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Vollständige Version anzeigen : Das "ideale" Trekking-Stativ


Pater Noster
29.12.2005, 13:55
Liebe Unterwegsfotografierende,

welches Stativ nehmt ihr denn auf eure Fototouren mit?

Es soll ja sehr leicht sein und gleichzeitig aber auch sehr stabil (so ein Windstoß kann schon mal die mit einem Teleobjektiv bestückte Kamera umsschmeißen) und nicht zuletzt preisgünstig sein.

Bisher habe ich entweder mein riesiges und sehr gutes Cullmann-Stativ (2903) dabei oder ein relativ leichtes, dafür aber einfach zu handhabendes (geht wie so eine Autoantenne auszuziehen) Cullmann (50011) dabei, welches allerdings relativ unstabil steht.

Ein paar Hinweise von erfahrenen Reisefotografierenden fände ich interessant.

Servus, Pater Noster (Uli)

AndreasW
30.12.2005, 16:42
Hallo Uli,

hmmm.... leicht, stabil und noch dazu preiswert ist leider kaum möglich! Ein gutes Stativ ist aber eine Anschaffung fürs Leben!

Vor knapp 10 Jahren habe ich mir eines der ersten GITZO "Mountaineer Carbon" Stative geleistet und hoffe, daß ich nie wieder ein neues brauche!
Mittlerweile gibt es diese auch von anderen Herstellern, wie Manfrotto etc. Eine gute Übersicht findest du hier (http://www.gitzo.de/)

Mit Stativkopf sind das aber immer noch runde 2kg zum Schleppen! Aber als stabiles Stativ für Teleaufnahmen ab 200mm eigentlich noch zu leicht!
Um das Stativ "schwerer" zu bekommen, habe ich zusätzlich noch eine Zeltschnur mit Spanner und einen kurzen, stabilen Gummispannriemen dabei. Die Zeltschnur befestige ich am Haken der Mittelsäule und stelle die Länge mittels des Spanners nur so lang ein, daß ich in die Schlaufe am unteren Ende noch die beiden Haken des Gummispannriemens einhängen kann. Der Gummispannriemen dient dann als Fußschlaufe! - Mit einen Fuß reintreten und das ganze unter Zug setzen, macht das Stativ um 2kg "schwerer"! - Dann wackelt nichts mehr!!!

Gruß
AndreasW

_Matthias_
30.12.2005, 17:56
Hallo Uli,

die Frage habe ich mir auch lange gestellt, zusätzlich sollte es auch noch kleines Packmaß haben um in meinen Tages-Rucksack reinzupassen.

Zu Weihnachten habe ich mir dann das Velbon Ultra Luxi SF schenken lassen. :cool:
Das wiegt inkl. mitgeliefertem Kugelkopf (der auswechselbar ist) ca. 1kg, läßt sich auf ca. 35cm einschrumpfen und ist ausgezugen ca. 120cm hoch. Die Mittelsäule ist teilbar, d.h. man kann noch die hälfte davon daheim lassen, da man die sowieso nicht ausziehen sollte. Die Beine haben eine Interesante Verriegelung und können mit einer Hand bedient werden und sind ruck-zuck ausgezogen und wieder zusammen gemacht. Im Wohnzimmer macht es einen guten stabilen Eindruck im Einsatz hatte ich es noch nicht.
Und das ganze ist schon für um die 80 EUR zu haben (mit Tragetasche) und soll nach Herstellerangaben bis zu 3kg an Ausrüstung tragen können.

Matthias

doro
31.12.2005, 14:58
Hi,

Ich fahre mit meinem Einbeinstativ recht gut. Nebenbei dient es mir auch als Stock.

Doro

Andreas
01.01.2006, 17:32
Leicht und stabil?

Naja, was heisst stabil? Ich hatte immer so ein ultralight noname, das mir im Oktober in Nepal im wahrsten Sinne des Wortes eingegangen ist.

