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Vollständige Version anzeigen : Mongolei Trekking


Helena Kol
31.01.2006, 13:16
Hallo,
wir möchten im Juni eine 3-wöchige Trekkingreise in der Mongolei unternehmen. Kennt jemand eine ca. 6-tägige Bergroute, die nicht allzu weit von Ullan Bator ist? Weiter würde mich interessieren, ob man entlang der "chinesischen Mauer" im Osten der Mongolei wandern kann. In der Karte sind teilweise Sümpfe eingezeichnet, ist die Landschaft begehbar?
Helena

Haribo
31.01.2006, 13:53
Bei 6 Tage Bergtrekking in der Nähe von UB empfehle ich das Khentii Gebirge.

Haribo

Helena Kol
01.02.2006, 15:41
Hallo Haribo,
danke für deine nachricht. Hast du Karten oder Wegskizzen oder Adresse an Kartenmaterial?
Helena

AndreasW
01.02.2006, 16:21
Hallo Helena,

vielleicht findest du hier, was du suchst:
http://mapy.mk.cvut.cz/icons/folder.gif Mongolsko-Mongolia/ (http://mapy.mk.cvut.cz/data/Mongolsko-Mongolia/)
AndreasW

Haribo
01.02.2006, 20:17
Die im link von Andreas angeführten Karten betreffen fast alle die Aimags der Westmongolei (Altaigebirge) und sind 1500 km von UB entfernt und auch nicht so einfach zu erreichen (Ich denk dabei auch an den angegebenen Zeitraum). Der Altai wär für eine Bergwanderung natürlich sehr zu empfehlen.
Der Gobi Gurvan Saikhan Nationalpark ist im Südwesten der Mongolei und auch sehr mühselig erreichbar.
Der Bayan Khongor Aimag ist für meinen Geschmack (!) nicht sehr geeignet.
Der Khovsgol Aimag ist kein typisches Gebiet zum Bergwandern, jedoch umgeben Berge ein Tiefbassin sowie den Khovsgol See.

Das Khentii Gebirge beginnt im Tuw Aimag (Zentralaimag), welches UB umschliesst und setzt sich nordöstlich fort bis ins Khentii Aimag. Dieses Gebirge spielt eine grosse historische Rolle da dort Tschingis Khaan geboren und ev. auch begraben wurde. Viele Stätten sind heilig (respektieren!).
Als Landkarten empfehle ich die russischen Militärkarten (etwa bei www.daerr.de (http://www.daerr.de/)). Zumindest in 1:500.000 sollten sie vorrätig sein (Blätter L49a, M48g, M49w). Für detailliertere Karten müsste man anfragen.

Ich schick ein privates e-mail (Service).

Haribo

Helena Kol
02.02.2006, 09:05
danke euch beiden, da werde ich schon was rausfinden
Helena

wanderfalke
04.02.2006, 13:37
Hallo Helena,

ich will auch im Sommer im Khentii wandern. Als Karten habe ich mir die genannten Blätter bei Därr bestellt. Darüber hinaus gibt es auch noch ein ganz informatives Büchlein über die Gegend: Gorkhi-Terelj Nationalpark and Khan Khentee Strictly Protected Area.
Du kannst es hier bestellen: www.eco-nature-edition.de
Die würden dir auch einen Trek organisieren falls du nicht selbständig unterwegs sein willst.
Ich dachte die Große Mauer läge in China?
Wo willst du denn noch hin in der Mongolei?

Viele Grüße

Gerald

Helena Kol
21.02.2006, 17:36
Hallo Gerald,
die chinesische Mauer liegt schon in China, aber auch in der Ostmongolei. Habe bis jetzt keine Infos gefunden, wie weit sie in der Landschaft sichtbar ist und ob man enlang gehen kann, auf der Karte sind Niederungen und Sümpfe eingezeichnet.
Sonst zeiht es mich eher in die Berge, westlich von Karakorum solls gut möglich sein, es gibt dort auch heiße Quellen (ideale Zeltplätze, aber ob ich die finde?).
Wer war schon auf eigene Faust dort und weis mehr?
Helena

Haribo
21.02.2006, 21:20
Die chinesische Mauer war ein Konglomerat an Festungsanlagen verbunden mit Mauern oder Wällen verschiedenster Qualität und Alters und ist nicht als durchgehend vorzustellen. Oft verlaufen Teilabschnitte auch parallel da sie in unterschiedlichen Zeitabschnitten errichtet wurden sowie Teile immer wieder verschüttet oder/und zerstört wurden. Grundsätzlich gilt: je weiter westlich und Beijing ferner, umso schlechter und durchlässiger als Schutz. Die Mauer wurde ja nicht erst gegen die Mongolen, sondern Teile auch schon vorher zum Schutz gegen frühere berittene Nomadenstämme erbaut. Wälle reichen z.T. bis Ostturkestan und ich kenne auch in der Westmongolei einige Wälle, die vermutlich zur Abwehr gegen die Oiraten (Zungaren) im 17. Jhdt. errichtet wurden. Diese sind so verfallen, dass sie fast nicht auffallen.

