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Vollständige Version anzeigen : digitale Spiegelreflex in 5000m


akkufly
21.11.2005, 14:46
hallo,
ich plane nächstes jahr die annapurna trekking runde zu laufen und möchte natürlich meine fotoausrüstung dabei haben. die frage dazu:
hat von euch einer erfahrung mit digitalen spiegelreflexen in höhen um die 5000m? wir wollen auch zum tilichosee und sind deswegen ein paar tage mehr in diesen höhen.
ich besitze die canon eos 20d und weiß halt nicht bis zu welchen höhen und temperaturen sie einsatzbereit ist. wir werden im april dort sein, dann sind die temperaturen ja nicht mehr so niedrig. ich war noch nie in solchen höhen unterwegs deswegen auch keine erfahrungen.

hat da jemand erfahrungen gemacht?


gruß
stefan

nana z.
21.11.2005, 17:59
also beim theoretischen nachdenken fällt mir nix ein, wieso sich höhe auf eine dslr auswirken sollte.

praktisch kann ich von einem kunden berichten, der dies jahr einen trek in 4.500-5.100 m höhe mit dslr gemacht hat und von keinen schwierigkeiten berichtete (es gab minusgrade und heftige sonne)

Hakku
22.11.2005, 08:14
Hallo Stefan,
ich bin seit Jahren mit meiner digitalen SLR (Nikon D 100) im Himalaya und sonstwo unterwegs. Bisher nie Probleme gehabt und wenn Du den Akku bei Kälte Nachts mit in den Schlafsack nimmst, hält der umso länger. :D

Bei Speicherkarten mit luftgelagerten Schreibkopf (Microdrive etc.) soll es Probleme ab 3.500 m Höhe geben. Meine CF-Cards (256 mb / 512 mb) haben mich noch nicht im Stich gelassen.

Gruß
Hakku

akkufly
22.11.2005, 12:31
da hört sich ja schonmal gut an:-)

microdrives benutze ich eh nicht da ich nicht viel davon halte, bei mir kommen nur cf's in die kamera. da kommt aber gleich eine neue frage auf.
da ich im raw format fotografiere und somit auf eine 1gb karte ein bisschen mehr als 100 fotos passen und ich nicht 10 karten habe, bleibt die möglichkeit auf einer mobilen festplatte oder massenspeicher zu speichern. aber bei der ganzen auswahl weiß ich nicht was die ganzen sachen taugen, besonders in solchen höhen und bei minusgraden. weiß da jemand mehr? wer benutzt solche speicher beim trekken und hat gute bzw. schlechte erfahrungen damit gemacht?


gruß
stefan

AndreasW
22.11.2005, 13:38
Das Festplattenproblem besteht sicher weiter auf großen Höhen. Wenn du nur schnell Daten übertragen möchtest und kein Display benötigst, um die RAW Daten zu betrachten sind sicher diese Teile interessant:

DIP Wiesel http://www.imagetank.de/imagetank.htm bzw. das baugleiche pd70x http://www.pd70x.de/

Jedenfalls werden sie von Profis immer gelobt. Persönliche Erfahrungen habe ich damit aber keine!

AndreasW

Navyo
22.11.2005, 15:30
Hallo,

ich kann auch nur berichten das meine Canon keine Probleme in der Hoehe um 5000 m im spaeten Oktober in Tibet hatte.

Batterien hatte ich drei, Speicher 4 GB + 20 GB.

Navyo

SteffenR
25.11.2005, 14:45
Finde die ENtwicklung schon interessant: beim Schlafsack, beim Rucksack und überall wird versucht ein paar Gramm zu sparen. Und dann werden zur Sicherung der Digitalbilder Festplatten durch die Gegend geschleppt;)

pushbike
25.11.2005, 15:41
Finde die ENtwicklung schon interessant: beim Schlafsack, beim Rucksack und überall wird versucht ein paar Gramm zu sparen. Und dann werden zur Sicherung der Digitalbilder Festplatten durch die Gegend geschleppt;)
Die imagetanks find ich aber trotzdem sinnvoll. V. a. wenn viele große Bilder geschossen wird. Und bei längeren Reisen gibts wohl keine andere Wahl.
Gruß

derdahinmuss
26.11.2005, 18:15
@SteffenR:confused:
...zu deinen Gewichtsbedenken.Wir sprechen von kleinen Festplatten die 300-400g wiegen und nicht von Goldbarren.Kannst du dir vorstellen, dass du darüber lachtst,wenn du sonst 50-100 Diafilme im Rucksack hattest. Wer wird da noch über 300g nachdenkt, sollte vielleicht auch gleich die Kamera zuhause lassen oder sich Gedanken über die Verhältnismäßigkeit machen.Es gibt sicher Leute,die in 3 Wochen nicht mal eine 512 MB Speicherkarte vollbekommen.Für alle die nicht diesem Typ entsprechen und engagierter fotografieren entsteht automatisch der Bedarf für ein "großes" Speichermedium. Mobile Festplattenspeicher sind da geradezu eine Offenbarung.