Kaufte in Kathmandu ein neues Leichtstativ chinesischer Produktion:
mit Hülle: 512 g
640

ohne Hülle: 496 g
641

ausgefahren:
642

Ist sicher nichts Besonderes, aber es ist leicht, schnell auszubauen, in Quer- und Hochformat zu verwenden, und ich bin zufrieden!

Was ich nicht ganz verstehe, warum soll ein Stativ schwer sein, um nicht zu verwackeln? Ich habe damit 270 mm Bilder geschossen, die wunderbar scharf geworden sind. Wen das Stativ einmal aufgebaut worden ist, und nebenbei nicht gerade Schwerverkehr herrschst, kann ich nicht sehen, warum es 'schwer' sein muss, um verwacklungsfreie Bilder zu machen. Bei wenig Licht, abends und unter Bäumen nehme ich zusätzlich noch meinen Drahtauslöser (ultralight :D )...

Andreas

shakey
02.01.2006, 13:31
Interessantes Thema,
darauf gibt es glaub ich keine Antwort. Das ideale Trekkingstativ ist bisher genauso unauffindbar:-/ wie der ideale Trekking- Fotorucksack. Ich suche und suche.

Gitzostative kommen der Ideallösung aber sehr nahe, wenngleich sie eher schwer und vor allem sehr teuer sind. Das Mountaineer Sport Serie 1
von Gitzo möcht ich gern haben, der Weihnachtsmann kommt ja noch dieses Jahr

Ich benutze (beim Trekking) ein normales "Hama Gamma 72" oder ein Einbeinstativ.
Das Hama hat glaube ich unter 50 Euro gekostet und steht "relativ"
stabil mit meinem Canon USM 70-200 4,0 Objektiv und der Eos 33.
Bei Landschaftsaufnahmen einfach den Selbstauslöser benutzen.:)
(ohne Draht)
So kommt man dann doch zu ganz guten Resultaten, auch bei Velvia ISO 50.

hosentreger
03.01.2006, 21:23
Ich habe mal was von einem "Seilstativ" gelesen: Reepschnur von ca. 2 m Länge, am unteren Ende eine Schlinge, in die man den Fuß setzt, das obere Ende an einer Schraube befestigen, die in das Kamarastativgewindeloch passt (gibt's irgendwo mit Ring bzw. Öse), Länge auf sich einstellen, Fuß in die Schlinge, Kamera nach oben ziehen, bis das Seil straff gespannt ist, dann auslösen. Soll - in Grenzen - ganz gut gehen, ist saubillig, sauleicht und zum Wandern eigentlich ideal.

Ich hab's aber noch nicht ausprobiert!

Viel Glück
wünscht der hosentreger

nana z.
04.01.2006, 10:49
ich benutze nur in der natur oder so vorhandene stative, d.h. steine und so. allerdings hab ich sowieso kein tele und steh auch nicht ganz so auf solche bilder und so brauch ich theoretisch keines. ein bekannter hat mir mal zu einem erbsensaeckchen geraten fuer die steine und die bessere ausbalancierung. die idee fand ich ganz gut - bin aber noch nicht zur praktischen erprobung gekommen, weil ich ja sowieso seltenst eines braeuchte.

auf meiner jetzigen reise (indien querbeet) stelle ich gerade mal wieder fest, wie oft eigentlich doch mauern etc. bereit stehen um als stativ zu dienen.

Milarepa
04.01.2006, 11:20
Hallo,

beim Stativ kommt es wohl sehr darauf an, welchen Anspruch man hat, sprich, mit welchen Brennweiten man was für Bilder machen will etc. und wie kritisch man nachher beim Beurteilen des Resultates ist.