An der Ostgrenze war ich zwar noch nie, doch sind sumpfige Gebiete in der Mongolei immer begrenzt und lokal zu umschreiten, sollte kein Problem sein.

Du meinst das Khangai Gebirge westlich von Karakorum. Karakorum ist sehr gut erreichbar (ausgebaute Strasse!) und daher beliebtes Ziel von ausländischen sowie mongolischen Touristen. Etliche unternehmen daher noch einen weiteren Abstecher Richtung Westen (Aimaghauptstadt Zezerleg) und weiter in die östlichen Ausläufer des Khangai. Es gibt dort erloschene Vulkane und auch bei Fischern beliebte Seen, heisse Quellen gibt´s auch. Vielleicht meinst du ja den Ort Shargaljuut im Bayankhongor Aimag, wo seit langem ein Sanatorium (heisse Quellen) existiert. Shargaljuut ist von Karakorum etwa 80 km SWW entfernt.

Helena Kol
23.02.2006, 13:47
Danke Haribo. In dem Khangai Gebirge soll es in der Natur heiße Quellen geben, nicht mit Sanatorium. Habe irgendwo einen Bericht gelesen, allerdings nicht mit der genauen Ortsangabe. In der Ostmongolei scheint niemand gewesen zu sein, ob es dort gar nichts interessantes gibt?
Helena

Haribo
23.02.2006, 14:03
Hallo Helena,

Ja, vielleicht etwas schlecht ausgedrückt. Es gibt in der Natur einige heisse Quellen (ohne GPS Daten). Das Sanatorium ist halt für Mongolen sehr „berühmt“.
Das nicht viele in die Ostmongolei vor allem an die Grenze reisen, hat schon einige Gründe. Erstens ist es enorm zeitaufwändig und ganz an der Grenze gibt es, wie es scheint - ohne jedoch selbst dort gewesen zu sein - nicht so etwas besonderes. Interessant ist es für Historiker und Nostalkiker, da dort die gewonnene Schlacht am Khalkhin gol (Fluss) gegen die Japaner stattfand. Mongolische, russische und japanische Mitglieder von Veteranenverbänden reisen regelmässig dorthin.

Harald

wanderfalke
26.11.2006, 10:19
Hallo Helena,

wie war es in der Mongolei, und in welcher Gegend warst du?

Viele Grüße

Gerald

Helena Kol
20.12.2006, 19:12
statt in die Mongolei bin ich im Sommer unters Messer gewandert, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

ricckli
08.01.2007, 16:33
Hallo Ihr,
ich war diesen Sommer 9 Wochen in der Mongolei unterwegs.
Heiße Quellen gibt es im Khangai das ist richtig, nur braucht ihr einen guten Fahrer/Führer.
Ich bin aber insg. mehr im westen unterwegs gewesen: khuvsgul, Mörön, Tsetserleg, OrkhonTal, Karakorum zu Fuß, allein
Falls Ihr/Du Fragen habt: einfach mal ne pm.
ich habe auch ne CD mit Mongolei 1:500.000 (was für manche Gebiete das beste ist, was du bekommst) rund um UB und für den Khentii nationalpark gibts aber bessere Karten.
BG Riccardo

mathes
25.02.2007, 16:02
Hallo Ricckli,
ich will dieses Jahr auch in die Mongolei. Hattest du einen Kocher dabei? Und wenn ja, was für einen? Bekommt man in Ulan Bator Schraubkatuschen für Gaskocher? Spiritus? ...oder kommt man mit offenem Feuer durch?

Wo hast du denn die Karten-CD her? Wäre sehr an so einer interessiert. Bekommt man Karten auch in der Mongolei oder sind die da alle auf in kyrillischer Schrift?

Wäre klasse, wenn du mir ein paar tips geben könntest.