Christian

APuschendorf
30.11.2005, 10:35
denke, es gibt keine Probleme. Hab seit 2002 die EOS D60.
War damit unter anderem auf dem Kilimanjaro und jetzt anfang des Jahres bis auf 6600m am Aconcagua... Keine Probleme.
Nur Akkus warm halten und evtl. Akku's mit mehr mAH kaufen (da gibt es einige Nonamefirmen, die sowas anbieten).
Zusätzlich hab ich alle batteriesparenden Massnahmen eingeschaltet. Also Kamera nach 1min aus. Display aus. Licht aus. Ton aus. Soweit möglich kein Review an der Kamera.
So halten bei der D60 ein Akku über ca. 4-5 Tage bei 250-300 Bildern pro Tag.

Als Speichermedium verwende ich den IRiver H340. Ein mp3-Player mit 40GB Platte und entsprechenden Kopiermöglichkeiten. Wobei ich eine 2 GB und eine 1 GB CF Karte nutzen. Die 1 GB Karte ist Reserve falls die 2 GB innerhalb eines Tages voll werden. (Achso ich fotografier vorwiegend mit 4 Mio. Pixel, nur für besonders schöne Sachen, schalte ich auf 6. Mio... Aber die alltägliches Lagerlebenschnappschüsse, da reichen 4 Mio. gut aus. naja, ist wohl Geschmackssache).

Am Kilimanjaro hatte ich als Imagetank einen X-Drive mit 20 GB dabei (Firma Vosonic). Der hat bis auf 4600m im letzten Hochlager funktioniert. Insofern kann ich Festplattenprobleme aufgrund dünner Luft nicht bestätigen, aber natürlich auch nicht auschliessen :-)

Achso. Datentransfer von Chip auf Festplatte mach ich immer nur zur "warmen Zeiten". Also möglichst Mittags in der Sonne oder im warem Zelt oder so... Und nicht gerade früh morgens, wenn der Imagetank und die Batterien eiskalt sind...

(OFFTOPIC: Hatte meine D60 jetzt grade zur Reparatur: Nach über 100.000 Fotos hatte der Verschluss extreme Verschleißerscheinungen... Scheinbar sind die modernen digitalen SLR's nicht für viele Fotos ausgelegt, oder halten den Outdoortouren nicht so gut stand. Canon wirbt ja mit 150.000-200.000 Auslösezyklen. Fand ich etwas ärgerlich, weil die Reparatur nicht ganz billig ist).

Bye Andreas

akkufly
01.12.2005, 04:29
@andreas
ich werde 5 akkus dabeihaben, 4 davon nonames mit höherer leistung. speicherkarten besitze ich im moment eine 1 gb und eine 521mb karte. da ich bei solchen gelegenheiten ausschliesslich im raw-format fotografiere habe ich mit den beiden karten etwa für 150 bilder kapazität. da werden allerdings auf sicher noch midestens 1 gb zukommen, eher sogar 2gb. da ich weder einen iriver noch ipod oder ähnliches besitze und ich nach einer etwas preiswerteren lösung suche dachte ich zuerst an den pd70x, allerdings sind laut herstellerangaben nur bei temperaturen von +5 - +40 angegeben. da ich nicht weiß wie lange es wie kalt ist bin ich mir nicht sicher ob das eine gute lösung ist da ich auch nicht abschätzen kann wie warm es zur mittagszeit ist:)
die anzahl der auslösungen bei der 20d liegt laut canon etwa bei 100.000. also ist das bei deiner sicher im "normalbreich" die d60 ist ja schon etwas älter. da kann man wohl nix machen, ausser viel geld bezahlen für ne reperatur oder neue kamera:mad:


@SteffenR
mein fotorucksack wiegt schätzungsweise 8 kilo, hab ihn noch nicht gewogen. da glaub ich kommt es auf ein paar gramm nicht mehr an:D


gruss
stefan

APuschendorf
01.12.2005, 09:42
Ja, 5 Akkus sind gut. Ich hatte immer 4 Stück mit und damit kann man schon einige Tage ohne Stromnetz überbrücken.

Ich denke das man im Zelt gut auf 5 Grad kommt. Insbesondere wenn sich dort zwei Menschen drin aufhalten, wird ein Zelt schon "relativ" warm oder wenn die Sonne draufscheint.