Ich habe mal eine Weile bei d-r-f (de.rec.fotografie: http://www.drffaq.de/ - übrigens eine sehr gute Informationsquelle für alles was mit Fotografie zu tun hat) im Usenet mitgelesen. Dort wirt allenthalben von günstigeren Lösungen abgeraten (wie z.B. Cullmann oder Hama). Manche treiben es dort aber auch auf die Spitze und messen die Vibrationen durch den Spiegelschlag bei SLRs für verschiedene Stative mit hochempfindlichen Instrumenten :-) um das letzte Quentchen herauszuholen. Will man wirklich gute Fotos machen mus man aber auch einen gewissen Aufwand treiben.....

Allgemeine Empfehlungen waren aber immer die Gitzos, Manfrottos und ein besonderer Tipp, der Monostat (ein sehr durchdachtes und gutes Einbein).

Ich selbst habe das Manfrotto 190B mit einem Kugekopf von FLM und bin damit sehr zufrieden. Das ganze wiegt aber auch über 2 kg! :-(

Das ist schon hart am Limit für eine Trekkingtour...

Gruss,

Olaf

Harp Booth
04.01.2006, 16:41
Da neben den Profilösungen auch verschiedene Low-Tec Lösungen diskutiert wurden, möchte ich dann doch noch meine zum Besten geben...

Ich habe mir im Fotoladen eine Stativschráube nals ersatzteil besorgt, die in meine Digicam passt.

Um die Verschraubung in der kamera etwas variabler zu machen, wird ans Ende der Schraubengänge eine Gummidichtscheibe aus dem Baumarkt (die für Wasserhähene innen mit Loch in der mitte geschraubt: Kosten 0,10 €, durchmesser ca. 15 mm Dicke ca. 4-5 mm)

Hierdurch kann man die kamera auf dem "spätern Staiv" verdrehen ohne dass Sie sich lockert.

In die Schraube wird in den Rändelkopf von oben noch mit einem 8mm Bohrer ein loch ein paar mm weit abgesenkt und schließlich mit 2-K-Kleber eine M8 Schraube draufgeklebt (vorher anrauhen und entfetten!")

Das ganze wiegt jetzt keine 10 g, kostet keine 5 Euro, passt in jede Hosentasche und lässt sich auf die obere Schraube meiner 3 teiligen Trekkingstöcke aufschrauben, wenn ich das obere Stocksegment abnehme. Und die hab ich eh auf jeder Tour dabei.

Ist zwar alles andere als professionell, wenig windstabil und nur für leichte Kameras geeignet aber in den meisten Fällen liefert es passable Resultate z.B. bei Aufnahmen mit Selbstauslöser oder bei Aufnahmen ohne Blitz, die sonst verwackeln würden.

Sollte jemand jetzt nicht wissen, wass ich da gebastelt habe, muss ich auf Wunsch mal ein Foto davon machen....

Gruss Harald

Edoran
30.01.2006, 22:48
Hallo,

jetzt muß ich auch noch etwas schreiben. Angeregt vom Beitrag meines Vorschreibers HARP BOOTH ist mir folgender Verbesserungsvorschlag eingefallen:

Anstatt die Gehilfe für jeden Fotoeinsatz zu zerlegen, einfach die Kamarabefestigung oben am Griffende anbringen. Ich habe ein kleines Fotostative von Coolmen mit Schnellverschluß, dessen Kopf mit der Mechanik man abschrauben kann. Weil die Kunstkorkgriffe meiner Läky Wanderstöcke wohl nicht zerstörungsfrei runtergehen, habe ich vor, denn Träger auf die Stöcke aufzukleben und zusätzlich mit kleinen Schrauben zu stabilisieren. Oberhalb der Armbänder ist etwas Luft für eine Mutter.

Vorteil der ganzen Mühe: Die 400g Spezialaluminium bekommen eine zweite sinnvolle Verwendung und mit dem Bajonettverschluß sitzt die Kamara in zwei Sekunden auf einem stabilen Einbein. Na, ist das nicht inovativ?

