Vollständige Version anzeigen : Wiedergabe über Beamer
Wiedergabe über beamer - welch ein Übel. Am Bildschirm sieht noch alles ganz passabel aus, umso ernüchternder dann auf der 4m Leinwand über einen beamer.
Ich habe mir einige Vorträge angeschaut beim Bergsteigertreffen in Kempten, beim Fernwehfestival (läuft z.Z. in Erlangen) und bei einer DAV Sektion (im kleinen Rahmen).
Man konnte die pixel sehen und das ist für das Auge auf Dauer ermühdend, obwohl einige Referenten das mit ihrem Vortrag ausgleichen konnten.
Woran liegt das mit der schlechten Wiedergabequalität?
Da bleibe ich noch beim Diaprojektor mit seiner besseren Bildwiedergabe, aber mit Staubpartikel. Diaprojektoren habe sicher auch ihre Nachteile, aber das Bild, das Bild überzeugt.
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
Hallo Matis,
auch als Freund von Dias muss ich hier die Beamer etwas "in Schutz nehmen" :-) Es gibt halt solche und solche. Vor allem gibt es zwei verschiedene Technicken bei Beamern, die sich stark voneinander unterscheiden. Ich kann dir da jetzt auch nichts neheres sagen, weiss aber, dass sie sich vor allem in der Darstellung der Pixel unterscheiden. Sprich, einmal sieht man die Pixel deutlich mehr, mal weniger. An der Uni haben wir einen Beamer für die normalen Vorlesungen, da werden aber manchmal am Abend auch Reisefotos drauf gezeigt, ich schätze, die Leihnwand hat dabei 4m diagonale, da sieht man keine Pixel (ich zumindestens nicht :D). Der Beamer ist aber auch "etwas" größer als die Bürobeamer (ist fast ein kleiner Schranck *G*) und hat von den Gegenwert eines guten Neuwagens. Bis Beamer ein halbwegs gutes Preis-/Leistungsverhältnis im Gegensatz zu Diaprojektoren haben werden, werden wohl no ein paar Jährchen ins Land gehen.
Grüße
Thomas
derdahinmuss
11.11.2005, 14:46
Hallo Matis
Das ist eine Frage der Auflösung.Ein Durchschnittsbeamer hal wie die meisten Monitore eine Auflösung von 1024x768 Bildpunkten,macht 786432. Dias stuft man von ihrer Auflösung her,oberbalb der 10 mio. Bildpunkte ein. Noch fragen??? Selbst die Toppbeamer mit 1400 Punkten auf der Breitseite sind also noch weit entfernt von dieser Auflösung. Ganz Abgesehen von der Fähigkeit Kontraste zu darzustellen. Beim Beamer gibt es kein wirkliches Schwarz und nicht die Differenziertheit in den Lichtern.
Ich muß allerdings gestehen,dass ich schon Beamervorträge gesehen habe,die qualitativ völlig einwandfrei waren.Wahrscheinlich hätte man es nur verteufelt,wenn mann anschließend den selben Vortrag mit Diaprojektoren gesehen hätte. Alles relativ und eine Frage von Anspruch,Aufwand,Preis und Komfort.
Christian
Hi,
Mit der Zeit gewöhnt sich unser Auge an die Beamerauflösung und es fällt einem nur im direkten Vergleich mit einer Diaprojektion auf. Sobald der HD (high definition)- Beamer auf dem Markt erscheinen, sollte es besser (zu Beginn auch teurer) werden.
Herzlich
Doro
Hallo Doro und alle anderen,
mein Auge lässt sich täuschen, aber daran gewöhnen werde ich mich derzeit nicht. Ich habe am Fernwehfestival Vorträge mit Canon X50 gesehen. Angeblich toller beamer. Ich würde sagen, es kommt auf die Größe der Leinwand an.
Aber alle anderen, die ihre vom Büro mitgebrachten beamer aufstellen und ihre vollautomatische show auf 2m Leinwand zeigen - vergiß es! Keine Zwischenfrage erlaubt, kein Kommentar zuviel gesprochen, wenn der Referent doch sprechen würde!
Ja und die Bilder mit der kleinen digitalen Knipse aufgenommen, wo das Bild am Rand immer unscharf ist, weil die Optik schlecht ist. Da hilft das Werbeargument von 4 oder 8mio pixeln nicht. Die Optik und der Sensor, der ins Rauschen übergeht bei den Knipsern.
Jaja, am Monitor sieht alles gut aus. Die enttäuschende Bildwirkung bekommt man über beamer auf der Leinwand projeziert/präsentiert.
Ist es so umständlich zwei Projektoren zusammenzustöpseln? Aber klar, man will ja wegklappende Bilder haben.
Der Wüsten-Geologe Michael Martin blendet ohne viel schnick-schnack Bild in Bild und hat Erfolg, weil er spannende Geschichten erzählt und die Bilder einen dazu fesseln.
Weniger ist mehr, aber Qualität in der Optik. Sowohl bei der Aufnahme als auch in der Projektion.
