regnen und draussen hast du keine heizung zum drüberlegen. funtionskleidung trocknet schneller und man kann sie mal eben im bach waschen und in der sonne trocknen. bei schönem wetter trocknet kleidung prima über den rucksack geschnallt. bei schlechtem wetter schau nach schutzhütten und bedenke, dass funktionskleidung vom offenen feuer schnell ein loch kriegt.
eine erkältung wegen dauerhaft nasser klamotten wird dein asthma nicht so toll finden. aber nimm bitte nicht viele klamotten zum wechseln mit (du musst sie tragen), sondern wenige, die schnell trocknen. die erkältung kommt auch nicht, weil deine klamotten durchgeschwitzt sind, sondern wenn du pause machst und die nassen klamotten kalt werden. oder wenn du morgens in die nassen und kalten klamotten wieder einsteigen musst. und da erkältung mit asthma immer doof ist, investier mindestens in 2 gute shirts mit kurzem arm und eins mit langem und eine gute hose (die, wo man die beine abtrennen kann sind 2 in einer, sehr praktisch). aber da bin ich schon in nicht asthmaspezifischen bereichen. da gibt es hier jede menge gute tipps von leuten, die wesentlich mehr erfahrung haben ;)
viel spass bei eurer tour,
hedi.
dogtrekking
12.07.2006, 22:41
Hallo !
Wir haben damals so begonnen,...
eine gemütliche Wochenendtour mit nur einer Übernachtung im Zelt. So konnten wir herausfinden was machbar ist und was nicht. Auch Hundi konnte sich so an den ungewohnten Tagesablauf gewöhnen.
Eventuell kann man auf einem Campingplatz übernachten, wenn man es nicht so aufregend will.
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