Jetzt meine Frage, welcher Kleber eignet sich für das Verbinden von Polyamid mit Kunstkork, was wohl eine Art Hart-PVC ist. Der Kleber sollte etwas elatisch bleiben und auch gute Fülleigenschaften haben. Bin für zeitnahe Tipps dankbar?

Grüße
Wolfgang :-)

Teletubby
01.02.2006, 12:38
Ich weiss nicht ob das geht aber ich habe hier einen Industriekleber den ich dir zuschicken könnte der ist auf Epoxy Basis und hat bisher alles gehalten was ich von ihm wollte zuletzt die Polster meiner Knieorthese wenn du ein Briefchen willst gib mir grad deine Adresse per PM das Zeug nennt sich DELO DUOPX 01 rapid
gruß Sebastian

Harp Booth
01.02.2006, 17:36
Ich bin mir nicht sicher, ob es sich bei den Korkgriffen um Hart PVC handelt. Ich denke eher, dass es natürliches Korkmehl mit einem TPE=Thermoplastischen Elastomer ist.

EPP Kleber dürfte sicherlich sowohl auf natürlichem Kork als auch auf Metall gut haften, wenn man vorher ordentlich entfettet und eine angerauhte Oberfläche hat (insbesondere das Metall)

Zum Entfetten nehme ich immer Bremsenreiniger vom Motorrad.

Habe jedoch etwas Bedenken, bezüglich der Bruchdehneung des Epoxi Klebers. Laienhaft ausgedrückt: Epoxy könnte je nach Type zu Spröde sein um den möglcihen Dehnngen des Grundmaterials zu folgen (Hier der Kunstkork) und abplatzen.

Wenn Du Deine Materialien genau identifiziert hast schau mal unter ...

http://www.henkel.de/int_henkel/adhesives_de/index.cfm

Hier findest Du Tips zur Kleberauswahl.

Bei meiner weiter oben beschriebenen Lösung habe ich zum Verkleben der Mutter mit der Stativschraube auch ein 2K Epoxy System benutzt. Hier erhöht sich die Endfestigkeit der Verbindung durch Erhitzen im Backofen (ca. 130 °C problemlos möglich). Die Wärme fördert die Vernetzung des Epoxy Harzes zu einem Duroplastischen Kunststoff (oder wieder laienhaft ausgedrückt: die im flüssigen Kleber vorhandenen Polymerketten, verbinden sich untereinander an mehr Stellen, wenn es beim Prozess warm ist)

Viel Spass beim basteln

Harald

Edoran
01.02.2006, 19:33
Hallo!

Vielen Dank Teletubby und Harp Booth für die Antworten und Tipps :).

Ich konnte aber nicht warten und bin gestern in den Baumarkt gefahren. Der Verkäufer
gab mir den Tipp es mit der Heißklebepistole zu versuchen. Nach zwei erfolgreichen Probeklebungen mit zähelastischen Klebepatronen zeigte sich diese Methode als brauchbar.
Beide Teile habe ich dann damit satt verklebt und zusätzlich noch zwei geeignete Holzschrauben zur Erhöhzng der Stabilität reingedreht. Das ganze ist so stabil, daß selbst eine mittelschwere Digitalkamara fest auf dem Stock sitzt.

Für den, der das nachbauen will habe ich zwei Fotos beigetan. Den Spannknopf habe ich nach vorne gesetzt, so stört er nicht beim Wandern. Der Schnellverschluß und die Füße müßte es als Ersatzteil im Fachhandel geben, evtl. mal auf den Flohmarkt oder in Ibäj schauen.