Viele Grüße

mathes.

ricckli
25.02.2007, 17:25
Hallo Mathes,
ich bediente miich mit einem primus omnifuel, da der selbst die gefürchtete 60oktan-pisse (sorry aber das ist echt schlechter Sprit) frisst!
was spiritus und Gaskartuischen angeht, könntest du dich sicherlich in UB noch versorgen (falls du nur in den khentii oder sow illst ok...) aber ansonsten würde ich dir auch für die Zukunft empfehlen einen ordentlichen Spritkocher zu besorgen. dem multifuel kann ich auch empfehlen...
die karten kann ich dir als cd zukommen lassen (einfach mal ne email an riccardo.klinger"at"googlemail.C-O-M
du bekommst ebenfalls in UB noch Karten, aber die sind (meißt) in kyrillischer Schrift. Dennoch muss amn sagen das die westlichen Produkte zunehmen, es also auch ion Zukunft immer bessere Sachen n lateinischer Schrift geben wird....
Achso zum thgema kochen.... wo willst du genau hin? offenes Feuer wirst du nur selten machen können, ausser du bist immer im Gebirge unterwegs, denn in der Steppe gibt es immer wenig Holz und es wird auch von den Nomaden gebraucht! zum anderen könntest du natürlich auch mit Dung in einem Klappofen kochen, aber das stinkt ganz schön komisch und das Essen schmeckzt dann auch anders!
überlegs dir einfach!
sehr empfehlenswwert ist auch googleearth: damit habe ich meinen kompletten Trip geplant und die Daten für das GPS runtergezogen! Die Quickbirdaufnahemn bieten dort schon Auflösungen von 1m,.,,,
Viel Erfolg, ich höre von dir und frag ruhig alles was du wissen willst...

mathes
27.02.2007, 19:56
Hallo Ricckli,

danke für die schnelle Antwort! Ich weiß noch nicht genau, wo ich mich in der Mongolei rumtreiben werde. Bin dort 5 Monate und habe noch keine genauen Pläne. Hast du nen guten Tip für ne ca. 3-wöchige Tour?
Warst du auch zu Fuß unterwegs? Oder geht in der Mongolei tatsächlich alles nur per Pferd/ Auto?
Weißt du zufällig, was für Kocher man in Ulan Bator kaufen kann?
Und wo kriege ich wohl raus, wie gängig Spiritus in der mongolischen Steppe ist?

Hattest du mal Probleme mit diesen Hütehunden, die auf die Gers aufpassen sollen?
Und wie lief´s bei der mit der Verständigung?

Wegen der CD schicke ich dir ne persönliche Mail.

Viele Grüße erstmal.

Mathes.

wanderfalke
27.02.2007, 20:36
Hallo,

alle Arten von Outdoorausrüstung, auch Kartuschen findet ihr hier http://www.mongoleiaktiv.de/files_g/ausruestungslisten.htm

der Laden ist recht gut sortiert, und man kann auch von Deutschland aus per mail mit den Leuten kommunizieren, und sich z.B Kartuschen reservieren lassen :)
Ich war letzten September im Khenti Gebirge unterwegs. Bilder davon habe ich in die Galerie gestellt. Vor allem landschaftlich sehr eindrucksvoll !
Wenn du nur eine Tour machst, auf der du Kartuschen mitnehmen kannst, ist m.E ein Gaskocher was das Gewicht, inclusive Brennstoff angeht, eine gute Wahl. Für 16 Trekkingtage habe ich dort nur 1,5 250 g Kartuschen gebraucht. (Gefriergetrocknete Mahlzeiten).
Ricckli, warst du auf Pisten unterwegs oder Pferdespuren etc. folgend querfeldein?
Klassische Wanderwege gibt es in der Mongolei zwar nicht, dennoch kann man in manchen Gegenden durchaus zu Fuß unterwegs sein.

Viele Grüße

Gerald

ricckli
27.02.2007, 21:29
also Leute ich bin zu Fuß von Khatgal am Khuvsgul nach Kharkhorin gelaufen (ca. 900km).
meisetns waren das Wege/Pisten!
Wanderwege gibt es nur für Touris, denn die mongolen nehmen selbst für 50m das Pferd...
3 Wochen mit Ruhe und genießen:
bis mörön fliegen, dann nach khatgal mit dem Minibuss. um den Khuvsgul mit dem Pferd oder vielleicht nur nach NW zu den Tuva mit dem Pferd. ANgebote dafür bekommst du in ganz Khatgal!
und dann könnte ich dir einen schönen GPS Log mitgeben für einen angenehme Wanderung zurück nach Mörön ab Khatgal (ca. 150km) in 5Tagen gut zu schaffen!
Wie schaffst du es 5 Monate in der Mongolei zu bleiben... betreff Visa....
Mal eine Frage: wieso schwört ihr alle auf diesen Spiritus? hängt ihr so an dem Trangia? SPrit ist preioswert, überall zu haben und reicht lang!
ja, die Hunde sind manchmal stressig, aber ich war mit Stöcken unterwegs und habe damitz immer wie wild rumgefuchtelt. wenn sie bellen ist das ein gujtes Zeichen, wenn sie nur rennen solltest du auch rennen ;-)
im Sommer solltets du in den Morgenstunden vor allem wegenn der SChlangen aufpassen, mich hat eine fast gebissen.
so was noch, ach eigentlich viel...
kauf dir wenn dann einen kocher hier in Deutschlanfd, da kommste billiger!
spiritus kannst du in der Steppe abschreiben!
Verständigung... ich war nicht so erpicht darauf mit menschen zu reden und wenn dann halt mit händen und füßen, ist aber bei mongolen schwierig, da sie nicht so mit Händen und Füßen und Bildern umgehen.... schon Schrift ist schwierig!
soll ich zu den Karten einfach den Log vom GPS einfach beilegen?
LG Riccardo