Ich hoffe, niemanden beleidigt oder ihn in seinem Handeln eingeschränkt zu haben.
Ich möchte nur hinweisen, wie einfach komprommisslos man Dias zeigen kann. Nicht jeden Trend nachlaufen (digital-beamer), sondern selber ausprobieren und sich seine eigene Meinung machen.
Mit frendlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen
AndreasW
16.11.2005, 08:24
Digitale Präsentation versus Dia Projektion ist ja momentan ein heiß diskutiertes Thema! Nach dem Boom der digitalen Fotografie ist das auch kein Wunder.
Wer keine Dias mehr macht, hat ja auch keine andere Alternative! Was man aber manchmal so zu sehen bekommt, ist wirklich ein Rückfall in die Zeit, als die Bilder laufen lernten. Matis hat ja schon erklärt, warum das so ist. Aber jämmerliche Vorträge gab's und gibt es auch mit Dias!
Die ganze digitale Präsentationstechnik steckt heute noch in den Kinderschuhen, macht aber riesen Fortschritte. Der oben genannte Beamer CANON X50 XEED ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung für Leute, die noch projizieren möchten. 3200 Teuros dafür auszugeben ist aber sicherlich nicht jedermanns Sache! Kurzlebige und teure PC Hard- und Software kommt noch dazu...
Das ist sicher nur etwas für Freaks!!! Billig war und wird es niemals für Fotofreaks, die auch noch einen Anspruch an sich selbst stellen. Wer mal in zuverlässige Dia Projektoren nebst ausgereifter Steuertechnik investiert hat, wird mir das bestätigen können.
Jedenfalls, gut gemachte Präsentationen, HDAV-, HDTV-, directAV-Shows etc. in höchster Auflösung lassen einem schon staunen! - Nur ist auch hier eine gute Geschichte das Wichtigste und alle Technik nur Mittel zum Zweck!
AndreasW
Flachlandtiroler
16.11.2005, 09:10
Wer keine Dias mehr macht, hat ja auch keine andere Alternative!
Man liest auch anderes... nämlich das durchaus professionelle (DSLR-) Aufnahmen wieder auf Dia ausbelichtet werden. Mutet irrsinnig umständlich an, dürfte bei hohen Qualitätsansprüchen in der Projektion aber ohne Alternative sein. Selbst der zitierte Beamer für 3kEuro hat 'ne jämmerliche Auflösung (1.5 Megapixelchen)... :roll:
Gruß, Martin
Dennis_2
01.01.2006, 16:05
Hallo!
Interessanter Tread.
Ich persönlich glaube nicht, dass jemals bezahlbare Beamer auf den
Markt kommen werden, die auch nur einem Kleinbilddia in der Qualität
"das Wasser reichen" können, vom Mittelformat ganz zu schweigen.
Mit bezahlbar meine ich eine Grössenordnung von 1000 Euro, was mit
gutem Willen ersparbar erscheint.
Sicher werden gute und extrem teuer Beamer für Kino und
ähnliche Profi-Anwendungen verfügbar werden, oder sind es schon.
Vielleicht kann man diese dann in 30 Jahren gebraucht für einen
bezahlbaren Betrag ersteigern ;)
Freundliche Grüsse
Dennis
hosentreger
03.01.2006, 21:48
Ich präsentiere auch noch lieber meine Dias, fotographiere aber mittlerweile ausschließlich nur noch per DSLR. Vor drei Jahren erschien mir die digitale Qualität, die wir heute haben (selbst mit "nur" einer Nikon D70) unvorstellbar - so unvorstellbar, wie uns heute eine diaähnliche Projektion per Beamer in drei vier jahren erschein - und das zu bezahlbaren Preisen!!!
Im Rückblick werden wir in 10 Jahren, wahrscheinlich noch weniger, über unsere Aussagen und Voraussagen von heute lächeln...
Dennoch: Die Spannung vor einem Diavortrag, ob auch kein Diarahmen klemmen wird oder keine Lampe den Geist aufgibt, diese Spannung wird uns dann fehlen!
In diesemSinne auf eine strahlende Zukunft
hosentreger
Nehmt's mir nicht übel, aber wenn man hier so ließt, beschleicht einen das Gefühl, daß sich hier die letzten Analog-Fanatiker gegenseitig die Alternativlosigkeit ihrer Dias einreden wollen :D .
Ich habe selbst schon viele Vorträge vom Baemer und gleich danach vom Diaprojektor gesehen. Unterschiede waren kaum erkennbar. Die oben angesprochenen furchtbaren Pixel konnte ich nie mit blosem Auge sehen - selbst nicht auf einer Leinwand mit über 5 m Diagonale - und ich habe gute Augen! Hier war der Baemer zwar etwas Lichtschwach, aber das ist kein Problem der digitalen Technologie. Sicher kann man sich lang und breit über rechnerische Unterschiede bei der Bildauflösung auslassen - wenn man sie aber mit dem menschlichen Auge nicht sehen kann, ist das alles nur intelektuelle Selbsbefriedigung.
