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Vollständige Version anzeigen : Schneewasser ohne Zusätze trinken?


Spartaner
21.12.2005, 16:23
Hallo,
ein Bekannter erzählte mir, dass man nicht zu viel geschmolzenes Schneewasser trinken solle, da dieses entmineralisiert sei. Falls dem so ist: Wie mineralisiere ich es wieder?
Genügt es, das Wasser als Tee mit Zucker zu trinken oder handelsübliche Multivittabletten darin aufzulösen oder muss ich irgendwelches Spezialzeugs kaufen?
Hintergrund ist, dass ich ab 26.12. zum Schneeschuhwandern in Norwegen weile und Wasser wohl nur in einem Aggregatzustand vorhanden sein wird.
Danke und viele Grüße
Ernst (sitze in Gedanken schon im Flieger...)
P.s.: Anbei ein Bild vom ersten Test unserer neuen Atlas-Schneeschuhe am letzten Wochenende.

Flachlandtiroler
21.12.2005, 16:41
Zucker und Vitamintabletten enthalten keine Mineralien.
Mineraltabletten enthalten Mineralien ;)
Die teureren Tabletten enthalten oft höhere Konzentrationen an Calcium, Magnesium & Co. und schmecken idR besser als die vom Discounter, aber man kommt mit beiden zurecht.

Viel Spaß in Skandinavien,
Martin

Spartaner
21.12.2005, 16:51
Martin,
na, der Unterschied ist mir schon klar. Habe mich da etwas missverständlich ausgedrückt.Bei mir heißen alle Tabletten, die blubbern, Multivittabletten. Glukose hilft nach Auskunft des Bekannten, der immerhin Arzt ist, schon. Deswegen die Frage mit dem gezuckerten Tee. Die Einzelheiten mit irgendwelchen osmotischen Drücken spare ich mir.
Vielmehr würde mich interessieren: Wie genießt ihr euren geschmolzenen Schnee?
Ernst

Flachlandtiroler
21.12.2005, 16:56
Na mit Mineral-("Multivitamin-") Tabletten ;)
Mir geht es wirklich so, wenn ich stark geschwitzt hebe besteht ein richtiger Schmacht nach dem Zeug, bilde mir ein die löschen wesentlich besser den Durst als klares Bachwasser.

Im Winter neigt man allerdings eher dazu, zu wenig zu trinken und (statt durch Schweiß) viel Flüssigkeit durch Abatmung an die trockene Luft zu verlieren. Da sehe ich eher ein Problem bei der Flüssigkeitsmenge als bei deren Mineralgehalt.

Gruß, Martin

Lungta
21.12.2005, 17:16
Hintergrund ist, dass ich ab 26.12. zum Schneeschuhwandern in Norwegen weile und Wasser wohl nur in einem Aggregatzustand vorhanden sein wird.


kann sein, muß nicht. Fließgewässer können manchmal auch offen sein, so daß man sich das Schneeschmelzen spart. Von den schwedischen Hütten kenne ich es im übrigen so, daß es ein Wasserloch in der Nähe gibt (weiß ja nicht, wie ihr unterwegs seid).

Ich denke mal, daß Schnee genauso wie reines Regenwasser keine oder kaum Mineralstoffe enthält, weil es diese ja noch nicht aus dem Boden lösen konnte. Mit der Nahrung - insbesondere den oft sehr gut gesalzenen Fertiggerichten - nimmt man aber schon einiges an Mineralstoffen auf, denke ich. Ein paar zusätzliche Mineraltabletten können aber sicherlich nicht schaden. Ich habe auf Touren sowieso ganz gerne Biolectra Sport-Brausetabletten dabei.

Christine

Juergen
21.12.2005, 19:43
Aber auf jeden Fall gilt: "Never eat yellow Snow!" :D :D :D

Hannes33
21.12.2005, 19:44
Hallo,
am einfachsten ist es mit multivitamin/mineraltabletten.
oder sonst eine grosse prise salz (kochsalz) mit wasser runterspülen, schmeckt aber nicht so toll :down: .
HanneS.

Spartaner
21.12.2005, 21:29
Na ja, was den gelben Schnee betrifft: Da sind immerhin jede Menge Mineralien drin. :D :up:

Soshin
23.12.2005, 12:06
Hallo, Ihr!

Also normales Kochsalz ist nicht ausreichend, um den Mineralverlust abzudecken. Es enthält das ganz besonders wichtige Kalium (unter anderem für die Herzelektrik unverzichtbar) nicht, sondern "nur" Natrium und Chlor.

Also würde ich auf lösliches Mineralzeugs zurückgreifen, am besten mit Magnesium.

Liebe Grüße,

Soshin

wishbone
23.12.2005, 23:59
Hi,

nach 2x ordentlichen Dehydrierungen nehme ich auf längere Treks oder sonstige Touren in exotische Regionen immer ein, zwei Rollen von den schon beschriebenen Mineralientabletten (Isostar oder sonst irgendwelche mit), denn pures Wasser löscht schon "geschmacklich" bei mir weniger gut den Durst. Dazu habe ich immer ein paar von diesen kleinen Tütchen aus der Apotheke mit Elektrolytlösung+Glucose dabei, die man bei starkem Durchfall nehmen soll (von dem ich aber glücklicherweise verschont bleibe). Die schmecken zwar wie O-Saft mit Meerwasser angerührt, halfen aber sehr gut. Alle 2,3 Tage ein halbes oder ganzes Tütchen, damit ist man auf der sicheren Seite. Ist nämlich unangenehm und kostet Kraft, so ne Dehydrierung....

Gruß
Christian

Spartaner
24.12.2005, 08:45
Danke für die zahlreichen Tipps.
Mir ging es allerdings nicht darum, welche lebenswichtigen Spurenelemente der Körper braucht, sondern, ob es wegen des unterschiedlichen osmotischen Drucks gefährlich ist, geschmolzenes Schneewasser zu trinken. Um diesen Druckunterschied auszugleichen, genügt wohl schon eine Glukose-Kochsalzlösung, auch wenn die andere, lebenswichtige Mineralien nicht enthält. Sagte mir jetzt jedenfalls ein Arzt.
Die Komplettversorgung kann ich in meinem Fall vernachlässigen, da wir nur eine Woche gehen und ja auch noch Nahrung zu uns nehmen. Für längere Treks und Expeditionen habt ihr sicherlich recht.
Was den Geschmack und den Durstlöscheffekt angeht: Ich liebe reines Quellwasser. Da geht für mich nix drüber. Na ja, außer vielleicht ein kühles Bier. Soll übrigens in seiner alkoholfreien Variante auch ein hervorragender Mineralienlieferant sein. Vielleicht hänge ich mir ja ein Fäßchen um den Hals :D
In diesem Sinne danke für die Anregungen und gesegnete Feiertage, lasst euch reich mit Equipment beschenken.
Bin jetzt weg und komme hoffentlich mit heilen Zellen zurück
Ernst

Promedic
09.01.2006, 18:09
ein paar Zeilen, obwohl ihr noch unterwegs seids, oder?

auf der Hütte 1800Hm gibts im Winter die ersten Tage immer NUR geschmolzenen Schnee zum kochen und trinken (Tee, Himbeerwasser, ...) dazu mal das ein oder andere Bier. ob jetzt das Bier dan Mineraldefizit ausgleicht, keine Ahnung auf jeden Fall hat es uns nie probleme bereitet.

richtig ist aber, daß entmineralisiertes Wasser zu Problemen führen kann (hypotone Hyperhydratation) leider weiß ich auch nicht genau ab wann damit zu rechnen ist, wenn ich was höre melde ich mich.

so long