Grüße
Wolfgang

Pater Noster
27.06.2008, 14:17
Schönen Lesetag daheim wünsche ich erstmal. Inzwischen sind schon ein paar Tage seit meiner Frage nach dem idealen Stativ vergangen. Auch habe ich meine bisherigen Cullmann-Stative längst verkauft (das große und auch das vielseitige kleine Reisestativ). Angeschafft habe ich mir für knapp 64,00 Euro das "VELBON Max i 347 GB". Auf mehreren Touren (Tibet, Island, Bretagne) hatte ich es nun schon im Einsatz und bin sehr angetan. Freilich gibt es stabilere Teile - die sind mir aber ehrlich gesagt zu schwer. Für Patagonien muss ich mir sicher etwas überlegen, denn da soll der Wind so extrem sein, dass man schon ein wirklich gewichtiges Teil benötigt. Vielleicht kann ich mir dann mit einem Beschwerungssack behelfen, welche ich dann an den praktischen Haken bei meinem Leichtstativ hänge.
http://www.24traders.net/oxid.php/sid/11d72d91200cef882f900489bcf34efa/cl/details/cnid/fa0432415e29e8e36.06630914/anid/7934325fcdaeddbb6.49352389/Velbon-MAXi-347GB/
Jedenfalls kann ich das kleine und leichte und dennoch sehr gut zu handhabende Stativ von Velbon empfehlen. Vierteiliger Schnellauszug mit Kipphebeln, gute Bodenstabilität durch Gummifüße oder herausdrehbare Metallstifte, Horizontalkurbel mit Feststeller, verzahnte Mittelsäule, Schnellspannplatte, Vertikal-Drehhebel, Neigungsdrehgriff mit Feststellung und die Rucksackfreundliche Verpackungslänge von 43 cm und einer Arbeitshöhe von bis zu 1,58 m sind die Merkmale. Ich finde, für die "normale" Reisefotografie reicht das vollkommen. Manfrotto mag besser sein, aber die Schlepperei will ich persönlich mir halt nicht antun. Hier ein Informationslink:
http://www.24traders.net/oxid.php/sid/11d72d91200cef882f900489bcf34efa/cl/details/cnid/fa0432415e29e8e36.06630914/anid/7934325fcdaeddbb6.49352389/Velbon-MAXi-347GB/

Donatus
08.07.2008, 23:17
Hi, ich bin der Neue!

überlege auch, ob ich ein Stativ in den Trekking-Urlaub nach Schottland mitnehme. Da habe ich jetzt bei Globetrotter was entdeckt:http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=tw_36803&k_id=&hot=0

das Teil nennt sich "Joby Gorillapod SLR Zoom und soll für Kameras bis 3kg geeignet sein, wiegt aber nur 241 Gramm. Kostet 64,95 € . Hat da schon jemand Erfahrung mit gesammelt? Es gibt das Teil auch noch in anderen Ausführungen für kleinere Kameras...

Gruß, Donatus

shakey
23.07.2008, 19:31
Hallo Donatus,

zunächst einmal ist der Globetrotter-Preis VIEL zu teuer.
Das Gorillapod SLR- Zoom bekommt man auch für
etwa 40€ bei seriösen Händlern.

Ich finde die Idee, die dahinter steckt einfach klasse,
ohne ein solches Stativ jemals in der Hand gehalten zu
haben.

Es soll allerdings recht schnell verschleißen und
nicht allzu stabil sein, wie man hört.
Mehr als 2 kg sollte man da nicht draufsatteln.

Wenn du schwere Objektive/Kameras hast,
würde ich Dir eher zu sowas raten:
http://www.jcniemeyer.de/2006/06/03/the-pod-beanbag-mit-stativgewinde/

Mehr kann ich dazu leider nicht sagen...

Gruß,
Shakey

alxphoto
18.08.2008, 02:54
Leider gibt es das ideale Trekking Stativ nicht. Was Du mitnimmst ist immer ein Kompromiss aus photographischem Anspruch (Schwingungsdämpfung, Windstabilität, usw.) einerseits, und andererseits Packmass, Gewicht und Preis (so mancher hier würde sich wundern, wenn er wüsste was man für wirklich gute Stative ausgeben kann/muss).