Kann es auch gut nachvollziehen, nur im RAW Format zu fotografieren. Hat man dann doch noch schöne Möglichkeiten der Nachbearbeitung und auch Ausschnitte aus dem Foto haben noch akzeptable Auflösungen.

Hab vor kurzem ein Foto verkauft... das ich leider nur in kleiner Auflösung vorliegen hatte... naja, hätte man noch etwas mehr verdienen können, wenn ich im RAW-Format fotografiert hätte. Schade.

Bin schon am überlegen auf die EOS 20D oder die EOS 5D umzusteigen. Aber die EOS 5D hat leider kein Blitz und auf Touren nehm ich dann doch kein externen Blitz mit...

zur D60: Man muss evtl. noch dazu sagen, das ich die EOS D60 definitiv nicht innerhalb des von Canon vorgegeben Rahmens betrieben haben (lt. Anleitung, Präzisionsgerät, keine große Luftfeuchtigkeit, kein staubigen Gegenden, zwischen 0 bis +40 Grad, keine Stößen aussetzen). Die Kamera ist auf Kanutouren so feucht gewesen, das das Display von hinten beschlagen war. Im Staub hat sie oft gelegen (besonders bei Pfadfinderhajks). Bei -20/-25 Grad hab ich sie auch am Hals hängen gehabt. Und sie ist mir mal (in einer Tasche) 100m ein Berghang heruntergerollt (in Norwegen). Insofern kann ich nur sagen "Hut ab", gute Kamera...

Grüße
Andreas

wishbone
01.12.2005, 09:54
Zur Akkulaufzeit:
Neben der schon erwähnten Schlafsacklagerung gibt es auch noch den Klassiker "Akkus in die Achselhöhle stecken", was beim Tragen einer Jacke auch ziemlich gut funktioniert. Ach so, und Akkus beim Verlassen vor dem Verlassen der warmen Lodge natürlich immer tief in die Kleidung im Rucksack einwickeln, es ist erstaunlich, wie lange sich Temperaturen tief im Rucksack halten.

Christian

akkufly
01.12.2005, 11:28
akkus in den achseln ist auch ne möglichkeit, hatte ich jetzt noch nicht weiter bedacht.
ich denke das ich gut hinkommen werde, da ich zum einen nicht im zelt schlafe (annapuranrunde) und es dort auch öfter strom zum laden gibt ? hoffe ich mal.
und zum anderen ist es ja nur teilweise kalt bei der runde (april)

@andreas
mit im rahmen meine ich die auslösungen. was du sonst so mit deiner kamera getrieben hast hört sich wahrhaftig nicht nach den features der d60 an:D



gruss
stefan

wickie
22.12.2005, 10:29
hallo,
ich plane nächstes jahr die annapurna trekking runde zu laufen und möchte natürlich meine fotoausrüstung dabei haben. die frage dazu:
hat von euch einer erfahrung mit digitalen spiegelreflexen in höhen um die 5000m? wir wollen auch zum tilichosee und sind deswegen ein paar tage mehr in diesen höhen.
ich besitze die canon eos 20d und weiß halt nicht bis zu welchen höhen und temperaturen sie einsatzbereit ist. wir werden im april dort sein, dann sind die temperaturen ja nicht mehr so niedrig. ich war noch nie in solchen höhen unterwegs deswegen auch keine erfahrungen.

hat da jemand erfahrungen gemacht?


gruß
stefan


geht ohne probleme, nur nimm keine microdrives, die gehen lt. datenblatt nur bis 3500m!

christian65
04.01.2006, 12:13
Hallo,

war mit einer Canon 10D mit 1GB-Speicherkarte und Standardakku bisher auf:
Mt. Blanc 4.807
Ararat 5.165
Kilimanjaro 5.895
Elbrus 5.642
ohne Schwierigkeiten unterwegs. Bin aber kein "Powernutzer" nur so 10-20 Bilder pro Tag - dafür hat es aber ohne Probleme gereicht.
Ein einziges Mal hat sich die Elektronik am Elbrus verabschiedet (ca. -20° und Wind), hat sich aber mit Batterie raus/rein wieder aktiveren lassen. Lagerung der Kamera war generell im Rucksack kompl. mit Batterie.

LG, Christian

Sitting Bull
28.05.2006, 11:20
Bei 4500 Meter hat meine Ausrüstung mich noch nie im Stich gelassen.
Canon 20D, Jobo Giga 3+ Speichermedium, sämtliche Speicherkarten... usw.
Ach ja,.. vielleicht nur meine 300er Festbrennweite, wo der Stabilisator der Geist aufgab. Das war allerdings - wie sich später herausstellte,- ein Produktionsfehler seitens Canon.