Findet Euch damit ab: Die Tage der Diaprojektion sind gezählt :D . Ich werd mal dieses Thema in 5 Jahren wieder aufgreifen. Sicher werden wir dann herzlich über einige der Beiträge oben lachen. ;)
PS.: Natürlich möchte ich niemandem zu nahe treten. Ist halt nur meine belanglose subjektive Meinung.
Dennis_2
20.01.2006, 17:07
...Findet Euch damit ab: Die Tage der Diaprojektion sind gezählt :D . Ich werd mal dieses Thema in 5 Jahren wieder aufgreifen. Sicher werden wir dann herzlich über einige der Beiträge oben lachen. ;) ...
Hallo Jürgen
Naja es gibt ja andere Foren die eher auf dieses Thema spezialisiert sind.
Aber ich schlage vor, das Thema in hundert, na gut fünfzig Jahren
nochmal aufzugreifen. Dann sehen meine Schwarzweissdias, auf deren
Selbstverarbeitung ich mich in den letzten zwei Jahren labortechnisch
"eingeschossen" habe, vermutlich noch so aus wie heute. :)
Und ein Dia-Projektor wird auch noch funktionieren, vorrausgesetzt
es bleibt bei 230Volt Netzspannung, und wenn nicht könnte man so
ein Ding ja auch auf eine andere Spannung umstricken :)
Liebe Grüsse
Dennis
...Dann sehen meine Schwarzweissdias, auf deren Selbstverarbeitung ich mich in den letzten zwei Jahren labortechnisch "eingeschossen" habe, vermutlich noch so aus wie heute. :)...
Ich bin da nicht so sicher. Bei deinen SW-Dias glaub ich das noch am ehesten. Aber Allen, die das bunte Dia bevorzugen, mach ich da nicht viel Hoffnung. Mein Vater fotografiert mit viel Hingabe und macht seit Jahr und Tag Dias. Er behandelt sie mit sehr viel Liebe und trotzdem ist die Qualität der Bilder älter als 20 Jahre mittlerweile sehr bescheiden. Er denkt jetzt ernsthaft darüber nach, alles einscannen zu lassen, um wenigstens die Reste digital zu sichern. Mir ist klar, das die Dia-Filme heute viel besser sind als vor 20 Jahren - wahrscheinlich hällt die Qualität jetzt 10 Jahre länger. :D
Im Gegensatz dazu werden meine digitalen Fotos auch in 1000 Jahren kein bischen Qualität verlieren - solange ich es nicht versäume, sie aller 10 Jahre mal auf aktuellen Speichermedien in einem aktuellen Format zu speichern ;) . Der Aufwand ist dank Stapelverarbeitung vertretbar.
hosentreger
20.01.2006, 18:50
@Dennis
Und wenn Du dann weiterhin Glück hast, ist der Pilzbefall auf den Dias nur sehr gering und Du hast auch in hundert Jahren auch noch eine "Quelle" für die Lampen Deines Projektors;) ;) ;)
Aber weiterhin :up: wünscht hosentreger
Dennis_2
22.01.2006, 00:46
@Dennis
Und wenn Du dann weiterhin Glück hast, ist der Pilzbefall auf den Dias nur sehr gering und Du hast auch in hundert Jahren auch noch eine "Quelle" für die Lampen Deines Projektors;) ;) ;)
Aber weiterhin :up: wünscht hosentreger
Hallo hosentreger!
Lustiger Nick :)
Also Pilzbefall habe ich im Leben auf Dias noch nie gesehen.
Sicher eine Frage unsachgemässer Lagerung (in Glasrahmen,
im Keller oder so) - selbst Schuld.
Lampen mach ich mir nicht so die Sorgen.
HLX Projektionslampen sind nachwievor Massenware und auch
in der ganzen Lichteffekt-Technik (in Clubs, Theatern etc) drin.
Gibt es also bei X Versendern für wenige Euro pro Stück.
Sicherheits halber habe ich zur Zeit von jeder Lampensorte
(besitze knapp 20 Projektoren und mache alle Jubeljahre mal so
Deko bei Parties von Freunden) 'nen Zehnerpack Lampen auf Lager.
Dat reicht bestimmt eine Weile, überlebt mich vielleicht sogar
(bin jetzt 35 Jahre). :)
@Jürgen
Ja mit den Farbdias bin ich tatsächlich beunruhigt.
Die ältesten in meinem Archiv habe ich mit 15 Jahren geschossen
und die sind jetzt also genau 20 Jahre alt. DDR-Filme in
schwer abschätzbarer Sorgfalt verarbeitet. :confused:
Noch erkenne ich keine Veränderungen gegenüber dem Urzustand,
toi toi toi.
Kodak behauptet ja, aktuelle Materialien wären 60 Jahre farbstabil.
Da bin ich ja gespannt ;-)
Liebe Grüsse und immer schöne Fotos,
egal ob analog oder digital, wünscht Euch
Dennis aus Berlin
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