Haribo
28.02.2007, 11:39
Hallo Mathes,

Im Grunde geht es in der Mongolei mit jedem Verkehrsmittel. Mit dem Fahrzeug kann es über längere Zeit ziemlich teuer werden. Zu Fuss würde ich es dir in einigen Gegenden der Mongolei nicht raten. In diesen kann es extrem heiss und trocken werden oder/und extremster Mückenangriff steht bevor. Nicht umsonst ziehen die Hirten im Sommer auf die Hochweiden (wo es diese gibt).

Hier eine online Seite mit einem in UB erhältlichen Brenner samt Gaskartusche.
http://www.geocities.com/thomaspsant/mong_stove.html (http://www.geocities.com/thomaspsant/mong_stove.html)
Ausserhalb Ulaanbaatars ist nichts erhältlich. Ich empfehle einen Brenner dort zu kaufen und am Ende der Reise unten zu lassen.
Ich selbst würde es einfach wie die Mongolen praktizieren. Getrockneten Dung sammeln und als Brennmaterial verwenden. In den spärlichen Gegenden mit Baumbestand sollte man sehr vorsichtig sein, da es in den oft trockenen Sommern leicht zu Bränden kommen kann.

Betreffend Hunde in der Mongolei allgemein:
Diese sind oft ziemlich wild, weil entweder Hirtenhunde (gleichzeitig auch Wachhunde gegen Fremde und Wölfe) oder verwilderte Hunde (Diese hauptsächlich in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Dort vermehren sich diese schon so sehr, dass man sie schon abschiesst.). Die paar Schosshunde kann man dem Geldadel zuordnen.

Grundsätzlich sollte man Hunde in der Mongolei überhaupt nicht berühren. Fremde Hunde hält man am besten auf Distanz durch Wurf mittels Steinen in deren Richtung. Dies tun auch die Einheimischen und funktioniert. Kommt man zu einer Jurte wo es Hunde gibt, steigt man nicht vom Pferd und geht direkt hin, sondern ruft von weitem „Bindet den Hund an“ („Nochoi Chor“ - Nochoi schnell gesprochen, Chor ohne Betonung auf das „r“, also nicht rollen.), worauf jemand kommt und den Hund entweder festhält oder anbindet. Wenn man von den Hundeeigentümern gesehen wird und sie halten die Hunde nicht, dann sind diese harmlos und man kann sich nähern. Wenn man mit dem Auto anfährt, dann schreit man eben durch das offene Fenster. Ist man mit dem Pferd unterwegs, wird man manchmal von Hunden verfolgt, wenn man durch deren „Einzugsgebiet“ durchreitet. Einfach „cool“ bleiben, hat man ein Seil, Peitsche oder Stock in der Hand, leicht in die Richtung des Hundes schlagen und das erledigt sich dann. Die Hunde sind ja nicht bösartig sondern kümmern sich lediglich um ihr Revier. Als Ausländer riecht man ja auch nicht unbedingt nach Tier oder nach Fett, wie die Einheimischen in ihren Jurten.
Sollte am Land mal ein wildfremder verwildeter Hund auftauchen der Unruhe bringt und trotz Steinewerfens nicht verschwindet, sondern immer wieder kommt, dann wird auch schon mal in die Richtung Richtung des Hundes geschossen. Das ist äusserst selten doch habe ich das schon erlebt, der Hund taucht dann garantiert nicht mehr auf.

Ich möchte mich der Frage nach dem Visum über 5 Monate anschliessen. Ein 3monatiges Visum ist als Tourist noch zu bekommen. Doch für 5 Monate muss man schon einen anderen Aufenthaltsgrund haben.

Solltest du in den Altai reisen wollen dann gib Bescheid. Da kann ich möglicherweise helfen.

Haribo

lindenblatt
03.03.2007, 11:08
Hallo zusammen,

ich fahre im kommenden Sommer für 4 Wochen in die Mongolei und suche noch ein Wandergebiet was gut zu erreichen ist. Ihr empfehlt das Khan Khentee - Gebirge. Was bedeutet denn genau " Khan Khentee Strictly Protected Area" in der Praxis? Wie streng sind die Naturschutzbestimmungen und worin bestehen sie? Ist es erlaubt dort sein Zelt aufzuschlagen?

Über weitere Infos zu dem Gebiet (was sollte man sich ansehen, empfohlene Routen) würde ich mich freuen.

Schöne Grüße

Winni