Ist halt die Frage wozu es gut ist. Wenn man nur mal nen Stativ braucht, weil die Hand sonst zu sehr zittert, oder um nen Gruppenphoto mit Timer zu machen, da reicht dann sicher nen leichtes billiges Stativ, was man zur Not mit dem Gepäck beschwert. Geht es hingegen auch um Langzeitbelichtungen im Sekundenbereich oder gar mehr, um Mehrfachbelichtungen, um Panoramaaufnahmen mit Vordergrundkomponenten für die man einen Nodalpunktkopf braucht, und wenn man eine schwere Kamera mit schwerem Objektiv verwendet, dann wird es zwangsläufig teuer und schwer.

Meiner Meinung nach braucht man für ersteren Fall, wo es auch ein leichtes Stativ tut, eigentlich gar kein Stativ (wie schon erwähnt, in der Regel gibt es Steine, etc ...). Für den zweiten Fall muss man halt schonmal ein paar kg mit sich herumtragen.

Oliver Rieboldt
26.08.2008, 13:16
So, nun gebe auch ich meinen Senf dazu:

1. Die Gorilla-Pod Lösung ist sicherlich eine der raffiniertesten und klingt prima. Sie hat aber auch ganz klar ihre Grenzen.
2. Beanbag ist ähnlich gut wie Gorilla, nur dass sich der nicht an einem Ast o.ä. festklammern lässt.
3. Ein befreundeter, sehr ambitionierter Fotograf sagt, er wäre mit dem Cullmann Magic 2 äusserst zufrieden.
http://www.cullmann-foto.de/html/products/stative/einbein/2722.htm

Ich habe ein Manfrotto 190CLB und ein Velbon SherpaPro 730 (Carbon). Welches davon das bessere Stativ ist, ist wohl nicht die Frage. Beide sind auch gleich schwer. Aber das Manfrotto ist eben vom Packmass kleiner, also wird es wohl wieder mit auf Reisen gehen.

ICh denke, es kommt sehr stark auf das Ziel an, das der Fotograf verfolgt. Die Leute, die ein paar gute Erinnerungsbilder haben wollen, sind sicherlich mit Mögichkeit 1 u. 2 gut beraten. Wer darüber hinaus will, hat sowieso schon ein Gepäckproblem :D:D:D:D

Die selbstgebastelten Wanderstockstativideen halte ich für ernsthafte Fotografie nicht für geeignet. Sorry.


LG Olli

Schlamoniel
31.12.2010, 13:53
Moin!

Ich erwäge die Anschaffung eines Stativs mit dem Weihnachtsgeld von Omi. Hat denn inwischen jemand handfeste Erfahrungen mit dem Gorilla gemacht?

Dr Elch
30.03.2011, 23:09
Ich kann das Induro AKB0 wärmstens empfehlen.

In Deutschland scheint die Marke nicht ganz so populär zu sein, allerdings hält das Stativ was es verspricht, für nen Moderaten Preis (<150 Euro).

Das Teil wiegt 1,2kg lässt sich auf 140cm ausfahren und hat zusammengefaltet ca. 50cm.

Ballhead sagt zwar nicht jedem zu und auch ich war skeptisch, da ich vorher nur Panheads hatte aber ich bin wirklich zufrieden, vorallem wegen der schnelleren Bediengeschwindigkeit aufgrund weniger Hebeln.

Benutze das Teil mit ner Canon 60D und nem 70-200 4.0L Objektiv, womit das Stativ keine Probleme hat. Haken für Zusatzgewichte hats auch und ist stabil gebaut.

Habe mir dieses als Alternative zum Cullmann Nanomax angeschaut und als viel besser empfunden, da es nicht so ne fragile Erscheinung macht wie das Cullmann.

Wem AKB0 zu klein ist: Es gibt auch das AKB1 und AKB2 welche entsprechend größer, teurer und schwerer sind :-)